Beiträge von elektrion

    schlossschenke
    Danke für den Hinweis. Mir war bisher nicht bewusst, dass die Modultemperaturen doch so hoch werden können. Ich hatte bis 60°C gerechnet und fand die Spannungswerte im Zusammenhang mit dem Laderegler schon ziemlich grenzwertig. Bei 75°C sieht das Ganze natürlich noch weniger optimal aus. Also für den Hochsommer eher nichts. Das muss ich mir tatsächlich nochmal überlegen, denn mit dem Überschuss im Sommer will ich ein kleines Klimagerät betreiben.
    Den Laderegler habe ich bisher nur bei einem Anbieter gesehen. Auf der Seite von Victron wird das Gerät in der 48V Version nicht (mehr) vorgestellt oder beworben. Für den Preis habe ich leider auch nichts vergleichbares gefunden.


    pvx
    Danke für die ausführliche Beschreibung. Dann werde ich die 375 Ah Batterie nehmen. Die ist auch gewichtsmäßig noch im grünen Bereich und ich muss nicht mit Bodenabsenkung rechnen. Mit dem Frühjahr hast Du recht. Ich werde Deinem Rat folgen und mich im Herbst/Winter auf die Vorbereitungen beschränken. Wäre Schade, wenn die Batterie gleich Schaden nimmt.
    Wenn es soweit ist, nehme ich Dein Angebot sehr gerne an.


    Danke nochmals für eure Antworten


    Gruß
    elektrion

    Hallo Experten,


    nachdem ich im laufenden Jahr nochmal 10% Netzstrom sparen konnte, möchte ich mich jetzt an die Umsetzung der geplanten Halbinsel machen.
    Geplant:
    4x Heckert Solar Nemo 2.0 300W an Victron SmartSolar 100/20-48 (Az.: -110°, DN: 20°)
    4x Heckert Solar Nemo 2.0 300W an Victron SmartSolar 100/20-48 (Az.: +70°, DN: 20°)
    3x Heckert Solar Nemo 2.0 300W an Steca Solarix PLI 5000-48 (Az.: -20°, DN: 50° aufgeständert)


    Als Batterie dachte ich an einen Bleiakku 48V 3PzS 375Ah. Die durchschnittliche tägliche Entnahme wird ca. 4 kWh betragen.
    Passt das mit einem Ladestrom von knapp 50 A zusammen oder soll ich eine größere Batterie nehmen?
    Bin mir gerade wirklich unsicher, deshalb die Frage an das Forum.


    Besten Dank vorab.
    elektrion

    Schon möglich, dass ich diesbezüglich zu betriebswirtschaftlich denke. Diese Denkweise ist nicht unbedingt vernunftbasiert oder beruht auf gesundem Menschenverstand. Trotzdem dient sie - zumindest ein bisschen - der finanziellen Selbsterhaltung. Ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt es ja noch nicht. Und so sieht man leider täglich, was aus unserem schönen Planeten bisher geworden ist und wahrscheinlich noch wird - rein aus ökonomischen Gründen.


    Nein... 5.000 Legehennen sind nicht genug, es sollten schon 100.000 sein. Dann verteilen sich die Fixkosten besser auf die Eier. Und da der Verbraucher gerne auf den Preis schaut (oder schauen muss) ...
    :ironie:


    Aber ich würde mit meiner Insel ja in keinem Wettbewerb stehen. Von daher gebe ich Dir Recht. Soll ja auch ein kleines Hobby werden.
    Meine neue Heizungspumpe habe ich mittlerweile eingebaut. Schnurrt schön mit 4 Watt vor sich hin. Die alte hat sich 60 Watt gegönnt.


    Gruß elektrion

    Möglicherweise habe ich mich mit dem Satz:

    Zitat

    Je mehr ich spare, desto weniger lohnt sich eine Insel mit Akku.

