Beiträge von DeepTech

    Hallo liebe Bauherren,


    schön dass Ihr dieses Forum gefunden habt und prima, dass Ihr gleich von Beginn an Photovoltaik mit einplant!


    Die Eckpunkte klingen auf jeden Fall schon mal sehr vernünftig, insbesondere der Verzicht auf den Speicher. Siehe hierzu auch die Basics in diesem Forum.


    Worüber man noch nachdenken kann:

    - Gesamt-Leistung der PV-Anlage über 10 kWp, sowohl auf der Südseite als auch auf der Ostseite ist noch jede Menge Platz. Vorteil einer größeren Anlage ist die noch höhere Wirtschaftlichkeit und der erheblich bessere solare Deckungsgrad insbesondere in den Winter-Monaten!
    - Wechselricher-System sollte idealerweise direkt mit der Wärmepumpe kommunizieren. SMA, Fronius oder SolarEdge können das in der Regel sehr gut.
    - Im E.Dis Netz-Bereich kommt auch ein kaskadierendes Zähler-Konzept in Frage, sodass ein separater Wärmestrom-Zähler je nach Tarif möglicherweise einen Einspar-Effekt bringt, ohne auf die solare Deckung des Wärmestrom-Bedarfs verzichten zu müssen.


    Zu Euren Fragen:
    - Ich würde vor allem auf solide Komponenten, maximale Dach-Belegung, Verzicht auf Speicher und ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Auch sollte auf eine Cloud / Community verzichtet werden.

    - Module von Heckert sind i.O., Wechselrichter am besten SMA, Fronius, SolarEdge oder Huawei.

    - Wenn es bei der reinen Süd-Belegung bleibt, unbedingt 70% weich wählen. Bei Nutzung auch der Ost-Fläche reicht 70% hart aus.

    - Für Euer oben skizziertes Paket sollte ein Preis zwischen 1.100,- € und1.200,- € (netto) / kWp erzielbar sein. Bei über 10 kWp sind auch um die 1.000,- € (netto) pro kWp drin.

    - Gute Solarteure in Eurer Region am besten über Solarzentrum Berlin oder DGS Berlin/Brandenburg anfragen. Finger weg von E.ON, Vattenfall, Enpal & Co.!


    Gute Nacht! ;-)

    Hallo Billiboy,


    gut, dass Du dieses Forum gefunden hast ;-)

    Ich fange mal mit dem Positiven an:

    - Module und Wechselrichter sind durchaus ordentlich, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

    - Du bist gleich über 10 kWp gegangen

    - Du scheinst alle geeigneten Flächen maximal ausnutzen zu wollen


    Was zu überdenken ist:

    - Miet- und Leasing-Angebote rechnen sich bei Photovoltaik niemals, sondern machen nur den Anbieter reich. Wenn Du das Geld nicht rum zu liegen hast (wer hat das schon?) nimme einen günstigen Kredit, z.B. von SWK Bank oder DKB Bank. Das lohnt sich allemal, gerade bei Deinem hohen Stromverbrauch ist die Anlage in unter 10 Jahren amortisiert.

    - Der angebotene Kauf-Preis ist mit 1.500,- € / kWp locker 400,- bis 500,- € / kWP zu hoch! Hier versucht jemand Dich abzuzocken!

    - Bei sorgfältiger Planung passen bestimmt noch mehr Module auf Dein Dach.

    - Ein Speicher rechnet sich in der Regel heute noch nicht, von daher lieber Finger weg! Kannst Du später noch immer problemlos nachrüsten.

    - Du schreibst Du warst mit E.ON in Kontakt und hast von obigem Anbieter aus Rostock noch nicht einmal eine Planung erhalten. Ich empfehle Dir, 3-4 Solarteure aus der Region anzusprechen, eine ordentliche Planung und ein vernünftiges Angebot machen zu lassen. Empfehlungen für gute Solarteure findest Du hier im Forum oder auch auf der Webseite vom Solarzentrum Berlin bzw. von der DGS.

    Viel Erfolg mit Deinem Projekt!

