Beiträge von Janinamalin

    Stimmt!

    Enttäuschend also für Politiker!

    Denen gaukelt die Energielobby eine "schnelle" einfache Lösung vor (im Eigeninteresse zu ihrem Nutzen)

    Politiker nehmen so etwas gerne auf!

    Wenn die Konsequenzen der Fehlentscheidung zu tragen sind, sind sie entweder nicht mehr im Amt,

    oder das Wahlvolk hat den Verursacher vergessen.

    Energiewende ist ein dickes Brett das zu bohren einen langen Atem braucht.

    In Zeiten von zunehmenden Popllismus

    mit dem Anspruch auf einfache Lösungen ist das dem Wahlvolk schwer zu verkaufen.

    Sind die Politiker zu dumm es zu verkaufen,

    oder ist der durchschnittliche Wähler zu faul / dumm es zu verstehen?

    Ich befürchte fast letzteres, denn alle Politiker die ich persönlich kenne sind ziemlich intelligent.

    Das ist eine Frage mit vielen möglichen Antworten, die jedoch am Ende auf eine enttäuschende Antwort hinausläuft.

    Abhängig vom Werkstoff vertragen Leitungen bis zu 100 % Wasserstoff.

    Im deutschen Erdgasnetz sind eine Vielzahl von Werkstoffen eingesetzt.

    Die Leitungen im Hochdrucknetz aus höhenwertigem Stahl vertragen recht hohe H2-Konzentrationen,

    im Mitteldruckbereich ist es schon etwas weniger.

    In diesen Leitungen sind es in der Regel die Dichtungswerkstoffe die die Wasserstoffkonzentration limitieren.

    Die Verteilsysteme vor Ort, also die letzten Meter im Niederruckbereich, sind aus einfachen Baustählen hergestellt.

    Diese vertragen tatsächlich nur 2-4 % H2, manche Experten würden sich zutrauen auch etwas höhere Konzentrationen zu tolerieren.

    Da dummerweise das schwächste Glied der Kette die Leistung bestimmt und es nicht ganz einfach ist den einmal eingemischten Wasserstoff wieder aus dem Erdgas herauszuholen, wird es im Bereich der kommunalen "Heizgasversorgung wohl nur minimale H2 Konzentrationen geben. (Vergleichbar E5 Sprit)

    Im Industriellen Bereich geht da deutlich mehr.

    Dazu muss aber der Wasserstoff lokal erzeugt werden,

    das bestehende Verteilnetz ist ja durch die kommunalen Verbraucher limitiert.

    Dazu muss der Strom aber erst einmal zu den lokalen Elektrolyseuren transportiert werden,

    es bedarf also eines Ausbau des Stromnetzes.

    Wenn ausreichend Strom vor Ort ist stellt sich die Frage, ob es sich dann, abgesehen von einigen Branchen wie z.B. in der Stahlindustrie, noch lohnt mit unvermeidlichen Umwandlungsverlusten Wasserstoff zu erzeugen um diesen dann als Regelbrennstoff einzusetzen. Ich möchte das bezweifeln. Industrieanlagen brauchen viele Betriebsstunden im Jahr um die Investitionskosten zu bezahlen. Es wird auch dort Anwendungen geben, z.B. Synfuel für spezielle Anwendungen, oder Synthesegas für die chemische Industrie, aber die müssen dauerhaft laufen, taugen also nicht für den Ausgleich der Erzeugungschwankungen. OK, in einer längeren Dunkelflaute könnte man sie abschalten, genauso wie die Stahl-, Zement, Papier- und Chlor-Industrie, aber das war es dann auch schon.

    In den meisten Fällen wird es sowohl lokal als auch volkswirtschaftlich sinnvoller sein, Wärme direkt aus Strom herzustellen.

