Beiträge von JoachimK63

    Diese Nachrechnung mit dem 3-Satz hatte ich auch mit den SE Daten gemacht und bin zu einem ähnlichen schlechten Ergebnis gekommen.

    Also grundsätzlich hat der Lade- / Entladewirkungsgrad mal gar nichts mit der Kapazität zu tun.

    9,3 kWh nutzbare Kapazität heisst ganz eindeutig dass der Speicher 9,3 kWh liefern können muss.

    Bzw durch die zusätzliche Einschränkung der Entladetiefe halt noch 8,8 kWh.

    Aber eben nicht nur 6-7 kWh.


    Beim Laden wird entsprechend des 80% Wirkungsgrads deutlich mehr Energie benötigt um den Speicher voll zu laden.


    Meinen Solarteur habe ich deswegen auch noch mal angeschrieben, aber es interessiert ihn nicht.


    Wie wäre denn grundsätzlich vorzugehen, wenn man der Ansicht ist, dass der Speicher nicht mehr genug Energie abgibt und es ein Garantiefall wäre ?

    Wohin wendet man sich ?


    Ich hatte wiederholt auch die These aufgestellt, dass eventuell auch der WR der Übeltäter sein könnte, der bei Niedriglast nicht optimal arbeiten kann und dann versteckt die fehlende Energie "verbrät" ?

    Über viele Nachtstunden lässt sich so ein Verlust sicher nicht anhand von Temperaturen am WR nachweisen.

    Eher schon wenn man irgendwie die eingehende DC Leistung mit der AC-Leistung vergleichen könnte.


    Hat dazu jemand eine Idee ?


    Joachim

    Ein anderes Thema, das uns alles ebenso betrifft (zumindest die LG-SE User) ist das Thema E-Auto.

    Etwas ketzerisch formuliert verbietet sich für uns alle ein E-Auto, weil SE kein sinnvolles Energie-Management dafür hat.


    Das hat nichts mit dem neuen WR zu tun, den SE 2018 auf der Intersolar vorgestellt hatte.

    Mit diesem WR und OHNE Speicher hat SE ein vermutlich stimmiges System auf den Markt gebracht.

    Aber eben nicht für Anlagen MIT Speicher.

    Dies aus dem einen Grund dass die Anlage nicht bestimmen oder verhindern kann, dass Energie aus dem Speicher genommen wird um das Auto zu laden. Und das ist ja völliger Unsinn, erstens wegen doppelter Speicherverluste und zweites wegen Alterung des Hausspeichers.

    Die Anlage müsste in der Lage sein, die Ladesteckdose so zu managen, dass der Strom entweder vom Dach kommt oder Zukauf ist und den Speicher in Ruhe lassen. Allenfalls eventuell für einen begrenzten Zeitraum (15-30min) die Speichernutzung zulassen, damit vorrübergehende PV-Einbrüche durch Wolken etc. ausgeglichen werden können.


    Ich hatte das letzten September selber ausprobiert und einen Zoe geladen. Der war am Ende voll geladen, zunächst nur mit PV-Energie vom Dach und am späteren Nachmittag nur noch vom Speicher, bis der leer war. Der WR war dann auch so warm wie ich es bisher noch nie festgestellt hatte. Hat mir alles nicht gefallen, daher bin ich vom Plan des E-Autos wieder weg gegangen.


    Joachim

    Ich finde es gut dass noch mal jemand anderes dieses Thema wieder nach oben gebracht hat.

    Ich hatte dazu auch schon mal meine Eindrücke geschrieben und meine Beschreibung, wie ich im "3-Satz-Verfahren" versucht hatte die entnommene Energie aus dem Speicher mit der Rest-Prozentanzeige zu verknüpfen.

    Noch mal kurz zusammengefasst:

    Ich habe über die Nacht durchweg Niedriglast im Bereich 300-600W.

    Und meine Berechnung ergab dann eine nutzbare Energiemenge von grob 6-7kWh.

    Daraus hatte ich 3 mögliche Themen abgeleitet gehabt:

    - entweder hat mein LG Speicher schon derart nachgelassen, dass nicht mehr mehr heraus kommt ?

    - oder die Portalwerte sind derart ungenau, dass sich damit nichts sinnvolles anfangen lässt ?

    - oder aber der Wechselrichter hat in dem niedrigen Leistungsbereich einen deutlich schlechteren Wirkungsgrad


    Ist alles nicht toll und sehr spekulativ, aber ich hoffe nur dass nicht 1) die richtige Antwort ist...


