Beiträge von JoachimK63

    Da habt Ihr euch echt viel Mühe gemacht, zu diesem Thema mehr Klarheit zu schaffen.

    Ich hatte schon die Idee, mir nochmal einen ZOE auszuleihen, um den "volle Pulle" also 1-phasig mit 3,6kW aufzuladen.


    Noch eine grundlegende Frage zu einer möglichen Garantieabwicklung.

    Ihr schreibt dass ihr das Thema an Euren Solarteur weiterleitet.

    Wie verhält sich das mit dem Ansprechpartner, wer ist dafür aus juristischer Sicht zuständig ?

    Ich habe meine Anlage auch über einen Solarteur gekauft, d.h. er hat mir die Rechnung für alle Komponenten und Arbeitsleistungen gestellt, auch für den Speicher.

    Ist er dann auch mein Ansprechpartner für eine Reklamation des LG ?


    Joachim

    Hallo Matjes,

    ich sehe gerade Deine Frage und Deine Bedenken.

    Die sind unbegründet, alleine schon deswegen, weil Du kein 1-phasiges System haben wirst, sondern ein 2-phasiges.

    Da hast fast dieselbe Leistung wie ich, auch ein Ost-West System.

    Ich habe nur 2 HD 3680 WR und das reicht auch vollkommen.

    An die maximale Dauerleistung von 5,7 kW (70%) komme ich nur ganz selten ran, nicht im Hochsommer, eher mal an sonnigen und gleichzeitig kühleren Tagen.


    Ich habe übrigens im Gegensatz zu Steini den LG an dem Ost Wechselrichter dran. Das hat aus meiner Sicht mehr Sinn gemacht, denn der Speicher wird mit Priorität vor Einspeisung geladen, und das ist dann am Vormittag wenn meist niemand im Haus ist.

    Wenn der LG am West-WR hängt, dann verpufft der gewünschte Hochvolt-Vorteil, denn dann erzeugt der Ost-WR lediglich AC-Energie, die dann vom West-WR (=Batterie-WR) erst wieder in DC umgewandelt wird und damit der Speicher geladen wird.

    Eine direkte Ladung mit DC findet dann nicht statt !!!


    Joachim

    Das Zitat von mir ist aber schon ziemlich alt und schon lange überholt.

    SE hat bereits 2017 eine Änderung vorgenommen, nach der das kurzzeitige Entladen und wieder aufladen entfernt wurde.

    Das mit den 95% gibt es somit nicht mehr.

    Seitdem sehe ich bei mir tagsüber nur den Ladezustand 99% oder 100%.


    Joachim

    Und schon wieder taucht der Wirkungsgrad auf und wird in die Thematik der nutzbaren Energie hinein gemischt.


    Warum ist denn der Wirkungsgrad so wichtig ?

    Der wird über die Jahre mehr oder weniger gleich bleiben, weil da nicht nur der Akku selber dran beteiligt ist, sondern maßgeblich auch die WR.

    Die 80% werden weder diskutiert, noch in Frage gestellt.

    Der Wirkungsgrad bedeutet doch nichts anders als:

    Um 4 kWh aus dem Speicher entladen zu können, muss ich vorher 5 kWh aufwenden und heinein laden (lassen).

    Für 8 kWh Raus brauche ich 10 kWh Rein.

    Für 80 kWh brauche ich 100 kWh usw.


    Es geht doch nur darum wieviel ich MAXIMAL und AUF EINMAL aus dem Speicher überhaupt heraus bekommen kann.

    Oder anders gesagt mit dem Begriff der maximal nutzbaren Kapazität bezeichnet.

    Bei 10% abgeregelter Restkapazität müssen 90% von 9,3 kWh nutzbar sein, ansonsten ist der Speicher nach so kurzer Nutzungsdauer nicht mehr in Ordnung und ein Reklamationsfall.


    Joachim

    Hallo Matze,

    genau richtig, um das und um nichts anderes geht es mir auch.

    Wie bekommst Du das hin, um Mitternacht bei 100% zu starten ?

