Beiträge von Mechatroniker

    Da möchte ich gerne Nachfragen: war es am Stecker oder auf freier Kabellänge? und wenn auf freier Kabellänge: wie weit war der letzte Stecker von der sonnenbeschienenen und durchgeschmorten Stelle entfernt? War die Stelle ringsum verschmort, oder genau am Berührpunkt zum Modulrahmen/Gestell? Gibt es Bilder? Wäre sehr interessant wenn du die Infos noch teilen könntest, ich könnte mir auch eine Verkettung von Temperatur, Spannung gegen Masse und Teilentladungsvorgängen in der Isolation durch die Schaltflanken des Wechselrichters vorstellen.


    Danke!

    Hallo Ripper,


    bidirektional gibt es leider noch nicht in dem Umfang, wie Du dir das wünschst. Ladegeräte sind leider nicht von Haus aus bidirektional und meines Halbwissens nach sind aktuell nur der Mitsubishi Outlander und der Nissan Leaf dafür vorbereitet, allerdings auch nur beim DC-Laden. (bitte korrigiert mich)


    Kann ich verstehen, im Moment versucht eher noch jeder so schnell wie möglich zu Laden, das braucht noch etwas bis es in der Breite angekommen ist, dass das gar nicht nötig (oder sinnvoll) ist. Bei der Zoe wäre es aber schon sinnvoll auf 11 oder 22 kW zu gehen, hier ist der Wirkungsgrad am Besten. Schau dich mal nach "mobilen Ladestationen" um, z.B. so was wie der Juice Booster, da kann man meist den Stecker austauschen und die Leistung einstellen.


    Nein, laden und fahren geht über den Ladeanschluss nicht, das geht nur bergab per Rekuperation oder REX.
    (wobei, ich hatte da mal jemanden getroffen, der die HV-Kabel bei seinem Prius freigekratzt hat und sich ein Windrad aufs dach montiert hat. Wollte nicht auf das Thema Gesamtwirkungsgrad eingehen und hat mich als Sympathisant der Solarlobby abgestempelt, die ja mit seinem Windrad-Projekt um die Fläche auf dem Autodach konkurriert :mrgreen: )
    Bei der Zoe geht es auch rein technisch nicht, da sie den Motorumrichter ziemlich clever auch als Ladegerät nutzt, zusammen mit den Motorwicklungen als Drosseln. Das ist auch der Grund für den schlechten Wirkungsgrad bei kleinen Leistungen, der Umrichter langweilt sich da im Teillastbereich. Dafür kann sie onboard 22kW dreiphasig ohne schweres und teures extra-Ladegerät - dass dieses Leben auch immer voll von Entscheidungen und Kompromissen sein muss... :wink:
    Heizöl-Generator --> Geasmtwirkungsgrad


    Ja die 12V-Batterie wird meines Wissens mit geladen, die wird über einen kleinen DCDC-Wandler aus HV versorgt solange die Zoe nicht schläft. Kleiner Hinweis: die Zoe kann keinen Verbrenner fremdstarten. Man sollte sich aus eigener Erfahrung also immer mit den Nachbarn gut stellen, damit man seinen vermeintlichen Erstwagen das eine Mal im Jahr auch zum Fahren bekommt... :lol:


    Schöne Grüße
    Mechatroniker

    Die Sicherheit habe ich eher darauf bezogen, wenn mal jemand ein Kabel absteckt oder beschädigt. Bei meinen Eltern hat der Solateur die Strangkabel nach Modulmontage eine Woche lang als Bündel auf der Terasse liegen lassen, nur mit Isoband um die Enden gewickelt. Ich bin daher davon ausgegangen, dass die Stecker an den letzten Modulen nicht angesteckt waren und hab nicht nachgefragt; als sich meine kleine Tochter für die Kabel interessiert hat hab ich dann doch mal Spannung gemessen - der Schreck saß tief. (Ich arbeite mit Hochvoltbatterien und bin da entsprechend sensibel)


    Wenn du die Gaube mit belegst (was ich schwer empfehle - mach so viel Leistung wie geht!) machen die Leistungsoptimierer zumindest technisch Sinn, wirtschaftlich kann ich das nicht beurteilen. Bei mir sieht das als Beispiel so aus, das ist der Gesamtertrag meiner Module seit Installation am 15.5.18 und man sieht die unterschiede der einzelnen Ausrichtungen:
    Das Modul ganz rechts hat direkt bei Sonnenaufgang etwas Schatten.




