Beiträge von boitelratte

    Jetzt mag ich, so als Stein des Anstoßes, doch noch mal was schreiben:


    Wir sind in einer Entwicklung, in der die Spannungen bei 60-Zellern durch die PERC-Technologie gerade steigen. Die Aussage "60-Zeller sind für 24V/PWM geeignet" ist genau so falsch, wie die Aussage "60-Zeller sind für 24V/PWM ungeeignet". Die einzig gültige Aussage, die man zur Zeit treffen kann, ist "60-Zeller sind für 24V/PWM bedingt geeignet" - insbesondere muss die benötigte Ladespannung des Speichers und der optimale Arbeitspunkt des Moduls betrachtet werden.


    Und aus diesem Grund wollte ich die Aussage

    Zitat

    Ein 60Z mit 28-32Vmpp was manchmal als 24V Modul Bezeichnet wird, geht auch an 12V, es kommt aber nur etwa die Hälfe der Leistung.

    so nicht stehen lassen. 60-Zeller in diesem Spannungsbereich sind keine "24V-Module", und falls jemand das für bare Münze nimmt, und dann ganz unbedarft auf die Idee kommt, sich Module mit z.B. 28,5V Ump und ein paar Trojan-Batterien zu holen, wird er oder sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit einer kurzen Lebensdauer der Batterien dafür büßen. Auf solche und ähnliche "Fußangeln" wollte ich hinweisen, und ich hoffe, mit dieser Klarstellung dazu beigetragen zu haben.


    Es gibt nicht nur "richtig" oder "falsch", "recht haben" oder "unrecht haben", sondern auch die differenzierte Betrachtungsweise, und die ist meist die einzig richtige.


    LG

    Boitel

    Ich dachte halt bei einer möglichst großen Batteriebank wirken die einzelnen Entladung sich nicht so negativ auf die Lebensdauer aus weil die Zyklen viel kleiner sind als bei einer batterie.

    Gute Idee, genau so ist es. Nochmal zu der Gasungssache: Wenn die mal ein bisschen gasen, bringt sie das auch nicht gleich um. Ich habe das auch nicht so gemeint, dass Du da jetzt daneben sitzen und den Ladevorgang beobachten sollst. Ich würde das mit dem Luftballon oder dem Tesastreifen einfach machen, und wenn der Luftballon sich etwas aufbläst oder der Tesastreifen angehoben ist, vielleicht mal etwas genauer schauen, wann das passiert, und die Ladespannungen / Absorption Time etwas anpassen.


    Grundsätzlich ist der Weg, den Du da einschlagen willst, richtig, also die Spannungen so hoch wie möglich wählen, damit die Batterie voll wird, und so niedrig, dass sie nicht ausgast. Das ist bei verschlossenen Batterien manchmal etwas Friemelei, lohnt sich aber, wenn man die Batterien ein paar Jahre benutzen will. 14,4V Absorption, 13,5V Float, 5 Std. "Max. Absorption Time" wären nach meiner Erfahrung mit VRLAs ein guter Anfang.


    LG

    Boitel

    Ich würde das ausprobieren. Die Dinger haben irgendwo ein Überdruckventil, kleb einen Luftballon oder einen Tesastreifen drauf, dann siehst Du, ob die Batterie "abbläst". Ist das der Fall, musst Du die Ladespannung der Ladungsphase, in der das passiert ist, runter setzen, bzw. bei der Absorptionsphase deren Dauer verkürzen. Gerade bei Victron hatte ich hier das Problem, dass die Länge der Absorptionsphase (Einstellung: "Absorption Time Limit") nicht fest eingestellt werden kann, sondern nach einem ziemlich fehlerträchtigen Algorithmus berechnet wird, und dann ist sie häufig zu lang und die VRLA gast. Wenn Du's mit dem Victron nicht vernünftig hinkriegst, würde ich mir einen anderen Laderegler, entweder SOC-gesteuert oder mit fester Länge der Absorptionsphase, holen.


    LG

    Boitel

    Ein 60Z mit 28-32Vmpp was manchmal als 24V Modul Bezeichnet wird, geht auch an 12V, es kommt aber nur etwa die Hälfe der Leistung.

    Bitte nicht böse sein, aber da muss ich jetzt widersprechen. Gerade 60-Zeller mit 28-32V sind nicht für 24V geeignet, außer man schaltet sie in Reihe.


