Beiträge von Janinamalin

    Ich will hier mal einen ganz anderen Aspekt aufmachen.


    Ich kaufe, wenn es irgendwie möglich ist, keine Produkte aus chinesischer Produktion.

    Mir ist klar, dass ein vollständiger Boykott Chinas, auch und gerade im PV-Markt, fast nicht machbar ist

    und dass heute in fast allen Produkten chinesische Komponenten enthalten sind.

    Aber wenn ich die Wahl habe, entscheide ich persönlich mich gegen Made in VR China.


    Schon seit langer Zeit verfolge ich mit wachsendem Entsetzen die zunehmend hemmungslose Missachtung

    fast aller mir wichtigen Werte durch die chinesischen Machthaber.


    Alle Welt echauffiert sich über Donald Trump,

    dabei ist dessen dumme Politik ein Kindergeburtstag

    verglichen mit der menschenverachtenden Repressionspolitik in der faschistischen Diktatur der Staatspartei in China.


    Aber wie sagte schon Brecht: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.


    Alleine kann man ja doch nicht ändern, also, warum soll ich meinen (kleinen finanziellen) Vorteil

    von so Nebensächlichkeiten wie der Beachtung der unveräußerlichen allgemeinen Menschenrechten beeinträchtigen lassen.

    Es machen doch schließlich alle so.


    Hab` übrigens erst in den letzten Tagen mitbekommen das REC die neuen Module (Alpha) auch in China produziert,

    die sind also auch keine Empfehlung mehr.

    Eigentlich sollte die Lösung doch recht einfach sein.

    Alle Module in einen String und fertig ist.

    Das ist durch umstecken direkt am WR machbar.

    Dann hat man zwar einen erhöhten Leitungsverlust,

    aber für den ersten schnellen Versuch sollte es reichen.

    Später kann der Solateur das immer noch auf dem Dach ändern.


    42 Module à 325 Wp = 13,65 kWp DC installiert.

    Max. DC-Anschlussleistung SE12,5k (neue Version ohne Display) lt Datenblatt = 16,85 kWp

    Passt

    Max. Strom im String 21 A bei 750 V Festspannung = 15,75 kWp

    Passt

    Mehr als 12,5 kW (91,6% der DC-Installation) sollte eigentlich nur sehr selten von Deinem Dach kommen,

    dann geht der WR halt kurz in die harte Begrenzung.


    Meine 370 Optimierer regeln bei Bedarf bis ca. 2 V runter,

    damit sollten in einem 42er String eigentlich alle Eventualitäten deines Dachs abgedeckt sein.


    Aber wie heisst es so schön: Versuch macht kluch.


    Mit den Monitoringfunktionen auf Modulebene wirst Du Deine Anlage schon verstehen.

    Mit etwas Geduld und gesundem Menschenverstand ist das alles nachvollziehbar.


    Mit

    U x I = P = konstant für das einzelne Modul inkl. Optimierer

    Summe U im String = 750 Volt konstant und

    I = konstant für alle Module im String,

    hat man schon die komplette SE-Theorie verstanden.


    Die verbockte WR-Parametrierung sollte man eigentlich leicht selber anpassen können.

    Die SE-Installationsanleitung für den WR ist im Netz verfügbar,

    sogar das Passwort und die Eingabe über die Tiptasten ist beschrieben.

    (Ich hab es jedenfalls für meinen SE 10K mit Display sehr schnell gefunden)

    Ich musste das Kapitel für die Parametrierung 2 x lesen,

    aber dann hatte selbst ich als absoluter Laie es kapiert.

    Ob das beim WR ohne Display auch so leicht geht weiß ich allerdings nicht.


    Nur Mut,

    ich glaube kaum das man da mit einem Fehler einen Totalschaden verursachen kann.

    (ohne Gewähr)


    Achtung:

    Vor dem Abnehmen der WR-Haube den WR ausschalten und warten bis die Spannung bei ca. 42V liegt

    (dauert ein paar Sekunden) sonst kann es unangenehm werden.


    Ich hab vor dem "Rumfummel" Fotos von allen Parametern gemacht

    um bei Bedarf alles wieder wieder in den Originalzustand bringen zu können.


    Andererseits ist der Solateur in der Pflicht seinen Mist zu beheben,

    Ich hoffe Du hast die Rechnung noch nicht komplett bezahlt,

    10 % Restbetrag können sehr motivierend sein.


    Gutes Gelingen,

    aber SE ist nach meiner Einschätzung eigentlich (ziemlich) idiotensicher,

    das wird schon. :-)

    Die Auswahl der Module ist sicher eine wichtige Entscheidung,

    aber Du hast mir deinem Dach noch ein paar andere Herausforderungen zu lösen.