    Die oft diskutierte Nutzung von "Überschussstrom" für den Aufbau einer H2-Dunkelflautenreserve wird nach meiner Einschätzung niemals wirtschaftlich. Solange in Reichweite eines HGÜ-Netzes (Wird ohnehin gebraucht, siehe oben) noch fossil oder atomar betriebene Grundlastkraftwerke laufen, kann der besser verteilte Strom dazu genutzt werden diese stillzulegen. Mit einer massiven Förderung der e-Mobilität könnten Millionen von Stehzeugen als Puffer und zur Netzstabilisierung genutzt werden. (entsprechend attraktives Tarifmodell vorausgesetzt) Im Second Life könnten ausgemusterte BEV-Batterien noch Jahrelang in zentralen Großspeicher diese Aufgabe kostengünstig zusätzlich übernehmen.

    Was wir also brauchen ist m.E. ein massiver Ausbau der regenerativen Energieerzeugung, ein dazu passendes leistungsfähiges überregionales (am besten weltweit vernetztes) Stromnetz, bidirektionales Laden von BEV an Millionen von Ladesäulen, und eine Anpassung des Konsumverhalten durch Effizienz, angebotsorientiertem Verbrauch (intelligente Sektorenkopplung) und auch ein wenig Leistungsverzicht.

    @ Thorsten,

    danke, mir gefällt das Ergebnis auch ganz gut.

    Das ein paar Extras auch extra kosten habe ich auch gelernt, aber man will ja auch etwas Optik und Qualität, hab schließlich nicht vor das Dach zu meinen Lebzeiten noch mal neu zu decken.

    Die Zwischensparrendämmung mit Holzfaser kommt bei mir auch irgendwann, das mach ich dann aber wohl (als Hobby) selber. Noch ist der Speicher nicht ausgebaut.

    Bei mir war es auch ein kleiner Familienbetrieb, haben top Arbeit geleistet.


    @ Green_Pirate

    ja, es wären, ganz knapp, noch 6 Module mehr drauf gegangen, aber

    1. knapp 12 kW wäre grenzwertig wegen EEG-Umlage

    2. dann hätte das mit dem "Schlot" nicht mehr gepasst.

    3. die Module rechts liegen schon arg im Schatten, eigentlich ist nur Modul 1.1.19 komplett Schattenfrei (siehe unten, 1.1.18

    profitiert von der Reflektion der Schüssel) und asymmetrisch hätt ich bei meiner Regierung niemals durchbekommen.

    Ohne Anspruch an die Optik wäre das ganze Projekt wohl 4 bis 5 T€ günstiger geworden.


    10 kW reicht mir,

    damit bin ich "wohntechnisch", selbst mit E-Mobil, bilanziell CO2 neutral und energieautark wenn in ein paar Jahren die WP kommt. Bis dahin sind aber noch ein paar Vorleistungen zu erledigen (Haus ohne FB-Heizung)


    So, ich denke das war genug off-topic


    Ein Beispiel:

    Ich lasse das Dach meines Reiheneckhauses neu decken inkl. Wärmedämmung nach KfW-Standard. Das kostet in Summe rund 56.000 Euro netto für ein 90-qm-Dach. Der Anteil für die Dachziegel (Betonsteine) inkl. Arbeitslohn kostet gerade mal 1.959 Euro

    Hi Thorsten,

    ich stimme Dir vollständig zu.


    Zusätzlicher Vorteil der Aufdachmontage: Im Sommer 2-3 % besserer Wirkungsgrad der PV durch Hinterlüftung

    und geschätzt - 10 °C im Dachgeschoss durch die Beschattung der Dachfläche durch die PV.

    Aber was war das denn für ein Halsabschneider-Dschdecker bei dir?

    Ich hab hier im Raum D´dorf (also Hochpreiszone) für 180 m2 Dach mit komplizierter, verschieferter Gaube, freistehendes Haus (also Gerüst rundum), mit Edelengobe Tonziegeln, 160 mm PU Aufsparrendämmung (=KFW) und aller Klempnerarbeiten in Kupfer (+ Windbretter am Giebel), netto knapp 44 T€ all in bezahlt. (selbst mit der PV war ich deutlich unter 56 T€ durch Nutzung der Synergien.)

    Dabei hab ich die KFW-Förderung noch nicht abgezogen.


