Beiträge von Explosiv

    Auf eine ordentliche Frage kann man doch ordentlich antworten. Die Angst, dass eine Investition, die sich über 20 Jahre amortisieren soll, frühzeitig defekt geht, ist doch verständlich und hat insgeheim fast jeder von uns.


    Die Erfahrung scheint aber zu zeigen, dass es zwar Defekte gibt, die aber eher vereinzelt sind. Ab und an scheint es schlechte Serien zu geben, die verstärkt ausfallen. Wenn man da dabei ist, hat man oft Pech gehabt. Die heutigen Hersteller haben aber aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, zumindest die renomierten. Die Fertigungstechnik und Qualtitätskontrolle wird immer weiter verbessert.


    Wer mag, kann für Wechselrichter eine Garantieverlängerung dazu kaufen. Und bei Modulen hat man idR eine Garantie, die den Förderzeitraum abdeckt. Problem dabei: es gibt keine Garantie, dass der Garantiegeber nicht innerhalb des Förderzeitraums pleite geht und die Garantie sich in nix auflöst.


    Was bleibt, ist das unternehmerische Risiko, das man als Solaranlagenbetreiber halt tragen muss.


    Ich persönlich gehe davon aus, dass die Gesamtanlage den Förderzeitraum übersteht und die Zeit danach der Wechselrichter als erstes die Hufe hebt. Bis dahin ist diese Technik aber noch ausgereifter und im Verhältnis zum Einkommen günstiger als heute und der Ersatz daher kein großes und teures Problem. Für die Module setze ich eher eine Lebensdauer von über 30 Jahren an, so dass ich noch lange Solarstrom ernte, auch nach dem Ende des Förderzeitraumes.

    SU gibt es lange nicht mehr. Das Gas kommt aus Russland.

    Und der Dicke argumentiert in seiner Gedankenwelt konsistent. In seiner Welt kann und will Deutschland seine eigene Energie nicht vollständig selbst produzieren, noch nicht mal den Großteil davon. In seiner Welt kann und muss Energie weiter importiert werden, und um da weniger CO2 zu erzeugen, vorerst vor allem Erdgas. Auf längere Sicht dann H2, das im sonnenreicheren und windanlagenverträglicheren Ausland erzeugt wird. Daher auch die Förderung der H2-Wirtschaft.


    Der Dicke ist kein Witz, der ist eine echte Bedrohung für Deutschland. Wird Zeit, dass der wegkommt.

    Und so was ist Saarländer....;(

    Wichtiges Thema zur Vorsteuer. Habe eben noch schnell die Zählerstände für Gas und Strom an die Versorger übermittelt. Denen scheint es ja egal zu sein, die haben keine Aufforderung zur Zählerablesung versendet.

    Erzeugungszähler ist außen vor, der ist für den VNB nur wichtig für die EEG-Umlage. Nur selber muss man den Stand zum 01.07. kennen für die Umsatzsteuererklärung, da ist man selber verantwortlich.


    Da fällt mir ein, bei Wasser sollte man auch den Zählerstand übermitteln, da fällt ja auch Vorsteuer an.


    Danke auch von mir an Paulchen für die Mühen.


    Und ja, man hätte die Senkung der MWSt dauerhaft beschließen können und müssen. Es krankt in Deutschland seit Jahren an der zu geringen Binnennachfrage. Und die kann man auch in Grenzen mit der MWSt steuern, daher heißt das Ding ja Steuer. Umsätze zu gering, also Steuer runter. Fehler war ja, die überhaupt so hoch zu setzen. Ich erinnere mich an Zeiten, da galten 12 und 6 %.

    Frage ist halt, wann die Anmeldung der PV-Anlage erfolgt ist. Da steht doch was drin, dass die Vergütung erst einen Monat später erfolgt als der Monat, in dem die Anlage angemeldet wird. Bis dahin ist der Zählerwechsel dann meist über die Bühne gegangen. Also noch mal genau nachschauen, wann die Anmeldung beim VNB erfolgt ist. Vergütung dann ab dem übernächsten Monat drauf.