    Bei der Modulauswahl bin ich ähnlich wie yankee 42 vorgegangen. Ich habe einfach den Ertrag mit den Garantiewerten auf 20 Jahre gerechnet. Temperaturkoeffizient (ich habe einfach einen Mittelwert von 50 °C angenommen) und Degradation führen da zu überraschenden Ergebnissen.

    Da ist das teure Einzelteil auf Dauer preiswert. :-)

    Du musst dir aber auch die Dachbelegung anschauen.

    Es müssen eindeutig mehr Module auf das Dach.

    8 Module / String ist für einen 3-phasigen WR sehr wenig, ich bin kein Fachmann,

    aber wenn ich recht erinnere, dann werden hier im Forum

    11 bis 12 unverschattete Module / String als Minimum gehandelt, besser mehr.

    Das sollte aber auf dem Dach aber machbar sein. Einfach einmal puzzeln.

    man kann Module auch ohne nennenswerten Mehraufwand quer montieren.

    Die Methode mit "Modulschnipseln" auf Millimeterpapier ist da nicht ehrenrührig um eine auch optisch ansprechende Lösung zu finden.

    Du könntest auch überlegen zusätzlich sechs Module auf der Gaube zu montieren,

    dann kommst Du mit deutlich schwächeren (preiswerteren) Modulen in Richtung 10 kWp.

    Das geht dann aber nur noch mit einem SolarEdge-Wechselrichter.

    Der ist hier im Forum nicht unumstritten, ich bin aber sehr zufrieden damit.

    Da kommen alle Module in einen String und die Optimierer puzzeln dann jedes Modul in den optimalen Betriebspunkt.

    Das würde ich aber auch nicht mit weniger als 20 bis 22 Modulen in einem String machen,

    sonst büsst das System einen Teil seiner Fähigkeiten ein.

    Denk an Pflanze, Dach voll machen!

    Dabei ggf. auch optische Kompromisse eingehen, nach 6 Monaten schaut man nämlich nicht mehr so oft auf das Dach sondern viel häufiger ins Monitoring und freut sich über den schönen Ertrag.

    Der Wirkungsgrad ist eigentlich nur indirekt relevant. Bei Standardabmessungen (1,7 x 1 m) ist die absolute Modulleistung analog zum Wirkungsgrad. (hoher Wirkungsgrad = hohe Modulleistung)


    Es gibt 3 Temperaturkoeffizienten. (hier als Beispiel von den REC Alpha)

    Temperaturkoeffizient PMAX: -0.26 %/°C

    Temperaturkoeffizient VOC: -0.24 %/°C

    Temperaturkoeffizient ISC: 0.04 %/°C
    Relevant ist eigentlich nur der PMAX-Wert.


    Die Modulleistung wird bei Standardbedingungen: 20 °C, 1000W/m2 ermittelt.

    Mit jedem Grad über 20 °C reduziert sich die Modulleistung in diesem Beispiel um 0,26%

    Bei 70° Modultemperatur sind das hier -13 %

    Viele Module haben einen TKP von ca. -0,36 %/°C

    Bei 70 °C wäre es also - 18%


    Als praktische Erfahrungswerte:

    An kalten Tagen im April / Mai oder nach einer Wolkenpause liefert meine 9,75 kWp-Anlage bis zu 10 kW.

    An heißen Sommertagen kommt die Anlage kaum über 8 kW.

    Zu den CSW Modulen kann ich dir nichts sagen.

    Bin ohnehin bestenfalls mit gefährlichem Halbwissen gesegnet.


    Im hochpreisigen Segnment fallen mit zusätzlich nur noch LG und Winaico ein.

    Die sind aber bezüglich des Temperaturkoeffizient nicht so gut

    (Temperatur mach mehr aus als man denkt, bei Vollsonne haben die Module schnell 70 oder 80 °C)

    Als Alternative zu SunPower wären bei mir REC-Alpha-Module ganz weit vorne.

    REC-Alpha

    Die sind in allen Garantien und technischen Daten auf Augenhöhe,

    sind zwar auch im Hochpreissegment angesiedelt,

    aber deutlich günstiger als SunPower.


    Würd ich heute bauen, kämen vermutlich die auf mein Dach.

    Zum Jahresende hin geht da vielleicht noch was.

    Der VW-Konzern wird die 95g/km punktgenau ansteuern um Strafzahlungen zu vermeiden.

    Die 95 dürfen aber aus Konzernsicht auch nicht unterschritten werden, da ja die zukünftigen Verbrauchsziele prozentual von 2020er Durchschnittsverbrauch abhängen.

    Das kommt dabei heraus wenn Politiker ihre Gesetze nicht zu Ende denken.

    Ich habe meinen geplanten BEV-Kauf gedanklich schon ins Jahr 2021 geschoben.

    Dann ist aus der ganzen "Ankünderitis" vielleicht etwas greifbares geworden,

    bisher sind ja die meisten E-Fahrzeuge kaum bis gar nicht lieferbar.