    Ich hatte es so verstanden, dass bei einem Fremd-Wechselrichter immer das SMI nötig ist, da konnte ich keine Einschränkung der Leistungsoptimierer finden. Die Installationsanleitung findest du, wenn du auf der Solaredge-Seite "SMI" in die Suche eingibst, erstes Ergebnis.
    Vielleicht ein Allgemein nützlicher Tipp: ich habe immer versucht Installationsanleitungen von allen Interessanten Komponenten zu bekommen, da finden sich weit mehr Informationen als in Broschüren.

    Hallo Ilka, Hallo Alle,


    ja, die Stimmung im Forum gegenüber Projekten die nicht auf maximalen finanziellen Ertrag getrimmt sind hat mich auch mitunter irritiert. Habe trotzdem eine ähnliche Anlage seit April:
    E3DC mit 10,56kWh, 9,6kWp aus 32 300W SolarWatt-Modulen (in schwarz, um auch noch den Letzten gegen mich aufzubringen ;) ) mit Leistungsoptimierern in zwei Strängen auf drei Dachflächen, komplett unverschattet.


    Der "zusätzliche Optimierer" den einer deiner Anbieter meint ist wahrscheinlich das SMI - Solaredge Monitoring Interface. Das SMI ist für die Kommunikation mit den Leistungsoptimieren nötig (eines pro Strang) und hängt wie der E3DC an der Wand und am Internet. über das Solaredge-Portal kann man sich dann aus der Vogelperspektive die Einzelleistung seiner Module ansehen - ich liebe es.


    Die Optimierer habe ich u.A. wegen Sicherheitsüberlegungen, 1V Leerlaufspannung pro Modul bei abgesteckten Kabeln war mir den Mehrpreis alleine schon wert. Bei E3DC gefällt mir besonders das Systemdesign, ich bin Leistungselektroniker und bewundere u.A. die DC-Kopplung mit verteiltem Zwischenkreis - sehr gelungen. Der Speicher macht rießen Freude, die meiste Zeit im Jahr auch Nachts den eigenen Strom zu verbrauchen ist mir den Preis wert.


    Aber egal welche Anlage du baust - wenn der erste Strom vom Dach fließt ist die Freude in jedem Fall groß :D

    Hi, klingt spannend!


    ich kann zu diesen Komponenten Erfahrung beitragen: https://www.photovoltaikforum.…-pizza-alles-t123912.html


    1. Habe mich für zentral entschieden, da ich vorher ein paar dezentrale gesehen habe, die deutliche Lüftergeräusche hatten. Eine Zentrale Anlage ist aber auch nicht geräuschlos, achte gut auf die Ausführung der Verrohrung und welche Luftauslässe verwendet werden. Habe wegen Randbedingungen bei Altbausanierung leider auch zwei Bodenauslässe im "Blechkasten-Format" und einer unterm Gästebett, war nicht so clever, aber geht mit Anlage im Flüstermodus.


    1.1 Meine ist einfach über ein Zeitprogramm gesteuert (eines für Winter, Mittags stärker, und eines für Sommer, morgens und Abends stärker) und läuft unabhängig vor sich hin, über ein Bedienpannel passe ich ab und an für ein paar Stunden die Leistung an, wenn es zu trocken oder feucht ist, oder draußen die Felder gedüngt werden. Habe eine 1kW Heizung zum Frostschutz am Einlass, war im Winter auch paarmal aktiv, hat aber kein Loch in die Kasse gerissen.


