Beiträge von EmpowerSource

    Ärger ist relativ. Du bist gesetzlich zur Meldung verpflichtet, aber die einzige Sanktion ist die Streichung der EEG-Vergütung, die du nicht bekommst. Wenn der Netzbetreiber "Gefahr für Leib und Leben" attestiert, kann er dir auch den Hausstrom abschalten, aber das dürfte er nicht tun, denn juristisch hätte er da keine Handhabe.

    Wenn kein Eigenverbrauch dabei ist, geht ein Balkonkraftwerk bis 600W problemlos zusätzlich. Es darf eben nicht über den selben Zähler laufen wie die 3kW Anlage.

    Die Stadtwerke bzw. der Messtellenbetreiber hat den Zähler gewechselt.

    Eingebaut wurde ein EMH ED300L, auf Zweirichtungsbetrieb mit jeweils Rücklaufsperre. Der ist nicht scheinbar nicht saldierend.

    Was mach ich nun mit der kleinen Solaranlage ?

    Das klingt komisch.
    Laut Datenblatt gibt es beim EMH ED300L drei Ausführungen:


    Einrichtungszähler +A bzw. -A mit Rücklaufsperre oder
    Zweirichtungszähler +A und -A oder
    Saldierender Zähler -A ohne Rücklaufsperre

    Mit saldierend ist hier aber nach meiner Lesart irritierender Weise wohl die Aufrechnung von eingespeistem und verbrauchtem Strom, also wie beim rückwärtsdrehenden Ferraris-Rad, also Net-Metering gemeint. Ich konnte beim Hersteller leider keinen für eine Klärung erreichen.

    Versuch doch einfach mal selbst, durch ein Experiment heraus zu finden ob er saldierend ist:

    1. sicher stellen, dass der Verbrauch auf allen Phasen kontinuierlich ist (ggf. Kühlschrank und andere schwankende Verbraucher kurz ausstecken und ein paar Lampen brennen lassen)

    2. Balkonkraftwerk eine Weile ausschalten, dann wieder einschalten

    3. dabei dauerhaft Erzeugungsleistung des Kraftwerks und Anzeige auf Stromzähler beobachten (lassen)

    Entspricht die Verbrauchssenkung am Zähler durch Einschalten des Kraftwerks der gemessenen Erzeugungsleistung des Kraftwerks, so ist der Zähler saldierend

    Kann bitte JETZT jemand den Thead schließen? Bitte? :roll:

    Kann mal bitte jemand den Thread schließen? Er fing schon sinnlos an und von da an ging's bergab...

    Kannst du bitte diese unqualifizierten Bemerkungen lassen.

    Ehm, dir ist schon bewusst, dass dies deine letzten beiden Posts waren:

    "Was stört es die Eiche, wenn sich das Wildschwein an ihr reibt..."
    "Manchmal bist du Hund und manchmal bist du Baum."

    :D

    Jo, nö.
    "Ungeachtet der Versicherungsprobleme bei Schaden" ist ja alleine schonmal extrem problematisch.
    Ja, der Anschluss einer Leuchte und der Einbau einer Steckdose soll nach VDE ein Elektriker machen, obwohl es kein Hexenwerk ist. Dass der VDE aber eher auf Nummer sicher geht, gerade angesichts der risikofreudigen fachfremden Heimwerkerkultur und der häufigen Tendenz zur Selbstüberschätzung, ist nicht per se verkehrt.
    Das "vereinfachte Anmeldeverfahren" aus der VDE-Richtlinie ist ein Witz. Zum Glück sind die Netzbetreiber da schon in vielen Regionen in Vorleistung gegangen.
    Der Gesetzgeber gibt leider garnichts vor, außer das überhaupt gemeldet werden muss.
    Die DGS kann mal so garnichts gegen den Netzbetreiber ausrichten. Greenpeace hat sage und schreibe zwei Prozesse geführt. Der eine wurde durch den NB vermieden in dem er nachgegeben hat, der andere ist noch anhängig. Mehr Drohpotenzial ist nunmal nicht da.

    Laudeley ist nonchalant, genauso wie viele Anbieter. Warum nur?... Am Ende ist der Verbraucher der Dumme, der vom Netzbetreiber ein Paket Formulare vor den Latz geknallt bekommt und dem die Handwerkerkosten die geringe Marge kaputt machen.
    Es gibt Wege, das zu vermeiden, aber dem Nutzer ein paar Plattitüden hinzuwerfen ist keiner davon.

