Beiträge von mmmpv

    1. Leistung des WR

    Die Qual der Wahl...

    Was vielleicht gegen den 5000er sprechen könnte wäre die Sache mit der Schieflast - also dass der VNB was dagegen haben könnte. Vielleicht mal nachfragen.

    Würde aber auch denken, dass der 3000er reichen müsste. Im Inselbetrieb lässt er kurzzeitig Überlast zu, auf Dauer wird man mit den Netto 2 kW sicher gut zurechtkommen.


    2. GX vs. externes GX-Gerät

    Auch hier - der eingebaute GX schaut besser aus weil man kein externes Kästchen braucht.

    Der externe GX wäre potenter (mehr Anschlüsse), schaut aber nicht so aus als würde man das brauchen.

    Geschmackssache...


    3. DC-Kopplung über MPPT

    Würde die bestehende Anlage nicht angreifen aus rechtlicher Sicht.

    Die Erweiterung der PV mit den 1,2 kWp klingt für mich gut, das schreit nach MPPT.

    Da dieser den Akku lädt, wohl keine einzuspeisenden Überschüsse liefern wird, sehe ich eine Einspeisevergütung nicht wichtig - der Strom wird sicherlich selbst verbraucht.


    Eine Variante wäre noch "Not kennt kein Gebot":

    Man könnte ja einen MPPT RS 450/100 anschaffen, nicht verwenden, der nur im Notfall mit dem 8er PV String beschickt wird (umhängen).

    Andererseits wenn ich vom Notstrom im Winter ausgehe, wird der MPPT RS sicher auch nicht viel bringen und statt dessen ist die Sache mit dem Generator um den Akku nachzuladen sicher vorzuziehen. Damit bist immer safe.


    4. Logging und Regelung

    Was genau kann der MP2 erfassen? Zählt er die bezogene und gelieferte Energie? Zählt er, was am AC_out verbraucht wurde?

    Bezogen und geliefert: ja, wobei ich das mit dem VNB-Zähler vergleich würde. Kann etwas abdriften.


    AC-out: hier hast nur eine Grafik, aber keine Zählung der kWh - so weit ich weiss.


    Zählung der kWh ist nur gesamt, also der gesamte Verbrauch auf AC-In und AC-Out Seite.

    Willst genau wissen was Du an AC-Out in kWh verbraucht hast, würdest wohl einen Energy Meter brauchen.

    Aber das kannst ja später auch machen - vielleicht reicht Dir ja das was Victron so kann...


    6. Absicherung der Batterien

    Ich sichere immer jedes Teil ab, also im Strompfad wirklich 2 Sicherungen. Verluste wirst dabei eher nicht erleiden, denn die Sicherungen werden nur dann warm wenn sie nahe am Limit sind. Das wirst so gut wie nie haben.


    Wenn es mehrere Akkus gibt, werden die gerne ungesichert parallel geschaltet - also nur eine Gesamt-Sicherung am Akku.

    Bin ich kein Fan davon, ich sichere lieber jeden Akku-Block ab, dann geht auch nicht so viel durch die einzelnen Kabeln.

    Gerade Pylontech haben ja diese dünnen Kabeln, wenn man dann ein paar Blöcke zusammenschaltet gefällt mir das weniger - viel Strom über dünne Leitungen.


    Meine Meinung: die Akkus sind verdammt potent, da können schon heftige Ströme fließen. Im Fehlerfall will ich möglichst safe sein, sollte z. B. ein BMS eines Akkus Amok laufen solls die Sicherung erwischen und nicht der Akku abfackeln oder gar andere Teile mitreissen. Ganz abgesehen von Fehlern beim Bau (egal ob Eigenbau oder Elektriker) - lieber fliegt eine Sicherung als dass was kaputt geht...

    Kapazitätsermittlung und Inverter-Einstellungen


    Ein paar Beiträge weiter oben wurde das untere SoC-Ende angetestet um die Kapazität zu ermitteln und die Inverter-Einstellungen zu prüfen.


    Zweck ist, dass der Akku niemals wirklich leer wird und das BMS trennen muss. Trennung ist das letzte Sicherheitsnetz und sollte kein Dauerzustand sein.