    1.1.1 Beschäftige dich ausgiebig mit der Thematik Lüftung - Dunstabzug - Kamin - Unterdurckabschaltung (z.B. Huber P4) und triff dich unbedingt persönlich mit deinem zuständigen Kaminkehrer bevor du anfängst zu Bauen. Baue die Außen-Druckmessung des P4 auf die Lee-Seite deines Hauses und nicht zu nah ein eine Hausecke. Bei mir löst der bei Wind wegen lokalem Überdruck am Sensor öfter mal aus.


    2. keine Erfahrung. habe eine Consolar Solaera, lässt sich nicht koppeln, bringt aber knapp 20qm thermisch mit und füllt den WW-Speicher eh bei Sonne. kann man natürlich diskutieren ob die Fläche für PV besser wäre, da diese Fläche fürs Einspeisen verloren ist, aber ich liebe die technische Finesse der Anlage und würde sie nochmal verbauen.
    E3DC hat übrigens auch eine extra "SG-ready Platine mit Digital I/O" (BE-EP1037) im Angebot.


    3. ein Punkt der gerne übersehen wird ist, dass eine Batterie von der sog. C-Rate gestresst wird, dem Verhältnis aus auftretender Stromstärke und maximaler Kapazität. Bei gleicher Stromstärke erfährt eine Große Batterie weniger Stress als eine kleine Batterie. Habe aktuell 10kWh, will aber 15 sobald ich kann. (ja. ich weiß, dass der im Winter nicht voll wird. erst recht nicht mit meinem E-Auto). Und steuerlich: es gilt nur was du gleichzeitig mit der PV-Anlage einbaust.


    4. noch keine Erfahrung


    5. noch keine Langzeiterfahrung. Möchtest du bilanziell übers Jahr oder auch möglichst autark durch Frühling und Herbst? Bilanziell sollte ich mit 4 Personen und 9,6 kWp im Plus landen, haben letztes Jahr 6800kWh verbraucht. Allerdings lade ich bisher mein Auto nur am Wochenende zu Hause (letztes Jahr ca. 50 mal halber Akku --> ca. 500kWh). Habe den Tenor hier allgemein so verstanden: wenn mehr als 13 kWp gehen, dann mach es. Hatte nur keinen Platz.


    6. keine Erfahrung. Allerdings scheinen sich Wandheizungen zum kühlen besser zu eignen als Fussbodenheizungen. Hab ein paar Flächen mit Wandheizung, da ist aber jedes mal Bilderaufhängen ein kleines Abenteuer.


    7. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Fa. Nachtrab aus Nürnberg (Heizung) und den Leuten von greenovative aus Nürnberg (PV) gemacht, würde ich beide wieder beauftragen.


    Viel Erfolg und schonmal starke Nerven! :wink:
    Mechatroniker

    Hallo Zusammen,


    ich möchte euch hier gerne meine Anlage in 90xxx zum Erfahrungsaustausch vorstellen, zur Übersicht die wesentlichen Komponenten:


    - 9,6 kWp aus 32 Stk. SolarWatt Black 60M style
    - E3DC S10 E12 Blackline mit 10,56kWh
    - 32 Stk. Solaredge Leistungsoptimierer mit 2x SMI Interface
    - Consolar Solaera Wärmepumpe mit 8 Hybridmodulen, 320l Eisspeicher und 1000l Warmwasserspeicher
    - Spartherm Varia 2L Ofen mit Wassertasche
    - Helios KWL EC500 W Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
    - Altbau Kernsaniert mit Holzständer-Anbau, 180qm KFW55


    Die Module sind auf drei Dachflächen verteilt und wurden so am E3DC verstringt:
    - 9 Module (2,7 kWp) SO -35,6°, Neigung 57°, String 1
    - 19 Module (5,7 kWp) SO -32,1°, Neigung 42°, String 2
    - 4 Module (1,2 kWp) SO -36°, Neigung 35°, String 2


