Beiträge von Olli-jwd

    Vernachlaessigt wurde in dem Beispiel ja auch die Strompreissteigerung, die wieder in die andere Richtung spielt.

    Wobei über zukünftige Strompreise zu spekulieren auch echt schwierig ist. Da sich so eine schlichte, große Anlage ja bereits als Volleinspeiser von selbst bezahlt, muss man sich über die exakte Höhe des zusätzlichen Vorteils Eigenverbrauch keine Sorgen machen. Der bildet nur das Sahnehäubchen;)

    Nur der Vollständigkeit halber: Wenn die 30ct der Bruttostrompreis inklusive Grundkosten sein soll, fehlt dann nicht noch die "Unentgeltliche Wertabgabe" von ca. 4,8ct/kWh? Der Vorteil für eine kWh Eigenverbrauch beträgt damit 15,2 ct/kWh, solange nicht die KUR gewählt wird?

    Wenn du bereits eine komplette 1,1kW Anlage zusammen hast, heisst das ja, du hast auch schon einen Wechselrichter.

    Wie soll die Erweiterung denn genau aussehen? Willst du die zusätzlichen Module an den bestehenden Wechselrichter anschließen? Dann muss die Frage nämlich auch lauten, wie viel Generatorleistung an den WR angeschlossen werden darf.

    Oder erfolgt die Erweiterung mit einem zusätzlichen WR oder einem neuen, größeren WR und den Alten nimmst du raus?

    Ist das eine angemeldete Kleinanlage mit 600W Maximalleistung oder eine reguläre EEG-Anlage? Bei ersterer würde der Wechselrichter die Leistung immer auf 600W begrenzen (so er sich denn gesetzestreu verhält), da kannst du so viel Module dran hängen wie der Wechselrichter spannungsmäßig aushält. Da müsstest du mal das Datenblatt deines WR zu Rate ziehen.


    Ansonsten kannst du einen Leiter mit Querschnitt 1,5mm² mit 16A belasten, das entspricht 3,68kW. Wenn dein Wechselrichter hart auf 70% abregelt (ich gehe mal davon aus, dass deine Kleinanlage keine weiche 70%-Abregelung betreibt), könntest du z.B. auf 5,26kWp erweitern, die 70% abgeregelt genau die 3,86kW ergeben. Du kannst natürlich auch mehr Generatorleistung installieren, dann müsste der WR aber noch mehr abregeln um die 16A nicht zu überschreiten.


    Die Elektriker hier im Forum mögen mich bitte korrigieren :)

    Über die Wintererträge würde ich mir keine großen Sorgen machen, das ist ohnehin fast nichts.


    Ich habe mir mal meine Erträge von Dezember '19 und Januar '20 hergenommen und auf 2,2kWp runtergerechnet.

    Ertragsbereich [kWh]
    Anzahl Tage
    0-0,5 21
    0,5-1,0 11
    1,0-1,5 7
    1,5-2,0 4
    2,0-2,5 2
    2,5-3,0 7
    3,0-3,5 1
    3,5-4 3
    4,0-4,5 2
    4,5-5 1
    5-5,5 2
    5,5-6 0
    6-6,5 1


    Die Hälfte der Tage liefern weniger als 1kWh Ertrag. Und das verteilt auf 7-8 Stunden. Das reicht zeitweise für den Grundverbrauch des Haushalts. Diese schwachen Tage sind geprägt von diffusem Licht und ihr Ertrag ist vermutlich nur wenig abhängig vom Modulwinkel.

    Dann gibt es ein paar Tage die zeitweise direktes Sonnenlicht bekommen. Davon könnte man die ein oder andere kWh ins BEV laden aber nur mit massiver Unterstützung durch Bezugsstrom, schließlich musst du mindestens 1,38kW einphasig laden. Die Erträge der sonnigen Tage sind dabei dann wohl empfindlicher gegenüber dem Modulwinkel.

    Für mich liest sich das alles noch sehr Komplex mit Finanzamt und co. Da weiss ich noch nicht ob ich da Bock drauf hab.

    Aber da recherchiere ich nochmal. Danke!

    Ich (ebenfalls Elektroingenieur) kann dir sagen, das ist weniger komplex als eine PV-Anlage und eine Wallbox per Hausautomation zusammenzubringen und zu konfigurieren. ;)


    Ich selber habe gerade gestern die Wallbox für mein zukünftiges BEV bekommen. Es ist eine openWB, die mich als Ingenieur und IT-ler restlos begeistert. Schon längst mehr als ein Geheimtip. Ich bekomme sie ist auch durch progress.nrw gefördert.


