Beiträge von Mini-PV-Niederbayer

    Zitat von mbrod

    Darauf wurden mir 9 Seiten Anmeldeformulare geschickt, die ich nicht beantwortet habe. Das steckbare Solar-Gerät habe ich dann zum geplanten und angezeigten Datum in Betrieb gesetzt.


    Und? Gab es weitere Konsequenzen? Wäre Interessant zu wissen, da ich vor ähnlichen Problemen stehe...

    Zitat von jodl

    wer alles "offiziell" machen will und alles "absegnen" lassen möchte, der muß halt auch den damit verbundenen Aufwand betreiben.


    Der Beitrag bringt mich jetzt wirklich weiter...
    Ich hätte gerne Antworten auf meine Fragen; und dass es einfacher geht, zeigt z.B. das Formular von bonn-netz, in dem alle Angaben von Antragsteller gemacht werden können und eine Überprüfung seitens Elektriker "nur" empfohlen wird.
    Da stellt sich für mich die Frage, was ist nun wirklich gefordert?

    Hallo zusammen,


    bevor ich mir eine kleine Mini-PV-Anlage zulege, wollte ich zunächst den Betrieb durch Anmeldung beim zuständigen Netzbetreiber "absegnen" lassen.
    Wie zu erwarten gibt es Widerstand und der Netzbetreiber fordert das "große" Anmeldeprozedere mit Elektrofachbetrieb etc. und den zugehörigen Formularen. Zudem wird bei Nichteinhaltung mit den gültigen Normen bis hin zur Anschlussstillegung gedroht.
    Da ich z.B. die FAQs der DGS (Deutsche Gesellschaft f. Sonnenenergie) und auch die zugehörigen Normen "studiert" habe, weiß ich, dass viele Argumente nur "Angstmache" sind. Bei einigen Themen drückt sich aber auch die DGS leider nicht immer eindeutig aus.


    Meine Fragen daher:
    - der Netzbetreiber verweist durch den Vertrag mit ihm auf seine TAB (Technische Anschlussbedigungen) und somit auch auf die VDE AR 4105, welche vorschreibt, dass das Anmeldeverfahren durch den Netzbetreiber festgelegt wird und nicht durch den Kunden (TAB: "Die Anmeldung erfolgt gemäß dem beim Netzbetreiber üblichen Verfahren"); kann er mir deshalb den Anmeldeprozess "aufzwingen" oder muss er auch ein einfacheres Formular akzeptieren? (ich weiß, ich benötige keine Zustimmung seitens des Netzbetreibers - aber eine "ungültige" Anmeldung bzw. ein "Vertragsbruch" ist auch schlecht...)
    - der Netzbetreiber verlangt eine "Fertigstellungsanzeige" durch einen Elektrofachbetrieb, in der die Einhaltung der geforderten Vorschriften bestätigt wird (was wiederum durch den Anmeldeprozess gefordert wird); ist dies zulässig bzw. muss ich das Erfüllen?
    - ist der Betrieb an einer Schukosteckdose nun erlaubt oder nicht?


    Durch diese ganzen Themen, die durch einen Fachbetrieb zu erledigen sind, entstehen natürlich Zusatzkosten, welche eine Mini-PV-Anlage deutlich unrentabler machen.
    Ich weiß, ich könnte jetzt auf stur stellen, die Ratschläge der DGS befolgen (welche mich auf der vermeintlich rechtlich sicheren Seite sehen) und die Anlage einfach mit einem einseitigen Anmeldeformular anmelden.
    Dann die Rückmeldungen des Netzbetreibers ignorieren und hoffen, dass am Ende alles gut geht...

    Bzgl. Unterverteiler (im Haus):
    Es gibt einen LS-Schalter B16A mit der Bezeichnung "Garage", von diesem geht ein 3x1,5mm² Kabel in Richtung Garage.
    In der Garage gibt es mehrere Steckdosen + 2 Garagentorantriebe die dranhängen. Zusätzlich geht ein 3x1,5mm²-Kabel in den Dachboden der Garage. Wo dieses Kabel genau herkommt, weiß ich nicht - vermutlich abgezweigt von irgendeiner Steckdose der Garage (dies weiß vermutlich nur der Elektriker, der das Ganze verlegt hat). Diese Leitung hängt auf alle Fälle mit auf dem LS-Schalter "Garage" - leider aber nicht separat am LS-Schalter angeklemmt. Daher die Reduzierung des LS-Schalters "Garage" auf 13A und ein zusätzlicher LS-Schalter mit 3A im Dachboden der Garage - damit komme ich wieder auf die 16A (3600W), wofür dieser Kreis ja ausgelegt ist.


    Geplant habe ich einen Envertech EVT-500 Mikrowechselrichter - dieser kann 2 Modulen getrennt optimieren.

    Zitat

    hast du irgendwo im aussenbereich die flacheisen der fundamenterder herausstehen?


    Nein, leider nicht; die einzige Möglichkeit bestünde evtl. bei einem Anschluss an die Dachrinnen/Fallrohre. Aber auch hier ist das Problem, dass die Fallrohre in KG-Rohre im Boden münden...


    Zitat

    ist im unterverteiler noch ein kreis frei?


    Platz für einen weiteren Kreis ist da - allerdings fehlt ein Leerrohr oder Ähnliches; d.h. ich müsste Wände aufstemmen etc. um ein neues Kabel zum Unterverteiler zu verlegen.
    Meine Idee daher: vorhandene Leitung nutzen, im Unterverteiler den vorhandenen 16A LS-Schalter durch einen 13A LS-Schalter ersetzen und den Wechselrichter zusätzlich an einen 3A LS-Schalter hängen.

