Beiträge von Janinamalin

    Naja, Siemens sucht halt nach einer Möglichkeit die Nutzungsdauer seiner alte Kraftwerkstechnik für eine Übergangszeit noch ein wenig zu verlängern. Ein großer Teil der Investition steht ja früher oder später in den stillgelegten Kohlekraftwerken zur Verfügung. Wenn der Speicher als quasi Wasserrohrkessel gebaut wird ist das System schnellstartfähig und kann mit 750 °C überkritisch betrieben werden. Das ist sicher eine mögliche Übergangstechnologie die bei entsprechender CO2-Bepreisung recht schnell wirtschaftlich werden kann um PV-Strom in die Nacht zu transferieren und um Dunkelflauten zu überbrücken bis das WW-GHÜ-Netz steht.

    CO2 direkt aus der Atmosphäre zu "entnehmen" wird vermutlich nie eine Lösung werden.

    Anders sieht es mit dem kleinen Umweg über die Biomasse aus.

    Die einzigen Ressourcen die Pflanzen benötigen um CO2 aus der Atmosphäre zu holen sind Bodenfläche, Wasser und Sonne.

    In einer Übergangsphase (vielleicht 30 bis 50 Jahre) wird man die gewonnene Biomasse mit abnehmender Tendenz als Energieträger einsetzen.

    In industrieellen Prozessen sehe ich keine technisch unlösbaren Herausforderungen um CO2 z.B. in Verbrennungsprozessen bis auf 70%, 80% oder noch höhere Konzentrationen anzureichern.

    Mit diesem Rohstoff kann die Chemische Industrie etwas anfangen.

    Auch PtG wird in dieser Übergangsphase eine Rolle spielen.

    Es gibt einfach zu viele Anwendungen für die Kohlenwasserstoffe als Rohstoff oder Energiespeicher mit hoher Speicherdichte erforderlich sind.

    Mit zunehmender Umstellung der Energieversorgung auf Solar- und Windenergie durch globale Vernetzung der Stromnetze und geeignete Kurzzeitspeicher kann die Biomasse dem Kreislauf der Energieerzeugung entzogen werden und entweder

    z.B. als Baustoff (z.B. Holz, wir müssen dringend so schnell und weit wie möglich raus aus der Betonwirtschaft),

    oder in geeigneten Lagerstätten, dem CO2-Kreislauf entzogen werden. Wer Kohle ausbuddeln kann, der kann auch Biomasse einbuddeln)

    Auch eine mineralische Bindung von CO2 ist sicher machbar, um das qualitativ zu bewerten bin ich aber zu wenig Chemiker.

    Wir haben nicht die Zeit dieses Projekt am Reißbrett zu 100% vorzuplanen (typisch deutscher Ansatz), sondern müssen den Prozess agil angehen.

    Die Zielrichtung ist klar, die reichen Nationen (die 10.000 reichsten Menschen der Welt würden vermutlich schon ausreichen) haben die finanziellen Ressourcen um das Projekt jetzt anzuschieben und sich den einen oder anderen Fehlschlag leisten zu können.

    Was wollen wir eigentlich mit all den Billionen unproduktiven Kapitals machen?

    Weiter mit Vollgas Richtung Abgrund,

    oder die Kurve kriegen und den Aufbruch in ein neues Zeitalter wagen?

    Geht nicht, gibt es nicht, man muss es nur wollen!

    Ich sehe aber im Zeitalter des oligopolischen Kapitalozäns den Willen nicht.

    Die, die tatsächlich die Möglichkeit hätten den Prozess in Gang zu bringen, werden als letzte, wenn überhaupt, die Konsequenzen ihres heutigen Tuns zu spüren bekommen.

    Ohne persönliche Betroffenheit ist aber die Bereitschaft zu disruptiven Verhaltensänderungen eher gering.