    Wenn 60-Zeller und 24V, dann Ump >= 33V, oder meinetwegen >=32,5V bei VRLAs mit niedrigen Ladespannungen! Bei PzS mit Ladespannungen über 30V auf jeden Fall mehr, als Faustformel würde ich für hiesige Klimaverhältnisse und PWM "Umpmin > Ubatmax + 3,5V" nehmen. Bei MPPT noch mehr.


    LG

    Boitel

    Wie gesagt, ich sehe bei MPPT in Deinem Fall keinen Vorteil, eher im Gegenteil.12V wird mit MPPT auch richtig teuer. Ist aber natürlich Deine Entscheidung.


    Ich kenne persönlich weder Toyo noch Tracer aus eigener Erfahrung. Ich lese hier schon ein paar Jahre mit, es gab mehrfach von Händlern die Aussage, dass sie mit Tracern massive Probleme hatten, und deshalb im unteren Preissegment auf Toyo umgestiegen sind. Ich glaube, mich zu erinnern, dass es hier auch mal den Fall eines Tracer gegeben hat, bei dem bei einem Defekt ein Kurzschluss an der Batterieseite aufgetreten ist, das ist dann so eine Sache, wo bei mir etwas die Alarmglocken anspringen. Bei Toyo wäre der ML 4860 der kleinste, bei dem Du innerhalb der Spezifikationen des Datenblatts bleiben würdest. Wichtig ist bei AGM, dass Du den Laderegler nach den Anweisungen des Batterieherstellers einstellst, sonst ist die Lebensdauer des Akkus unter Umständen sehr kurz. Externer Temperatursensor ist bei AGM auch keine schlechte Idee.


    Ums Ausprobieren wegen der Solarleistung wirst Du nicht herumkommen, weil der Tagesertrag bei der Modulanordnung mit den herkömmlichen Tools schlecht durchzurechnen ist, die gehen von einer gleichen Ausrichtung der Module aus. Deine Stromverbrauch ist bei Deinen bisherigen Angaben, insbesondere im Bezug auf das Hauswasserwerk, schlecht abzuschätzen. Wichtig ist wie gesagt, dass die Batterien richtig voll werden, und damit ist gemeint, dass sie zuverlässig die Float-Phase erreichen, gerade bei AGMs. Je mehr die "Floaten", desto besser. Erreichen der Absorptions-/Boost-Spannung reicht auf Dauer nicht, da werden die Batterien Schaden nehmen. Also Ladezustand der Batterien unbedingt im Auge behalten, und ggf. PV nachrüsten.


    LG

    Boitel

    Hallo Peet,


    Beim Anblick der Simme hab ich mich (wieder mal) geärgert, dass ich meine vor Jahren mal weg gegeben habe. ;(


    Ich schließe mich scauter2008 an, PWM ist die sinnvollste Variante. Ein MPPT wird bei der praktisch permanenten Teilverschattung sowieso keinen definierten Arbeitspunkt finden. Schalte die Module parallel, und hol Dir einen PWM-Laderegler. Steca wäre nicht die schlechteste Wahl, billig-PWM aus Fernost sind oft nicht mehr als Spannungsbegrenzer, die keine qualifizierte Batterieladung (IUoU) machen. Die meiste Zeit wird das mit PWM und Deinen 31V-Modulen prima funktionieren, nur bei sehr hohen Temperaturen wirst Du möglicherweise Probleme bekommen. Die von Dir genannten Akkus brauchen im 24V-Betrieb keine Spannungen über 29V, dass kommt in diesem Fall sehr gelegen.


    Ich würde es erst mal mit den Modulen und einem PWM-Laderegler probieren. Auf 72-Zeller kannst Du immer noch gehen, falls der Strom nicht reicht, die sind für PWM auch gut geeignet. Laderegler vielleicht ein Steca PR3030 oder, falls Du etwas Reserve für ein viertes Modul lassen willst, ein Solarix 4040. Königsklasse (ab 200€) wäre ein Tarom 4545, der hat, wie gesagt, auch ein (einfaches) Überschuss-Management und diverse programmierbare Steuerkontakte. Damit sollten dann, bei Deiner Verschattungssituation, sogar bis zu fünf Module möglich sein.