    Hi Andreas,


    nein, ich verkaufe keine Geräte, keine Sorge.
    Na komm schon, klär mich auf. Wie viele Adern haben deine Kabel? Die Wieland-Steckdose hat hinten drei Schrauben, wofür sind die wohl?
    Und dass eine "steckerfertige Erzeugungsanlage" ohne Elektriker in Betrieb genommen werden kann ist ja eben eine Festlegung des VDE. Da hilft deine ganz persönliche Expertise auch nichts gegen.

    Ahhh super - danke das war für mich noch mal eine gute Info mit der Belegung ; )


    Zwecks der Schlechtwetterreserve - da hat der Energieversorger bereits "abgewunken"....die Modulleistung zählt und 600W ist Max.


    Als Zubehör brauchte ich Anschlusskabel für die Panels - die sind Standard (Solarkabel 4mm² mit MC4 Stecker/Buchse) und ein Betteri-Anschluss (female - passt auf den EVT) um den erzeugten Strom in den Stromkreis zu bekommen!?

    Ja, ich kenne die Anmeldeformulare in Bayern. Da wird nach der Modulleistung gefragt. Das ist allerdings nicht VDE konform. Wenn Dir da aber als Laie stattdessen versehentlich die Ausgangsleistung des Wechselrichters in das Feld rutscht, ist der NB aber trotzdem zufrieden. Prüfen kommen darf und wird er jedenfalls nicht.

    Kommt, ich geb meinen Senf auch noch dazu (und freue mich über Korrekturen, falls etwas nicht stimmen sollte):

    Wir reden hier über drei von einander unabhängige Ebenen:
    1. salderend/nicht saldierend
    2. rückdrehend/rücklaufgeschützt/mit Zweirichtungsmessung
    3. Ferraris-/digitale-/"moderne"-/"intelligente" Stromzähler

    1. Saldierender/nicht saldierender Zähler:
    alle drei Phasen werden noch vor der Anzeige auf dem Stromzähler miteinander verrechnet. Man sieht also nicht, wie viel auf den jeweiligen Phasen verbraucht oder erzeugt wurde, man sieht nur das Ergebnis der Verrechnung. Dies kann positiv oder negativ ausfallen, je nachdem, wie viel erzeugt und verbraucht wurde. Nicht saldierende Zähler (haben in D Seltenheitswert) verrechnen die Phasen nicht. Daher wird bei ihnen die erzeugte Energie aus dem Balkonkraftwerk nur beim Verbrauch auf der selben Phase auf der eingespeist wird abgezogen und evtl. übererzeugte Energie wird voll als Einspeisung gewertet. Der Verbrauch auf den anderen Phasen wird im Zähler voll als Verbrauch gewertet.
    Ob ein Zähler saldierend oder nicht saldierend ist, ist ihm leider nicht anzusehen. Ein Blick in die Spezifikationen oder im äußersten Fall ein einfaches Experiment im eigenen Stromkreis (Alle Verbraucher an der Einspeisephase ausschalten, sicherstellen, dass der Verbrauch auf den anderen Phasen kontinuierlich ist (ggf. Kühlschrank und andere schwankende Verbraucher ausstecken) Balkonkraftwerk eine Weile ausschalten, wieder einschalten, Erzeugungsleistung prüfen, dabei dauerhaft Anzeige auf Zähler beobachten. Entspricht die Verbrauchssenkung am Zähler durch Einschalten des Kraftwerks der gemessenen Erzeugungsleistung ds Kraftwerks, so ist der Zähler saldierend.), bringen hier aber meist Licht ins Dunkel.