    Dass du nur ein Terassendach zum Belegen hast, ist natürlich schade. PV macht definitiv Spaß, eine größere PV macht noch mehr Spaß. Ich kann dir nur ans Herz legen, alle Möglichkeiten zu einer großen PV auf dem gemieteten Dach auszuloten.

    Ein 6m x 4,5m Terassendach bekommt man aber auch mit mehr als 6 Modulen belegt.

    Nur mal so als Schnellschuss: 72-Zeller (ca. 1m x 2m), 15° (oder mehr) Ost/West-aufgeständert ( ungefähr so: _/\_/\_ , die waagerechten Elemente sind dann lichtdurchlässig), damit bekommst du 8 Module á 400Wp, gibt immerhin schon mal 3,2kWp. oder so: /\_/\_/\ , dann sind es 12 Module und 4,8kWp. Da hast du, je nach Aufständerungswinkel, nur wenig Platz für Lichtdurchlass. Aber vielleicht kann man das Dach ja noch ein bisschen breiter machen um bei dieser Belegung breitere "Lichtstreifen" dazwischen zu bekommen?

    Das Dach ist ja noch in Planung. Denk vielleicht mal in Richtung "eine PV-Anlage konzipieren, die gleichzeitig als Terassendach dient" statt anders herum. Ich habe mein Scheunendach seinerzeit zusätzlich zur Sanierung noch um einen knappen Meter verlängern lassen um die größtmögliche PV drauf zu bekommen...


    Ich bin übrigens ebenfalls mit einer PLZ 33... unterwegs, wir sind wahrscheinlich keine 20km auseinander. ;)

    Das ging bei mir recht schnell.

    Am Mittwoch, den15. mittags die Zähler getauscht bekommen, am Donnerstag, den16. ab 11:00Uhr beginnen die Messwerte im Portal. Nach den HOURLY-Stromtarif von aWATTar wird ab dem 17. abgerechnet, dem ersten Tag mit vollständigen Messwerten.


    Allerdings ist morgen Samstag, vielleicht musst du dich bis Montag gedulden.

    Ich kann die durchgängige Meinung des Forums zur Vollbelegung, für meinen Fall, nicht ganz nachvollziehen.

    Dass die größere Anlage günstiger ist (€/kWp) sollte dir mittlerweile klar sein.

    Und es kommt auch noch ein Aspekt dazu, dass mit einer größeren Anlage auch tendenziell mehr Eigenverbrauch möglich ist.


    Wie kann das sein? Bei direkter Sonneneinstrahlung liefern beide Anlagen Vollgas und mit 10kWp wie 26kWp kannst du alle Verbraucher versorgen und speist immer noch Überschuss ein.


    Etwas anders sieht das bei Bewölkung aus. Schönes Beispiel heute: Bei mir geschlossene Bewölkung, also nur diffuse Strahlung. Die Anlage liefert um die 6kW bei 26kWp. Das reicht locker um die Waschmaschine und den Wäschetrockner gleichzeitig zu versorgen. Hätte ich eine 10kWp-Anlage, dann würde ich im Moment 2,3kW erzeugen. Und wenn die Waschmaschine heizt, müsste ich schon Strom zukaufen.


    Nun stell dir mal einen bedeckten Wintertag vor, an dem die PV 10% ihrer Peakleitung erzeugt. Bei 26kWp liefert sie 2,6kW. Die 10kWp-Anlage liefert entsprechend noch 1kW. Wenn dann deine Wärmepumpe durchlaufen muss, sollte klar sein warum mit der größeren Anlage mehr Eigenverbrauch erzielt werden kann.


    Ich habe mit einer 26kWp-PV eine Autarkiequote von 47% in den letzten 12 Monaten erzielt. Und ich betreibe weder eine WP noch ein E-Auto. Wir machen auch keine besonderen Anstrengungen um den Eigenverbrauch zu optimieren. Meine Frau vermeidet es lediglich Großverbraucher (Waschmaschine, Wäschetrockner) vor 10 Uhr morgens anzustellen. Ich behaupte mal recht kühn (wobei der rechnerische Nachweis in der Tat noch nicht erbracht ist) dass die 47% Autarkiequote mit 10kWp so nicht möglich wären.