Beiträge von Oliver999

    danke für die Hinweise/Rückfragen :thumbup:


    Unter Meldungen steht nichts im Portal


    Unter Auslegung -> rechter Klick auf den Wechselrichter und dort Info -> im neuen fenster "Details für ..." dann oben auf Fehler -> dort wird ein Fehler für 1.7.2020 angezeigt.


    Das war aber halt 9 Tage vor dem Ausfall und am 1.7. und die Tage danach lief die Anlage unauffällig. Daher vermute ich, dass dieser Fehlercode nicht ursächlich mit dem Ausfall am 10.7. zusammen hängt.


    Grüße

    Oliver

    Da habe ich die Anlage so gelobt, schon gab es den ersten Ausfall. Am Donnerstag hatten wir plötzlich keinen Ertrag mehr.


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    Die Anlage besteht aus Wechselrichter Se8k mit 28 Modulen IBC Monosol 320W in drei Orientierungen, jeweils mit Optimierer P370. Seltsam finde ich die beiden kleinen Ausschläge im Abstand von 12 Stunden. Ich habe dann unseren Solarteur angerufen, der mich an Solaredge weiter verwiesen hat. Dort habe ich ein Ticket eröffnet, darum hat sich aber noch niemand gekümmert. Am Freitag war der Spuk dann wieder vorbei, die Anlage läuft als wäre nichts gewesen. Im Monitoring-Portal ist kein Fehler ersichtlich, allerdings habe ich nur den Zugang als Anlagenbesitzer.


    Ist das ein bekannter Fehlerfall für Solaredge? Und hätte ich die Anlage selbst wieder "resetten" können/sollen?


    Grüße

    Oliver

    Unser Basislevel sind ca. 70-100W (Kühlschrank Fritzbox, im Winter plus Heizungspumpe). Aktuell ist bei uns nachts durchaus etwas los, da unsere Kids gerne mal über Nacht den PC brummen lassen. Insofern zeigen die Grafiken eher, dass unser Nachtverbrauch aktuell relativ hoch liegt.


    Dass zw. 12. und 18 Uhr sehr geringer Verbrauch vorliegt, ist auch nicht die Regel, siehe z.B. gestern. Da war nachts auch deutlich weniger los.


    Hallo PV-Forum,


    unsere Anlage läuft jetzt ein komplettes Jahr, da will ich mal ein kleines Zwischenfazit ziehen.


    Für die Planung habe ich mich recht intensiv eingelesen, vor allem auch hier im Forum, das war extrem hilfreich. Unser Maxime war dann recht schnell „Dach voll, kein Speicher“. Das Dach voll zu machen, erwies sich wegen der Dachgeometrie (großer Zwerchgiebel) als nicht ganz einfach. Wir haben dann drei verschiedene Anbieter aus unserer Gegend um Beratung/Angebot gebeten. Angebote gab es auch, aber gut beraten haben wir uns von den Anbietern nicht gefühlt. Man sieht das schon daran, dass uns bei gleicher Aufgabenstellung („Dach voll“) Anlagen zwischen 5,9 und 9,6 kWp angeboten wurden. Wir haben dann uns für den Anbieter mit den 9,6 kWp entschieden, zumal bei dem auch die anderen Randbedingungen (verbindlicher Termin, keine Vorauszahlung) passten. Wegen unterschiedlicher Ausrichtung der Module und Schatten durch die Gaube haben wir mit Solaredge bauen lassen, geplante 30 Module mit 320 W.


    Nach Anmeldung beim Netzbetreiber (OVAG Netz) und Auftragserteilung hat dann der Elektriker die Leitung vom Dach zum Elektroschrank gezogen. Die Montage der Module ging dann innerhalb eines Tages, inkl. Stellen und Abbau des Gerüstes. Das fand ich extrem schnell. Beim Aufbau stellte sich leider raus, dass zwei Module nicht wie geplant installiert werden konnten (Kollision mit dem Dach des Zwerchgiebels). Hektische Telefongespräche mit dem Planer, aber es half alles nichts, die Module passen nicht drauf. Und schwupps, hat unsere Anlage nur noch 28 Module und damit 9 kWp. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir vielleicht 340W Module gewählt. Hätte, hätte, Fahrradkette…

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    Der Betrieb ist seitdem vollkommen problemlos. Wir haben im Sommer in Betrieb genommen und sind dann direkt sehr oft in die 70% Grenze gelaufen. Hier im Bild sieht man das deutlich:

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    Versuche, den Verbrauch auf Mittag zu legen, sind mehr oder weniger erfolgreich - Wir kochen halt meist abends. Ich habe es nicht ausgerechnet, aber gefühlt kostet uns die 70% Grenze doch einiges an Ertrag. Vielleicht hätten wir die 2 übrigen Module einfach auf die Nordseite legen lassen sollen, statt sie dem Solarteur wieder mitzugeben.