    Hallo SebDob,


    Photovoltaik kann in der Tat leider sehr schnell sehr komplex werden, wenn man sich tiefergehend mit dem Thema beschäftigt.

    Wenn Du sowohl Deinen Hausstrom als auch Deinen Wärmestrom mit Photovoltaik decken möchtest, ohne den günstigeren Wärmestrom-Tarif zu verlieren, ist ein kaskadierendes Zähler-Konzept sinnvoll. Im E.Dis Netzgebiet ist das auch zulässig, erfordert aber einen zusätzlichen Zählerplatz und gewissen Umverdrahtungs-Aufwand.

    Zum Thema steuerliche Behandlung von Photovoltaik ist vor allem der Leitfaden der Bayerischen Finanzverwaltung sehr hilfreich: https://www.finanzamt.bayern.d…emen/Photovoltaikanlagen/ Da steht eigentlich alles Relevante drin.

    Die angebotenen Preise sind definitiv vollkommen überteuert, auch für SolarEdge.

    SolarEdge kann bei Deinem Dach allerdings grundsätzlich durchaus sinnvoll sein, und zwar sowohl im Hinblick auf Ertrags- als auch im Hinblick auf Kosten-Optimierung. Gerade bei größeren Anlagen ist SolarEdge ggü. SMA oder Fronius in der Regel nicht teurer, sofern man die SolarEdge Doppel-Optimierer zum Einsatz bringt. Hintergrund ist, dass die größeren SolarEdge Wechselrichter deutlich günstiger als die größeren SMA und Fronius Geräte sind, was die zusätzlichen Kosten der Doppel-Optimierer ausgleicht. Dann hast Du ein ertragreicheres Gesamt-System mit besseren Garantien und besserem Monitoring.

    Für Deine Anlage sollte selbst mit SolarEdge ein preislicher Rahmen zwischen 1.100,- € (netto) und 1.200,- € (netto) pro kWp drin sein.

    Schönen Abend noch,

    DeepTech

    Andere Technik bräuchte man dann aber, wenn die Anlage vom Netz entkoppelt würde, zumindest ja einen Batteriespeicher. Und wohl auch einen neuen Wechselrichter?

    SMA Energy Meter oder Home Manager 2.0 reicht, um über die Wechselrichter-Konfiguration eine Null-Einspeisung einzustellen. Du brauchst weder einen neuen Wechselrichter noch einen Speicher. Mit Speicher macht eine Null-Einspeisung aber natürlich mehr Sinn, sonst fährst Du mit gleich zwei angezogenen Bremsen ;-)

    Für Notstrom bzw. besser gesagt Ersatzstrom bist Du mit SMA schon mal gut unterwegs. Du brauchst dafür allerdings zwingend einen Speicher und dann zusätzlich noch eine Enwitec Box. Funktioniert aber problemlos mit Deiner bisherigen Konfiguration. Ob man es wirklich braucht ist eine andere Frage.

    In der Tat vollkommen überteuert. Wenn Du die Solarthermie nach oben versetzt, passen noch 2 Module mehr drauf. 325 Wp ist schon unteres Ende des Leistungsspektrums; es gibt gute und günstige 350 Wp Module am Markt. Damit würdest Du dann immerhin 7,35 kWp raus holen. Eine Einspar-Möglichkeit wären noch SolarEdge Doppel-Optimierer.

    SunTech ist einer der größten chinesischen Modul-Hersteller und bietet wie die meisten führenden chinesischen Häuser ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.


    Alternativen in diesem Segment wären Jinko, JA Solar oder Trina Solar.


    Inwiefern Leistungsoptimierer sinnhaft wären lässt sich am besten anhand von konkreten Bildern der Verschattungssituation beurteilen.


    Auch wenn es hier nicht gern gehört wird: SolarEdge bietet als Wechselrichter-System durchaus auch ein paar Vorteile ggü. konventionellen Systemen. Insbesondere 12 Jahre Garantie, Monitoring auf Modul-Ebene und integrierte DC-Trennung. Ob das den Mehrpreis wert ist bleibt natürlich eine individuelle Entscheidung ;-)


    Alternativ SMA, Fronius, Kostal.


    Preis ist definitiv zu hoch.