Beiträge von mmmpv

    Kalle01 : cool, da bin ich schon auf Bilder gespannt, Dein Plan macht für mich total Sinn!

    Bei der Ladeleistung geht dann sicher auch was. Ich mache es prognosebasiert, aber schon wenn Auto und PV Speicher da sind geht das leicht, Beispiele:


    Prognose schlecht = laden was geht

    Prognose gut = laden bis max x kW, da über den Sonnentag genug Stunden zum Vollmachen vorhanden sind


    Auto angesteckt: Hälfte vom Überschuss ins Auto, Hälfte in PV Speicher.

    (auch das Auto wird es danken, wenn der Ladestrom möglichst gering ist)


    Ladestrom über y kW: Wärmepumpe anwerfen (oder andere Verbraucher)


    Die Entladeleistung dürfte zumindest weit weniger temperaturempfindlich sein, 1 C geht ab ca. -10 Grad, 2C bei ca. 0 Grad und ab ca. 20 Grad 4C (bei meinem alten, die neuen können noch mehr). Wird man wohl bei PV nicht wirklich brauchen :)

    Meine Ableitung der obigen Doku für Li-Selbstbau-Speicher:

    Die fixen Spielzeug-BMSen, die fix erst ab 4.2 V balancen sind eigentlich raus.

    Grund: um zu balancen, muss man in den total schädlichen Bereich fahren, noch dazu über Stunden.

    Optimierung: bei geringeren SoC bleiben, nur ab und zu zwecks Balancing rauf fahren.

    Alternative: dicke Blöcke zu 1s bauen und ein dickes BMS mit hoher Balancing-Leistung verwenden, also keine Spielzeug-BMSen.


    Aufstellungsort: wie oben erwähnt, Problem. Draussen = sicher aber höhere Degradation, innen = gefährlich aber geringere Alterungserscheinungen.

    Optimierung / Alternative: Winter: Akku nicht betreiben und bei idealen, kalten Temps (geringe kalendarische Alterung) draussen lagern

    Sommer: Akku draussen betreiben, aber auf Überhitzung achten / Sonnenschutz bzw. Belüftung / Temperierung


    Scheinbar das Wichtigste: flache Zyklen rund um 50 % SoC fahren, also großen Akku verwenden und nur einen Teil davon verwenden.


    Ich schreibe das, da ich schon 3 Stück 13s Packs zusammen habe, nutzbar rund um 4 kWh in Summe.

    Und natürlich wurden diese gleich ordentlich getestet, betrieben, und zwar gleich genau so falsch, wie es die Studie vorgibt.

    Temp ca. 15 °, rauf auf 100 % SoC zwecks Balancing, gleich auch mal einen Fast-Vollzyklus zwecks Kapazitätsbestimmung.

    Und weil es lustig ist und ich nicht ewig warten will / kann (ständige Beobachtung und ständig messen einzelner Zellgruppen, Temperatur-Check,...), gleich mit ordentlichen Lasten drauf, rund um 0,7 C.

    Spannungsstabilität ist toll, Erwärmung beim Reizen waren ca. 5 Grad (Keller), so gut wie nichts. Also da erwärmt sich einfach nichts bei normalem Betrieb (abgesehen vom Balancer), kanns nicht ändern.


    Interessant, wie sich die Innenwiderstände ändern, und zwar bei identen Zellen, unterschiedlich je nach Temperatur.

    Hat somit einen Einfluss auf das Balancing, bei 20 ° waren es andere Zellen als bei 15°, die in den Balancer gekommen sind.


    Bei meinen laienhaften Versuchen / Tests, solche Zellen in Feuerwerke zu verwandeln hat sich ergeben, dass hohe Zelltemperatur mit hohen SoC nötig sind (sowie eine Axt), damit diese thermisch durchgehen. Somit schätze ich, dass das Risiko bei "Aufstellung innen" reduziert sein müsste, wenn man die Zellen bei geringeren SoC betreibt - wie es aus der Studie herauszulesen ist.

    Kalle01 und alle die Tesla & Co Akkus interessieren:

    Wie schon erwähnt, gibt es schon einige Fahrzeuge mit einigen km drauf, sowie unterschiedliche Degradationen und Softwarelimitierungen seitens Tesla.

    Gerade auf eine gute Zusammenfassung einer Studie gestoßen (.docx) des Users egn aus dem TFF (https://tff-forum.de):

    https://tff-forum.de/download/file.php?id=63577


    Klar geht es hier nur um die Panasonic Zellen, denke jedoch dass die Ergebnisse ähnlich für so ziemlich alle 3,7 V Zellen sind. Gilt nicht für LiFePo, LiFeYPo, LTO und was auch immer.