    Hat man nur ein BMS das trennt, also zumindest mein Multi mag das gar nicht beim Entladen - der LS fliegt gleich.

    Hat man mehrere BMS parallel, ist es weniger schlimm - die anderen sind ja noch da. Bei meiner Bank mit 30 Packs / BMS´en fällt ein sich trennendes BMS nicht mal auf.


    Zunächst nochmals die vorab gewählten Parameter:


    Charger:

    - Absorption+Float: 17 x 3,45 = 58,65 V


    BMS:

    - Balance-Start: 3,45

    - Balance-Cell-Diff: 0,01 V (derzeit testweise auf 0,003 V)

    - Overvoltage Protection: 3,60 V

    - Undervoltage Protection: 2,60 V


    Inverter:

    - Shut-Down: 3,0 x 17 = 51 V (offensichtlich ignoriert bei ESS)

    - Restart: 3,2 x 17 = 54,4 V (offensichtlich ignoriert bei ESS)

    - Pre-Alarm: 3,2 x 17 = 54,4 V (offensichtlich ignoriert bei ESS)


    ESS:

    - Sustain: 3,1 x 17 = 52,7 V

    - Dynamic cut-off values: 3,0 x 17 = 51 V

    - Restart offset: 1,2 V


    Nun kommt der Test:

    Wie weit kann man sich gefahrlos hinunter trauen mit den Einstellungen, so dass das BMS nicht trennen muss?



    Die 51 V (= ESS Dynamic cut-off) wurden bei 2 % SoC erreicht (bei der angegebenen Kapazität).

    Das wären durchschnittlich 3,0 V pro Zelle.

    Tatsächlich waren die schwächsten Zellen zu diesem Zeitpunkt bei 2,8 - 2,9 V.

    Ich sag das passt so, sehe keinen weiteren Optimierungsbedarf.


    Wäre eine Zelle nahe der undervoltage protection Spannung von hier 2,6 V gewesen, würde ich die 51 V höher wählen.

    Kommt halt auf die Güte des Akku-Packs an.


    Würde man noch etwas mehr aus dem Akku kitzeln wollen oder hat man Probleme mit hohen Innenwiderständen einzelner Zellen, so könnte man das "Discharge Current Limit", also die Inverterleistung bei niedrigerem SoC reduzieren, damit die Spannung nicht so einknickt.


    Weiters soll der Akku in weiterer Folge nur bis zum SoC von 10 % entladen werden. Aber es könnte ja sein, dass die Berechnung aus welchem Grund auch immer fehlschlägt, dann soll der Inverter das Entladen beenden bevor das BMS trennen muss.


    Zellen altern unterschiedlich, wie es den Zellen im Detail geht könnte unbemerkt sein. Dienlich ist hier die Alarm-Funktion:



    Ganz genau ist das passiert (obiger Chart):

    - Alarm bei 52,2 V = ESS Dynamic cut-off + ESS Restart offset

    - Inverter Stop bei 51 V (3,0 V durchschnittlich) = ESS Dynamic cut-off

    - automatisches Nachladen bis auf 52,7 V (3,1 V durchschnittlich) = ESS Sustain

    - Alarm off bei 52,2 V = ESS Dynamic cut-off + ESS Restart offset


    Das Wiederherstellen der Sustain-Spannung, also das Nachladen von 3,0 auf 3,1 V hat laut Anzeige 0,5 % SoC entsprochen, SoC stieg von 2,0 auf 2,5 %.


    Also nun weiss ich, dass bei 2 % SoC der Alarm losgehen müsste, noch weit weg vom Trennen des BMS.

    Sollte doch weiter entladen werden, stoppt der Inverter, lädt nach, immer noch weit weg vom Trennen des BMS.


    Wenn ich allerdings laut Einstellung nur bis 10 % SoC entlade, und trotzdem einen Alarm bekomme, dann hat es da was.

    Sollte gar mal das BMS trennen müssen, dann wird es spannend - denn dann gibts vermutlich ein größeres Problem.