    etwas unglücklich und vorschnell ausgedrückt. Es ist nur die kalkulatorische Betrachtung im Bezug auf die Kosten pro erzeugter kWh.
    Ähnlich wie beim PKW. Je weniger ich fahre, desto höher sind die Kosten pro km, weil eben die Fixkosten auf weniger km umgelegt werden können. Das gilt sowohl für eine 20 Liter Schleuder, als auch für ein 3 Liter Auto. Die teuerste Variante ist es, ein angemeldetes Fahrzeug zu besitzen und es nicht zu nutzen, sondern nur Fahrrad zu fahren. Klar spart man da am meisten Sprit, aber es ist halt teuer (Hobby).
    Da ich nicht unbedingt einspeisen möchte, will ich natürlich so wenig wie möglich selbst erzeugten Strom ungenutzt lassen. Für 50 Euro im Jahr mache ich keine 3 Stunden Papierkram (man korrigiere mich bitte, wenn es in 5 Minuten erledigt ist 8) ).
    Stromsparen ist natürlich die erste Wahl, weil dadurch die Investitionskosten gesenkt werden können. Meine Energiesparpumpe habe ich auch die Tage erhalten. Ich muss sie nur noch einbauen. Schätze auch, dass sich das deutlich bemerkbar machen wird und sich die Pumpe schnell gerechnet hat. Auf jeden Fall sehr sinnvoll.
    Fernseher steht bei mir auch noch auf der To-Do Liste. Der alte Fernseher funktioniert halt noch tadellos. Wäre aus Energiespargründen bestimmt sinnvoll aber schade, weil unnötige Müllproduktion.


    Was die 4000 kWh angeht, so handelt es sich um Vergangenheitswerte. Irgend eine Planungsgrundlage muss man ja heranziehen. Wenn nichts dazwischen kommt bleibe ich dieses Jahr unter 3500 kWh. Die LEDs machen sich schon bemerkbar. Auch nutze ich den Backofen etwas bewusster und lasse ihn nicht 1 Stunde vorheizen, weil gerade etwas Interessantes über Klimaschutz im Fernsehen läuft. Solch ein Verhalten "frisst" natürlich. Kaffeemaschine ist umgestellt von Heizplatte auf Thermo, Brötchen backe ich mit dem Toaster auf, usw.
    Es gibt bei mir schon noch Sparpotential, dessen bin ich mir bewusst.


    Zitat von joule


    Zur Zeit verbrauche icht - dank energiesparender Geräte und der kleinen netzparallelen PV-Anlage - nur noch ca. 3 kWh täglich. Mit der geplanten Mini-Insel werde ich den Verbrauch nur geringfügig noch weiter verringern können


    Das werde ich wahrscheinlich nicht schaffen bzw. es ist noch in weiter Ferne. Ca.3 kWh täglich - Respekt!


    Um meinen CO2-Fussabdruck etwas zu verkleinern plane ich eben die Halbinsel.
    Rechtlich und technisch will ich dabei im einwandfreien Bereich bleiben.


    Zitat von photoenchen4me


    Das schiene mir - rein für den Bezug und nicht auch für das Netz - ein sehr hoher Wert?
    Die Netzkosten, ca 50% , kann man sich üblicherweise leider nicht sparen, da eine 100% Autarkie übers Jahr absurd teuer würde.


    Das sind die Gesamtkosten. 100% Autarkie - da gebe ich Dir völlig recht - macht finanziell keinen Sinn. April bis Sept.wäre machbar und ok. Ja, die Netzkosten werden bleiben. Ist aber ok, da mir Versorgungssicherheit wichtig ist.


    Zitat von photoenchen4me


    Die erste Überlegung muss sein, ob du für eine Akku-Spielerei Geld ausgeben willst. Weil reinkommen tut dadurch keines!
    Eine Einspeise PV schneidet - bei der derzeitigen Förderungsstrategie zumindest - immer günstiger ab.


    Ja, will ich. Im Hinblick auf einen gewissen Autarkiegrad und die maximale Nutzung des selbst erzeugten Stroms komm ich daran wohl nicht vorbei. Zudem bin ich eher ein Nachtverbraucher. Deine Threadempfehlung und das darin verlinkte Tool http://brodsoft.de/stromverlauf/profiles/simulation haben mich darin bestärkt und waren sehr hilfreich. Das kommt meiner eigenen Exceltabelle recht nahe, ist wahrscheinlich noch genauer und graphisch sehr schön dargestellt.
    Bleibt die Frage der Technik. Einen Bleiklotz würde ich neu für ca.120 €/kWh bekommen (ohne Zubehör). Wenn ich 2 Tage Schlechtwetterreserve will, dann bräuchte ich ca. 24 - 36 kWh Batteriespeicher.
    In welcher Preisklasse bewegen sich die LiFePO?
    Zudem plane ich gerne vorausschauend. Was ist in 4-5 Jahren? Elektroauto mit Hausladestation, ...? Wann wird geladen (abends, WoEnde, ...)? Muss ich dann den ganzen Sch..... uppen wieder aufreissen und neue Kabel legen? Jetzt habe ich die Komplettrenovierung und möchte das für die Zukunft einigermaßen passend machen.


