Beiträge von Monsmusik

    Du hast uns bis jetzt noch nicht einmal mitgeteilt, was du eigentlich wissen willst. Hab keine Angst vor dummen Fragen, aber frag doch einfach. Deine bisherigen Statements werfen eigentlich nur Stichworte in den Raum, und wir müssen erraten, wo eigentlich dein Schuh drückt. Schreib doch einfach mal was du vorhast und wo die Unklarheiten sind.

    Nun, nach Quatsch hört es sich nicht an, was du da machst. Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie du es genau gerechnet hast (und hab auch keine große Lust, deine Excel zu analysieren). Wichtig wäre jedenfalls, dass du die Optimiererspannungen nicht pro Fläche einzeln ermittelst, sondern die Leistungen aller Module auf allen Flächen addierst, die Gesamtleistung durch die Festspannung teilst und damit den Strom erhältst, woraus du für jeden einzelnen Optimierer zusammen mit dessen Leistung wiederum die Sekundärspannung errechnen kannst. Die muss dann innerhalb der Limits bleiben.


    Ich weiß nicht, wie du aus PVGIS an die Stundenwerte der Leistungen kommst, da du da ja jeweils nur eine Fläche hast? Ich nehme an, mit mehreren Durchläufen. Passen die Wetterwerte der verschiedenen Läufe denn zueinander?


    Wie auch immer, es macht sicher Spaß, das selbst zu rechnen, aber es ist eigentlich unnötig, da PVSOL das mit den genauen Kennlinien und Temperaturen und Schatten und noch mehr Parametern sicherlich professioneller macht, als man das selbst auf die Schnelle kann. Wenn ich die Daten meiner realen SE-Anlage (21 Optimierer, 4 Ausrichtungen) analysiere, waren jedenfalls die 60V-Limits diejenigen, die mich beim 3-phasigen WR Leistung gekostet haben, nicht die 8V-Limits. Mit dem einphasigen habe ich etwa 10% mehr Ertrag.

    Bei einer Spannung von 380V und 25 Modulen liegt die Modulspannung bei gleicher Leistungsabgabe bei 15,2V. Geht die Leistung einzelner Module zurück, reduziert der Optimierer die Spannung. Bei 8V ist halt Schluss und der Strom wird reduziert. Damit sinkt die Leistung aller Module.


    Bei 750V und 25 Modulen liegt man bei 30V. Hat also in beiden Grenzen (8-60V) mehr Spielraum.


    Sind nun recht viele Module gleichzeitig von reduzierter Einstrahlung betroffen, dann ist der 3-phasige deutlich besser.

    Ne, das stimmt so nicht ganz, vor allem ist der letzte Satz eine komplett falsche Folgerung. Natürlich geht vom Mittelwert aus nicht nur bei den schwächeren Modulen die Spannung zurück, sondern gleichzeitig bei den guten die Spannung hoch. Die untere Spannungsgrenze ist nur relevant, wenn du viele Module stark bestrahlt hast und wenige schwach. Diese Situation ist bei mehreren Ausrichtungen eher nicht zu erwarten. Die kritische Situation ist umgekehrt, nämlich zu wenig Module in der Sonne. Und dann stoßen die guten Module oben an, bei 60V, und das passiert beim dreiphasigen WR mit der doppelten Festspannung viel häufiger!

    Der "Spielraum" zwischen guten und schlechten Modulen ist immer derselbe, nämlich der Faktor 60/8=7.5

    Wenn der WR Leistung abnimmt, dann geht die Spannung ja runter. Wir reden hier von Leerlaufspannungen! Kann aber sein, dass er bei zu hoher Spannung gar nicht startet, weiß ich nicht.

    Eher nicht. Die Einstrahlungsleistung ist für die Spannungslage nicht relevant. Die hohen Spannungen treten auf, wenn an einem kalten Wintermorgen die Sonne aufgeht und die Module noch im Leerlauf sind, weil der WR noch gar nicht gestartet ist.

    Ich will auf gar nichts Großartiges raus, ich wollte nur darstellen, dass die typischen kleinen Eigenverbrauchsanlagen heute bereits ohne netto-Subvention rentierlich sind. Der Betreiber zahlt seine Subventionen (Einspeisevergütung) über die EEG-Umlage des Reststrombezugs und über den Umweg des Wälzungskontos selbst.


    Wenn der Börsenpreis steigt, wird dieser Effekt ja nur noch stärker. Die Subventionen werden also nur noch in den Po der Altanlagenbetreiber und Großanlagenbetreiber geblasen. Bezahlt von allen nichtprivilegierten Stromverbrauchern. Aber wie sagtest du neulich in einem anderen Thread: Es ist doch egal, wo die Schulden am Ende landen, Hauptsache es wird gemacht und bringt einen volkswirtschaftlichen Gesamtgewinn. Etwas zynisch, aber mit einem großen wahren Kern.