Beiträge von Casamatteo71

    Hmm, bedeutet das dann wie bisher 3000 Euro "Herstelleranteil", durch den auch die Mehrwertsteuer um 380 Euro niedriger sei, plus 6000 Euro Prämie von der BAFA, und das alles ab Juli bei 16% Mwst., was bis zu 1200 Euro einspart? Macht in Summe bis zu 7580 Euro die der Elektroautoneukäufer vom Staat bekommt oder nicht an ihn abdrücken muss. Eine höhere Zahl als die 7500 $ die in den USA an Bundes-Steuervergünstigung gewährt wurde bzw. wird.


    Jetzt müssten nur noch E-Autos lieferbar sein. "Elektroautos sind hier!" passt nicht bei allen Marken, am wenigsten bei VW. e-up-Drillinge ausverkauft, e-Golf Auslaufmodell, ID.3 Software-Rohrkrepierer.

    Merkst was... Wenn eAutos bidirektional angebunden werden sind Heimspeicher sowas von überflüssig... Oder werden entspr. billiger.

    OK, in der Zyklenfestigkeit sind Autospeicher wohl schon deutlich schlechter...

    Nur wenn das E-Auto am Eigenheim dauerhaft stehen kann, weil man Rentner ist, oder dank Corona endlich Heimarbeiter. Wenn von der Firma ein Firmenwagen gestellt wird dann wird der am Arbeitsplatz ggf. auch als Speicher herhalten müssen, und der Arbeitnehmer muss täglich einstecken und abstöpseln anstatt an der Zeituhr stempeln.


    Zyklenfestigkeit ist kein Thema. Kein normaler Autoakku (von 13 bis 98 kWh) wird durch einen normalen Hausverbrauch in 24h zum Durchlaufen eines vollen Lade-Entlade-Zyklus gebracht, nicht mal der kleine und alte in meinem Smart. Die heute üblichen 30 bis 50 kWh sollten sogar mehrere Tage Schlechtwetter überbrücken können. Viel hilft viel. Man muss halt daran denken immer genug Reserve drin zu lassen um ggf. zum nächsten Schnelllader zu kommen.


    Zudem gibt es in E-Autos durch Rekuperation im Stadtverkehr, beim Verzögern und Bergab jede Menge kleine heftige Raus-Rein-Zyklen, bis zum mittleren zweistelligen kW-Bereich. Im Motorsport noch extremer, Porsche 250 kW. Dagegen findet PV-Ladung und Hausverbrauch meist sanft im niedrigen einstelligen kW-Bereich statt.


    Trotzdem ist es unwahrscheinlich dass das Auto am Netz flächendeckend zur Regel wird. Tesla hat längst eingesehen dass Autos und Speicher unterschiedliche Anforderungen haben, und ein Hausspeicher einfacher aufgebaut sein kann, da dessen Temperatur relativ konstant ist und die Leistungen niedrig bleiben. Sie verbauen gekühlte NCA-Zellen von Panasonic in Autos, und koreanische NMC-Standardware in den Powerwalls und Megapacks.

    Lithium-Eisenphosphat-Akkus sind für Autos zu schwer, aber für Hausspeicher bestens geeignet, Kobalt-frei, und relativ günstig. Wenn Preise von unter 100€/kWh auch in Hausspeichern üblich werden dann stellt man sich für 3000€ mal eben 30 kWh hin und wundert sich dass anno 2020 noch die Nützlichkeit von Speichern angezweifelt wurde. Aber derzeit sind noch Early Adopter gefragt die sich was gönnen wollen und können.

    Soweit ich das überblicken kann sind stationäre Stromspeicher pro kWh Kapazität teurer als komplette Elektroautos, bei geringerer Leistungsfähigkeit, von der Blechkarosse ganz zu schweigen.

    Warum eigentlich?

    DC-gekoppelt an PV braucht es keine zusätzlichen Gleichrichter oder Wechselrichter. Teure Entwicklung für geringe Stückzahlen sollten Firmen wie Tesla oder LG leichter stemmen als ein Mittelständler in Europa.


    Die reinen Zellen sollten unter 200 €/kWh kosten, in funktionsfähigen PKW 400 bis 1000, wobei teils mit mehreren C (kW/kWh) entladen oder geladen wird, und eine aufwendige Kühlung verbaut ist.


    Bei Stromspeichern ist man ebenfalls in der Preisspanne, wobei mit geringerer relativer Leistung geladen (aus PV) und entladen wird. Ich kenne keinen Stromspeicher der einen dreiphasigen 24-kW-Durchlauferhitzer betreibt, während mein Smart mit nominell 17,6 kWh für eine halbe Stunde lang 35 kW ausgelegt worden ist. Kurzzeitig bringt er 55 kW, als Brabus 60.


