Beiträge von boitelratte

    Bei der Gelegenheit kann ich ja mal fragen, ich beobachte das schon etwas länger: Weiß jemand, wann die Solarix 3020 und 5020 verfügbar werden, oder hatte vielleicht jemand sogar schon Gelegenheit, die auszuprobieren? Ich frage deshalb, weil Steca die Lücke im MPPT-Sortiment damit (endlich) geschlossen hat. Preislich scheinen die auch mit Victron konkurrieren zu können, der 5020 schneidet im Preis/Leistungsverhältnis sogar etwas besser ab als der 150/45 von Victron. Damit gibt's zum selben Preis ein Display und, bei einem reinen DC-Betrieb, mit dem SOC-gesteuerten Lastausgang ein rudimentäres BMS. Könnte was werden.


    Nein, ich krieg kein Geld von Steca. :D


    LG


    Boitel

    Nee, recht hab ich leider nicht, ich hab übersehen, dass Du die Batteriekapazität auch erhöhen willst.


    Grundsätzlich mal zu PWM/MPPT:
    Die Module, die Du da hast, werden mit den Werten so verkauft, um 12V/24V mit PWM zu machen. Dafür sind sie etwas teurer. Klar kannst Du die auch mit MPPT betreiben, aber den wesentlichen Vorteil von MPPT, billigere 60zeller u.ä. zu nehmen, lässt Du dann halt ungenutzt. Ebenso verschenkst Du, auf der anderen Seite, den Vorteil, mit den extra dafür gebauten Modulen, die Du ja schon hast, einen preiswerteren PWM zu nehmen.


    Ich war von 100Ah ausgegangen, und da wäre 10A der maximale Ladestrom gewesen - deshalb auch 75/10 oder 75/15. Wenn Du aber auf 300-400 Ah erhöhen willst, kannst Du natürlich grössere Ladeströme fahren und auch grössere Laderegler einsetzen.


    Der maximale Ladestrom mit 400Wp dürfte, inklusive Sicherheitsreserve, so bei 20A liegen. Du brauchst also mindestens einen 20A Laderegler.


    Hast Du schon mal an einen Steca PR 2020 oder, falls Du vielleicht irgendwann noch ein 3. Paar Zellen ranhängen willst, einen PR3030 gedacht?


    Wenn Du Victron MPPT machen willst, wäre meiner Meinung nach der 75/15 passend dimensioniert, die o.g. 20A Ladestrom wirst Du in der Praxis fast nie erreichen.


    Zu den Batterien: Ich kann Dir dazu nur so viel sagen, dass ich nach Erfahrungen mit Billig-Solarbatterien (flüssig) und Marken-AGM (eigentlich Gel) zu Marken-OPzS greifen würde. Hier im Forum werden auch immer wieder Traktionsbatterien (Trojan) vorgeschlagen, da kann ich aber, mangels Erfahrung, nix zu sagen.

    pvx:


    Ich hab, weil mich Dein Posting neugierig gemacht hat, Dich hier mal mit der Suchfunktion etwas gestalkt - ich wollte wissen, was Du sonst noch geschrieben hast, ich hoffe, das ist o.k.


    Ich habe über Deine Postings nachgedacht, und dann drängte sich ein Gedanke auf:


    Wenn ein Laderegler bei einer AGM Batterie den Ausgleich zwischen Gasungsrate und Rekombinationsrate über die Spannung regeln würde (anhand des Zelldrucks?), bedeutet das dann, dass:
    - sich die praktische Lebensdauer der Batterie drastisch verlängert?
    - sich kürzere Ladezeiten bis zu einer tatsächlichen Volladung ergeben würden?
    - die Geschichte quasi wartungsfrei wäre?


    Ich frage so blöde wegen der Folgen, die das bezüglich Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität für Bleilösungen als Speicher für regenerative Energien hätte.


    LG


    Boitel

    Zitat von pvx


    Du schreibst:"...beträgt der Schweifstrom bei 27,2 V Float gerade mal noch 350mA, und das wird bis heute abend noch weniger - ich denke, das kann man als "geladen" bezeichnen. "
    Ja das kannst Du als geladen bezeichnen, aber vollständig entsulfatiert ist der Akku erst, wenn der Schweifstrom bei dieser Ladespannung nicht mehr sinkt. Weil das keiner beachtet sulfatieren die Zellen mit jedem Zyklus ein wenig mehr bis nach vier Jahren der Kapazitätsverlust auffällt.


    Ich verstehe das als generelle Zustimmung zu der Strategie, den im Vergleich zu Flüssigbatterien größeren möglichen Ladestrom zu nutzen, um die Batterien möglichst schell vollzukriegen - damit die dann möglichst lange floaten. Plus zyklischem manuellem Zusteuern.


    Zitat


    3. Weil sie darauf hingewisen wurden, dass bei Einhaltung der alten Vorgaben, die Akkus innerhalb von drei Jahren austrocknen.
    ... und sie sind noch immer dabei, zu lernen.


    Aua. Also Float Senkung von 2,27V auf 2,25V beachten und überlange Absorptionszeiten vermeiden, würde das heißen. Keine Spannungen über 2,4V. Trotzdem empfehlen sie noch IUIa.


