Beiträge von EmpowerSource

    Broadcasttechniker Da ich den Großteil dessen, was du als "Unsinn" beschreibst (erkennbar) aus einem anderen Thread kopiert habe, ficht mich das nicht wirklich an. Aber ich sehe langsam ein, dass keiner in diesem Thread oder vielleicht auf der Welt den Grund dafür, dass der Strom aus dem Wechselrichter zuerst verbraucht wird, auf eine Weise kommunizieren kann, die man ohne Fachausbildung begreift. (Das Wasserbeispiel hilft nicht, da auch die Pumpe Druck [=Spannungsquelle] aufbaut und wenn Pumpe und Wasserleitung den genau selben Druck aufbauen, beide zugleich Wasser zum Sprenger speisen. Die Rückspeisung durch den Zähler war hier nie Thema. Und nein, die Kirchhoff'schen Regeln sind keine Ursache sondern eben nur Regeln, so wie die Mendelschen Regeln auch nichts über die dahinterliegende Genetik aussagen.)


    Falls sich irgendwann doch jemand (der sich dadurch nicht in seiner "Ruhe" gestört fühlt) dazu berufen fühlt, es laienverständlich zu erklären, dann würde mich das freuen.

    Hallo.... ich bin wieder dabei...

    Jetzt die ganz dumme Frage: Kann ich 2 EVT 248 mit den beiden Solarmodulen 260 Watt noch mit der vereinfachten Anmeldung bei den Stadtwerken Oberhausen anmelden? Das mit der neuen Norm verstehe ich irgendwie nicht.

    Weiß jemand Bescheid?

    Vielen Dank im voraus....

    Bis 31.3. sollte die Anmeldung eines EVT248 generell noch gehen. Bei der OB-Netz gibt es nach unseren Informationen aber kein vereinfachtes Verfahren. Wir empfehlen daher diese Schritte: >klick<

    Broadcasttechniker Danke erstmal, dass du dir bis jetzt so viel Mühe gegeben hast. Hier Antworten zu geben ist übrigens freiwillig, daher kann ich euch nicht "in Ruhe lassen", denn ich habe eure Ruhe nie gestört. Das ist hier auch kein Forum für Elektrofachbetriebe sondern für Photovoltaik, also für alle Interessenten an dem Thema. (In dem Kontext: leolotus hattest du nicht abgemeldet? Du hast doch sicher Besseres zu tun, als inhaltslose und beleidigende Posts zu schreiben.)


    Ich hab hier mal einen alten Fred ausgegraben, in dem sich der Frust der Fachleute über die Laien über einen Zeitaum von 4 Jahren (!) ähnlich entwickelt hat, was allerdings gut ausging: Mit welcher Spannung speist ein Wechselrichter ein?
    Zudem gab es da einen Verweis auf dieses Fachforum: https://www.mikrocontroller.net/topic/393376


    Mein Fazit nach dieser Lektüre:
    1. Die Kirchhoff'schen Regeln sagen rein gar nichts aus über die Ursachen der Zustände, die sie beschreiben.

    2. Die Spannungserhöhung in der Nähe des Wechselrichters ist, wie hier ja auch schon betont wurde, Ergebnis des Widerstands, auf den der Strom bei Einspeisung trifft und nicht Ursache für den Stromfluss.

    3. Dass der Wechselrichter überhaupt einspeist, liegt natürlich ursächlich am Potenzialunterschied, der im Solarmodul entsteht, der aber im Wechselrichter in netzkompatible Form gebracht wird.
    Dies wurde im anderen Thread wie folgt beschrieben:
    "In ihm [dem Wechselrichter] sorgt die (IGBT-)Brücke durch Zerhacken (PWM) einer Gleichspannung, die höher als die des Netzscheitelpunktes ist, für einen Potentialunterschied zwischen besagter Gleichspannung und dem WR-Ausgang. Hierzwischen hängt (Filter und ähnliches einmal vernachlässigend) ein gewickelter Leiter, auch Spule genannt, in dem durch die Spannungsdifferenz ein Stromfluss entsteht, welcher widerum [sic!] eine Magnetfeldänderung hervorruft. Im Magnetfeld (der (Sinus-)Drossel) wird also lediglich Energie zwischengespeichert, es ist nicht die initial-Ursache."
    Ein weiterer Beitrag ergänzte dann:
    "Der im Wechselrichter anliegende Wechselstrom wird innerhalb einer Sinuswelle für ein paar Augenblicke ausgeschaltet. Für diese Zeitdauer wird ein bisschen Gleichstrom eingefügt werden. Damit auch Strom fließt, etwas höher als der Augenblickswert der zuletzt gerade vorhandenen Spannung. Das sieht so aus, als wären über den Verlauf einer Sinuswelle der Spannung Sägezähne oder Rechtecke aufgeprägt mit einer Frequenz viel viel höher als die Netzfrequenz. 16 bis 40 kHz oder mehr sind da durchaus normal. Die Aufprägung auf die Netzspannung erfolgt durch einfaches Dazuschalten der Spannung von der Generatorseite in Abhängigkeit der auf der Generatorseite augenblicklich (Strommenge und Zeitdauer) zu Verfügung stehenden Energiemenge.
    Diesen um den Energiegehalt des PV-Generators erhöhte Netzwechselstrom kann man nun nicht wieder einfach ins Netz zurückgeben. Es muss ein Filter nachgeschaltet werden, welches am Besten nur die 50 Hz durchlässt und die Sinusform weitgehend netzkonform wieder herstellt. Dazu dienen dem „Aufpräger“ nach geschaltete Spulen und Kondensatoren. Diese sind als Tiefpass geschaltet. Diese Dinger haben u. a. die Eigenschaft nämlich alles was an Energie in dem Spektrum oberhalb von 50 Hz liegt zu speichern - also alle Energie-Anteile die durch die Aufprägung dazu kamen. Sie geben diese Energie in Form von STROM ab, wenn die Spannung davon eilt.
    Damit das auch genau passt und nach Möglichkeit der Blindanteil ganz gering bleibt, rechnet eine ausgeklügelte Elektronik aus, wie viel von der Generatorenergie wann zur Aufprägung verwendet und damit an Energie in den Filtern gespeichert wird – und zwar für jeden 20 Millisekunden Zyklus (50 Hz) neu. Die Filter als geben dann ihre Energie ab mit Cosinus Phi ganz nahe bei eins.
    "