    Die PV-Anlage ist eine gute Woche am Netz, und hat an den drei sonnigen Tagen davon jeweils 57kWh erzeugt, an wolkigen Tagen ca. 33kWh.
    Ich bin von der Anlage und E3DC restlos begeistert, macht im Moment super viel Spaß durchs Haus zu laufen und die einzelnen Verbraucher zu identifizieren, hab in zwei alten Deckenlampen sogar noch 100W Birnen entdeckt :D


    Die Consolar Solaera läuft seit 2015 tadellos, lässt sich aber leider nicht über die SG-ready Schnittstelle mit dem E3DC koppeln, sie bietet nur eine online-Schnittstelle für den Energieversorger an, die ich aber nicht nutze. Da die Anlage aber gut 18qm Kollektorfläche thermisch mitbringt ist das für mich nicht so wichtig, bei Sonne wird der Speicher auch bisher gut gefüllt .


    Unser Stromverbrauch lag die letzten 2 Jahre bei 6300 und 6800 kWh, einen Wärmepumpenstromzähler habe ich gerade erst nachgerüstet, kann daher leider noch keine Aufteilung Heizung/Komfortstrom geben. Holz habe ich die letzten zwei Winter jeweils zwischen 1,5 und 2 Ster verschürt, davon gingen glaube ich je knapp 1MWh in den WW-Speicher.


    Vielen Dank an dieser Stelle ans Forum für die vielen Infos, war super hilfreich! :danke:


    Sonnige Grüße
    mechatroniker

    Hallo, ich klinke mich auch gerne mit ein, bin auch an einer SonnenBatterie Hybrid mit 8kWh interessiert und habe Platz für 7,5kWp.


    Die eigentliche Limitierung sind die 1000V Eingangsspannung, solange du darunter bleibst (auch bei tiefen Temperaturen, z.B. -10°C!) wird bei voller Batterie alles über 5,5kW "gekappt", geht also einfach auf dem Dach verloren. So lange die Batterie leer ist sollten eigentlich 5,5kW + 3,3kW = 8,8kW Bezug vom Dach möglich sein, oder sehe ich das falsch?


    Ich habe drei Dachflächen mit SO-Ausrichtung und unterschiedlichen Neigungen, da geht mir an einem MPP-Tracker eh ein bisschen was verloren und würde am liebsten 7,5kWp in zwei parallelen Strängen (wegen der Spannung) anhängen. gibt es von euch dazu eine Einschätzung?


    Hat außerdem irgendjemand Installationsanleitung, oder wenigstens die Bedienungsanleitung für die SonnenBatterie Hybrid?

    Hallo Karl,


    das kommt im Grunde auf den maximal möglichen Balancing-Strom an, der bei passiven Systemen aber im Allgemeinen deutlich niedriger ist, als bei aktiven. Ist eine Zelle voll, dann muss auch beim aktiven System der gesamte Strom an der Zelle vorbei.


    Bei passiven Systemen hat man typischerweise 100mA, um die Verluste zu begrenzen. bei 3,5V Zellspannung gibt das 0,35W Verluste, das geht mit wenigen einfachen SMD-Bauteilen und ohne großen Kühlaufwand, aber die Verluste sind natürlich weg. Nehmen wir mal 50-60mA und 16Stk. 3,5V-Zellen beim Fronius an, dann wären das rund 3W, die ein Modul, dass sich komplett im Balancing-Modus befindet, verursacht.


    Aktive Systeme gibt es in verschiedenen Ausführungen (finde ich sehr cool, hab ich leider nie gebaut) und erlauben bis einige Ampere Balancingstrom. Das Tesvolt klingt ein bisschen nach LTC3300, erlaubt 2,5A Balancingstrom, bei Interesse: http://www.linear.com/docs/43100 So eine Schaltung ist natürlich auch Verlustbehaftet und wird wahrscheinlich nicht ohne Kühlmaßnahmen auskommen, aber selbst bei einem niedrigen Wirkungsgrad gewinnt man ja energetisch gegen passives Balancing. Nachteil sind hier Komlexität und Bauteilaufwand.