    Andererseits könnte man auch sagen, dass der Akku bei 3,1 V pro Zelle (Leerlaufspannung) eigentlich sowieso komplett leer ist - also die obigen Werte entsprechend erhöhen wäre sicher auch keine schlechte Idee...


    Akku-Wartung bzw. Check


    Im Grunde recht einfach, ab und zu wiederhole ich die hier beschriebenen Vorgänge:

    - vollladen bis der Ladestrom nicht mehr sinkt (wie lange dauert das? wie ist die Balance?)

    - schauen ob die SoC Kurve halbwegs passt (beim Vollladen nicht oder wenig springt)

    - komplett entladen und Spannungen ansehen, sowie die Zellspannungen

    - je nach Ergebnis Parameter adaptieren, eventuell Zellen umschichten oder nix tun müssen...

    was ist schlimm daran wenn das BMS trennt?

    Naja - beim Laden:

    Multi und/oder MPPT ballern die Energie in den Akku, der plötzlich weg ist - gefolgt von einem extremen Spannungs-Spike auf der DC Schiene weil die Energie nirgends hin kann.


    Beim Entladen:

    Mein LS fliegt, mutmaßlich weil der Multi Panik kriegt weil seine Energiequelle weg ist und holt sich brutal vom AC Netz schnell Energie, die aber gar nicht in den Akku gehen kann weil der nicht mehr da ist. So ungefähr.


    Es haben schon Leute MPPTs geschossen weils den einfach unter Last vom Akku getrennt haben.


    Wie wichtig ist die Beladung wo bei einem gewissen SOC der Ladestrom zurück genommen wird?

    Kann ich Dir nicht sagen. Tesla machts so, besonders bei älteren Akkus. Ich sag mal Langlebigkeit.

    Ist wie einen Verbrenner ständig in den roten Bereich zu drehen - schadet meist nicht, aber die die viele hunderttausende km auf einen Motor kriegen halten sich vom roten Bereich sehr weit weg...

    Ich wollte jetzt eigentlich von Daly auf JK umrüsten - habe es schon hier liegen

    Ganz abgesehen von der SoC Berechnerei - wennst schon ein JK da hast, also alleine der aktive Balancer ist ein Traum.

    Meine erste Wahl wäre damals das Daly gewesen, dann kam JK - das Bessere ist der Feind des Guten :)


    Mich wundert zugegeben nur das so viele mit LiFePO4 rum machen, das Problem noch keiner bemerkt hat?

    Ich glaub auch dass sich die meisten nicht viel um den SoC scheren. Wenn der halbwegs passt ist es nett, kannst ja mit dem JK probieren oder wenns Dir am Nerv geht den vom Multi verwenden. Hast ja alle Möglichkeiten.

    Und wer es megaperfekt haben will nimmt einen Victron BMV oder SmartShunt...


    Werde mich wohl echt mal daran machen nir doch die Zellspannungen zu betrachten

    Finde ich bei Lithium ganz wichtig bzw. an oberster Stelle, damit jedenfalls das BMS nicht trennen muss.

    Einiges steht schon im anderen Thread, das untere SoC-Ende kommt demnächst...

    Dem BMS sage ich das die Batterie statt der realen 280Ah 400 Ah hat - dann wird wohl auch keine Abschaltung wegen zu niedrigem SOC statt finden

    Im Beitrag steht aber auch eher erhöhen statt zu verringern?

    Du hast den umgekehrten Fall wie ich ihn im Beitrag beschrieben habe:


    Ich: SoC war Null, aber es war noch Energie im Akku, Zellspannungen und Gesamtspannung deutlich über Limit.

    Folge: ich kann die Kapazität im BMS erhöhen, damit es besser stimmt und bzw. weil ich mehr entnehmen kann.


    Du: Schon beim SoC von 10 % war der Akku leer, also ist der Akku kleiner als Deine angegebene Kapazität.

    Wenn Du 280 Ah Zellen hast, würde ich im BMS / Battery Monitor / was auch immer einfach nur 250 Ah (= 280 * 0,9) einstellen.

    Folge: Wenn dann der berechnete SoC 0 % erreicht, ist der Akku wirklich leer. Bei 10 % ist noch was drin, nix schaltet ab.


