Beiträge von JoachimK63

    Hallo Matze,

    genau richtig, um das und um nichts anderes geht es mir auch.

    Wie bekommst Du das hin, um Mitternacht bei 100% zu starten ?

    Schaltest Du den Speicher nach Sonnenuntergang zuerst ab ?

    Das habe ich noch nie gemacht, sehe auch keinen Schalter dafür.


    @ Klaus, eine Bitte, lass diese sinnlose Fragerei weshalb 7,5 kWh zu wenig sein sollen.

    Es wurde jetzt schon von vielen Seiten versucht, Dir unsere spezielle Fragestellung zur nutzbaren Kapazität zu erklären, aber es kommt anscheinend nicht bei Dir an, sorry.


    Joachim

    In Deiner Signatur steht was von 2 kWh deines Speichers.

    Ich vermute mal Du hast keine Ahnung wie der LG Hochvolt Speicher in Verbindung mit SE und SMA läuft ?


    Ich habe nicht von Ladung gesprochen, immer nur Entladung.

    LG gibt 9,3 kWh entladbare Kapazität (Energie) an.

    SE hat selber noch mal eine Reduktion der maximal möglichen Entlademenge definiert. Statt bis auf 0% lässt SE normalerweise nur eine Entladung bis auf 10% Restkapazität zu.

    Das heisst diese 10% fehlen mir auf die maximal möglichen 9,3 kWh. Darauf beruht die Berechnung der 8,4 kWh.

    Was SMA bei der Entladung macht, ist mir im Moment nicht bekannt.


    Joachim

    Welcher Wirkungsgrad beim Entladen ?

    Nutzbare Kapazität ist ein absolut eindeutiger Begriff, 9,3 kWh sind zu 100% am Ausgang des Speichers nutzbar.

    Dass die Zellen bei der Umwandlung von Chemie in elektrische Energie auch einen Verlust haben und der Stromweg zu den Klemmen einen endlichen Widerstand Ri hat, ist klar, interessiert aber in diesem Fall nicht.

    Oder umgekehrt betrachtet, die Zellen müssen halt intern minimal mehr hergeben, damit der Speicher als Ganzes 9,3 kWh abgeben kann (DC-Leistung-Energie).

    Auf die 8,4 kWh (rechnerisch 8,37 kWh, 9,3 kWh -10%) komme ich mit dem von SE gesetzten Entladeschluss bei 10%.


    Joachim

    Hallo Klaus,

    ich stimme nicht mit allen Punkten überein.

    Punkt 1 Entladeverluste kann man nicht gelten lassen.

    Was meinst Du damit ?

    Selbstentladung über einen Tag kann man bei Li-Akkus komplett vernachlässigen.

    Und Verluste über den Innenwiderstand Ri zählen hier nicht, denn wir sprechen hier über 9,3 kWh nutzbare Kapazität, also abgehend an den Klemmen des Speichers. Da ist der Ri schon aussen vor.


    Weiterhin finde ich die Vermischung des Themas "nutzbare Kapazität" mit dem Ladewirkungsgrad nicht gerade hilfreich.

    Natürlich darf man auch über den Ladewirkungsgrad sprechen, aber der hat ursächlich mal rein gar nichts mit der vom Speicher verfügbaren Kapazität zu tun !

    Es ist völlig klar, dass man mehr Energie einladen muss als man später heraus bekommt.

    Der 80% Wirkungsgrad beim SMA System ist hinlänglich bekannt und muss für eine DC-AC-DC System Wandlung einfach akzeptiert werden. Bei der mehr oder weniger direkten DC-DC-AC Kopplung meines Speichers mit dem SE Hybrid WR würde ich mir ein paar % mehr erhoffen, aber SE gibt ja bekanntlich die Daten nicht frei.


    Zurück zum Speicher. LG gibt 9,3 kWh nutzbare Kapazität an, daran müssen sie sich messen lassen.

    Richtig wäre auch dass es 9,3 kWh DC Energie sein können, nicht AC.

    Für meinen WR gibt SE jedoch einen Wandlungs-Wirkungsgrad bis zu 98% an, die vermutlich nur im Bereich der Nennleistung erreicht werden.

    Daher habe ich auch schon mal über eine Zwangsentladung nachgedacht und ob ich mir dazu ein E-Auto vom Nachbarn "ausleihen" soll. 1-phasige Entladung mit 3500 W.