    Meinen Solarteur habe ich die Frage zum WR Wirkungsgrads gestellt, aber den interessiert das nicht weiters und hat es einfach ignoriert (wie weiter oben auch schon geschrieben).


    War jemand auf der Intersolar ?

    Ich war die letzten beiden Jahre, 2017 erste Infos gesammelt und 2018 hatte ich mich bereits mit dem SE Techniksupport auf der Messe unterhalten. Aber da ging es eher um das damalige Thema nutzbare Restkapazität.

    Dieses Jahr hat es leider wegen langer Dienstreise nicht geklappt, aber ich hätte mich auf jeden Fall wieder mit dem Techniksupport auf der Messe unterhalten.


    Abgesehen von den hier thematisierten technischen Details kann ich aber sehr zufrieden sein, meine Anlage läuft sehr zuverlässig und störungsfrei. Das ist ja auch wichtig.


    Joachim

    Wer zaubert den Kobold in das Speichergehäuse hinein, damit der dort den Nagel durch die Zellen treiben kann ?


    Vermutlich richtig ist, dass BYD LiFePO4 Zellen verwendet, bei welchen aufgrund der geringeren Zellenspannung bei einer angenommenen Kapazität eine niedrigere Energiedichte resultiert.

    LG verwendet beim H-Speicher Li-Ionen Zellen, aber keine metallischen Becherzellen, sondern flache Pouch-Zellen, quasi im XXL Format eines Handyakkus. Diese sind deutlich leichter, daraus resultiert eine höhere Energiedichte, sowohl kWh / kg als auch kWh / liter.


    Joachim

    Das sieht ja vor allem in der Nacht erschreckend aus.

    Über den ganzen Zeitraum sieht man einen roten Fremdbezugsanteil.

    Diese SW will ich sicher nicht haben. Das ist doch totaler Mist, wenn bei nahezu konstanter Leistung auch Netzbezug dazu kommt.


    Etwas offtopic:

    Der Februar 2019 war bei mir extrem gut. Fast 40% mehr Produktion als Feb 2018.

    Mal sehen wie der März wird, die Wetterprognose für die kommenden 2 Wochen ist eher mässig.

    Und dann kommt der April, der letztes Jahr bereits deutlich mehr brachte als in der Prognose.


    Joachim

    Hallo Hijacker,


    wann habe ich etwas zu ständigem Nachladen bei 100% geschrieben ?

    In exakt dieser beschriebenen Form hatte ich das noch nie.

    VOR dem letzten SW Update (irgendwann nach der letzten Intersolar) hatte ich ein anderes Phänomen.

    Da wurde der Speicher immer in einem Zug auf 100% aufgeladen und direkt danach mit einer geringen Last entladen.

    Bei Erreichen von 95% wurde die Entladung beendet und wieder mit voller Leistung auf 100% aufgeladen. An sonnenreichen Tagen ging das 3-4 mal so.

    Dieses offensichtlich so programmierte Verhalten wurde mit dem Update auf 3.23.09 abgestellt.

    Seither ist der Akku immer bei 100% bis zur Dämmerung (wenn sonst kein erhöhter Energiebedarf ist).


    Aber da es hier schon mal diskutiert wird, achte ich gerne mal häufiger auf die Stromrichtungen bei vollem Speicher.


    Mein vor ein paar Tagen beschriebenes Problem beschreibt eine rechnerisch zu geringe Entlademenge von 100% bis 10%.

    Statt 8,2 kWh werden anhand der Daten des Portals nur 6,2-6,5 kWh erzeugt.


    Joachim

    Hier geht es nicht um den Speicherwirkungsgrad.

    Es ist hinlänglich bekannt, dass der bei etwa 80% liegt, d.h. ich muss an die 11kWh erzeugen und in den Speicher einladen um 9,xx kWh heraus bekommen zu können.


    Nein hier geht es darum , dass mein laut User-Portal vollgeladener Speicher bei durchgängig langsamer Entladung nur 6,5...6,8kWh her gibt, bevor die Leerabschaltung bei 10% eintritt.

    Die Frage ist wo die Differenz zu 9,3kWh - 10% = 8,2kWh hängen bleibt (also 1,4...1,7kWh) ?


    Joachim

    Dass man einen Case über einen Solarteur eröffnen kann, ist mir bekannt.

    Ich habe nur mehrfach hier gelesen gehabt, dass aus irgendwelchen Gründen Cases bei SE geöffnet wurden.

    Das brachte mich zu der Annahme dass dies ein einfach ausführbarere Vorgang ist.