    Ich will hier mal einen ganz anderen Aspekt aufmachen.


    Ich kaufe, wenn es irgendwie möglich ist, keine Produkte aus chinesischer Produktion.

    Mir ist klar, dass ein vollständiger Boykott Chinas, auch und gerade im PV-Markt, fast nicht machbar ist

    und dass heute in fast allen Produkten chinesische Komponenten enthalten sind.

    Aber wenn ich die Wahl habe, entscheide ich persönlich mich gegen Made in VR China.


    Schon seit langer Zeit verfolge ich mit wachsendem Entsetzen die zunehmend hemmungslose Missachtung

    fast aller mir wichtigen Werte durch die chinesischen Machthaber.


    Alle Welt echauffiert sich über Donald Trump,

    dabei ist dessen dumme Politik ein Kindergeburtstag

    verglichen mit der menschenverachtenden Repressionspolitik in der faschistischen Diktatur der Staatspartei in China.


    Aber wie sagte schon Brecht: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.


    Alleine kann man ja doch nicht ändern, also, warum soll ich meinen (kleinen finanziellen) Vorteil

    von so Nebensächlichkeiten wie der Beachtung der unveräußerlichen allgemeinen Menschenrechten beeinträchtigen lassen.

    Es machen doch schließlich alle so.


    Hab` übrigens erst in den letzten Tagen mitbekommen das REC die neuen Module (Alpha) auch in China produziert,

    die sind also auch keine Empfehlung mehr.

    Eigentlich sollte die Lösung doch recht einfach sein.

    Alle Module in einen String und fertig ist.

    Das ist durch umstecken direkt am WR machbar.

    Dann hat man zwar einen erhöhten Leitungsverlust,

    aber für den ersten schnellen Versuch sollte es reichen.

    Später kann der Solateur das immer noch auf dem Dach ändern.


    42 Module à 325 Wp = 13,65 kWp DC installiert.

    Max. DC-Anschlussleistung SE12,5k (neue Version ohne Display) lt Datenblatt = 16,85 kWp

    Passt

    Max. Strom im String 21 A bei 750 V Festspannung = 15,75 kWp

    Passt

    Mehr als 12,5 kW (91,6% der DC-Installation) sollte eigentlich nur sehr selten von Deinem Dach kommen,

    dann geht der WR halt kurz in die harte Begrenzung.


    Meine 370 Optimierer regeln bei Bedarf bis ca. 2 V runter,

    damit sollten in einem 42er String eigentlich alle Eventualitäten deines Dachs abgedeckt sein.


    Aber wie heisst es so schön: Versuch macht kluch.


    Mit den Monitoringfunktionen auf Modulebene wirst Du Deine Anlage schon verstehen.

    Mit etwas Geduld und gesundem Menschenverstand ist das alles nachvollziehbar.


    Mit

    U x I = P = konstant für das einzelne Modul inkl. Optimierer

    Summe U im String = 750 Volt konstant und

    I = konstant für alle Module im String,

    hat man schon die komplette SE-Theorie verstanden.


    Die verbockte WR-Parametrierung sollte man eigentlich leicht selber anpassen können.

    Die SE-Installationsanleitung für den WR ist im Netz verfügbar,

    sogar das Passwort und die Eingabe über die Tiptasten ist beschrieben.

    (Ich hab es jedenfalls für meinen SE 10K mit Display sehr schnell gefunden)

    Ich musste das Kapitel für die Parametrierung 2 x lesen,

    aber dann hatte selbst ich als absoluter Laie es kapiert.

    Ob das beim WR ohne Display auch so leicht geht weiß ich allerdings nicht.


    Nur Mut,

    ich glaube kaum das man da mit einem Fehler einen Totalschaden verursachen kann.

    (ohne Gewähr)


    Achtung:

    Vor dem Abnehmen der WR-Haube den WR ausschalten und warten bis die Spannung bei ca. 42V liegt

    (dauert ein paar Sekunden) sonst kann es unangenehm werden.


