Beiträge von Kaneu

    Wir möchten das die Anlage in etwa 10 Jahren abbzahlt ist und dann jedes Monat ein bisschen (darf auch ein bisschen mehr sein) was ausspuckt das uns zur Refinanzierung des Hauses unterstützt.

    Da kommst du ein paar Jahre zu spät. Ich schlage vor, sich erst mal über die aktuelle Einspeisevergütung und den 52 GW Deckel zu informieren.

    Früher war natürlich alles besser. Bei gleicher Fläche ist die Investition heute natürlich deutlich niedriger, die Leistung entsprechend höher und die Einspeisevergütung auch viel weniger. Bzgl. des absoluten Ertrags der Anlage ist der Hebel sicherlich tatsächlich kleiner als noch vor ein paar Jahren. Insgesamt kann das mit den 10 Jahren aber auch heute noch locker aufgehen. Der 52 GW Deckel bedeutet: jetzt schnell sein.


    Alternativer Ansatz zur Abzahlung der Anlage in etwa 10 Jahren:
    Ein separater Darlehensvertrag, den Du eindeutig der PV (Gewerbe) zuordnen kannst. Diesen für die ersten 5 (10) Jahre tilgungsfrei stellen lassen (nur Zinsen in immer gleicher Höhe zahlen). Dafür natürlich entsprechend den privaten Teil agressiver tilgen. Ggf. mit der Bank noch die Verteilung des Zinssatzes zwischen privatem und gewerblichen Teil etwas umverteilen (Ziel: privaten Teil runter). Bei einem Investitionsvolumen ab 25.000€ für die PV spielt die Bank hier evtl. schon mit...


    Hintergrund: Die Zinsen bei Gewerbe kannst Du steuerlich als Aufwand geltend machen, daher privat immer mit Priorität tilgen.

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit IAB klappt? Muss ich dafür zwingend einen Vertrag beim Solateur noch in diesem jahr unterschreiben? Oder darf ich den Vertrag genau *nicht* dieses jahr zeichnen, sondern dann erst im Januar?

    Voraussetzungen für den IAB: Bitte mal die einschlägigen Suchmaschinen benutzen. Generell gilt aber: IAB bei PV ist üblicherweise möglich und kein Problem.


    Ob vorteilhaft oder sogar nachteilig ist eine andere Diskussion: Hängt vom Einzelfall ab.


    Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ist nicht relevant. Es mag Solarteurere geben, die Dich mit dem IAB ködern wollen und Dir das Gegenteil sagen (oder zumindest suggerieren - selbst erlebt).

    Nun möchte der Solarteur gerne, dass ich 80% anzahle, da er die Komponenten direkt zu mir liefern lässt.


    Ist das üblich? [...]


    Eine Vorabzahlung für das Material zu zahlen ist durchaus im üblichen Rahmen, genauso wie die Komplettzahlung am Ende nach Abnahme (oder irgendetwas dazwischen). Mit der Vorabzahlung gehst Du halt das Risiko ein, dass der Solarteur nicht liefert oder sogar pleite geht. In dem Fall ist Dein Geld mit hoher Wahrscheinlickeit weg.


    Die Zahlungsweise sollte aber eigentlich bereits im Kaufvertrag geregelt sein. Was steht denn da?

    Hättet ihr mir für die angesprochene Anlage noch eine Empfehlung für einen Wechselrichter, oder ist der angebotene Wechselrichter (Fronius Symo M light 25.0) in Ordnung?

    Bisher dachte ich, die Symos gehen "nur" bis 20 kWp. Hat Fronius da jetzt erweitert? Dass die "light" Variante angeboten wird, wundert mich ebenfalls. Bisher war mein (laienhaftes) Verständnis, dass man bei den Symos als ersten Wechselrichter die Normalausführung wählt und dann (wenn notwendig) mit "light Symos" zur Kapazitätserweiterung ergänzt, quasi so eine Art Master/Slave Konzept.

    Ich kann von folgendem Praxisfall berichten:

    • Anmeldung der gewerblichen Tätigkeit: Februar 2018
    • Inbetriebnahme: März 2018
    • Abgabe der Steuererklärung für Jahr 2017: August 2018

    IAB für 2017 ging probemlos durch. Also im Zweifelsfall: probieren

    Was du jetzt abschreibst kann später nicht mehr abgeschrieben werden.