    Zitat

    moechtest du die module auch aufstaendern oder passen dir die 25°? optimal fuer max. jahresertrag sind zumeist ~35°, fuer winterbetrieb steiler.
    welche ausrichtung hat das dach?


    Nein, die 25° passen eigentlich (1-2° zusätzlich sind durch die verstellbaren Dachhaken noch drin); mir ist klar, dass ich damit nicht die maximale Ausbeute erziele, die Einbußen durch den flacheren Winkel sind aber nicht so tragisch. Das Ganze soll ja eh nur die Grundlast des Hauses reduzieren, und da kommts mir nicht auf die letzten % Wirkungsgrad an. Ein Modul soll nach Süden ausgerichtet sein, das andere nach Westen. Ursprünglich war eigentlich eine Ost-/West-Ausrichtung (wegen gleichmäßigerer Verteilung über den Tag) auf dem Hausdach geplant, was aber deutlich aufwändiger zu realisieren gewesen wäre.

    Hallo zusammen,


    danke für die vielen Hinweise.
    Zunächst nochmal etwas mehr zum geplanten Aufstellort: es handelt sich um ein Schrägdach (25°) auf einer Garage, welche direkt ans Haus gebaut ist. Die Module sollen nicht "über" das Dach hinausstehen, sondern "normal" aufs Dach montiert werden.
    Zu Euren Fragen:
    - nein, das gesamte Haus hat keine "Blitzschutzanlage" (ist soweit ich weiß im Privatbereich auch gar nicht vorgeschrieben)
    - eine Potentialausgleichsschiene oder Fundamenterder in der Garage ist auch nicht vorhanden; die Elektrik in der Garage ist ganz "normal" an einen Unterverteiler im Haus angeschlossen - hier ist eine Potentialausgleichsschiene; das Haus selber hat natürlich einen Fundamenterder
    - ich möchte, dass die Anlage funktioniert; allerdings sollten natürlich soweit möglich und sinnvoll die Brandschutzvorschriften/-normen (für den privaten Bereich) eingehalten werden, damit im Falle eines Falles auch die Versicherung zahlt...

    alexdatteln86
    Vielen Dank für den Hinweis!
    Ich habe zwar nur eine 3x 1,5er Leitung, aber ich denke im Falle eines Blitzschlages ist es eh egal ob 1,5 oder 2,5mm² - beides ist zu wenig für einen Blitz.
    Da ich plane, in unmittelbarer Nähe zum Wechselrichter einen zusätzlichen Sicherungskasten mit einem 3A LS-Schalter zu installieren, werde ich von da aus einfach die Erdung zu den Modulen anschließen.

    Noch ein kurzer Hinweis um keine Verwirrung zu erzeugen:
    Meine Mini-PV-Anlge soll aufs Garagendach montiert werden. Das Beispiel mit dem Balkongeländer habe ich nur gewählt, da ich mir hier die Erdung "besonders" schwierig vorstelle...
    Allerdings habe ich momentan auch keinen guten Plan, wie ich die Anlage auf dem Garagendach erden könnte (falls wirklich notwendig)...

    Hallo liebes PV-Forum,


    als interessierter Leser und bisweilen „passives Mitglied“ habe ich mich nun entschlossen, mich im Forum anzumelden.
    Hintergrund des Ganzen: ich plane mir eine „Mini-PV“-Anlage (2 Module mit je max. 300Wp + Mikrowechselrichter) für die Abdeckung des Grundbedarfs unsers EFH anzuschaffen und auch selber zu installieren.
    Wie weit verbreitet sträubt sich auch mein Netzbetreiber, solche Kleinanlagen unbürokratisch anzumelden. Bei den Anmeldeunterlagen werden die üblichen „großen Geschütze“ aufgefahren, wie sie auch bei „normalen“ Anlagen mit >>1kW notwendig sind (inkl. Anschluss durch Elektriker, Anmeldung, Inbetriebnahmeprotokoll etc…). Dies wäre aber gar nicht mein großes Problem; meine Hauptsorge ist der Versicherungsschutz – speziell im Falle eines Brandes (z.B. durch Blitzschlag in die Solaranlage).
    So weit ich informiert bin, beziehen sich die Versicherungen diesbezüglich auf die gültigen VDE-Normen – und die DIN VDE 0100-551-1:2016-09 ist ja immer noch ein „Entwurf“ – also "offiziell" noch nicht gültig und anwendbar. Oder sehe ich das falsch? Die DGS schreibt zwar, dass im Versicherungsfall ein Gutachter erst mal feststellen müsste, dass „der Schaden ohne steckbares Solargerät nicht aufgetreten wäre“ – aber wenn z.B. der Blitz in die Anlage einschlägt und einen Brand auslöst, dann ist die (nicht offizielle) Anlage ja der Grund des Brandschadens und somit würde ich den Versicherungsschutz verlieren, oder?
    Hierzu eine weitere Frage: wie sieht es bzgl. Erdung bei Mini-PV-Analgen aus? Sowohl die Module als auch die Wechselrichter bieten Erdungsanschlüsse. Wie soll ich aber z.B. auf einem Balkongeländer meine Anlage erden? Welchen Querschnitt müsste eine solche Erdungsleitung haben? :?:


    :danke:
    VG,
    Chris