Beiträge von Flexerl

    0,75.. Die magere Ausbeute geht im November weiter. Seit der Zeitumstellung letztes WE hat sich die Sonne hier kein einziges Mal mehr blicken lassen.

    Also irgendwie passt das nicht so recht zusammen. Was machst du mit der Wärme aus dem BHKW? Ist dessen primärer Zweck nicht die Erzeugung von Wärme, und erst sekundär Strom? Die Abhängigkeit zu einer fossilen Ressource wurde ja bereits erwähnt, das würde ich meiden.

    PV so groß wie möglich, vor allem hinsichtlich deines skizzierten Bedarfs. Zum groben Vergleich: Ich habe eine Anlage, die in alle Himmelsrichtungen ausgerichtet ist (siehe Avatar), und die 15+ kWp haben im Februar 2019 (erster voller Monat des Betriebs) gerade mal 827 kWh gebracht. Bester Monat war Juni mit 2450 kWh, im September waren es noch 1408 kWh.


    PS: Auch wenn du fortwährend wiederholst, dass FBH nicht zur Debatte steht: es gibt eine stromerzeugende Pelletsheizung (10 kW Heizleistung, 1 kW elektrische Leistung).. die wäre wenigstens mit nachwachsenden Rohstoffen zu betreiben und CO2-neutral.

    Das ist alles zu generisch. Eine pauschale Befürwortung als auch Ablehnung ist gleichermaßen falsch. Es sind derart viele einzelne Parameter zu beachten und kombinieren, dass eine Aussage nur sehr individuell möglich ist.

    Maßgeblich spielen Bedarf (auch in Abhängigkeit von Zeit) und Generatorgröße eine Rolle. Man sollte sich mindestens fragen:

    - Welchen Verbrauch habe ich wann? Bin ich willens, meine Gewohnheiten anzupassen, um möglichst nach der Sonne zu leben, oder möchte ich darauf keine Rücksicht nehmen?

    - Welche elektrischen Verbraucher habe ich bzw. werde ich in den nächsten Jahren potentiell haben? Stichwort Wärmepumpe, Poolpumpe, Elektroauto und dergleichen

    - Zu welcher Leistung ist der Generator auf dem Dach in der Lage? Zu welchem Anteil kann der Bedarf mindestens gedeckt werden? Wie groß kann der Überschuss sein? Reicht die Anlage auch im Winter, um tagsüber den Verbrauch zu decken, oder ist sie gerade so im Sommer dazu in der Lage?


    Und erst dann würde ich darüber nachdenken, ob die Erweiterung der Anlage um einen Speicher für einen selbst die richtige Entscheidung ist oder nicht. Um citystromers Beispiel aufzugreifen: Ich würde in diesem Fall klar von einem Speicher abraten. Aber da sind wir eben beim ganz individuellen Fall.

    Das ist in der Tat eine spannende Sache. Ich lasse mir gerade ein Angebot von ÖkoFEN machen, auch in dem Wissen, dass sich bei Realisierung der Anlage der Stirling nicht rechnen wird. Dafür sind die Kosten zu hoch im Verhältnis zum produzierten Strom, selbst mit Einspeisevergütung für Strom aus Biomasse. Aber die zusätzliche Autarkie hinsichtlich des gesteigerten Strombedarfs in den dunklen Monaten.... ;) Jemand aus dem Forum hat die Kombination aus PV + Speicher + ÖkoFEN mit Stirlingmotor in Betrieb. Die Erfahrungswerte würden mich sehr interessieren.

    Roland, Du stellst in deinem Beispiel den Anteil des benötigten Stroms ins Verhältnis zum kompletten Energiebedarf eines Hauses, welcher aus unterschiedlichen Quellen (Strom, Gas, Öl) gedeckt wird. Ich spreche bei all meinen Beispielen immer von der Verhältnismäßigkeit ein und derselben Energieform: Strom. Vielleicht ist das der Grund für die offenbar vorherrschenden Missverständnisse. Nachdem wir uns hier im Photovoltaikforum unterhalten und nicht im Haustechnikdialog, war für mich eigentlich selbstverständlich, die Autarkie immer ausschließlich auf Strom zu beziehen. Die Werte, die einem die Anlagen ausspucken, beziehen sich ja auch nur genau darauf, weil sie von anderen Quellen und Verbräuchen nichts wissen (können/müssen).