    Schaltest Du den Speicher nach Sonnenuntergang zuerst ab ?

    Das habe ich noch nie gemacht, sehe auch keinen Schalter dafür.


    @ Klaus, eine Bitte, lass diese sinnlose Fragerei weshalb 7,5 kWh zu wenig sein sollen.

    Es wurde jetzt schon von vielen Seiten versucht, Dir unsere spezielle Fragestellung zur nutzbaren Kapazität zu erklären, aber es kommt anscheinend nicht bei Dir an, sorry.


    Joachim

    In Deiner Signatur steht was von 2 kWh deines Speichers.

    Ich vermute mal Du hast keine Ahnung wie der LG Hochvolt Speicher in Verbindung mit SE und SMA läuft ?


    Ich habe nicht von Ladung gesprochen, immer nur Entladung.

    LG gibt 9,3 kWh entladbare Kapazität (Energie) an.

    SE hat selber noch mal eine Reduktion der maximal möglichen Entlademenge definiert. Statt bis auf 0% lässt SE normalerweise nur eine Entladung bis auf 10% Restkapazität zu.

    Das heisst diese 10% fehlen mir auf die maximal möglichen 9,3 kWh. Darauf beruht die Berechnung der 8,4 kWh.

    Was SMA bei der Entladung macht, ist mir im Moment nicht bekannt.


    Joachim

    Welcher Wirkungsgrad beim Entladen ?

    Nutzbare Kapazität ist ein absolut eindeutiger Begriff, 9,3 kWh sind zu 100% am Ausgang des Speichers nutzbar.

    Dass die Zellen bei der Umwandlung von Chemie in elektrische Energie auch einen Verlust haben und der Stromweg zu den Klemmen einen endlichen Widerstand Ri hat, ist klar, interessiert aber in diesem Fall nicht.

    Oder umgekehrt betrachtet, die Zellen müssen halt intern minimal mehr hergeben, damit der Speicher als Ganzes 9,3 kWh abgeben kann (DC-Leistung-Energie).

    Auf die 8,4 kWh (rechnerisch 8,37 kWh, 9,3 kWh -10%) komme ich mit dem von SE gesetzten Entladeschluss bei 10%.


    Joachim

    Hallo Klaus,

    ich stimme nicht mit allen Punkten überein.

    Punkt 1 Entladeverluste kann man nicht gelten lassen.

    Was meinst Du damit ?

    Selbstentladung über einen Tag kann man bei Li-Akkus komplett vernachlässigen.

    Und Verluste über den Innenwiderstand Ri zählen hier nicht, denn wir sprechen hier über 9,3 kWh nutzbare Kapazität, also abgehend an den Klemmen des Speichers. Da ist der Ri schon aussen vor.


    Weiterhin finde ich die Vermischung des Themas "nutzbare Kapazität" mit dem Ladewirkungsgrad nicht gerade hilfreich.

    Natürlich darf man auch über den Ladewirkungsgrad sprechen, aber der hat ursächlich mal rein gar nichts mit der vom Speicher verfügbaren Kapazität zu tun !

    Es ist völlig klar, dass man mehr Energie einladen muss als man später heraus bekommt.

    Der 80% Wirkungsgrad beim SMA System ist hinlänglich bekannt und muss für eine DC-AC-DC System Wandlung einfach akzeptiert werden. Bei der mehr oder weniger direkten DC-DC-AC Kopplung meines Speichers mit dem SE Hybrid WR würde ich mir ein paar % mehr erhoffen, aber SE gibt ja bekanntlich die Daten nicht frei.


    Zurück zum Speicher. LG gibt 9,3 kWh nutzbare Kapazität an, daran müssen sie sich messen lassen.

    Richtig wäre auch dass es 9,3 kWh DC Energie sein können, nicht AC.

    Für meinen WR gibt SE jedoch einen Wandlungs-Wirkungsgrad bis zu 98% an, die vermutlich nur im Bereich der Nennleistung erreicht werden.

    Daher habe ich auch schon mal über eine Zwangsentladung nachgedacht und ob ich mir dazu ein E-Auto vom Nachbarn "ausleihen" soll. 1-phasige Entladung mit 3500 W.