    Danke euch allen und Gruß
    elektrion

    Zitat von joule


    Die Kosten stromfressender Geräte mit Hilfe einer Insel reduzieren zu wollen, statt verbrauchärmere Geräte anzuschaffen, scheint mir nicht ganz durchdacht zu sein. da dies den Grundsätzen logik- und folgerichtigen Denkens widerspricht :D


    Es ist nicht mein Anliegen die Kosten stromfressender Geräte mit Hilfe einer Insel zu reduzieren. Das wäre tatsächlich etwas zu kurz gesprungen. Bei mir liegt die Versorgungssicherheit und ein gewisser Grad an Autarkie im Fokus. Und natürlich das Interesse an der Materie.
    Betriebswirtschaftlich ist es so, dass je mehr ich spare bzw. je höher die Investition, desto länger das Return on Investment bei einer Insel dauert. Selbst produzierte kWh sind eben auch mit Gestehungskosten behaftet. Und als produziert gilt nur das, was ich auch nutze/verbrauche bzw. ggf. einspeise.
    Ich sehe nur drei Möglichkeiten:
    1.) Das Projekt entsprechend anpassen (z.B. verkleinern, Strom einspeisen, andere technische Umsetzung, ...), weshalb ich hier im Forum bin, oder
    2.) Die sinnvollen Energiesparmaßnahmen auf der einen Seite durch Energieverbrauch auf der anderen Seite auszugleichen (z.B. Elektroauto, E-Bike, Hausklimaanlage, ...), oder
    3.) Das Projekt verwerfen und weiter machen wie bisher


    Die Aggregate neuer Geräte sind nicht zwangsläufig stromsparender. Meine neue Gefriertruhe hat die Außenabmessungen der alten. Nur die Isolierung ist ensprechend dicker und das Nutzvolumen dadurch deutlich geringer. Nennt sich dann A+++. Die Verbrauchsgewohnheiten spielen auch eine große Rolle, z.B. ob ich die Wäsche bei 60°C oder 30°C wasche. Der Heizstab zieht am meisten Strom, der Motor ist nicht das Problem. In manchen Fällen macht eine Neuanschaffung durchaus Sinn.


    Ich bleibe auf jeden Fall an der Sache dran und freue mich auch weiterhin auf eure Anregungen und Kritik.


    Gruß
    elektrion

    Hallo zusammen,


    danke für eure Anregungen.


    Zitat

    zunächst würde ich versuchen, den Stromverbrauch durch den Einsatz enersparender Geräte deutlich zu verringern


    LED Beleuchtung ist schon verbaut, schätze 150 kWh Einsparung. Den Strom tagsüber zu verbrauchen ist auf jeden Fall die beste Lösung. Nur kann ich meine derzeitigen Geräte (WaMa, ...) nicht über Zeitschaltuhr starten. Da muss eine neue mit internem Timer her.
    Je mehr ich spare, desto weniger lohnt sich eine Insel mit Akku. So sagt zumindest meine Exceltabelle. Und in 15 Jahren sollte sich die Anlage "gerechnet" haben. Alleine wegen der Lebensdauer der Batterie.
    Mit dem FSP gebe ich Dir recht. Vergleichbares gibt es auch günstiger. Vom Soforttausch bei Defekt einmal abgesehen, Victron wäre eine Alternative.

    Zitat

    Wie ist den der Wille da , also Batterie Pflege und die Kenntnisse in Sachen Elektrik und Steuerung ?