    Wo ich mich den ganzen Vorrednern hier auf jeden Fall anschließe, ist, dass Gleichstrom-Pumpen auf jeden Fall sinnvoll wären. Du könntest Dich zum Beispiel mal im Camping-Bereich umschauen, da gibt's viel so Zeug.


    Wichtig ist allgemein, dass Deine Batterien wirklich richtig voll werden, betreibst Du sie permanent im teilgeladenen Zustand, werden sie recht schnell kaputt gehen (Sulfatierung). Sollte das der Fall sein, auf jeden Fall mehr PV aufs Dach, bevor die Batterien schaden nehmen.


    Zum Abschluss noch der Hinweis, dass es Coulomb-Zähler (= "Tankuhr" für die Batterie) von diversen Herstellern gibt, nicht nur die Victron BMV. Studer fällt mir z.B. noch ein, man findet sowas aber auch bei Ebay&Co aus Fernost. Wichtig ist, dass der Strom gemessen wird, dass merkt man daran, dass da ein sogenannter "Shunt" im Lieferumfang enthalten ist, der in den Batteriestromkreis eingebaut wird. Die genannten Steca-Laderegler haben so etwas für den reinen Gleichstrombetrieb schon eingebaut, der Tarom 4545 kann so etwas auch mit einem Wechselrichter, der muss dann allerdings auch von Steca sein, oder man holt sich einen (teuren) Steca-Stromsensor dazu.


    Hope that helps.


    LG

    Boitel

    Jetzt fühl ich mich doch genötigt, hier noch mal was zu schreiben, um Pezis "Thread ins Off-Topic ziehen" etwas entgegen zu setzen - mir geht es nämlich um das Thema des Threads, nicht um sinnfreie Behauptungen über das Victron Protokoll. Der Code wird so laufen, aller Voraussicht nach auch in Zukunft, das Klartext-Protokoll wurde in seiner ganzen Geschichte (im Gegensatz zum HEX-Protokoll) laut Dokumentation nur ein mal in seiner Bedeutung geändert ("I", "IL", zwischen 1.14 und 1.15, nur bei LR mit Lastausgang relevant). Also lasst Euch nicht verunsichern, wenn Ihr was Eigenes machen wollt, und bildet Euch am Besten eine eigene Meinung, das ganze Zeug findet sich hier und hier.


    Wie gesagt, ich hab das nur gemacht, weil die Victron-LR halt hier vorhanden sind, und die billigste Datenquelle abgeben. Dafür muss man halt raten, was da mit der Batterie so passiert, und das kann schief gehen. Das funktioniert jetzt so gut, wie's halt möglich ist, und ich werde da nicht mehr groß Arbeit reinstecken, das lohnt nicht. Ausnahme ist halt das, was ich ursprünglich zugesagt hatte, also Schaltplan für Atmega-Standalone-Lösung. Wenn jemand Fragen hat, weil er was Eigenes machen oder den Ansatz weiter entwickeln will, stehe ich aber selbstverständlich auch gerne zur Verfügung.


    Jetzt noch mal die eigentliche Frage, bevor sie untergeht:


    Hat jemand Interesse, gemeinsam in einem Open-Source Projekt direkt mit Sensoren an die Batterie(n) ran zu gehen, um die Liste, die uns PVX dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat, in praktische Technik umzusetzen und ggf. neue Ansätze für die Ladetechnik zu erkunden? Idealer Weise würde mir ein integriertes System à la Electrodacus vorschweben, halt für Bleibatterien und mit einem stärkeren Focus auf das Batterie- und Überschussmanagement. Das erfordert Einiges an Manpower, ich würde das auch alleine angehen, aber mit mehreren Leuten geht's halt schneller und macht mehr Spaß. Als ersten Schritt könnte man z.B. in diesem Thread hier Ideen zusammen tragen und diskutieren. Sollte das nicht möglich sein, weil Leute da wieder gezielt querschießen, wäre ich dafür, mit Interessierten eine eigene Mailingliste aufzuziehen, und hier nur noch ab und an zu berichten. Diese komischen Grabenkämpfe hier um nix und wieder nix bringen einen in der Sache nicht vorwärts, sie sind ermüdend, und kosten nur Zeit. Ich würde mich auch bereit erklären, eine solche Mailingliste einzurichten, falls hier Interesse vorhanden ist.


    Wie sieht's aus?


    LG

    Boitel

    Korrigierte Version hier: Victron-Float.zip Ein Kommentar passte nicht zum eingestellten Wert.