    Auch sonnige Grüße
    Florian

    Hallo Alle,


    erstmal Danke an Alle, die zu den vielen Infos hier im Forum beitragen, hat mir schon viel weitergeholfen. :danke:
    Ich kann etwas grundsätzliches beitragen zur Kalibrierung, hilft evtl. zum Verständniss:
    (Achtung, ist viel Text, ist aber trotzdem einiges vereinfacht dargestellt..)



    Zum Thema niedriger Strom beim Kalibrieren:


    So wie die Module, sind auch die Zellen in den Modulen in Reihe geschaltet (wahrscheinlich 16 Stück - kennt jemand die genaue Zelle/hat das Datenblatt?). Anmerkung: eventuell gibt es in den Modulen eine Parallelschaltung, aber die ist dann "hart" zwischen den Zellen und die Serienschaltung erfolgt aus den jeweils gleich großen Zellpaketen und die Zellpakete sind im Folgenden als jeweils eine Zelle anzusehen.
    --> es gibt nur einen Strompfad, fließt Strom durch eine Zelle, fließt Strom durch alle Zellen; soll eine Zelle geladen werden, werden alle Zellen geladen.


    Da die Zellen aber wegen Toleranzen außeinanderdriften müssen sie gelegentlich unterschiedlich geladen werden. Dafür gibt es das Zellmonitoring, wahrscheinlich eine Platine in den Modulen mit jeweils einem sog. "Balancingwiderstand" pro Zelle. Dieser Widerstand kann mit einem kleinen Schalter parallel zu seiner Zelle geschaltet werden und entlädt diese entsprechend seinem Widerstandswert, typisch sind so 50 oder 100mA Balancingstrom.
    --> ist diese Zelle voll, soll also nicht mehr geladen werden, muss der gesamte Strom an der Zelle vorbei. Da der Balancingstrom auf 100mA limitiert ist und es nur einen Strompfad durch alle Zellen gibt, kann der gesamte Batteriepack nur noch mit 100mA geladen werden.


    --> ist die erste Zelle an ihrer Ladeschlussspannung, fällt der Batterie-Gesamtstrom sofort auf den maximal möglichen Balancingstrom. würde man den Strom erhöhen würde mehr Spannung am Balancingwiderstand abfallen, die Zelle würde überladen und zerstört. Es ist also nicht möglich den Strom zu erhöhen, wenn eine Zelle an ihrer Ladeschlussspannung ist.



    Zum Thema endloses Kalibrieren:


    wenn nur 100mA zur verfügung stehen ist es klar, dass das ganze ewig dauert, kleines Rechenbeispiel: 10% Zelldifferenz in einer 40 Ah Batterie dauern damit 40 Stunden, bei 50 mA 80 Stunden, das trifft euch besonders beim Nachrüsten wenn die Module nicht exakt gleichen Ladestand haben.
    --> Beim Nachrüsten und ersten Kalibrieren extrem Geduld mit bringen wenn ihr nicht "von Hand" angleichen wollt, hilft alles nix


    Klingt jetzt alles sehr physikalisch limitiert, also wie kann ein Firmwareupdate eure "normalen" Kalibriervorgänge beienflussen?
    Die beschriebenen Kalibrierungsexzesse vor dem Update klingen für mich, als hätte der erste Balancingwiderstand erst zugeschlagen als seine Zelle Ladeschlussspannung erreichte.
    Der Ablauf sah also etwa so aus: Hoher Ladestrom -> erste Zelle hat Ladeschlussspannung, schaltet Balancingwiderstand zu -> reduzierung auf Balancingstrom -> ewiges Warten, bis nacheinander die anderen Zellen Ladeschlussspannung erreichen und ihre Balancingwiderstände zuschalten und endlich die letzte Zelle voll ist.
    --> Cleverer ist es die "stärkste(n)" Zelle(n) schon vor Erreichen ihrer Ladeschlussspannung mit Ihrem Widestand zu beschalten, eventuell war das ein Teil des Updates und erklärt die Unterschiede. Aber auch hier gilt: hat die erste Zelle Ladeschlussspannung, gibts nur noch Ladestrom in höhe des Balancingstromes für alle anderen, ist einfach so beim passiven Balancing.