    Interessant sind die Einflüsse der Temperatur, SoC, Entladetiefe.

    Bitte selbst die Graphen ansehen, für PV leite ich mal für mich ab:

    25 Grad = ideal für Betrieb (eigentlich nichts Neues)

    10 Grad = ideal für Lagerung (auch nicht neu), aber total schädlich bei Betrieb (besonders bei SoC rund um 90 %)!

    Aufstellungsort draussen fällt somit ziemlich weg, zumindest in der kalten Zeit.

    Habe nun am Auto bei diesen Temperaturen und durchgekühltem Akku ungefähr folgende Werte:

    rund um 5 Grad = kein Laden möglich

    rund um 10 Grad = ca. 1/10 C möglich

    1/2 C und mehr kann ich nur schätzen, aber könnte sein dass das erst ab rund um 20 ° zugelassen wird.

    (Laden bei durchgekühltem Akku bedeutet, dass zuerst die Akkuheizung den Akku vorwärmt und dann bei steigender Temperatur langsam beginnt zu laden)


    Dass die Rekuperation (= immer wieder laden zwischendurch während dem Entladen) einen sogar schonenden Einfluss haben kann, bringt bei PV nichts.

    Ganz schädlich ist recht voll laden und danach hohe Entladetiefe. Problem bei PV, das will man ja eigentlich.


    Ideal ist ein SoC rund um die 50 % bei geringer Entladetiefe, also 30 - 50 %. Eigentlich auch nicht neu, aber heftig wie sich das auswirkt wenn man doch aus dem Bereich herauskommt.

    Extrem der Graph mit den 10 °, hohen SoC (90 %) und folgenden Entladetiefen von 40 bis 60 % (= eigentlich nichts) - da brechen einzelne Zellen weg.


    Die Tests wurden jedoch mit heftigen Lade- und Entladeleistungen gefahren, somit wäre die Hoffnung, dass bei geringeren Belastungen in beide Richtungen die Degradation weit geringer ist.

    Hier kann man auch etwas tun, indem man die Lade- und Entladeleistung entsprechend am Lader / Wechselrichter reduziert (= besser 8 Stunden langsam laden als 3 Stunden volle Kanne und 5 Stunden gar nicht weil Akku voll).

    Kalle01 : schonend klingt gut, zumindest kann man von Tesla die Infos übernehmen, also 4,1 bis 4.0 Volt (= nun 100 % SoC), aber dort auch nicht hin, man soll meist nur bis 90 % laden.

    Ladungen eher bei ca. 1/10 C, denn Ladungen ab 1/2 C werden/wurden durch die Software "bestraft". Noch weniger Ladeleistung wäre wünschenswert, aber wird wohl bei PV nicht sollvoll umsetzbar sein.

    Entladeleistung scheint jedoch herzlich egal zu sein. Also ich sehe zu, dass ich die 1/10 C nicht überschreite...

    Wie komme ich zu den Daten:

    85 kWh Akku

    Supercharger = bis zu 125 kW = 1,5 C

    CHAdeMO = bis zu 47 kW = ca. 0,5 C

    Laden per AC = 11 kW in der Regel = ca. 1/10 C

    Supercharger und CHAdeMO werden mit Kapazitätsreduktion und Ladeleistungsreduktion sanktioniert.

    Die, die noch weiter runter mit der Ladeleistung gehen sollen bessere Werte haben.

    Ach ja - sollte man doch in den Bereich 0,5 C und darüber gehen wollen, den Akku gut vorheizen. Wird schwierig...

    Geschätzt würde ich meinen, das Auto lässt 1/10 C Ladeleistung erst ab 8 Grad zu...

    Janne : Da ich nur Balancing verwende und die anderen Funktionen nicht, kann ich beliebige Balancer anschließen. So habe ich auch 2 Stück 7s Balancer auf 13s angeschlossen, funktioniert. Sind nur (fast) doppelte Kosten, die kosten pro Stück ungefähr immer dasselbe (15 bis 20 Euro / Dollar), egal wieviel s...


    Kalle01 : 500 km sind die Ausnahme auf einzelnen Stecken (mein Rekord waren 632 km), 400 km pro Ladung schaffen wenige, sind im Schnitt eher 300 km - wenn man die div. Postings und Anzeigen am Display der Autos begutachtet (Langzeitschnitt Wh/km).