    .. das HEX Protokoll von Victron ist doch nicht instabil???

    Ich zitier mal aus der Victron-Dokumentation, und dann erzähl mit noch mal, dass das stabil ist. Meiner Meinung nach ist das geradezu dafür gemacht, dass es bei einem Softwareupdate abgeschossen wird. Wer sich Solcherlei antun mag, und dann nach einem Softwareupdate mit genervten Usern rumschlagen, der soll das tun. Ich nicht, und viele andere (z.B. EmonCMS) auch nicht. Genervte Entwickler zu zitieren, die sich per Disqus bei Victron beschweren, spare ich mir jetzt. Ich hatte übrigens nicht vor, hier Victron-Bashing zu betreiben, aber wenn Du drauf bestehst, ist es bei der gegebenen Lage auch nicht schwierig - da tust Du als Victron-Großhändler Deinen blauen Schlümpfen einen richtigen Gefallen, wenn Du das Thema hier breit trittst. :-) Wissen die das?

    Und die Liste lässt sich prima fortsetzen. :-)


    Du hast vollständig recht, schwierig ist das HEX-Protokoll nicht. Und Du hast auch völlig recht, wenn Du schreibst, dass man das auf dem Arduino implementieren kann. Alles prima, sofern es einem egal ist, ob das Zeug, was man da veröffentlicht hat, nach dem nächsten Firmware-Update noch funktioniert. ;-) Laut den Disqus-Kommentaren bei Victron wurde das Klartext-Protokoll nie abgeschaltet, sondern nur die asynchronen HEX-Messages eingeführt, was aus den genannten Gründen sicherlich vielen Probleme gemacht hat. Wenn Du anderes behauptest, bitte ich, das aus der Victron-Dokumentation zu belegen. Dann müsste ich was überlesen haben, und das glaub ich nicht.

    Über die Sinnhaftigkeit eine Offgridinsel abzuschalten wegen zu geringer Floatzeit bin ich gespannt ob du Unterstützer finden wirst :)

    Was unterscheidet Deiner Deiner Meinung nach Abschaltung zum Batterieschutz über die Float-Zeit von einer Abschaltung zum Batterieschutz über SOC oder Spannung?


    Mitstreiter, um das Victron-Zeug weiter zu entwickeln, suche ich übrigens gar nicht, ganz im Gegenteil, da will ich von loskommen, um Herstellerunabhängig zu werden, und vor allem, um die Liste von PVX umzusetzen. Das steht da auch klar und deutlich, von daher ist auch hier klar im Vorteil, wer lesen kann.


    Dass von Dir so was kommen würde, war klar. Ich weiß auch, dass Du's viel besser kannst, deshalb steht bei Dir im Wiki auch seit Jahren "Cumming soon" neben den ganzen Victron-Arduino Sachen. :-)


    Ich antworte jetzt nicht mehr auf Deine Postings zu dem Thema, o.k.? Das ist mir echt zu blöd, und wieder mal komplette Zeitverschwendung.


    LG

    Boitel

    Hallo Ihr,


    Mir sind bei der Entwicklung der Float-Geschichte mit dem Victron-MPPT ein paar ziemlich wichtige private Dinge dazwischen gekommen, was u.a. dazu führt, dass ich im Moment ganz woanders bin und aktuelle weder Zugriff auf einen vernünftigen Computer noch auf einen Victron-Laderegler habe. Da die Software aber stabil und zuverlässig funktioniert, veröffentliche ich das jetzt so als Notbehelf einfach mit Fritzing-Breadboard-Schaltung. Code und Fritzing unten.


    Hinweise:

    Die Originale-Schaltung ist mit dem aufgebaut, was ich gerade zur Hand hatte. Als Optokoppler (U1) kommt Original ein PC817c zum Einsatz. Der 4N35 war der einzige Optokoppler in der Fritzing-Library,die mir im Moment zur Verfügung steht, es sollte klappen, ich hab's aber nicht getestet, im Zweifelsfalle den PC817c nehmen. Andere Optokoppler, falls zur Hand, sollten auch klappen, ggf. muss man R3-R5 dann anders dimensionieren. Aktuell zieht die Schaltung 5mA aus dem LR, Victron spezifiziert 10mA Dauer und 20mA Peak, da ist also noch Luft drin. Die Belegung von J1 ist, noch links nach rechts: GND, TX, VCC. Grove-Stecker passen in den Victron-LR gut rein, wenn man mit dem Seitenschneider alles Überflüssige wegknipst.