    Die Entladung müsste man dann (zumindest bei SE) aktiv begleiten / beobachten und die Entladung sollte zu dem Zeitpunkt starten, wenn vom Dach gerade so nichts mehr kommt, der Speicher aber noch 100% hat. Neben dem E-Auto sollten natürlich nur Geringverbraucher des Hauses weiter mitlaufen, kein Herd etc.

    Alles natürlich etwas umständlich und man verlässt sich dabei wieder nur auf die Daten des Herstellers.

    Aber am Ende MUSS der Speicher auf einen Wert um 8,4 kWh kommen beim Entladeschluss bei 10%.


    Joachim

    Diese Nachrechnung mit dem 3-Satz hatte ich auch mit den SE Daten gemacht und bin zu einem ähnlichen schlechten Ergebnis gekommen.

    Also grundsätzlich hat der Lade- / Entladewirkungsgrad mal gar nichts mit der Kapazität zu tun.

    9,3 kWh nutzbare Kapazität heisst ganz eindeutig dass der Speicher 9,3 kWh liefern können muss.

    Bzw durch die zusätzliche Einschränkung der Entladetiefe halt noch 8,8 kWh.

    Aber eben nicht nur 6-7 kWh.


    Beim Laden wird entsprechend des 80% Wirkungsgrads deutlich mehr Energie benötigt um den Speicher voll zu laden.


    Meinen Solarteur habe ich deswegen auch noch mal angeschrieben, aber es interessiert ihn nicht.


    Wie wäre denn grundsätzlich vorzugehen, wenn man der Ansicht ist, dass der Speicher nicht mehr genug Energie abgibt und es ein Garantiefall wäre ?

    Wohin wendet man sich ?


    Ich hatte wiederholt auch die These aufgestellt, dass eventuell auch der WR der Übeltäter sein könnte, der bei Niedriglast nicht optimal arbeiten kann und dann versteckt die fehlende Energie "verbrät" ?

    Über viele Nachtstunden lässt sich so ein Verlust sicher nicht anhand von Temperaturen am WR nachweisen.

    Eher schon wenn man irgendwie die eingehende DC Leistung mit der AC-Leistung vergleichen könnte.


    Hat dazu jemand eine Idee ?


    Joachim

    Ein anderes Thema, das uns alles ebenso betrifft (zumindest die LG-SE User) ist das Thema E-Auto.

    Etwas ketzerisch formuliert verbietet sich für uns alle ein E-Auto, weil SE kein sinnvolles Energie-Management dafür hat.


    Das hat nichts mit dem neuen WR zu tun, den SE 2018 auf der Intersolar vorgestellt hatte.

    Mit diesem WR und OHNE Speicher hat SE ein vermutlich stimmiges System auf den Markt gebracht.

    Aber eben nicht für Anlagen MIT Speicher.

    Dies aus dem einen Grund dass die Anlage nicht bestimmen oder verhindern kann, dass Energie aus dem Speicher genommen wird um das Auto zu laden. Und das ist ja völliger Unsinn, erstens wegen doppelter Speicherverluste und zweites wegen Alterung des Hausspeichers.

    Die Anlage müsste in der Lage sein, die Ladesteckdose so zu managen, dass der Strom entweder vom Dach kommt oder Zukauf ist und den Speicher in Ruhe lassen. Allenfalls eventuell für einen begrenzten Zeitraum (15-30min) die Speichernutzung zulassen, damit vorrübergehende PV-Einbrüche durch Wolken etc. ausgeglichen werden können.


    Ich hatte das letzten September selber ausprobiert und einen Zoe geladen. Der war am Ende voll geladen, zunächst nur mit PV-Energie vom Dach und am späteren Nachmittag nur noch vom Speicher, bis der leer war. Der WR war dann auch so warm wie ich es bisher noch nie festgestellt hatte. Hat mir alles nicht gefallen, daher bin ich vom Plan des E-Autos wieder weg gegangen.


    Joachim

    Ich finde es gut dass noch mal jemand anderes dieses Thema wieder nach oben gebracht hat.

    Ich hatte dazu auch schon mal meine Eindrücke geschrieben und meine Beschreibung, wie ich im "3-Satz-Verfahren" versucht hatte die entnommene Energie aus dem Speicher mit der Rest-Prozentanzeige zu verknüpfen.