    Zum Thema 100%:


    die %-Angabe des SOC (State of Charge) ist leider nur ein "über-den-Daumen"-Wert, der für uns Endanwender eine schön übersichtliche Kennzahl zum Energieinhalt bietet. Führt man regelmäßig Kalibrierungen auf die Ladeschlussspannungen der Zellen durch kommt der Wert ziemlich gut hin und driftet ab je länger ich bei mittlerem SOC rauf und runter lade. Das liegt hauptsächlich an der Spannungskurve von Lithiumzellen, aber auch an allen möglichen Umgebungsbedingungen, vom aktuellen Strom bis hin zu vergangenen Lade und Temperaturverläufen.
    z.B. Bricht die Zellspannung ausgehend von ihrer aktuellen Leerlaufspannung bei Entladung abhängig vom Strom zunächst ein, sinkt dann abhängig von der (von allen möglichen Faktoren abhängigen) Spannungskurve und erholt sich bei Abschaltung in einer eFunktion wieder auf ihre dann neue (es wurde ja entladen) Leerlaufspannung.hier kann man sich schon alleine trefflich streiten wann ich denn jetzt die Leerlaufspannung messen darf: bei 0,0 oder auch 0,00bisschenwas? nach 1sec, 10 sec, oder x Minuten? (wegen der eFunktion)
    In diesem Bereich werden ganze Doktorarbeiten nur über Teilaspekte der SOC-Bestimmung verfasst, genaueres sprengt hier den (eh schon gesprengten) Rahmen.


    --> nicht wundern, wenn %-Sprünge auftreten, der Wert sollte aber im allgemeinen durch die vielen "echten" Ladeschlussspannungs-Kalibrierungen von Fronius ganz gut passen.



    Puh ist das doch etwas mehr geworden, hoffe es hilft euch weiter. Noch kurz zu mir: ich hab eine Zeit lang Batteriesysteme für Forschungsanwendungen gebaut, bin aber gerade im Bereich SiC-(Siliziumkarbid) Leistungselektronik unterwegs.
    Ich liebäugle gerade mit einem Fronius Energy Package und hab Platz für ca 7,5kWp, auch wenn mein Solateur von der sonnenbatterie ganz angetan ist, mal sehen.


    Wenn ich was unklar beschrieben hab einfach fragen.
    Viele Grüße aus dem Frankenland!
    Florian



    PS: hab hier noch einen Auszug aus der Bedienungsanleitung gefunden, S.29 unten, sind wohl unter 100mA Balancingstrom:
    Kalibriervorgang
    1. Die Startbedingungen müssen erfüllt sein
    2. Die Batterie wird mit einem Mindeststrom von 6,5 A oder mit der gesamten PV-Leistung
    auf 100% aufgeladen.
    3. Damit ein SOC von 100% pro Batteriemoduleinschub erreicht wird, muss eine der beiden
    folgenden Bedingungen für mindestens 2 Minuten erfüllt werden (für jede Zelle
    aller Batteriemodule):
    – Minimale Zellspannung größergleich 3,45 V und Strom < 100 mA
    – Minimale Zellspannung größer 3,5 V unabhängig vom Strom
    4. Erreicht ein Batteriemodul eine dieser Bedingungen, wird der Strom begrenzt, um eine
    Überlastung zu verhindern. Es fließt ein Strom im zweistelligen mA-Bereich über einen
    Bypass-Widerstand
    5. Nicht benötigte PV-Leistung wird wieder direkt verbraucht
    6. Haben alle Zellen aller Batteriemodule eine der beiden Bedingungen erreicht, wird der
    SOC auf 100% gesetzt und die Kalibrierladung ist abgeschlossen.