    (es sei den es winkt eine fette Rendite, aber da wäre man ja auch wieder persönlich betroffen)

    Machen wir uns nichts vor, selbst wenn sich > 50% der Weltbevölkerung einig wären täten sie sich sehr schwer damit die entscheidenden Menschen auf den erforderlichen Kurs zu bringen.

    Die Menschheit ist aber gerade auf dem genau entgegengesetzten Weg.

    Zersplitterung der Parteienlandschaft, fehlende Kompromiss- und Kooperationsbereitschaft, Abnehmende Solidarität und zunehmender Egoismus und Egozentrik, Nationalismus und Kleinstaaterei, Fokussierung auf den kurzfristigen Shareholder Value, gezielte Stimmungsmache und Meinungsmanipulation, populistische Scheinlösungen,....


    Ob sich Vernunft und Intellekt schnell genug durchsetzen werden?


    Die Hoffnung stirbt zuletzt,

    aber ich bin nicht mehr so Optimistisch wie in meiner Jugend.

    Da sehe ich einen der entscheidenden Vorteile von SolarEdge.

    Alle Module in langen Strings, sobald ausreichend Licht vorhanden ist puzzeln sich die Optimieren die erforderliche Stringspannung von 750 V irgendwie zusammen.

    Da ich keine Vergleichsanlage habe kann ich nicht sagen wie die Gesamteffizienz aussieht, aber den Mai habe ich trotz ca. 7% Schattenverlust (bestes Modul/Mittelwert aller Module) mit 122 kWh/kWp knapp über PVGIS Sollwert für eine unverschattete Anlage abgeschlossen. (PVGID = 121 bei angenommenen 10 % Anlagenverlust).

    Hier im Rheinland war der Mai nicht so dolle, also bin ich erst einmal zufrieden.

    Um der Diskussion etwas mehr Nahrung zu geben hänge ich einmal Bilder meiner neuen Anlage und des Schattenverlaufs auf meinem Dach an.

    Ohne Optimierer wäre die Ausbeute hier vermutlich eher bescheiden.

    Mit der aktuellen Leistung bin ich sehr zufrieden. Trotz Schatten und nicht unbedingt optimalem Maiwetter hier im Raum Düsseldorf liegt die Runrate der Anlage exakt auf Zielkus zu 100% PVGIS (121 kWh/kWp ohne Schattenverlust)

    Die Schattenverluste liegen aktuell bei 7% (bestes Modul/Mittelwert aller Module).

    Dabei liefert das schlechteste Modul (1.1.20 im Bild unten Rechts) 74% des Durchschnittswerts.

    Das beste Modul (1.1.19 im Bild oben links) liefert 107% vom Mittelwert.

    1. Langer String (30 Module).

    Sobald 12 Module in der Sonne sind liefern diese volle Leistung, unabhängig davon wie verschattet die anderen Module sind.

    2. Schattenmodule liefern ihren Schattenbeitrag ohne den String "runterzuziehen"

    3. Missmatching wird ausgeglichen während der String WR einen Mittelwert bildet.

    Bei mir streuen auch die unverschatteten Module um fast 4% im Tagesertrag (reproduzierbar)

    Warum?

    3 Module zeigen z.B. im Schwachlicht deutlich geringere Leistung als der Rest.

    Bei Vollsonne liegen sie dann mindestens auf dem Niveau der andern Module.

    Im Tagesertrag sind das trotzdem fast 2% weniger Ertrag als die Besten,

    sie sind aber auch nicht die schlechtesten.

    Lt Flashlist liegen 7 Wp (gut 2%) zwischen bestem und schlechtestem Modul,

    wobei es keinen eineindeutigen Zusammenhang zwischen Flashlist und Tagesertrag gibt.

    (Einer der 3 Schwachlichtschläfer ist z.B. das Top-Modul der Flashlist)

    4. Weil Anlagenanalyse auf Modulebene einfach Spaß macht :-)


    Hier jetzt die neue Anlage und die Schattenbilder.