    4. Neben diesem Prozess ist die Erzeugung einer "voreilenden" Frequenz eine Bedingung für das Gelingen der Einspeisung.
    Ein im Thema sehr bewanderter Quantenfeldtheoretiker aus dem anderen Fred meinte hierzu (Im Beispiel wurde das Verteilstromnetz durch einen Generator ersetzt):
    "Der Generator betreibt den Verbraucher. Jetzt kommt der WR dazu und verändert die Phasenlage. Und zwar gerade soweit, dass der Generator jetzt hinter der gesamten Phasenlage ein wenig hinterher hinkt. Dadurch speist der Generator gerade so viel weniger ins Netz ein, wie der WR liefert." Eingedenk der Erklärung von ruediger4321 in diesem Thread wäre die "Fliege auf dem Elefanten", also die irrwitzig kleine Änderung der Frequenz im Stromnetz durch meinen Mikrowechselrichter, der wahre Grund dafür, dass meine Verbraucher nun diesen Strom statt den vom Kraftwerk zuerst verbrauchen (gerne auch bilanziell, wenn es das besser verdaulich macht).

    Sofern das bei den Profis hier kein Sodbrennen auslöst, würde ich mich mit dieser Erklärung zufrieden geben.

    Danke für deine Erklärung. Der Wechselrichter erzeugt keine Spannung, das war mir neu. Ich dachte bisher auch, dass unterschiedliche Frequenzen im selben Stromkreis zu Problemen führen. Wieder was gelernt.
    Zwei Fragen noch:
    Welche Größe ist gemeint bei "Über den Phasenwinkel des Stroms zur Netzspannung und die Größe [...]"?
    Und aus welchem Grund wird der Strom mit höherer Frequenz zuerst verbraucht?

    es gibt keine andere frequenz, das ist eher so, als wenn du mit einer kleinen kurbel einen riesig schwerem kreisel beschleunigen willst. du kannst leicht drehen oder ins schwitzen kommen, der kreisel dreht immer gleich schnell. deine leistung verändert die drehfrequenz nur theoretisch in der grenzbetrachtung hat praktisch aber keine wirkung.

    das netz hat 214100000000W und dein wr 600W das weniger als eine fliege auf einem elefanten.

    Ah, verstehe. Sehr anschaulich, danke. Wenn aber die Einspeisung nun also weder wirklich auf die Frequenz wirkt noch mit einer höheren Spannung aufwarten kann, warum wird der Sonnenstrom dann zuerst verbraucht? Den Grund dafür muss doch irgendeiner hier mal formulieren können?

    Danke für deine Erklärung. Der Wechselrichter erzeugt keine Spannung, das war mir neu. Ich dachte bisher auch, dass unterschiedliche Frequenzen im selben Stromkreis zu Problemen führen. Wieder was gelernt.
    Zwei Fragen noch:
    Welche Größe ist gemeint bei "Über den Phasenwinkel des Stroms zur Netzspannung und die Größe [...]"?
    Und aus welchem Grund wird der Strom mit höherer Frequenz zuerst verbraucht?

    Also es wird sowohl die Spannung erhöht als auch die Frequenz "getrieben" (damit ist das gemeint, was Broadcasttechniker mit "voreilen" gemeint hat, ja?) und beides zusammen sorgt dann dafür, dass erst der Solarstrom verbrauch wird?

    Sehr spannend! Wie sorgt der voreilende Phasenwinkel genau dafür, dass es zur Einspeisung kommt?

    Na also, Humor und Hilfsbereitschaft geht doch zusammen. Danke für die Erklärung! Kannst du in etwa sagen, wie viel höher die Spannung sein muss?

    Ich verkaufe nichts und berate nicht zur Technik, was man auf der Webseite auch gut nachlesen kann, sofern man des Lesens mächtig ist. So, und da du es in sage und schreibe elf Posts nicht geschafft hast, auch nur ein einziges Mal zu begründen, warum der Strom aus dem Wechselrichter verbraucht wird und nicht der aus dem Netz (und nein, die Kirchhoff'schen Regeln begründen nichts sondern beschreiben es nur), bist du offenbar auch der falsche Ansprechpartner. Deine laxe Verwendung von Ausrufezeichen und deine Weigerung, klar gestellte Fragen zu beantworten, bestätigen das. Daher ist der Verlust auch nicht so schlimm, wenn du jetzt nicht mehr antwortest.

    Sollte noch jemand mitlesen, der Ahnung von der Sache und zudem den Willen mitbringt, tatsächlich eine Antwort auf meine Fragen zu geben, wäre ich sehr dankbar. :)