Beiträge von Thomas6789

    Hallo zusammen,


    meine PV Anlage wurde bereits Ende Mai installiert und könnte schon seit Wochen Strom erzeugen, leider hat mein Installateur noch keinen Termin von unserem Netzbetreiber Bayernwerke zur Inbetriebnahme / Abnahme bekommen und es gibt auch noch keine Angabe, wie lange das noch dauern wird. Leider ist das in unserer Region vorgeschrieben, dass die Anlage vorher abgenommen werden muss und der Netzbetreiber bei der IBN anwesend sein muss. Wer von euch war oder ist ebenfalls auf die Bayernwerke angewiesen und wie lange musstet ihr warten? Ist schon wirklich sehr ärgerlich wenn bei dem schönen Wetter seit Wochen Energie flöten geht...

    Erstmal Danke für die Rückmeldung. Das mit der Kaskadenschaltung wäre auch meine bevorzugte Lösung, allerdings habe ich dann ja noch immer die Zwangstrennung durch den Rundsteuerempfänger, welcher unter Umständen die WP genau dann vom Netz nimmt, wenn ein Überschuss an nicht selbst verbrauchten Strom von der PV-Anlage zur Verfügung steht.


    Bezüglich der Fragen:

    -Unter "Überschuss" verstehe ich wenn z.B. die PV Anlage 3000W bringt und ich im Haushalt aber nur 400W an Verbraucher habe und der Rest eingespeist werden würde. Die 70% Grenze war nicht mit gemeint, da dieser Fall sowieso selten eintreffen wird.


    -Es handelt sich über eine separate Brauchwasserwärmepumpe, die bis ca. 55 Grad läuft (ca. 450W Leistungsaufnahme). Um auf 70 Grad zu kommen, wird zusätzlich ein Heizstaab mit 1,5kW aktiviert. COP der Wärmepumpe ist 4,28 nach DIN 16142. Wie hoch der bei 55°C ist kann ich nicht sagen.

    Bei der Planung meiner PV Anlage stehe ich im Moment vor der Entscheidung ob weiterhin Haushaltsstrom und Wärmepumpenstrom separat über zwei Zähler laufen zu lassen (inkl. HT/NT mit Abschaltung der WP durch Netzbetreiber) oder alles zusammen über den Haushaltszähler laufen zu lassen. Technisch möglich ist nach Rücksprache mit dem Anlagenbauer und dem Netzbetreiber beides. Der Grund warum ich überhaupt darüber nachdenke, ist die Tatsache, dass ich den Überschüssigen Strom möglichst in die Brauchwasserwärmepumpe stecken möchte. Die WP hat einen Eingang, der bei Überschussmeldung vom Wechselrichter den Wasserspeicher auf 70°C aufheizen lässt (anstatt nur 48°C). So könnte man die Überschüssige Energie optimal umsetzen.


    Was aber, wenn am Nachmittag, wenn die Sonne optimal auf das S/W Dach scheint, die EVU Sperre vom Netzbetreiber aktiv wird? In diesem Fall würde die WP für ca. zwei Stunden gesperrt werden, was zur Folge hätte, dass der Strom nicht für die WP genutz werden kann. Meistens kommt die Sperre so gegen 16 - 17 Uhr und dauert bis um 19 Uhr an. Unter Umständen wäre das genau die Zeit, in der der Wasserspeicher nochmal richtig hätte aufgeheizt werden können, um genug Reserven für den Abend und die Nacht zu haben. So kann es nun passieren, dass der Puffer nicht genug Reserven für die Nacht hätte und die WP in den frühen Morgenstunden anspringen muss.


    Ein paar Eckdaten:


    Anlagengröße 7 - 8 kWp

    Verbrauch Haushalt ca. 4000 kWh im Jahr, Stromtarif: 0,27 € pro kWh (Brutto)

    Verbrauch WP ca. 3000 kWh im Jahr, Stromtarif: 0,17 € NT und 0,22 € HT (Brutto) Aufteilung NT/HT ca. 50/50

    Zählermiete entfällt bei uns, da in unserer Region der Zähler gekauft werden musste.

    Ca. 2/3 des WP Verbrauchs fällt logischerweiße auf die kalten Monate Januar bis März und Oktober bis Dezember.


    Wenn ich nun auf einen Zähler umsteigen würde, hätte ich Mehrkosten von ca. 210€ pro Jahr (ohne PV Anlage)


    Ich müsste ca. 800 kWh vom selbst erzeugten Strom für die WP nutzen, damit ich diese 210€ wieder rausholen würde. Ist das realistisch?


    Hat jemand Erfahrungen mit der oben beschriebenen EVU Problematik? Wenn ja, sind meine Sorgen berechtigt bzw. wie groß schätzt ihr bei euren Anlagen den Verlust durch die Abschaltung?