    Vielleicht sollten wir uns einfach darauf einigen, in welchem Scope wir die Autarkie, über die wir hier diskutieren, betrachten.

    Manchmal bin ich unglaublich müde.


    Die Autarkie ist keine Kennzahl für einen sinnvollen oder sinnlosen Stromverbrauch! Es sollte auch niemandem darum gehen, den Wert künstlich in die Höhe zu schrauben.

    Wenn 100% Autarkie auf dem Display stehen, dann war die Anlage groß genug dimensioniert, um den Bedarf zu decken. Fertig aus. Ich habs in einem anderen Thread schon geschrieben: die Zahl ist der persönliche Dreckindikator. Je kleiner die Zahl, desto größer der Netzbezug , und damit die Gefahr der Nutzung von fossil erzeugter Energie.

    Die Autarkie bleibt in dem Fall wie sie ist, ggf steigt sie sogar. Durch den Wegfall des Energiebedarfs des Autos brauche ich weniger Strom als vorher, Gesamtbedarf also runter. Den vermag ich aber immer noch genau wie vorher aus der PV zu decken (an PV und Speicher hat sich ja nichts geändert). Ich habe potentiell mehr Strom zur Verfügung, den ich dann eben zusätzlich einspeisen kann.

    Naja, in ihrem eigentlichen Sinne ist sie durchaus brauchbar. Wie ich im anderen Thread schon schrieb: er erkauft sich eben den hohen Autarkiegrad, indem er sinnlos Energie verplempert, die ihm zur Verfügung steht. Er schafft den unnötigen Energiebedarf durch Eigennutzung selbst und deckt ihn damit gleichzeitig. Somit wandert der Autarkiegrad nach oben, und für sich betrachtet ist das korrekt. Dass sich am sonstigen Verbrauchsverhalten nichts ändert und er vielleicht nachts Netzstrom beziehen muss, ist eine andere Story. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, den Strom in einen Akku zu schieben und nachts zu nutzen, anstatt ihn tagsüber zu verfeuern ;)


    Die Kennzahl "Autarkie" ist tatsächlich nur bedingt geeignet für einen direkten Vergleich mit Werten von anderen Nutzern regenerativer Energien. Absolut ja, relativ nein.



    Sorry, korrigiere Gesamtenergiebedarf zu Gesamtstromverbrauch, denn etwas anderes als Strom produziert die PV unmittelbar nicht. Realitätsnahes Beispiel: Ich brauche 15 - 20 kWh pro Tag. Die brauche ich so oder so, die Geräte brauchen ihren Strom, ich muss ja außerdem Wäsche waschen, Auto laden, PC nutzen, fernsehen... diese Energie muss irgendwoher kommen, wenn ich nicht im Dunkeln stehen will oder meinem Essen beim Gammeln im warmen Kühlschrank zusehen will. Im Regelfall kommt diese Energie aus dem Netz, denn aus Luft und Liebe ist noch kein Kühlschrank kalt geworden. Nun bin ich in der privilegierten Position, mein Dach mit PV vollzuklatschen, und schon habe ich durch den Generator die Möglichkeit geschaffen, den Bedarf selbst zu decken. In welchem Ausmaß ich im Stande bin, den entstehenden Bedarf zu decken, sagt mir die Autarkiequote. 0% Autarkie bedeuten 100% Netzbezug. Genau andersherum mit PV: 100% Autarkie bedeuten 0% Netzbezug. Der Begriff Autarkie ist für mich ein Synonym für saubere Energie als vor allem auch Selbstversorgung. Ich halte es für ein erstrebenswertes Ziel, im Rahmen seiner Möglichkeiten möglichst unabhängig von irgendwelchen Versorgern, Rohstoffpreisen etc zu sein. Wenn ich im Jahr nur die monatliche Grundgebühr an meinen Stromlieferanten abdrücken muss, und die Einspeisevergütung die Grundgebühr um das fünffache übersteigt, dann macht mich das durchaus glücklich :) Und das ist nur der finanzielle Aspekt.