    Dann noch die Frage, wieviele Zyklen die Tesla Akkus wirklich schaffen werden. 5000 sicher nicht.

    Warum? Dann wäre das ja schon die "million mile battery", die gerade angepriesen wurde, nach Deiner Rechnung noch mehr (5000 Zyklen zu 500 km = 2,5 Mio - schön wär´s).

    Wenn die künftige "million mile battery" gerechnet ist mit 1.600.000 km zu 400 km pro Ladung, sind das 4000 Zyklen. Somit schätze ich die alten Akkus auf 2000 Zyklen.

    Die, die jetzt schon ca. 1.500 Zyklen drauf haben, wurden per Software massiv eingeschränkt. Geringere Ladeleistung, geringere Kapazität. Konkret, die oberen 10 % wurden gekappt. Keine 4,2 V mehr pro Zelle, meist 4,1 bei mir sogar nur mehr ca. 4.0. Dürfe einen Grund haben, offiziell nur "um die Lebensdauer zu verlängern".

    Bleibt bei 12s (2 Module in Serie) ein Spannungsbereich von 36 V bis 48 V, so weit ich weiss hat zumindest Victron mit den 36 V schon mal ein kleines Problem. SMA dürfte da beliebter sein bei Tesla Modulen.


    Wie auch immer, würde mich das mit Tesla Modulen sehr interessieren, aber nicht für Eur 200 / kWh, wenn ich neue LiFePo um 400 inkl. Garantie und allem Pipapo krieg...

    Passive Balancer mit LEDs eingetroffen, verbaut und getestet. Eine LED pro Zelle. Toll wie man das sieht, aber auch hier wieder: Nichts für Perfektionisten. Eine Zelle wird auf 4,220, eine andere auf 4,190 gebalanced. Was soll´s.

    Ein anderer Balancer hat sehr schön auf 4,202 bis 4,204 gebalanced, aber diese krieg ich nur für 7s und ohne LEDs.

    Scheinbar muss man da durchprobieren, bis man das Wunschobjekt gefunden hat. Aber ich lass es mal, das mit den LEDs gefällt mir schon ganz gut.


    3 Stück zu je ca. 1 kWh sind nun beisammen, rauf und runtergetestet, unauffällig.

    Muss wieder tote Akkus schnorren gehen...

    Kalle01 : Tesla Akkus habe ich immer wieder am Radar, aber zu teuer. Habs in einem anderen Thread ausgerechnet. Da ist eine Pylon oder BYD besser von Preis / Leistung.

    Derzeit sind es geschenkte Akkus aus eBikes & Co, aber selbst da hat man Mühe, diese kostentechnisch mit viel schönrechnen hinzubekommen. Aber hier zählt mal der Spaß und die Experimentierfreude...

    stromsparer99 : Dein Graph sieht nach der Original-Einstellung "Grid Setpoint = 50 W" aus.

    Wenn Du noch ein paar Erbsen rausholen möchtest, und genug Energie hast, kannst den Grid Setpoint z. B. auf -50 setzen.

    Damit wird nicht "ein Hauch bezogen", sondern "ein Hauch eingespeist", inkl. Schwankungen dann eher unter Null statt über Null. Die 50 Watt sind täglich immerhin 1,2 kWh :)

    KlausAlb : Anfangs habe ich die Lade / Entlade / Lade-Spielchen gemacht, aber irgendwann war mir das zu mühsam. Trotz bis zu 5 Ladestationen.

    Hier habe ich einige Packs, die auch im unteren Spannungsbereich realtiv nahe beieinander liegen, diese können nicht so schlecht sein. Bewahrheitet sich bisher. Gerne sehe ich, wenn genau eine oder wenige Zellblöcke defekt sind, denn dann ist die Ursache klar, warum diese ausgemustert wurden. Sind aber so viele Packs hier, die wirklich vollkommen OK scheinen. Selbst Innenwiderstände ganz OK. Vielleicht sind einfach nur die BMS Platinen kaputt gewesen, aber ich habe niemals die im Akku verbauten Platinen getestet. Traue den Dingern nicht, es kommt sowieso etwas Neues drauf

    Ich habe zwar viele Akkus hier, aber sehr schwierig schon mal nur genug aus der selben Baureihe zusammenzusuchen. Nominell liegen hier mehr als 10 kWh rum. Ich bin schon glücklich wenn ich 1 kWh pro Baureihe finde. Dann noch aussortieren - bleibt nicht mehr viel übrig. Wobei die Dinger doch meist sehr nahe beieinander liegen, viel sortieren muss man nicht. Unterspannung, mechanische Defekte, Korrosion, aufblähen, das wird auf 0 V entladen und kommt zum Verwerter...


