Beiträge von ENVIRIA Energy

    Hallo Zusammen,


    die Diskussion um neue Zählerschränke bzw. Nachrüstung von Zählerschränken haben wir beinahe täglich.

    Daher der auf Normen und Fachartikeln von uns vertretene Ansatz:

    Eine Elektroinstallation hat eine allgemeine Lebensdauer von 30-40 Jahren. Sollte das Alter eines Zählerplatzes also geschätzt in diese Größenordnung gehen, raten wir zu einem neuen Zählerschrank. Die begrenzte Lebendauer leitet sich aus diversen Alterungsprozessen ab, insbesondere aber aus dem Verlust der Isolierfähigkeit von Isoliermaterial und Erhöhung von Übergangswiderständen an Klemmstellen, was beides zu einem erhöhten Brandrisiko führt.


    Wie in diesem Fall ist aber eine Nachrüstung auf den aktuellen Stand der Technik aber nicht nur ratsam, sondern auch Pflicht.

    Das geht, wie schon angesprochen wurde, oft ohne den Tausch des kompletten Schranks.

    Die Pflicht zur Nachrüstung auf den aktuellen Stand der Technik ergibt sich aus der Nutzungsänderung des Zählerplatzes.

    Wo eine "normale" Bezugsanlage durch eine Erzeugungsanlage ergänzt wird, wird der Zählerplatz nicht mehr im Aussetzbetrieb, sondern im Dauerbetrieb genutzt. Dies stellt also eine "wesentliche Änderung" dar.

    Eine "Bestandspflicht" gibt es normativ eh nicht, sondern nur eine nicht vorhandene Pflicht bei den meisten Änderungen von Normen.


    Das zu installierende APZ-Feld ergibt sich aus der VDE AR-N 4101 und aus den TAB der Netzbetreiber.

    Dieses lässt sich als externer Kasten außerhalb des Zählerschranks platzieren.


    Der Überspannungsschutz ergibt sich aus der DIN VDE 0100-443, deren Übergangszeit am 14.12.2018 abgelaufen ist. Seitdem gilt die neue Fassung von Oktober 2016, die zwingend einen Überspannungsschutz in Wohngebäuden und kleinen Büros vorsieht.

    Was nicht vorgeschrieben, aber sehr empfohlen wird, ist die Nachrüstung eines lokalen Erders, damit die erneuerten Teile der Elektroinstallation als Netzform TN-S ausgeführt werden können. Der Überspannungsschutz kann also bei einer vorhandenen Installation mit Netzform TN-C als entsprechend ausgewähltes Bauteil auch ohne lokalen Erder verbaut werden.


    Im Übrigen muss man zwei Dinge unterscheiden:


    Der Netzbetreiber ist daran interessiert, dass die Anlage keine schädlichen Rückwirkungen auf das Netz hat und dass der Zählermonteur sicher den Zähler einbauen kann, daher wird insbesondere die Forderung nach dem SLS streng verfolgt, da der laienbedienbar ist und damit auch auch Zählermonteure, die nur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten sind, einen Zähler tauschen dürfen. NH Sicherungen dürfen viele Monteure heutzutage gar nicht mehr ziehen/setzen.


    Die Verantwortung über die Sicherheit der Elektroinstallation trägt in erster Linie der Eigentümer. Ob ein Zählerschrank neu oder alt ist, ist also dem Netzbetreiber egal, solange der Zählermonteur sicher arbeiten kann.


    Sonnige Grüße

    Eine Poly-String Verschaltung auf MPP1 funktioniert. Demnach kann man auf dem 15er Symo 2*19 + 1*15 verstringen. Das Thema ist mituner wahrscheinlich multiple Male diskutiert und erörtert worden. Wir halten es zumeist so, dass wir ab einer Neigung von >20° in dieser Konstellation auf Geräte mit 3MPP Trackern gehen oder Leistungsoptimierer einbinden. Es gibt hierzu viele Studien und Meinungen, die teilweise divergieren. Wir fühlen uns mit dieser Vorgehensweise wohl, da wir hiermit auf Sicherheit setzen.


    Wenn wir 70% weich anbieten ist das entsprechene Equipment immer dabei.


    Sonnige Grüße

    Hallo odb9,


    auf die Gaube passen unserer Meinung nach platztechnisch maximal 4 Module. Sinnvoll sind unserer Meinung nach 3. (Kehlblech, Verschattung, etc.). Wir haben den Gebäudeplan nachgerechnet und hier eine Diskrepanz ausmachen können. (siehe Handzeichnung im Anhang). Auf Basis der angegebenen Maße kann die Dachneigung nicht 25° betragen. Genau genommen müsste diese 26.53° betragen. Wir haben das wir folgt nachvollzogen ENVIRIA-Skizze_20190223_161845.pdf


    Die korrekte Dachneigung ist essentiell um über die Winkelfunktionen insbesondere die Firstlänge auszurechnen. Im optimistischen Szenario bekommt man 29 Module auf die Südseite und 3 auf die Gaube. Bei gleicher bzw. tolerierbarer Neigungsdifferenz liessen sich diese auf MPP1 mit 2* 16 verschalten. Zudem hätte man 21 Module auf der Ostseite, die auf MPP2 in einem String verschaltet werden. Der Fronius Symo (15 er') passt in dieser Konstellation recht gut. Die Anlagengröße würde hiermit auf 16,43 kWp anwachsen. Die Alternative wäre nur die Belegung der Süddseite (inkl Gaube) und eine Größe von 9,92 kWp.


    Sonnige Grüße vom ENVIRIA Team

    Liebe Forumsgemeinde,


    auch wir von ENVIRIA möchten uns nun zu Wort melden, um angefallene Fragen etc. beantworten zu können.


    Wie bereits zu lesen war, haben sich die Wege von Enrico Heymann und ENVIRIA vor Kurzem getrennt. Wir möchten an dieser Stelle klarstellen, dass die Trennung keine Auswirkungen auf unser Unternehmen haben wird. Alle Mitarbeiter, die letztes Jahr von Clen Solar durch die ENVIRIA übernommen wurden, z.B. das komplette Monteurs-Team sowie das Service Team in Aue, werden weiterhin bei der ENVIRIA arbeiten.


    Wir werden weiterhin im Einfamilienhaus- sowie im Großanlagenbereich tätig sein und sind für jeden, der uns persönlich kennenlernen möchte, auf vielen Messen, wie z. B. auf der Energie und Baumesse Singen und den Jenaer Herbst, vertreten.


    Für Gewährleistungsansprüche die durch Aufträge an die von Andre Fuchs und Enrico Heymann geführte Clen Solar entstanden sein könnten, kann sich an die genannten Personen gewendet werden. Dies hatte Herr Heymann bereits in einem früheren Post bestätigt.


    Wir freuen uns nun auch hier im Forum vertreten zu sein und sind für alle Fragen rund um das Thema Photovoltaik zu haben.


    Liebe Grüße
    Ronny von ENVIRIA