    Ich wüsste nicht, wie man diesen Schattenlauf mit einer geschickten Verstrickung in den Griff bekommen könnte.

    Klar, Optimierer machen aus Schatten keine Sonne,

    aber anders als String WR mit Schattenmanagement werden die Schattenmodule nicht aus dem String genommen,

    sondern liefern ihre, wenn auch geringe, Schattenleistung.

    Das Bild unten zeigt den Tagesverlauf von Leistung (P) und Optimiererspannung (V) einer SE-Anlage für ein verschattetes (1.1.20) und eines unverschattetes Modul (1.1.19).

    Ob sich das lohnt kann ich wohl erst in einem Jahr etwas sicherer abschätzen, mein Bauchgefühl sagt mir aber,

    dass die Optimierer die 5-7 % Mehrkosten (ich habe für 9,75 kWp mit 325 W AllBlack LG-Modulen 1180 €/kWp bezahlt)

    wohl +- wieder hereinholen werden.

    Die Leistung find ich nicht nur recht ordentlich sondern sondern überwältigend gut.

    Fast 1000 kWh/kWp nach 22 Jahren. Respekt!

    Ich hatte bis vor wenigen Wochen die exakt gleiche Anlage auf dem Dach. (24 x GPV & ASP 2500)

    Inbetriebnahme 12.7.1996.

    Selbst im ersten Jahr hat sie keine 2000 kWh gebracht,

    in den letzten Jahren lag sie bei knapp über 1000 kWh.

    Ich habe allerdings erst bei der Demontage festgestellt, dass jeweils die untere Zeile der Modulzellen geringfügig durch das Montagesystem abgedeckt war. Zusätzlich hatte sich durch den Überstand des Montagesystems im Lauf der Jahre am unteren Rand der Module eine milimeterdicke Schmutzschicht aufgebaut, so dass die Module quasi dauerhaft teilverschattet waren.


    Ich habe jetzt vor einigen Tagen meine neue 9,75 kWp in Betrieb genommen.

    Wäre das nicht auch für Dich eine Überlegung wert.


    Die Bestandsanlage fällt 2021 aus der EEG-Vergütung und dann?


    Jetzt noch schnell neu bauen und die nächsten 20 Jahre EEG sichern.

    Ich habe die alte Anlage in ein Second Life verschenkt.

    Sie wird wohl irgendwann, irgendwo als Guerilla Anlage wieder aufgebaut.


    Das Geld für die neue Investition hat deine alte Anlage bei der Leistung und 50 ct/kWh doch lange verdient :-)

    Neue Anlage, saubere Module, Top-Leistung bei nur wenigen Wolken am Vormittag, 16°C, +- 20 km/h Wind

    Trotz Schatten habe ich gestern 7,07 kWh/kWp geerntet.

    (10 von 30 Modulen sind zeitweise im Schlagschatten umstehender Laubbäume)

    Rechne ich die Schattenmodule raus (SE-Einzelmodulüberwachung macht es möglich),

    komme ich für die unverschatteten Module auf 7,42 kWh/kWp.

    (Um hier vergleichsrichtig zu sein habe ich die Modulleistung um den WR-Wirkungsgrad nach unten korrigiert)

    Rechne ich Summe WR-Leistung / Summe Modulleistung komme ich auf einen WR-Wirkungsgrad von 97,8 %

    Der große WR scheint also keine gravierenden negativen Auswirkungen zu haben.


    Heute sind es trotz längerer wolkiger Phasen immer noch 6,52 kWh/kWp inkl. Schattenmodule.

    Morgen soll es wolkenlos sein, mal sehen was da noch geht.


    Hier einmal ein Vergleich zwischen einem unverschatteten und einem verschatteten Modul.