    Ich schreib dann im anderen Thread auch noch was zum unteren SoC Ende, was man da so beachten / einstellen sollte.

    Aber das mit der Kapazität ist mal klar, Du gibst Deinem BMS etwas weniger an. Ob der Akku wirklich weniger Kapa hat, kann ich nicht sagen. Das kommt auf mehr an, angefangen vom richtigen Vollladen, richtig eingestellten Werten, wie die Zellen sortiert sind usw - siehe anderer Thread...

    immer wieder verblüfft wie ähnlich sich die verschiedenen Chemien verhalten.

    Danke für den Input, ich hab mir die eigenen Charts mal genauer angesehen - scheint wirklich so:


    LiFePO4 LF280 neu und balanciert:

    - Absorption mit 20 A auf 600 Ah begonnen = 0,03 C

    - nach 15-30 Minuten wirklich Null bei 3.45 V pro Zelle


    LiFePO4 BYD 3 Jahre (ca. 200 äquivalente Vollzyklen pro Jahr):

    - Absorption mit 12 A auf 540 Ah begonnen = 0,02 C

    - nach ca. 3 Stunden rund um 1 A auf 540 Ah = 0,002 C

    - nach ca. 5 Stunden wirklich Null bei 3.45 V pro Zelle

    - man sieht dass es einfach dauert wenn man schon länger nicht richtig balanciert hat


    Li-Ion second-life alt (ca. 200 äquivalente Vollzyklen pro Jahr):

    - Absorption mit 12 A auf 400 Ah begonnen = 0,03 C

    - nach ca. 2 Stunden rund um 2 A auf 400 Ah = 0,005 C

    - nach ca. 4 Stunden rund um 1 A auf 400 Ah = 0,003 C

    - nach ca. 6 Stunden wirklich Null bei 4.17 V pro Zelle

    - ebenso, richtig langes Balancing bekommt die Bank nicht oft, deshalb dauert es einfach lange

    - der hohe Innenwiderstand des alten Materiales sorgt weiters für lange "Vollmachdauern"


    Blei 5 Jahre gequält:

    - Ende Absorption: ca. 7 A auf 1500 Ah = 0,005 C

    - Float: ca. 3 A auf 1500 Ah = 0,002 C


    Text / Schlussfolgerungen:


    LiFePO4 und Li-Ion (weiss schon, alles ist Li-Ion - ich meine die mit 3,2 V und die mit 3,7 V Nennspannung) sind bei "voll" wirklich auf Ladestrom=Null. Ladestrom jedenfalls deutlich unter 0,001 C. Und abgeschlossenes Balancing natürlich.

    Lieber sage ich "wenn der Ladestrom nicht mehr sinkt", aber trügerisch ist dass man zeitweise glaubt "der sinkt nicht mehr", aber ein paar Stunden später sinkt er doch. Hat man nicht die Geduld, hört man vielleicht zu früh auf.


    Ein Grund, warum man vielleicht zu früh aufhört können Widerstände beim Aufbau sein. Beispielsweise mit Krokoklemmen eine Zelle laden kann sehr mühsam sein wegen des sehr hohen Widerstandes / Spannungsabfalles.


    Ähnlich der Innenwiderstand der Zellen selbst - je höher, desto mühsamer die wirkliche Vollladung zu erreichen.


    Balancing und Widerstand ist auch so eine Sache: da die Zellen nicht perfekt gleich sind, spätestens nach einer gewissen Benutzung, das Balancing erst so spät wie möglich starten um kein falsches Balancing zu bekommen.


    Hier mal ein typischer Chart der letzten Phase der Vollladung, wie ich es mache:


    Der Ladestrom wird via CCL (Charge Current Limit) schrittweise gegen Vollwerden reduziert.

    Man sieht schön, wie die Spannung hochgehen will, der reduzierte Strom lässt die Spannung wieder absinken.

    Dies ist auch die Erklärung für das ganz oben geschriebene "Absorption mit 20 A auf 600 Ah begonnen = 0,03 C".

