Beiträge von siggi581

    Auszug von heute aus Steuer:Blick das Steuermagazin von buhl:


    Umsatzsteuer

    Vor allem Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen vertreten bei der Frage nach der Umsatzsteuer unterschiedliche Auffassungen.

    Nach Meinung der Oberfinanzdirektion (OFD) Karlsruhe teilt der Batteriespeicher das umsatzsteuerliche Schicksal der Fotovoltaikanlage.

    Das bedeutet: Wird die Anlage insgesamt zu mehr als 10 % unternehmerisch genutzt, besteht auch für den Speicher anteilig ein Recht zum Vorsteuerabzug.


    Einkommensteuer

    Die Inkonsistenz der Handhabung in den einzelnen Bundesländern zeichnet sich auch bei der Einkommensteuer ab.

    Folgt man der Verfügung der OFD Karlsruhe, sind Batteriespeicher und Fotovoltaikanlage als Einheit anzusehen. Das bedeutet, dass Sie den eingebauten Speicher zusammen mit der gesamten Fotovoltaikanlage über die Nutzungsdauer von 20 Jahren abschreiben können.

    Eine ganz andere einkommensteuerliche Behandlung ergibt sich aus der Auffassung der OFD Nordrhein-Westfalen und der Landesfinanzverwaltung München: Hier wird wie bei der Umsatzsteuer unterstellt, dass Speicher und Anlage zwei eigenständige Wirtschaftsgüter sind. Damit dürfen Sie den Batteriespeicher überhaupt nicht abschreiben, da die gespeicherte Energie rein privat genutzt wird.


    Interessanterweise hat sich die Bundesregierung bereits zur Frage der ertragsteuerlichen Behandlung von Batteriespeichern geäußert (BT-Drucksache 17/14413). Dabei wurde festgelegt, dass die Speicher zusammen mit der Fotovoltaikanlage zu aktivieren und abzuschreiben sind.

    Die Frage ist also, warum sich die OFD Nordrhein-Westfalen sowie die Landesfinanzverwaltung München darüber hinwegsetzen können. Es bedarf seitens der Regierung also eine klare Positionierung zu den unterschiedlichen Verfahren der Länder.

    Ich habe da mal eine Frage!


    Aus dem Forum habe ich gelernt, dass man vor der Inbetriebnahme der Anlage seine Steuernummer für die PV-Anlage beantragen soll. Das habe ich auch beim zuständigen FA (Enzkreis), Anfang September mit dem Fragebogen für PV-Anlagen gemacht. Nach 6 Wochen habe ich einen Brief vom FA erhalten mit dem Hinweis, zur weiteren Bearbeitung des Fragebogens und zur Vergabe der Steuernummer sind noch nachfolgende Belege notwendig:

    1. Einspeisevertrag v. Energieversorgungsunternehmen

    2. Wirtschaftlichkeitsberechnung der PV-Anlage

    3. Rechnung über die PV-Anlage

    Die angeforderten Unterlagen werden aufgrund der §§ 149 ff. der Abgabenordnung erbeten.


    Ich habe zwar eine Zusage vom Energieversorger aber noch keinen Vertrag, der neue Zähler wurde vor 1. Woche installiert, seitdem läuft die Anlage.


    Ich habe die Zusage vom Energieversorger (nicht Vertrag), eine Wirtschaftlichkeitsberechnung sowie die inzwischen erhaltene Abschlußrechnung der PV-Anlage vor ca. 4 Wochen dem FA zukommen lassen.

    Antwort gab es bisher keine!


    Wie soll ich meinen steuerlichen Pflichten nachkommen, wenn das FA nicht willig ist mir eine Steuernummer zu vergeben?


    Gab es schon solche Fälle?


    Gruß


    Siggi