Beiträge von EmpowerSource

    Oh, kann es sein, dass die Envertech 300 und 560 nun nach 2018.11 geprüft wurden?

    Zumindest hab‘ ich das Zertifikat bei Greenakku auf der Website gefunden.

    Na ein Glück...


    Wäre super, wenn das jemand hier bestätigen könnte.

    Ich kann das bestätigen. Hab gestern davon erfahren, es aber noch nicht gepostet. EVT248 und EVT500 sind aber erwartungsgemäß nicht zertifiziert und damit ab 1.4. nicht mehr anmeldefähig.

    Scheint noch nicht aufgefallen zu sein. Für die Stadtwerke Hamm gibt es jetzt auch eine vereinfachte Anmeldung.


    https://www.ewv-hamm-netz.de/f…Photovoltaikanlagen_B.pdf

    Leider wird entgegen der aktuellen Normen nach Daten zum Anlagenerrichter und einem Lageplan gefragt und entgegen des seit 31.01. gültigen §33 MsbG wird gesetzeswidrig ein Inbetriebsetzungsantrag durch eine eingetragene Elektrofirma zum Zählertausch verlangt. Also nicht wirklich "vereinfacht".

    Dr. Bringewat ist die Koryphäe auf dem Gebiet, scheut sich aber auch nicht, mal eine nicht durch Gerichtsurteil belegte Rechtseinschätzung rauszuhauen. Er meinte etwa kürzlich auch, die Gebühr für den Zählertausch sei nicht rechtens, steht damit aber bislang allein. Die DGS hat viel für das Balkonkraftwerk geleistet und gibt auch weiterhin die Speerspitze der Bewegung. Um diese Rolle zu erfüllen ist sie mehr oder weniger verpflichtet, die maximal affirmative Haltung zu vertreten. Wir haben das Glück, uns oft in den dadurch erzeugten Windschatten stellen und realitätsnahere Positionen vertreten zu können.

    Die einzigen Mehrkosten durch den Wechsel beim Balkonkraftwerk sind also eine schnellere Abschreibung sowie ggf. ein zusätzlicher Anfahrtweg.

    Und genau diese Kosten wollen die "gierigen Netzbetreiber" dem Verursacher aufs Auge drücken. Dass erhöhte Betriebskosten von 10€ im Jahr locker für die Finanzierung reichen, wage ich zu bezweifeln. So ein Zweirichtungszähler kostet im Einkauf wieviel? Wenn das 100€ sind und die Eichfrist nach 8 Jahren abgelaufen ist...


    OT: EmpowerSource : Ich habe hier schon viele sehr informative und hilfreiche Beiträge von dir gesehen. Eine Zusammenfassung/Best Of davon würde sich meiner Meinung nach gut als Sticky-Thread in diesem Unterforum machen... :thumbup:

    Ich bezweifle, dass die bei 100€ liegen. Bedenke nur mal die Abnahmemengen...

    Danke für die Blumen, eine Quasi-Zusammenfassung der Beiträge findet man hier: >klick<
    Klar wäre das mit dem Sticky-Thread nice, aber ob das dann ggf. schon als Werbung gilt? Ich bin hier ja als Business unterwegs...

    .Der VNB bzw. MSB hat aber Kosten. Nachdem jeder VNB der die Kosten nicht einem Einzelnen verrechnen kann dies auf alle umlegt sollen also alle Kunden deines VNB dafür mitzahlen das du dir eine Balkonanlage leistest?


    Für mich sind das Kosten die ich zu tragen habe. :)

    Das Argument ist so nun aber auch nicht richtig.

    Die Betriebsgebühr finanziert nicht nur die Ausgaben für das Ablesen sondern auch Wechsel nach Ablauf der Eichfrist und die Abschreibung des Zählers selbst. Die einzigen Mehrkosten durch den Wechsel beim Balkonkraftwerk sind also eine schnellere Abschreibung sowie ggf. ein zusätzlicher Anfahrtweg. Da sich aber zugleich die Betriebsgebühr mehr als verdoppelt, sollte das locker reichen, um eine Finanzierung des Wechsels durch den Nutzer zu erreichen.