    Die Absorptionsspannung soll so spät wie möglich erreicht werden, weil erst bei Absorption das Balancing statt findet.

    Spät = geringer Ladestrom = geringe Spannungsabfälle an den Zellen = akkuratere Messung der Spannungen = richtigeres Balancing. Weiters geringere Spannungsausschläge von Zellen mit hoher Spannung.

    Materialschonend sollte es auch sein, weil bis ca. 99 % SoC eine Spannung von 3,4 V pro Zelle erreicht wird, erst danach gehts auf 3.45 V, nach 15 bis 30 Minuten ist der Strom auf Null und es kann der perfekt gefüllte Akku wieder entladen werden für die Nacht.

    Kann man eigentlich an einem Batteriesystem auch mehrere MultiPlus II betreiben?

    Serienmäßig ja, wenn es z. B. ein 3phasiges System sein soll, 3 Multiplusse. Ist dann ein etwas größeres System.


    Das mit dem Erzeugungszähler: ich denke es ist mir klar, da will man nix ändern.

    MPPT würde ich dann nur für PV-Erweitung ins Auge fassen, außer man kriegt da auch 25 ct für den selbstverbrauchten Strom?

    Wenn DC Feed-In aktiv ist, haltet sich Victron dann an ein CCL dass ich via Modbus (2705) vorgebe?

    Oder wird das genauso ignoriert, wie das CCL vom BMS?

    Hab das vor ein paar Wochen nochmals probiert - ja wird leider genauso ignoriert wie das CCL vom BMS.

    Merken die meisten User nicht, denn das hast nur dann wenn die Ladeschlußspannung noch nicht erreicht ist.

    Meine BYD reduziert ganz kurz vor dem Vollwerden, noch bevor die Ladeschlußspannung erreicht ist, das CCL auf ca. 17 A.

    Das wird ignoriert, aber recht schnell schnellt die Spannung sowieso rauf und das CVL ist erreicht, so dass der Strom danach schnell absinkt. Dennoch krieg ich eine Warnung / Notification (die BYD meckert und sendet das via CAN an den GX).


    Deine 3 Multis sollten gar kein Problem haben, zumindest die Überschussenergie des vollen Akkus abzuarbeiten - also da seh ich kein Problem bei Dir.


    Aber das wird dann glaub ich bissl Trail&Error bis es für mein System wirklich gut passt.

    Perfekt, einfach ein bissl schaun was das Teil macht.

    Ich verwende bei meiner BYD, wo ich eigentlich alles dem BMS des BYD überlassen können sollte, dennoch gegen Ladeschluß ein geringeres CCL.

    Grund ist, dass die halt doch recht driften (LiFePO4 halt), geringere Ströme bzw. nicht so schnell hochschnellende Spannungen helfen dem BMS bzw. dem Balancer.

    Hab da mal recht umfangreiche Testreihen gefahren, weil ich wissen wollte wie BYD das macht. Naja - die lassen die Zellspannungen sehr hoch gehen (3.7 V), bevor sie ein Akku-Pack (ein Modul) vom Rest trennen.

    Deren Balancing-Algorithmus finde ich verbesserungsbedürftig, passiv und recht schwach sinds auch, wennst dann eine Zeit lang nicht mehr voll warst (mit viel Zeit zum Balancieren), kann das schon ungut wegdriften.


    Hier der alte Beitrag mit der BYD:


    So aus dem Bauch mach ich gegen Ladeschluß, noch bevor die Spannung hochschnellt das CCL auf ca. 20 A auf 540 Ah, also ca. 0,03 - 0,04 C.

    Wie würdest du im umgekehrten Fall vorgehen,

    also wenn

    A. die MPPT´s mit PV-Modulen überladen sind, und sehr oft abregeln müssen, auch wenn der Speicher noch gar nicht voll ist.

    und B. die Multis und Speicher groß genug sind

    Genau den Fall hab ich sogar, ein ausreichend überbelegter MPPT der es bis auf Maximalleistung schafft, was dazu führt:

    Wenn ich in dem Fall auf den MPPT-Zustand Register 791 schaue, wird mir das ja wenig bringen, weil der immer relativ schnell auf "abregeln" geht, sobald genug Sonne da ist. Egal ob Speicher voll oder nicht.