    Noch mal kurz zusammengefasst:

    Ich habe über die Nacht durchweg Niedriglast im Bereich 300-600W.

    Und meine Berechnung ergab dann eine nutzbare Energiemenge von grob 6-7kWh.

    Daraus hatte ich 3 mögliche Themen abgeleitet gehabt:

    - entweder hat mein LG Speicher schon derart nachgelassen, dass nicht mehr mehr heraus kommt ?

    - oder die Portalwerte sind derart ungenau, dass sich damit nichts sinnvolles anfangen lässt ?

    - oder aber der Wechselrichter hat in dem niedrigen Leistungsbereich einen deutlich schlechteren Wirkungsgrad


    Ist alles nicht toll und sehr spekulativ, aber ich hoffe nur dass nicht 1) die richtige Antwort ist...


    Meinen Solarteur habe ich die Frage zum WR Wirkungsgrads gestellt, aber den interessiert das nicht weiters und hat es einfach ignoriert (wie weiter oben auch schon geschrieben).


    War jemand auf der Intersolar ?

    Ich war die letzten beiden Jahre, 2017 erste Infos gesammelt und 2018 hatte ich mich bereits mit dem SE Techniksupport auf der Messe unterhalten. Aber da ging es eher um das damalige Thema nutzbare Restkapazität.

    Dieses Jahr hat es leider wegen langer Dienstreise nicht geklappt, aber ich hätte mich auf jeden Fall wieder mit dem Techniksupport auf der Messe unterhalten.


    Abgesehen von den hier thematisierten technischen Details kann ich aber sehr zufrieden sein, meine Anlage läuft sehr zuverlässig und störungsfrei. Das ist ja auch wichtig.


    Joachim

    Wer zaubert den Kobold in das Speichergehäuse hinein, damit der dort den Nagel durch die Zellen treiben kann ?


    Vermutlich richtig ist, dass BYD LiFePO4 Zellen verwendet, bei welchen aufgrund der geringeren Zellenspannung bei einer angenommenen Kapazität eine niedrigere Energiedichte resultiert.

    LG verwendet beim H-Speicher Li-Ionen Zellen, aber keine metallischen Becherzellen, sondern flache Pouch-Zellen, quasi im XXL Format eines Handyakkus. Diese sind deutlich leichter, daraus resultiert eine höhere Energiedichte, sowohl kWh / kg als auch kWh / liter.


    Joachim

    Das sieht ja vor allem in der Nacht erschreckend aus.

    Über den ganzen Zeitraum sieht man einen roten Fremdbezugsanteil.

    Diese SW will ich sicher nicht haben. Das ist doch totaler Mist, wenn bei nahezu konstanter Leistung auch Netzbezug dazu kommt.


    Etwas offtopic:

    Der Februar 2019 war bei mir extrem gut. Fast 40% mehr Produktion als Feb 2018.

    Mal sehen wie der März wird, die Wetterprognose für die kommenden 2 Wochen ist eher mässig.

    Und dann kommt der April, der letztes Jahr bereits deutlich mehr brachte als in der Prognose.


    Joachim

    Hallo Hijacker,


    wann habe ich etwas zu ständigem Nachladen bei 100% geschrieben ?

    In exakt dieser beschriebenen Form hatte ich das noch nie.

    VOR dem letzten SW Update (irgendwann nach der letzten Intersolar) hatte ich ein anderes Phänomen.

    Da wurde der Speicher immer in einem Zug auf 100% aufgeladen und direkt danach mit einer geringen Last entladen.

    Bei Erreichen von 95% wurde die Entladung beendet und wieder mit voller Leistung auf 100% aufgeladen. An sonnenreichen Tagen ging das 3-4 mal so.

    Dieses offensichtlich so programmierte Verhalten wurde mit dem Update auf 3.23.09 abgestellt.

    Seither ist der Akku immer bei 100% bis zur Dämmerung (wenn sonst kein erhöhter Energiebedarf ist).


    Aber da es hier schon mal diskutiert wird, achte ich gerne mal häufiger auf die Stromrichtungen bei vollem Speicher.


    Mein vor ein paar Tagen beschriebenes Problem beschreibt eine rechnerisch zu geringe Entlademenge von 100% bis 10%.

    Statt 8,2 kWh werden anhand der Daten des Portals nur 6,2-6,5 kWh erzeugt.


    Joachim