    Zusätzliche Gebühren zu nehmen ist damit Geldschneiderei und nach Auffassung von Fachjuristen unzulässig. Bis zu einem Musterurteil werden die gierigeren Netzbetreiber aber wohl weiter daran festhalten.

    iltis51 Hier nochmal die Quelle als Argumentationsgrundlage:


    DIN VDE AR-N-4105:2018-11 (gültig ab 27.04.2019)


    Zitat

    5.5.3 Steckerfertige Erzeugungsanlagen


    Für steckerfertige Erzeugungsanlagen gilt neben den in dieser VDE-Anwendungsregel formulierten Anforderungen DIN VDE V 0100-551-1 (VDE V 0100-551-1). Wird eine steckerfertige Erzeugungsanlage über eine vorhandene, spezielle Energiesteckdose (z. B. nach VDE V 0628-1 (VDE V 0628-1)) angeschlossen und ist ein Zweirichtungszähler auf dem zentralen Zählerplatz vorhanden, dürfen im Inbetriebsetzungsprotokoll E.8 die Unterschrift des Anlagenerrichters und die Angaben zum Anlagenerrichter entfallen. Ein Lageplan ist in diesem Fall nicht notwendig. Dies gilt nur bis zu einem SAmax ≤ 600 VA je Anschlussnutzeranlage.

    Viel Erfolg!

    samotron Du bist da auf der richtigen Fährte. Zwei Punkte zur Klärung:

    1. Wir listen auf https://machdeinenstrom.de/netzkonformitaet/ die Anmeldefähigkeit auf Basis der Herstellerangaben. Envertech hat für den EVT560 eine Herstellererklärung herausgegeben (ebenfalls in der Liste zum Download), welche die Konformität mit der AR-N-4105:2018-11 bestätigt. Mehr haben wir aktuell nicht zur Beurteilung. Ob die Nachzertifizierung dann wirklich erfolgt, weiß nur die Kristallkugel. Die Liste arbeitet aber (übrigens genau wie unser bald wieder aktuelles Angebots-Ranking) nur mit harten Fakten.

    2. Die Frage, ob dein Kraftwerk auch nach dem 01.04. noch anmeldbar ist, hängt nicht nur an den Fristen der Norm allein. Sie hat auch damit zu tun, ob überhaupt Prüfkriterien für die Norm festgelegt wurden, die ein Nachzertifizierung erst möglich machen. Das wurden sie nach unserem letzten Kenntnisstand (Januar) noch nicht, was dazu führt, dass entweder alle Wechselrichter mit o.g. Herstellererklärung auch nach dem 01.04. zugelassen werden oder keiner. Ein entscheidender Faktor dürfte zudem sein, in wie weit ein Sachbearbeiter bei den Stadtwerken Unterkuhdorf beurteilen kann, ob dein Zertifikat nach den aktuellen Normen nun gültig ist oder nicht. Wir vermuten auf Basis der sehr umfangreichen Erfahrungen mit diesen Dienstgraden: im Normalfall eher nicht. Vereinzelt sind aber scharfe Hunde dabei. Es wird also letztlich wieder auf einen Flickenteppich hinauslaufen.

    Nutzer des Formular-/Anmeldeservices auf MachDeinenStrom.de werden jedenfalls mindestens bis zum Zeitpunkt einer möglichen Nachzertifizierung auch mit den alten Zertifikaten + Herstellererklärung zur Anmeldung geführt, auf das (nach unserer Einschätzung geringe) Risiko hin, dass selbige abgelehnt wird.

    Hallo,


    wenn ich das hier richtig sehe (Die Tabelle auf machdeinenstrom.de), dann kann ich einen EVT300 auch nach dem 1.4.2020 noch "einfach" anmelden, oder?

    Das ist einfach noch nicht klar. Wir rücken immer näher an diesen Zeitpunkt heran und die Kriterien für die Nachzertifizierung stehen noch immer nicht fest (VDE)! Die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt bis zum 31.3. Zertifikate für IRGENDEINEN Wechselrichter ausgestellt werden können, ist gering. Die bisher kursierenden sind auch nur zusammengefrickelt aus der Konformität mit anderen relevanten Normen. Ob der EVT300 also nach dem 1.4. anmeldbar ist, hängt davon ab, ob Envertech seine Herstellererklärung zur Konformität (ohne Kriterien ist das eben nur eine Behauptung) auch wirklich erfüllen kann. (Und natürlich damit, ob die Sachbearbeiter bei den Netzbetreibern überhaupt einen Plan haben, dass sie die neuen Zertifikate eigentlich verlangen müssten...)

    WARUM der Wechselrichter-Strom bevorzugt verbraucht wird,

    das ist ganz einfach: weil Erzeuger und Verbraucher gemeinsam HINTER dem Zähler sitzen. Der zählt nur was fehlt und aus dem Netz nachfließt oder das was zu viel ist und ins Netz eingespeist wird.

    Nein, es ist eben nicht einfach. Bei deiner Verbildlichung sind Fenster und Keller auch HINTER dem Pförtner und TROTZDEM würde, wenn der Druck vom Haupteingang stärker ist als der vom Fenster, keiner mehr durchs Fenster reinkommen. Du beschreibst etwas, statt es zu erklären. Aber lass gut sein, ich hab ja schon gesagt, ich geb mich zufrieden.