Beiträge von Monsmusik

    Ganz kurz ein paar Bemerkungen:


    Das Dach ist ziemlich zerstückelt, da wird gar nicht so viel draufpassen. Hausaufgabe ist jetzt genau messen oder Dachsteine zählen und Standardmodule (167*100) oder 72-Zeller (200*100) draufpuzzeln. An den Rändern brauchst du keine Abstände, direkt neben den Gauben hast du aber natürlich ein Schattenproblem. Aber erst einmal schauen, wie es ausgeht.


    Die bessere Fläche ist die Garage, die deshalb voll nutzen. Aufständern nicht in eine Richtung sondern zickzack SW/NO oder SO/NW, völlig egal, so wie es besser passt. Hauptsache du generierst keine Selbstverschattung durch einseitige Aufständerung, die Abstände zwischen den Reihen erfordert.


    Die NO-Seite musst du mal mit PVGIS rechnen, wird grenzwertig, sollte sich aber auf jeden Fall selbst tragen können. Vorteil: Du hast mehr Leistung in trüben Schwachlichtzeiten und du wirst nicht in die 70%-Begrenzung laufen.


    Ob das Dach renoviert werden muss, das kann man natürlich aus der Ferne nicht beurteilen. Vielleicht wollt ihr ja sowieso mal dämmen, dann natürlich vorher. Bei der Gelegenheit könntest du dann gleich die Gauben wieder rausreißen :)


    Der Direktverbrauch ist bei euren vielen Anschlüssen nur für eine Partie möglich. Das einzige Gegenmittel wäre, alles über einen gemeinsamen Hausanschluss laufen zu lassen, und dahinter mit Unterzählern privat die Abrechnung zu machen. Da ihr alle verwandt/befreundet seid, sollte das gehen. Spart auch die mehrfache Grundgebühr.

    Monsmusik: Das ich es richtig verstehe. 4= Option 1 jedoch als volle Ausstattung, richtig?

    Oder um 90 Grad gedreht, spielt keine Rolle, so wie mehr drauf passt.


    Zum Solarteur: Irgendjemand muss das denen mal so beigebracht haben, und selber denken scheint nicht so deren Ding zu sein. Bei knapp über 10 kWp (also 11 oder 12 kWp) hat er recht, da überwiegen die Komplikationen die Vorteile. Die Folgen von > 10 kWp habe ich kürzlich hier beschrieben.

    4. O/W oder N/S und voll, jetzt, nicht später erweitern.


    Die Bäume sind deine Randbedingung, die du nicht beeinflussen kannst. Sie haben keinen Einfluss auf die Belegung deines Daches. Stell dir zwei Module gegeneinander aufgestellt vor. Dies beschatten ein Rechteck von 3.22 m2, können also die Horizontalstrahlung, die auf dieses Rechteck fällt, verwerten. Da die Horizontalstrahlung für dein Dach eine Konstante ist, in die Wetter, Breitengrad und auch der Wald eingehen, und diese Fläche unabhängig von der Orientierung des Modulpärchens ebenfalls eine Konstante ist, ist der Ertrag von der Orientierung unabhängig. Anders sieht es natürlich aus, wenn du nur in eine Richtung aufständerst mit Abständen zwischen den Reihen. Dann steigt zwar der spezifische Ertrag (kWh/kWp), der Gesamtertrag des Daches fällt aber. Verbrauchen und verkaufen kannst du aber keinen spezifischen Ertrag, nur einen absoluten und realen. Daher spricht alles für Option 4.


    Die einzige Option deiner drei Vorschläge, die man noch in Erwägung ziehen kann, ist die 2. 1 und 3 sind Quatsch!

    Wie kommst Du auf die „nur“ 2000 kWh im Jahr? Ich habe aktuell einen ziemlich hohen Stromverbrauch bereits im ersten HJ - wobei da noch ein paar Mal ein Heizgebläse lief beim Innenausbau...

    Dann nenn doch mal deinen Stromverbrauch. 2000 kWh sind ein schon recht hoch gegriffener Wert für Direktverbrauch. Bei recht üppigen 4000 kWh Haushaltsstrom pro Jahr wären das 50%, bei 3000 kWh 66%. Mit Akku und etwas Disziplin kannst du für den Haushalt vielleicht auch 2500 schaffen. Die WP wird nicht allzuviel Direktverbrauch realisieren, einfach weil nichts da ist, wenn man sie am dringendsten braucht.

    Wie man es auch dreht und wendet, am besten sieht es immer aus, wenn der Akku so klein wie möglich oder weg ist und der Generator so groß wie möglich.

    Ich habe halt nur Angst, dass ich bei > 10kWp viele zusätzliche Kosten erwarten darf, da ja nicht nur die 4,4 sondern ja die kompletten 14,4 verrechnet werden, oder?

    Was bei über 10 kWp passiert sind folgende Dinge:

    - es gibt eine minimale Vergütungsstufung für den Teil über 10 kWp, zur Zeit von 10.79 auf 10.50 ct/kWh

    - du musst auf den Eigenverbrauch (nicht auf die Produktion!) 40% EEG-Umlage, also 2.6 ct/kWh bezahlen

    - um das abrechnen zu können, brauchst du einen Erzeugungszähler


    Der Eigenverbrauch wird in der Regel unter 2000 kWh/a liegen (entspricht 56 €), der zusätzliche Zähler kostet zur Zeit 13 €/a, ein Digitalzähler bis zu 20 €/a.

    - Hab auf keinen Fall Angst vor der EEG-Umlage, die Belastung für dich liegt bei maximal 50 Euro pro Jahr, der zusätzliche Ertrag weit darüber.

    - Mach nicht mit den poly-Modulen rum, die 320'er sind OK.

    - Speicher so klein wie möglich, das mach es wirtschaftlicher und hebt dein Abregelgrenze auf signifikant über 60% in Richtung 70%.

    - Notstrom ist reine Spielerei und in D nicht nötig

    Gibt es einen 1-Phasigen Zweirichtungszähler, den ich hinter die Einspeisesteckdose hängen könnte? Ich könnte ja einen Kleinverteilerkasten günstig kaufen und sowas dort unterbringen.

    Da reicht ein "Einrichtungszähler", klar gibts auch das. Z.B. hier und 1000 andere.


    Zur Steckerproblematik finde ich hier die Aussage


    "Frage: Ist eine Sondersteckdose für den Anschluss meines Solargerätes erforderlich?

    Antwort: Nein. Wenn eine Schuko-Steckdose vorhanden ist und die technische Gestaltung des verwendeten Gerätes die geltenden Sicherheitsstandards einhält, ist die Nutzung zulässig."