    2. rückdrehend/rücklaufgeschützt/mit Zweirichtungsmessung:
    Für rückdrehende Zähler stellt sich die Frage nach der Saldierung VOR Anzeige im Zähler nicht, denn rückdrehende Zähler saldieren Verbrauch und Erzeugung IN der Anzeige. Das führt aber dazu, dass der verbrauchte nicht vom eingespeisten Strom unterschieden werden kann, was zwar extrem vorteilhaft für die Rentabilität des Balkonkraftwerks wäre, allerdings zu steuerlichen und bedarfsprognostischen Problemen führt.
    Bei rücklaufgeschützten saldierenden Zählern wird das Ergebnis der o.g. Verrechnung/Saldierung wird nur solange gezählt, wie es negativ ausfällt (also, solange Strom aus dem Netz nachgezogen wird). Erzeugt das Balkonkraftwerk mehr als momentan im Haushalt verbraucht wird, bleibt der saldierende Zähler mit Rücklaufschutz einfach stehen. Bei nicht saldierenden Zählern mit Rücklaufschutz würde der auf der Einspeise-Phase übererzeugte Strom nicht gezählt, der auf den anderen Phasen verbrauchte allerdings voll, was natürlich starke negative Folgen für die Ersparnis haben kann..
    Der Zweirichtungszähler zeichnet das Ergebnis der o.g. Verrechnung/Saldierung als Verbrauch auf, solange es negativ ist (Netzstrom wird gezogen). Sobald das Ergebnis aber positiv wird (Balkonkraftwerk erzeugt mehr als verbraucht wird), so wird das an einer anderen Stelle separat aufgezeichnet. So bekommt man bei Ablesung zwei Werte raus: den verbrauchten Strom und den eingespeisten Strom. Da es kein Net-Metering (also die Aufrechnung beider Werte) in D gibt, dient der Wert des eingespeisten Stroms dem Nutzer lediglich dazu, herauszufinden, wie viel Energie er nicht vergütet bekommt. ;)
    Beim nicht saldierenden Zweirichtungszähler würde sowohl der auf der Einspeise-Phase übererzeugte Strom als auch der auf den anderen Phasen verbrauchte voll erfasst. Allerdings werden, anders als eben beim saldierenden Zähler, gleichzeitig auftretende Übererzeugung auf einer Phase und Verbräuche auf den anderen nicht vorher verrechnet, was sich ebenso negativ auf die Ersparnis auswirkt wie beim nicht saldierenden rücklaufgeschützten Zähler.
    Rücklaufgeschützte Zähler und Zähler mit Zweirichtungsmessung sind für gewöhnlich an folgenden Symbolen zu erkennen:
    [Blockierte Grafik: https://machdeinenstrom.de/wp-…7/r%C3%BCcklaufschutz.jpg]


    3. Ferraris-/digitale-/"moderne"-/"intelligente" Stromzähler:
    Der Ferraris-Zähler ist der noch immer häufigste Zählertyp mit der mechanischen Drechscheibe hinterm Fensterchen. Er ist meist rückdrehend und soll daher vor Inbetriebnahme eines Balkonkraftwerks ausgetauscht werden.
    Es gibt auch schon eine Reihe an digitalen Zählern, welche zwischenzeitlich die alten Ferraris-Zähler ersetzen. Ob sie "rückdrehend", rücklaufgeschützt oder bidirektional sind, ist typenabhängig.
    Eine "Moderne Messeinrichtung" ist ein digitaler Zähler der neuen Generation, welcher in Zukunft ausschließlich verbaut werden wird, welcher 95% der alten Zähler in den nächsten Jahren ersetzen soll und welcher durch Anbau eines "Gateways" zur sog. "Intelligenten Messeinrichtung" aufgerüstet werden kann, welche wiederum die aufgezeichneten Daten dann in ein Rechenzentrum schickt. Moderne Messeinrichtungen sind im Normalfall saldierende Zweirichtungszähler. Sie dürfen nach MsBG nur 20€/Jahr an Betriebsgebühren kosten, eine "Intelligente Messeinrichtung" allerdings mehr. Zum Vergleich: die alten Zähler liegen zwischen 6€ und 13€/Jahr.

    Die aktuellen VDE-Normen und die meisten NB verlangen bei Balkonkraftwerken den Einbau von Zweirichtungszählern/ "modernen Messeinrichtungen", auch wenn rücklaufgeschützte Zähler zumindest zur Vermeidung steuerlicher Probleme ausreichen. Einige wenige NB hingegen begnügen sich mit rücklaufgeschützten Zählern, welche in der Jahresgebühr billiger sind, aber meist nur noch in Restbeständen bei den NB vorliegen.

    Ich hoffe, das trägt was zur Aufklärung bei.