    Modulleistung: Grün & Blau

    Optimiererspannung: Rot & Orange

    Der Optimierer scheint bis 2V runter zu regeln und auch aus dem tief verschatteten Modul noch 30-40 W heraus zu kitzeln, während die unverschatteten Module (325 Wp) im Optimum laufen.

    Mir fehlt leider die Vergleichsmöglichkeit, es wäre interessant zu sehen was ein String-WR mit Schattenmanagement da rausholen würde.




    Hier einmal die Gegenüberstellung von Modulspannung und Optimiererspannung

    Zitat

    Die globale "Bevölkerungs_Explosion" wird auch als Ursache der Umweltzerstörung erkannt.

    Selbst mit der Relativierung "auch" ist diese Aussage nichts weiter als ein populistische Versuch über einen eher unbedeutenden Randaspekt von den tatsächlichen Ursachen der menschgemachten Weltzerstörung abzulenken.


    Die Welt hat ausreichend Ressourcen um auch 10 oder 15 Mrd. Menschen zu beherbergen, solange der Energieverbrauch dieser Menschen sich auf dem Verbrauchsniveau großer Teile Afrikas, Südamerikas oder Asiens bewegen.

    Das Problem ist nicht die Zahl der Menschen, sondern der Ressourcenverbrauch pro Kopf.


    Der "entwickelte" Teile Welt lebt seit über 200 Jahren weit über ihre Verhältnisse und beutet die Ressourcen der Welt zu Lasten der weniger entwickelten Regionen aus. Das ging gut, so lange die Ausbeuter in der deutlichen Minderheit waren.

    Jetzt will es sich der bisher ausgebeutete Teil der Welt aber auch so gut gehen lassen wie ihre Ausbeuter.

    Diese unterstützen diesen Prozess, bedeutet doch zunehmender Lebensstandard für sie in erster Linie zusätzliches Geschäft (Wachstum)

    Das wir damit die Lebensgrundlage für 90% oder 95% der zukünftigen Weltbevölkerung zerstören, ist denjenigen die diese Entwicklung steuern herzlich egal.

    1. Wird es diesem Teil der Weltbevölkerung (< 5%?) auch zukünftig gut gehen.

    2. Bis es richtig hart wird, haben die heutigen "Entscheidet" ihr Leben in vollen Zügen zu Ende genossen.


    Die Welt muss ihren Ressourcenverbrauch in den Griff bekommen

    (dabei ist der Klimawandel nur einer, wenn auch der aktuell wichtigste Aspekt)

    und in diesem Prozess wird diesmal die entwickelte Welt die Zeche zahlen müssen.

    (so oder so, das herzuleiten ist hier zu aufwändig)

    Je länger wir warten, umso unangenehmer wird es,

    aber ich sehe derzeit keine Tendenz das die Menschheit das ohne eine Katastrophe hinbekommt.

    Zitat

    Und das du alle Module mit +5 Wp bekommst, eher unwahrscheinlich.

    Ich würde da nichts zusätzlich berücksichtigen.

    Na das kommt wohl auf den Lieferanten an.

    Ich habe gestern die Flashliste meiner Module bekommen.

    LG325N1K-V5

    Nennleistung : 325 Wp

    schlechtestes Modul : 326,1 Wp

    bestes Modul : 333,5 Wp

    Mittelwert : 330,1 Wp


    Das sind bei 30 Modulen gut 150 extra Watt.


    Die Spannungswerte der Flashliste Voc & Vmpp liegen alle leicht unter den Angaben im Datenblatt (Bei leicht erhöhten Stromwerten). Die tatsächliche Leistung der Module würde bei dieser Lieferung also keinen Einfluss auf die Stringplanung nehmen.


    Vielleicht habe ich mit den Modulen aber auch nur etwas Glück gehabt.

    Die drei schlechtesten Module stammen von einer Palette mit einer deutlich früheren Seriennummer.

    Bei den beiden anderen Paletten mit aufeinander folgenden Seriennummern

    sind jeweils nur einige wenige Module unter 330 Wp.