    Ich hab vor dem "Rumfummel" Fotos von allen Parametern gemacht

    um bei Bedarf alles wieder wieder in den Originalzustand bringen zu können.


    Andererseits ist der Solateur in der Pflicht seinen Mist zu beheben,

    Ich hoffe Du hast die Rechnung noch nicht komplett bezahlt,

    10 % Restbetrag können sehr motivierend sein.


    Gutes Gelingen,

    aber SE ist nach meiner Einschätzung eigentlich (ziemlich) idiotensicher,

    das wird schon. :-)

    Die Auswahl der Module ist sicher eine wichtige Entscheidung,

    aber Du hast mir deinem Dach noch ein paar andere Herausforderungen zu lösen.

    Bei der Modulauswahl bin ich ähnlich wie yankee 42 vorgegangen. Ich habe einfach den Ertrag mit den Garantiewerten auf 20 Jahre gerechnet. Temperaturkoeffizient (ich habe einfach einen Mittelwert von 50 °C angenommen) und Degradation führen da zu überraschenden Ergebnissen.

    Da ist das teure Einzelteil auf Dauer preiswert. :-)

    Du musst dir aber auch die Dachbelegung anschauen.

    Es müssen eindeutig mehr Module auf das Dach.

    8 Module / String ist für einen 3-phasigen WR sehr wenig, ich bin kein Fachmann,

    aber wenn ich recht erinnere, dann werden hier im Forum

    11 bis 12 unverschattete Module / String als Minimum gehandelt, besser mehr.

    Das sollte aber auf dem Dach aber machbar sein. Einfach einmal puzzeln.

    man kann Module auch ohne nennenswerten Mehraufwand quer montieren.

    Die Methode mit "Modulschnipseln" auf Millimeterpapier ist da nicht ehrenrührig um eine auch optisch ansprechende Lösung zu finden.

    Du könntest auch überlegen zusätzlich sechs Module auf der Gaube zu montieren,

    dann kommst Du mit deutlich schwächeren (preiswerteren) Modulen in Richtung 10 kWp.

    Das geht dann aber nur noch mit einem SolarEdge-Wechselrichter.

    Der ist hier im Forum nicht unumstritten, ich bin aber sehr zufrieden damit.

    Da kommen alle Module in einen String und die Optimierer puzzeln dann jedes Modul in den optimalen Betriebspunkt.

    Das würde ich aber auch nicht mit weniger als 20 bis 22 Modulen in einem String machen,

    sonst büsst das System einen Teil seiner Fähigkeiten ein.

    Denk an Pflanze, Dach voll machen!

    Dabei ggf. auch optische Kompromisse eingehen, nach 6 Monaten schaut man nämlich nicht mehr so oft auf das Dach sondern viel häufiger ins Monitoring und freut sich über den schönen Ertrag.

    Der Wirkungsgrad ist eigentlich nur indirekt relevant. Bei Standardabmessungen (1,7 x 1 m) ist die absolute Modulleistung analog zum Wirkungsgrad. (hoher Wirkungsgrad = hohe Modulleistung)


    Es gibt 3 Temperaturkoeffizienten. (hier als Beispiel von den REC Alpha)

    Temperaturkoeffizient PMAX: -0.26 %/°C

    Temperaturkoeffizient VOC: -0.24 %/°C

    Temperaturkoeffizient ISC: 0.04 %/°C
    Relevant ist eigentlich nur der PMAX-Wert.


    Die Modulleistung wird bei Standardbedingungen: 20 °C, 1000W/m2 ermittelt.

    Mit jedem Grad über 20 °C reduziert sich die Modulleistung in diesem Beispiel um 0,26%

    Bei 70° Modultemperatur sind das hier -13 %

    Viele Module haben einen TKP von ca. -0,36 %/°C

    Bei 70 °C wäre es also - 18%


    Als praktische Erfahrungswerte:

    An kalten Tagen im April / Mai oder nach einer Wolkenpause liefert meine 9,75 kWp-Anlage bis zu 10 kW.

    An heißen Sommertagen kommt die Anlage kaum über 8 kW.