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    Das Portal und die App von Solaredge finde ich super, auch wenn es sporadische Ausfälle gibt. Durch die Grafiken bekommt man auch tiefe Einsichten in den Stromverbrauch. Ich kann z.B. sehen, wenn unsere Kinder nachts Hunger kriegen und sich noch schnell etwas in die Mikrowelle schieben. Da muss man aufpassen, dass diese Transparenz nicht zur Familien-Überwachung missbraucht wird. Und auch die Risiko von Smart Metering wird einem da nochmal plastisch vor Augen geführt, man kann am Stromverbrauch sehr viel sehen (wann ist Aufstehzeit? Ist Mittags jemand zuhause? usw.). Von November bis Februar ist der Ertrag sehr gering. Das war vorher klar, aber wenn es dann wirklich Tage gibt, wo man nur eine Handvoll kWh erntet, ist das dennoch ernüchternd.


    Zum Jahreswechsel hat es dann unser Netzbetreiber fertig gebracht, bei der Ablesung den Einspeise- und den Bezugszähler zu verwechseln. Wir bekamen zuerst Post vom Netzbetreiber, weil wir ja vermeintlich viel weniger eingespeist haben als prognostiziert. Das war recht schnell telefonisch zu klären. Und dann kam Post unseres Stromanbieters (greenpeace energy), weil wir vermeintlich viiiiel mehr Strom verbraucht hatten als veranschlagt. Die Klärung mit Greenpeace hat einige Nerven gekostet, so ein Fehler ist in den automatischen Prozessen halt nicht vorgesehen. Aber letztlich hat auch das geklappt, nach etliche Mails und Telefonaten und nachdem ich ihnen ein Foto unseres aktuellen Zählerstandes geschickt hatte.


    Den Aufwand mit Steuer und Finanzamt habe ich unterschätzt, da hatte ich doch eine umfangreiche Lernkurve zu nehmen. Ohne Paulchens Steuerprogramm hätte ich das nicht hingebracht, das war sehr gut investiertes Geld. Mittlerweile habe ich schon fast so etwas wie Routine, die monatl. Voranmeldungen mache ich in wenigen Minuten und auch die Umsatzsteuer- und die Einkommenssteuererklärung habe ich zur Zufriedenheit des Finanzamts fertig bekommen.


    Fazit nach einem Jahr: Solar macht Spaß! Das hätte ich gar nicht so erwartet. Ich gucke regelmäßig auf den Ertrag und habe auch einen gewissen Ehrgeiz entwickelt, Strom zu sparen bzw. auf die ertragsreichen Mittagsstunden zu legen. Unsere Anlage liegt von Juli 19 bis Juni 20 insges. gut 8% im Plus gegenüber der Prognose. Das war hauptsächlich das extrem gute Frühjahr 20.

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    Aber mich freut, dass die Berechnung so gut zu passen scheint. Denn dann werden wir auch die angepeilte Rendite erreichen. Wenn man ehrlich ist, dann müsste man in die Rendite auch noch den Zeitaufwand reinrechnen, den ich als Betreiber insbes. durch Planung und durch den Papierkram (Finanzamt, Netzbetreiber usw.) habe. Das muss man als Hobby verbuchen. Es bleibt daher das sehr positive Gefühl, ich würde jederzeit wieder eine PV-Anlage bauen lassen und mache im Bekannten- und Freundeskreis auch gerne Werbung dafür.


    Grüße

    Oliver

    Bei mir hat das auch nicht geklappt, auch nicht im Nachhinein. Die Daten sehe ich erst ab dem Zeitpunkt, wo ich Zugang zum System bekommen habe. Bei mir war das doof, weil da auch noch ein Monatswechsel dazwischen war (Inbetriebnahme 26.6.). Ist aber letztlich ein Schönheitsfehler, entscheidend für die Abrechnung sind ja die Daten am Zähler.

    Du bekommst doch die Einspeisevergütung pro kWh und nicht pro Monat. Ab Inbetriebnahme läuft der Zähler und das, was der anzeigt, bekommst du auch vergütet. Das wird ja eh erst zum Jahresende abgerechnet. Vorher bekommst Du Abschlagszahlungen des Netzbetreibers. Da kann es sein, dass der erst verspätet zahlt (war bei uns auch so).


    Deine Anlage musst du Du innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammregister anmelden. Unser Netzbetreiber wollte die Anmeldung sehen und hat erst dann die Abschlagszahlungen geleistet, da haben wir dann in einem Kalendermonat die Abschläge für drei Monate bekommen...


    Grüße

    Oliver