    Die Entladung müsste man dann (zumindest bei SE) aktiv begleiten / beobachten und die Entladung sollte zu dem Zeitpunkt starten, wenn vom Dach gerade so nichts mehr kommt, der Speicher aber noch 100% hat. Neben dem E-Auto sollten natürlich nur Geringverbraucher des Hauses weiter mitlaufen, kein Herd etc.

    Alles natürlich etwas umständlich und man verlässt sich dabei wieder nur auf die Daten des Herstellers.

    Aber am Ende MUSS der Speicher auf einen Wert um 8,4 kWh kommen beim Entladeschluss bei 10%.


    Joachim

    Diese Nachrechnung mit dem 3-Satz hatte ich auch mit den SE Daten gemacht und bin zu einem ähnlichen schlechten Ergebnis gekommen.

    Also grundsätzlich hat der Lade- / Entladewirkungsgrad mal gar nichts mit der Kapazität zu tun.

    9,3 kWh nutzbare Kapazität heisst ganz eindeutig dass der Speicher 9,3 kWh liefern können muss.

    Bzw durch die zusätzliche Einschränkung der Entladetiefe halt noch 8,8 kWh.

    Aber eben nicht nur 6-7 kWh.


    Beim Laden wird entsprechend des 80% Wirkungsgrads deutlich mehr Energie benötigt um den Speicher voll zu laden.


    Meinen Solarteur habe ich deswegen auch noch mal angeschrieben, aber es interessiert ihn nicht.


    Wie wäre denn grundsätzlich vorzugehen, wenn man der Ansicht ist, dass der Speicher nicht mehr genug Energie abgibt und es ein Garantiefall wäre ?

    Wohin wendet man sich ?


    Ich hatte wiederholt auch die These aufgestellt, dass eventuell auch der WR der Übeltäter sein könnte, der bei Niedriglast nicht optimal arbeiten kann und dann versteckt die fehlende Energie "verbrät" ?

    Über viele Nachtstunden lässt sich so ein Verlust sicher nicht anhand von Temperaturen am WR nachweisen.

    Eher schon wenn man irgendwie die eingehende DC Leistung mit der AC-Leistung vergleichen könnte.


    Hat dazu jemand eine Idee ?


    Joachim

    Ein anderes Thema, das uns alles ebenso betrifft (zumindest die LG-SE User) ist das Thema E-Auto.

    Etwas ketzerisch formuliert verbietet sich für uns alle ein E-Auto, weil SE kein sinnvolles Energie-Management dafür hat.


    Das hat nichts mit dem neuen WR zu tun, den SE 2018 auf der Intersolar vorgestellt hatte.

    Mit diesem WR und OHNE Speicher hat SE ein vermutlich stimmiges System auf den Markt gebracht.

    Aber eben nicht für Anlagen MIT Speicher.

    Dies aus dem einen Grund dass die Anlage nicht bestimmen oder verhindern kann, dass Energie aus dem Speicher genommen wird um das Auto zu laden. Und das ist ja völliger Unsinn, erstens wegen doppelter Speicherverluste und zweites wegen Alterung des Hausspeichers.

    Die Anlage müsste in der Lage sein, die Ladesteckdose so zu managen, dass der Strom entweder vom Dach kommt oder Zukauf ist und den Speicher in Ruhe lassen. Allenfalls eventuell für einen begrenzten Zeitraum (15-30min) die Speichernutzung zulassen, damit vorrübergehende PV-Einbrüche durch Wolken etc. ausgeglichen werden können.


    Ich hatte das letzten September selber ausprobiert und einen Zoe geladen. Der war am Ende voll geladen, zunächst nur mit PV-Energie vom Dach und am späteren Nachmittag nur noch vom Speicher, bis der leer war. Der WR war dann auch so warm wie ich es bisher noch nie festgestellt hatte. Hat mir alles nicht gefallen, daher bin ich vom Plan des E-Autos wieder weg gegangen.


    Joachim