    Der Wille ist da. Dazulernen kann und muss ich auf jeden Fall noch.
    Was das Elektrische angeht, ist der Stromkasten für mich eine gefühlte Tabuzone - außer zum Zählerstand ablesen und mal eine Sicherung rein- oder rausmachen. Sicherungen umklemmen, ... da lasse ich lieber die Fachleute ran. Für Vor- und Zuarbeiten im Vorfeld bin ich mir aber nicht zu schade. D.h. Leerrohre und Kabel legen, alles dort hinbringen wo es später sein soll... um es dem Elektriker etwas einfacher zu machen.
    Die Batterie soll in einen extra Raum kommen mit natürlicher und ggf. Zwangslüftung im Winter. Der/die Wechselrichter wären ca. 3m Kabellänge entfernt in einem anderen Raum. Module bis zum Wechselrichter ca. 4m für 13 Module und 15m für die weiteren 13 Module.
    Das mit den Batterien scheint eine Wissenschaft bzw. ein Hobby für sich zu sein. Müsste ich auch noch einiges lernen. Reicht es aus, wenn man sich am Wochenende den Batterien widmet oder ist das ein Tagesgeschäft? Gibt es Unterschiede bei der Pflege/Haltbarkeit (z.B. Säureumwälzung) zwischen den DIN Trögen? Die Typ C wären für mich platzmäßig ideal, da geringe Grundfläche und hoch.


    Gruß
    elektrion

    Zitat von stromsparer99

    50% sollte bei Blei nicht überschritten werden, sonst gehts auf die Lebensdauer.


    Danke für den Hinweis. Das werde ich entsprechend berücksichtigen.
    Dann werde ich die Batterie lieber etwas größer dimensionieren, denn 15 Jahre sollte sie schon halten.
    Ist voraussichtlich die teuerste Einzelkomponente der Anlage.


    Hat jemand Erfahrung mit dem FSP Wechselrichter? Hat jemand evtl. eine Empfehlung für andere Anbieter?


    Ich habe gelesen, dass es bei der Anlagengröße die roten Linien mit 7 kW und 10 kW gibt. Die 10 kW hängen wahrscheinlich mit dem EEG und der Einspeisevergütung zusammen. Was muss ich über 7 kW beachten?


    Danke und Gruß
    elektrion

    Hallo zusammen,


    ich bin neu hier im Forum, komme aus Süddeutschland und plane eine "PV Halbinsel". Über das Projekt habe ich mir schon Gedanken gemacht, aber ob sich das auch umsetzen lässt und ob es Sinn macht... da habe ich leider wenig bis keine Ahnung.


    Mein Verbrauch:
    Grundlast ca. 170 Watt (Kühlschrank, Gefriertruhe, Wecker, Zentralheizung, Telefon, Standby,...) ca.1500 kWh
    Mittellast ca. 430 Watt (PC, Fernseher, Beleuchtung, Kaffeemaschine, ...) ca. 1700 kWh
    Starkverbraucher (Herd-,Backofen, Wäschetrockner, 400V, Toaster, ...) ca. 800 kWh
    Gemessen habe ich ca.12 kWh/Tag im Winter und 10 kWh/Tag im Sommer, ohne mich im Verbrauch zwanghaft einzuschränken.


    Die Sicherungen von Herd-/Backofen und 400V möchte ich weiterhin zu 100% über den EV betreiben.
    Die anderen Stromkreise sollen über PV mit Speicherbatterie betrieben und bei Bedarf, möglichst per USV Umschaltung, aus dem öffentlichen Netz versorgt werden. Es soll nicht eingespeist werden.
    Die PV Module kommen auf eine Gerätehütte mit sehr flachem Pultdach, ca. 7° Dachneigung, Ausrichtung SSO (ca.-20° Azimut).
    Im ersten Schritt sollen es 13 Module mit 290 oder 300 Watt werden (3,8 kW). Die von Heckert Solar (NeMo 2.0) gefallen mir. Hat jemand von euch Erfahrung damit? Später sollen nochmal 13 Module dazu kommen.
    Die 48 V Speicherbatterie (Blei Akku) hat 36 kWh brutto, nutzbar ca. 24 kWh.
    Als Wechselrichter habe ich den FSP Solar Power Manager OffGrid 5K gesehen. Aber ob das alles zusammen passt und Sinn macht kann ich leider nicht beurteilen.
    Was die Kosten angeht, so ist mir eine gewisse Autarkie wichtiger als nach 20 Jahren 500 oder 1000 Euro Gewinn gemacht zu haben. Trotzdem sollte das ganze natürlich in einem vernünftigen Kostenrahmen liegen. Im Moment zahle ich 0,315 €/kWh.


    Für hilfreiche Tipps, Kritik und Anregungen schonmal besten Dank vorab