    Für 30000 Euro bekommt man einen Neuwagen mit sagen wir 40 kWh, also 750 €/kWh, und ein gebrauchter Smart mit noch 15 kWh für 7000 sind 467 €/kWh. In funktionsfähigen PKW wohlgemerkt. Rekordhalter ist wohl der Opel Ampera-e mit 60 kWh, der wurde teils für 25000€ abverkauft, das geht an die 400 €/KWh ran.


    Tesla nimmt 8800€ für 13,5 kWh Powerwall mit Zubehör und 4,6 kW Dauerleistung, 652 €/kWh. Das Model 3 Long Range mit Allrad für 53790€ hat ca. 75 kWh, macht um die 720 €/kWh, bei weit über 300 PS Leitung. Gebrauchte Model S 85 gibt es ab 30000€, und deren Akkus haben locker noch über 60 kWh, also unter 500.

    Daten bis einschließlich März.

    In den USA wird der Kohlestrom durch Erdgas ersetzt, ansonsten passiert nicht viel.

    Der Grafik zufolge wurden in den USA in 2020 bis März also gerade mal 4 GW Wind und PV zugebaut, plus 1 GW Gas, und dafür 3 GW Kohle plus etwas Ölverstromung stillgelegt. Also 2GW weniger Fossile pro Quartal. Um ihre 700 GW an Gas und Kohlekraftwerken rückzubauen würden die USA mit der Geschwindigkeit 350 Quartale oder 88 Jahre brauchen. Von 100 GW Atom ganz zu schweigen. Praktisch die zehnfache konventionelle Kapazität von Deutschland, bei nur vierfacher Bevölkerung. Mit 157 GW Wind und PV aber ungefähr auf Augenhöhe mit den 112 GW in Deutschland.

    Hier die Erzeugung nach Quelle

    Werden diese Maßstäbe denn auch z. B. bei Straßen, Wasserleitungen, Abwasserkanälen, Bahntrassen angelegt ?

    Zumindest bei Straßen nennt sich das NKV, Nutzen-Kosten-Verhältnis. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 steht die die Jahrzehnten geplante Umfahrung für meinen Ort mit einem NKV von 5,0. Als Kosten sind darin über 40 Mio. Euro angegeben, aber unser Landtagsabgeordnete sagte was von 60.


    Wenn 20000 Autos täglich durch den Ort fahren und jeder nur 1 Minute an der Ampel verliert sind das über 330 Stunden am Tag. Setzt man die Zeit mit einem Stundenlohn von 30 Euro an so gehen 10000 Euro am Tag durch sinnloses Warten verloren, über 3 Mio im Jahr. Nach spätestens 20 Jahren hat sich die 60-Mio-Umgehung dann selber bezahlt, alleine durch Wegfall einer Warteminute am Tag.

    Da ist Abbremsen, Spritverbrauch im Leerlauf und wieder Beschleunigen noch nicht eingerechnet. Ebensowenig die reduzierte Lebensqualität der Anwohner. Daher auch NKV 5 und nicht nur 1. Und es gibt nicht nur eine Ampel sondern sechs.

    5 TWh abgeregelte Windenergie im Jahr sind insgesammt bemessen auch nicht viel, aber halt trotzdem bedauerlich. Und dass die Speicher gut fuer die Umwelt sind stimmt einfach nicht. Die Mengenrelation spielt fuer die Widerlegung der Behauptung keine Rolle.

    notwendig. Das kam daher vielleicht anders an, als es gemeint war, aber zuruecknehmen werde ich es nicht.

    Hauptsache stur.


    Es wurden 2019 in Deutschland übrigens 6482 GWh EE-Strom abgeregelt, größtenteils Windkraft im Norden, teils auf See. Damit könnten zwei bis drei Millionen E-Autos versorgt werden, für die durchschnittliche Jahresfahrleistung.

    Abgeregelt wurden auch 117 GWh PV-Strom. Klar, mit Netzausbau einmal um die Erde herum hätte man damit die Länder versorgen können in denen gerade Dämmerung oder Nacht herrscht.


    Wie viele Meter HGÜ-Trasse haben eigentlich die Speichergegner hier im PV-Forum über ihre Grundstücke gebaut wenn man fragen darf? Achso, das Netz soll gefälligst woanders gebaut werden, und von anderen bezahlt werden? Man will ja schließlich nur Nutzen davon haben, und selbstverständlich Einspeisevergütung.


    Wieviele kWh Speicher sich die Speicherbefürworter angeschafft haben kann man dagegen in einigen Signaturen nachlesen.

    Von den 1100 MW Bruttoleistung in Datteln 4 sollen 413 MW Bahnstrom als 16,7-Hz-Strom und 642 MW als 50-Hz-Strom für das öffentliche Netz bereitgestellt werden, sagt Wikipedia. Vermutlich wird man technisch bedingt nicht nur den Bahnstrom erzeugen können oder wollen, sondern muss oder will dann auch Netzstrom liefern.