    Gut, ich werde das mal über meinen Solarteur versuchen, ich weis aber nicht ob er sich dazu motiviert fühlt...


    Die oben erwähnten 8,6-8,8kWh entnommene Kapazität werden über welchen Zeitraum entladen ?

    Welche minimale/maximale/mittlere Abgabeleistung ?


    Gruß, Joachim

    Die zuvor beschriebene Möglichkeit, die ausgeladene Energiemenge indirekt zu bestimmen, ist mir erst in diesen Tagen mal eingefallen. Ich habe gesehen, dass die Nachrechnung eigentlich an jedem Tag möglich ist, auch wenn der Speicher nicht ganz leer geworden ist. Dann natürlich noch mal ungenauer.


    Heute früh war der Speicher wieder leer und ich habe dazu die Energiemenge nachgerechnet, seit er gestern die 100% Marke verlassen hatte. Es waren wieder nur 6,8kWh.

    Die Entladung hat etwa um 17 Uhr gestartet und um 7 Uhr war der Speicher leer.

    Also eine durchweg langesame Entladung über 14 Stunden.


    Jetzt würde ich hierzu gerne mal ein paar Infos beim Hersteller einholen.

    Daher die Frage an Euch: Wie macht man einen Case bei SE auf ?

    Habe ich bisher noch nie gemacht.

    Ich möchte gerne wissen, wie hoch der Wirkungsgrad des WR bei sehr niedriger Last ist.

    Falls der zB nur bei 80% liegt, dann wäre es die direkte Erklärung für die fehlende Kapazität, wenn einfach 2kWh im WR hängen bleiben. Wäre natürlich schade, denn mein Speicher wird praktisch jeden Tag nur mit dieser niedrigen Grundlast entladen. Andere Pufferleistungen die tagesüber laufen, sind statistisch verteilt und nicht regelmässig.


    Rechenansatz:

    Wenn ich Abends den Speicher abschalten würde, dann müsste ich für 7kWh Netzbezug in der Nacht 1,96€ bezahlen.

    Wenn ich gleichzeitig dann den Akku nicht erneut vollladen muss, was mit dem Ladewirkungsgrad vermutlich 11kWh sein dürften, dann würde ich über die Einspeisung 1,34€ mehr bekommen.

    Also immer noch ein Minus-Geschäft, aber die Differenz ist traurig gering.


    Joachim

    Ich habe mal etwas umständlich versucht, entladene Energiemenge aus dem Akku zu bestimmen.

    Bekannterweise stellt SE nicht die entsprechenden Daten zur Verfügung (eingeladene-ausgeladene Energiemenge) wie SMA.

    Ich finde das ärgerlich, dass man von SE diese geradlinigen Daten nicht bekommt und auch so nicht herausbekommen kann wieviel Energie überhaupt aus dem Speicher entnommen wurde (weil sich hier immer 2 anteilige Tageszyklen überschneiden).

    SE rechnet immer tageweise, also die Restkapazität vom Vortag, die ab Mitternacht gezählt wird und dann die entnommene Kapazität ab dem folgenden Abend bis Mitternacht. Das hat keinerlei Transparenz.


    Aber zufällig habe ich gestern morgen gesehen dass der Speicher gerade auf 12% runter war, bevor die PV wieder in Gang kam.

    Hierzu hat mir das Portal in dem Moment 3,03kWh angezeigt, also die Energiemenge von Mitternacht bis 08:30.

    Und am Mitternachtsübergang wurde der Akkuspeicher mit 52,8% angezeigt.

    Wenn man damit ein wenig herum rechnet:

    52,8% - 12% Restkapa = 40,8% entladene Kapa seit Mitternacht und soll 3,03kWh entsprechen.

    Am Vortag wurde der Speicher 100% voll, also sind am Abend bis Mitternacht

    100% - 52,8% =47,2% entnommen worden.

    Mit Dreisatz 3,03 / 40,8 *47,2 kommt man so auf 3,51 kWh für den Vorabend.

    Und zusammengerechnet sind das 3,03kWh + 3,51kWh = 6,54kWh


    So, und das sieht ja dann wirklich mal ziemlich ernüchternd aus. 6,54kWh entnommene Energiemenge von 100% auf 12% ?

    Entweder sind die Daten im SE Portal so grottig schlecht, dass es gar nicht lohnt es anzuschauen oder der Akku hat gar nicht die versprochene Kapazität 9,3kWh - 12% = 8,2kWh


    Oder habe ich einen grundsätzlichen Fehler bei dem Berechnungsversuch gemacht ?

    Dann bitte Aufklärung...


    Joachim