    Der Effekt des IAB wird vermutlich tatsächlich oft überschätzt. OT: Mir wollte damals auch einer der Solarteure das quasi als einen zusätzlichen Rabatt verkaufen (hatte aber auch noch fälschlicherweise behauptet, ich müsste dann bei ihm noch im alten Jahr abschliessen. Leider bewegte er sich da bei mir auf sehr dünnem Eis...).


    Für den TS kann das aber durchaus Sinn machen. Bei einer Abfindungsregelung kommt man regelmässig in Genuss der sogenannten "Fünftelregelung". Insgesamt eine sehr feine Sache. Nur je nach Konstellation kommt man an Grenzsteuersätze jenseits Gut und Böse, mir ist ein realer Fall bekannt mit Grenzsteuersatz > 70% (Betonung liegt auf Grenzsteuersatz, der Durchschnitt ist natürlich deutlich niedriger). Denke, das ist kein Einzelfall.


    Da macht eine gut planbare PV Investition dann noch doppelt Spaß...

    IAB für PV ging bei mir problemlos durch (Steuerbescheid für 2017, Inbetriebnahme war 2018). Empfehle Dir ebenfalls das Einlegen eines Widerspruchs. Die von Dir bereits gefundene Begründung passt perfekt für Deinen Fall.


    Viel Erfolg!

    - Zweiter Zähler ist nach meinem Verständnis wegen EEG erforderlich. Unsere Anlage wird 14kwp groß.
    Vielleicht habe ich da im Angebot auch was falsch verstanden. Ist "1 Stück Fronius SmartMeter" kein zweiter Zähler?

    Bei dem Fronius Smartmeter handelt es sich tatsächlich um einen zusätzlichen (Hutschienen-)zähler. Den brauchst Du für die dynamische 70% Regelung ("70% weich") und für die Visualisierung des Eigenverbrauchs. Er nimmt nicht viel Platz weg, und der Elektriker wird ihn in Deinem Schaltschrank schon irgendwo unterbringen.


    Zusätzlich brauchst Du bei einer Anlage > 10 kWp aber noch einen (geeichten) Erzeugungszähler. Hierfür brauchst Du einen freien Zählerplatz. Dieser Erzeugungszähler wird vom VNB eingesetzt (normalerweise im gleichen Moment, wenn er Deinen ersten Zähler in einen Zweirichtungszähler austauscht).


    - KUR wäre für mich kein Grund zur Abspaltung. Der UST, die wir zahlen müssen, steht ja auch das Privileg des Vorsteuerabzugs gegenüber. Und der für mich wesentliche Vorteil ist die Reduktion an bürokratischem Aufwand wenn ich es über das bestehende Gewerbe abwickel. Das ist mir am Ende die paar Eur UST wert.


    - Außerdem: wer weiß ob meine Frau überhaupt noch so lange den Job macht. Vielleicht überdauert am Ende ja nur die PV-Anlage und dann kann ich immer noch in KUR wechseln. Bzw. wer weiß ob's KUR in 10 Jahren noch gibt. Nein, insofern ist meine Devise: keep it simple.

    Klingt konsequent, und wenn es Dir die paar Euro Umsatzsteuer werd ist: Dann mach es so, alles auf Deine Frau.

    Ja, sorry für die Abkürzung. Und ja, Deine Ausrichtung ist Südwest (hatte mich von den 30 Grad Dachneigung verwirren lassen). Link zu PVGIS (Photovoltaik Geographical Information System) ist oben bei der Ertragsprognose. Die Ertragsangabe mit 10% Verlust ist hier im Forum quasi der Standard zur Bewertung einer Dachfläche.


    Mit 1.050€/kWp hast Du ja schon ein ordentliches Angebot. Die Grenzkosten für zusätzliche Module sind darunter, da viele Arbeiten (z.B. der ganze Elektroanschluss) ja fix sind, der grössere Wechselrichter wird auch nur verhältnismässig wenig teurer. Die Anlage, gerechnet pro kWp, wird also billiger. Als Daumenregel: Ab 650 kWh/kWp würde ich wohl auch das Nordost Dach belegen, bei weniger als 600 kWh/kWp würde ich (unter aktuellen Bedingungen) die Finger davon lassen. Dazwischen ist Graubereich. "Darstellbar" bezieht sich dabei auf die monetäre Betrachtung aus Deiner Sicht.


    Hinweis: Ich hab letztes Jahr mein NNO Dach nicht belegt, heute würde ich das anders machen.