    Zitat


    Dir kann man nur empfehlen:
    [...]
    Ja, das ist aufwändig.


    Oh ja, besonders wenn die Batterien, gut belüftet, so verbaut sind, dass man von oben nicht drankommt. Ich schau mal die nächsten Tage, ob ich da ein Überdruckventil finde, dass sind 12V Blöcke, keine Zellen (Solar.Bloc VR M 150).


    LG


    Boitel

    Zitat von pezibaer


    das wird dir aber recht wenig bringen weil mit dem 702er wirst kein VE Smatz Netzwerk zusammen bringen, dazu brauchst schon den 712er.. + extra Temp Sensor. Ich würde dir anraten behalten den 700 und nimm einen Batterie Smart Sense dazu


    Danke für den Hinweis. Ich hab schon zwei Bluetooth-Dongles für Regler und BMS in der Ausführung mit der 1 hinten in der Artikelnummer, die können das.


    Zitat von boitelratte


    Was meinst du genau? Die Temperaturkompensations Sache? Die betrifft "generell" alle Bleibatterietypen nicht nur die AGM.


    Ergänzung bei AGM, sowas wie: Für die Lebensdauer von AGM- und Gelbatterien ist die korrekte Ladespannung mit Temperaturkompensation besonders wichtig.

    Zitat von mmmpv


    Die geringste Spannung unter Last zuvor war ein Stück über 2V, also sollte die Absorptionszeit 2/3 sein (lt. Post von boitelratte).
    Sind aber wieder 3 Stunden gewesen, Victron ESS.


    Ich hatte die Victron-Dokumentation wiedergegeben, und mein 100/50 macht das auch so. Ich hatte ja geschrieben, dass ich nicht weiß, ob sich das ESS genau so verhält.


    Zitat von mmmpv


    Wenn ich Euch richtig vertanden habe, ist es wichtiger den Ladestrom auf 0,1 C zu begrenzen - was ich habe...


    Ich hatte den letzen Abschnitt von egn genau anders herum verstanden. Beim drüber Nachdenken ist mir dann noch aufgefallen, dass Hoppecke auch die Angaben zum maximalen Ladestrom geänder hat. Alt: "Der Ladestrom sollte bei 5 A bis 20 A) pro 100 Ah Batteriekapazität liegen (C 10)". Neu: "6 x l10". Die Frage ist, was das heißen soll. 6 x C10 / 10? Unwahrscheinlich, das wäre eine Verdreifachung des zulässigen Ladestroms.


    egn: Vielen Dank, das ist doch mal ne Aussage. Ich hatte das Thema "Temperaturkompensation" bislang recht stiefmütterlich behandelt, weil Hoppecke das in der Dokumentation recht lax darstellt. Ich eile, ersetze den BMV 700 durch einen 702 mit Temperaturfühler, und vernetze den dann mit dem 100/50 per VE Smart Networking.


    @Pezi: Darf ich vorschlagen, dass das als Ergänzung unter AGM im Wiki aufgenommen wird, sofern Du dem inhaltlich zustimmst?


    LG


    Boitel

    Zitat von pezibaer

    einer erhöhte Spannung für Ausgleichsladung finde ich bei Gel Unangebracht und dem gegenüber steh ich sehr skeptisch


    Um erhöhte Spannung geht's ja nicht, nur um Ausgleichsladung mit Absorptions-Spannung, also 2,4V/Zelle - das wäre ja nicht mehr als eine verlängerte Absorptionsphase.


    Wenn ich zum Thema AGM/Gel und Solar eine Quintessenz ziehen sollte: Das ist ein Ritt auf der Rasierklinge, lädst Du zu wenig, riskierst Du Sulfatierung und Zellendrift, lädst Du zu viel, riskierst Du Ausgasung. Ich frag mich mittlerweile bei dem Eiertanz, den Hoppecke da bei den Betriebsvorschriften hinlegt, ob die sich da selber so hundertprozentig sicher sind, was denn nun das Beste ist.


    Jedenfalls vielen Dank noch mal für den Austausch, das war sehr erhellend.

    Zitat von pezibaer


    Yap.. nur wie gesagt das ist auch nicht der aller mittel weißheit... du wirst hier niemals die perfekte ladung zusammen bringen egal wie du es drehst.. außer du hast massive Überbelegung .. das ist halt typisch Insel.. und mit begrenzen verlierst den Strom wie für direkt nutzung ... was ist mit direkt nutzung und und und


    Ich hat's befürchtet :roll: Findest Du die anderen Einstellungen so o.k.?

    Zitat von pezibaer

    auf der anderen Seite wenn Spannung bei Hohen Ladestrom zu schnell steigt das er zu schnell aus der Absorbtion aussteigt dann ist dein Verhältniss Ladestrom zu Batteriekapazität schlichtweg nicht passend, was für zu hohen Ladestrom spricht


    Also würdest Du vorschlagen, den Ladestrom beim 100/50 zu begrenzen, z.B. auf 30A (das wäre C/10)?