    Genau, das führt beim Algorithmus dazu, dass der Multi fälschlicherweise auf Einspeisung (grid setpoint unter Null) gestellt wird.

    Interessanterweise ist das gar nicht so ein Problem, denn es führt unbeabsichtigt sogar zu einem positiven Verhalten:


    Beispiel: 100 A Ladeleistung vom MPPT (über viele Stunden), Akku mit 300 Ah.

    In spätestens 3 Stunden Volllast wäre der Akku voll. Will man das überhaupt?

    Der alte Algorithmus würde bei Erreichen der 100 A dem Multi das Einspeisen signalisieren, obwohl der Akku noch gar nicht voll ist (weil der MPPT in der Abregelung ist).

    Wenn nun z. B. ein Multi 3000er dann ca. 40 A per Inverter abarbeitet, gingen immer noch 60 A in den Akku und der 300 Ah Akku ist immer noch schnell voll.


    Der korrigierte Algorithmus würde erkennen, dass der MPPT aus "falschem" Grund abregelt, würde den MPPT weiter laden lassen, der Akku wäre schnell voll. Wenn dann der Akku voll ist, der MPPT immer noch 100 A liefern, aber ein Multi 3000 nur 40 A verwerten kann, würden 60 A verschwendet.


    Somit:

    dicker MPPT: der einfache Algorithmus wäre vielleicht sogar passend

    kleiner MPPT in der Abregelung: Algorithmus erweitern:


    Nur auf Batterie SOC schauen?!

    Also wenn die Batterie voll ist, DC-Feed-in (2707) ausschalten und Gridset-point (2700) auf "Einspeisung" hochdrehen.

    Aber wie hoch?

    Bzw. wie wäre deine "Freak-Strategie" für diesen Fall?

    Ich mach so:

    Ich weiss, dass ein MPPT /100 seine 100 A max. Ladeleistung hat.

    Ich kenne das CCL (was der Akku gerade verträgt).


    Erweiterung:

    Wenn der MPPT /100 in der Abregelung ist, UND seine Leistung unter 100 A (oder 99 oder 98) liegt, dann per Multi einspeisen.

    Also nur das Unterstrichene ist Optimierung des Algorithmus.


    Warum nicht per SoC?

    Weil das CCL auch bei geringerem SoC gering sein könnte, beispielsweise bei niedriger Temperatur oder weil es das BMS aus anderen Gründen so bestimmt.


    Somit am Beispiel MPPT /100:

    MPPT regelt ab, wenn der bei 100 (oder 99 oder 98 - ist nicht so genau) A abregelt, lass ihn unverändert weitermachen.

    Regelt der bei 70 A ab, dann hat das einen anderen Grund (Akku bzw. BMS / CCL lässt nicht mehr zu), dann den Multi in die Einspeisung zwingen um die Energie zu verwerten.


    Gridsetpoint dann so zu regeln, dass der Batterieladestrom (Register 841) auf ca. 0 gehalten wird ?!


    Oder macht er das Victron bei DC-Feed-In aktiviert, eh ohnehin von alleine?

    Wegen dem Bug (MPPT liefert mehr als Multi abarbeiten kann), aktiviere ich DC-Feed-in erst dann wieder, wenn es gegen Abend geht (der MPPT kann nicht mehr so viel liefern dass es Probleme geben kann).


    Die Regelung des grid setpoint mach ich grundsätzlich so:

    Regelt der MPPT ab und ist nicht auf max. Leistung, dann grid setpoint um 200 W niedriger stellen.

    Regelt der MPPT nicht ab, kann man den grid setpoint wieder erhöhen (bis auf max. Null) - aber nur um:

    ( "CCL in A" - "aktuelle Akku-Ladeleistung in A" ) * Akku-Spannung

    Auf Deutsch: das was noch in den Akku passt, um den Anteil kann ich den grid setpoint erhöhen.

    (zum Glätten halt nur z. B. 50 % davon, der Rest wird im nächsten Durchgang gemacht)


    Kommst damit weiter?