    Akku-Packs sind gebalanced, ersten Testläufe gemacht. Interessant bisher:

    Laden und entladen bei etwas mehr als 0,5 C: absolut keine Erwärmung der Akkupacks feststellbar.

    Aktiver Balancer: meine Begeisterung ist verfallen. So wie die Dinger funktionieren ist das kontraproduktiv: Ist das Pack voll und in Balance, dann entladen. Irgendwann, im unteren Spannungsbereich ist dann irgendwo die Spannungsdifferenz zu hoch, der aktive Balancer schichtet um. Klingt mal ganz nett, das soll er ja tun. Wird der Akku wieder geladen, fällt das auf den Kopf. Die zuvor "zu starken" und "vom Balancer ausgesaugten" Zellen sind nun zu wenig geladen. Spannungsdifferenz aber zu gering, damit der aktive Balancer den Fehler wieder gutmachen würde.


    Die Strategie wird somit sein, nur passive Balancer zu verwenden. Ich habe welche mit LEDs bestellt, um zu sehen wann das Balancing statt findet. Im Normalfall werde ich mich im mittleren SoC Bereich bewegen, ab und zu dann vollmachen zwecks Balancing. Vielleicht in der Art: zuerst auf 4,2 * Zellanzahl, dann ein paar Stunden warten, dann auf 4,22, paar Stunden warten, dann nochmals auf 4,22 und paar Stunden warten. Wird sich zeigen, wie lange dann in der Praxis Balancing wirklich nötig / sinnvoll ist.


    Ist auch ein nettes Spiel, zuzusehen wie sich die Spannungen verhalten bei unterschiedlichen C-Raten. Klar ist die beste Effizienz bei geringen C-Raten (1/10), dabei ist auch wenig Zelldrift zu sehen. Im Leerlauf sowieso keine nennenswerte Drift. Bei höheren C-Raten aufgrund der unterschiedlichen Innenwiderstände zwischenzeitlich deutliche Drifts, im Leerlauf wieder beieinander. Fazit: für PV Speicher passts absolut, 1/10 C passt perfekt (= ca. eine Nacht oder Sommertag). Je größer der Speicher, desto geringere C-Raten sind von Nöten, mit einem großen Speicher kann man dann längere PV-ärmere Zeiten überbrücken. Großer Akku = weniger Zyklen. Was auch gut ist, denn so viele Zyklen wird man aus den Li-Zellen nicht rauskriegen, bei gebrauchten sowieso nicht...

    KlausAlb : ohne Balancer trau ich mich nicht. Deine Werte machen mal Mut!

    Ich denke oder hoffe, dass das geringe Belasten mit ca. 1/10 C wie bei Dir, einiges leichter machen sollte.

    Auch das Fernbleiben von oberen und unteren Extremen (Spannung 3,3 bis 4.0 V) würde ich wie Du machen.

    Bei einigen "defekten" Akkus habe ich mir oft die Frage gestellt, was denn da kaputt sein soll. Sind voll OK.

    Was aber aufgefallen ist, dass da und dort doch beachtliche Innenwiderstände zu sehen sind.

    Das stört aber nur bei hohen Strömen, die wir hier gar nicht haben. Geladen wird meist auch viel länger / langsamer als bei eBike & Co.


    Zu den Werten:

    erster Blick: 0,05 V ist ja gar nix!

    zweiter Blick: das sind 50 mV, der aktive Balancer tut mal nix, geht erst ab 100 mV los.

    50 mV ist grad mal die Hälfte von meinem obigen Beispiel (100 mV), also das Balancen würde auch lange dauern.

    Und die 50 mV sind ca. 5 % SoC...


    Dazu noch eine andere Sache: einige eBike Akkus waren ohne Balancer, und zwar immer die mit den grünen Sony Zellen.

    Also es dürfte Zellen geben, die entweder nicht driften oder perfekt gleich sind und bleiben (kann ja nicht sein, oder?) oder die überladefähig sind. Diese Sonys haben übrigens Original eine relativ geringe Kapazität, ca. die Hälfte von allen anderen.

    Wollte diese gar nicht verwenden, weil doppelt so groß / schwer bei gleicher Kapa wie alle anderen, aber hab so viele davon...


    Bilder reinstellen hab ich mir auch noch vorgenommen - auch auf die Gefahr hin, dass manche Leut´die "Hände überm Kopf zusammen schlagen" :)