    Bei mir hat heute eine E24 angerufen, angeblich wegen meines Interesses an PV vor einiger Zeit.

    In der Tat hatte ich mich letztes Jahr im März/April an eine Vermittlungsseite für Solarteure gewandt, um Angebote zu bekommen. Soll das so lange nachwirken?

    Als ich der Dame sagte, dass die Anlage schon ein Jahr läuft, bedankte sie sich und legte auf.


    Den Vogel hatte damals eine Dame, die ich dem Dialekt nach in Osteuropa verorten möchte, abgeschossen mit dem dreisten Vorschlag, da kein Mensch mehr PV machen würde, lieber ein Mini-Heizkraftwerk von ihr zu nehmen. Die hat tatsächlich dreimal angerufen, obwohl ich es ihr beim ersten Mal schon verboten hatte, mich mit dem Mist weiter zu belästigen.


    Immerhin, auf die Art bekam ich drei seriös wirkende Adressen von Solaristen, die auch Angebote abgaben. Wo Schatten ist, kann auch Licht sein.

    Es wird aber eh gemacht werden, da es die Großindustrie pudert.

    Wird ein typischer Fall von "aus den falschen Gründen etwas Richtiges machen".

    Das Richtige ist in diesem Fall die weitere Erforschung der Möglichkeiten, H2 Großindustriell ohne Beteiligung fossiler Ausgangsstoffe möglichts günstig herzustellen. Diesen H2 dann in Massen zu speichern und zu transportieren und schlussendlich effizient zu verwenden.

    Teile der Schwerindustrie werden damit Kohlenstoff ersetzen können. Und ja, es wird auch helfen, Dunkelflauten abzumildern. Ganz wird man da nicht drumrumkommen. Auch in manchen Verkehrsbereichen ist H2 sinnvoll einzusetzen. Und wenn man einen Schritt weiter geht und CH4 aus dem H2 herstellt, hat man auch keine Probleme mit dem Erdgasnetz. Auch hier ist weitere Forschung wünschenswert, um die Wirkungsgrade der Umwandlung zu verbessern.


    Letztendlich wird man etliche Milliarden in den Sand setzen, weil die exzessive Nutzung und der massive Energieimport via H2 ne Luftnummer ist. Aber die Forschung wird eben vorangebracht. Und an Geld mangelt es nicht. Sind nur Einser und Nullen auf dem Konto.


    Im Endeffekt ist die direkte Nutzung elektrischer Energie natürlich immer besser als die Wasserstoffwirtschaft. Nur in den Nischen, in denen das nicht möglich ist, ist H2 sinnvoll. Aber diese Nischen gibt es eben, und die müssen auch bedient werden. Was wie gemacht wird, kann man über den Preis regeln. Strom direkt zu verwenden, wird auf Dauer die billigste Möglichkeit sein. Und wo es nicht anders geht, muss man halt den teuren H2 nehmen, damit man überhaupt überlebensfähig bleibt. Das verhindert dann, dass man H2 auch dort einsetzt, wo es mit Strom direkt auch ginge. Man muss nur vermeiden, dass Strom künstlich noch teurer gemacht wird und H2 billiger, als es tatsächlich ist.


    Erforderlich ist natürlich der beschleunigte Ausbau von EE. Das will der Altmeyer ja gerne vermeiden und das H2 aus dem Ausland beischaffen. Das Ausland wird ihm da aber eine lange Nase drehen, die werden sich erst mal selber versorgen wollen mit ausreichend grüner Energie.

    Angeblich waren die Ingenieure von Three-Mile-Island auch nach dem Beinahe-GAU ganz stolz, dass es kein GAU geworden ist.

    Nur die Banker nicht, da die Investition komplett verloren ging. Seitdem wurden angeblich keine frei finanzierten AKW mehr in USA geplant.

    Und die Netzbetreiber wohl auch nicht, weil sie nun keinen Strom mehr von dem Kraftwerk bekamen.


    Ist also alles eine Frage der Perspektive.