    Zur Software: Eine vollständige Implementierung nach Victron-Recommendations ist mit dem Atmega 328 nicht möglich. Victron empfiehlt zwei Buffer a 792 Byte, das ist mit den 2k RAM des Atmega eigentlich nicht möglich, wenn man noch irgend was anderes machen will. Hilfweise habe ich nur einen Buffer genommen, aus dem die nötigen Werte dann ausgelesen werden, wenn die Checksumme o.k. ist, das funktioniert zuverlässig. Es gibt Implementierungen, die versuchen, den String einfach per Timeout einzulesen. Ich habe das versucht, und dann verworfen, weil der Victron auch ungefragt asynchrone HEX-Messages ausspuckt, und das führt zu Problemen, wenn die innerhalb des Timeouts vor oder nach den Text-Nachrichten kommen. Schlimmstenfalls gibt es dann einen Overflow, wenn der Buffer zu klein ist. Victron hat noch ein Hexprotokoll, dass aber sehr instabil ist, weil da die Bedeutung von Registern, oder sogar deren Länge(!) ohne Vorankündigung geändert wird, und so Scherzchen. Die seriösen Sachen, die zuverlässig laufen sollen (EmonCMS & Konsorten) setzen alle auf das Text-Protokoll.


    Was macht das: Es ist sinnvoll, sich zum Einstieg das Ursprungsposting durchzulesen, Man kann eine Mindest-Float-Zeit pro Woche definieren. Wird die nicht erreicht, wird abgeschaltet, und erst nach einer definierten Float-Zeit wieder eingeschaltet, man kann also bei Mangelladung eine Schnarchladung erzwingen, um der Sulfatierung der Batterie vorzubeugen. Zum Ein-Ausschalten wird PIN 8 benutzt, dass ist aber in den Defines änderbar, genau wie die Grenzwerte. Der Benutzer wird optisch vorgewarnt, wenn mangels hinreichender Volladung die Abschaltung bevorsteht, mit den Default-Werten beträgt die Vorwarnzeit mehrere Tage, in der der Benutzer Zeit hat, seinen Stromverbrauch dem Ertrag anzupassen.

    Zusätzlich gibt es noch eine konventionelle Unterspannungs-Abschaltung, die sich allerdings von den gängigen Lösungen dadurch unterscheidet, dass nicht bei einer gewissen Spannung, sondern erst bei Erreichen der Float-Phase wieder eingeschaltet wird. Dadurch soll erreicht werden, dass auf jeden Fall vor dem Wiedereinschalten eine annähernde Volladung erreicht wird, eine rein spannungsgesteuerte Lösung kann das nicht garantieren.


    Ideen, die ich noch hatte, aber die bisher nicht umgesetzt sind (sollte aber nicht schwierig sein):

    • Merhrere Lastausgänge, die durch unterschiedliche Grenzwerte getriggert werden. Ziel wäre es, die Last dynamisch dem Ertrag anzupassen.
    • Scoring der täglichen Ladungen, statt stur "Float-Zeit pro Woche". Beispiel wäre, bei 90% Floaten an einem Tag die doppelte Punktzahl zu vergeben - in dem Fall ist eigentlich klar, dass die Batterie sich dem "100%"-Ideal zumindest recht weit genähert hat. Passiert das zwei Tage in Folge, könnte man noch höher scoren.

    Wenn Ihr Fragen habt, fragt. Es kann im Moment, wie gesagt, ein paar Tage dauern, bis ich antworte, es gibt nun mal ein Leben außerhalb von Internet und Photovoltaikforum. Ab Anfang Juni sieht's bei mir voraussichtlich wieder besser aus.


    Wie gesagt, dass tut mir alles leid, ich kann's halt nicht ändern. Ich hoffe trotzdem, dem einen oder anderen mit der Sache, auch bei der Verwirklichung eigener Ideen, etwas geholfen zu haben.


    Für die Zukunft würde ich, im Sinne dieses Threads, lieber mit passenden Sensoren an die Batterien rangehen. Sich von einem einzelnen Hersteller abhängig zu machen, um dann bei Sachen zu raten, die man mit dem passenden Sensorium auch wissen könnte, erscheint mir nicht besonders sinnvoll. Hätte jemand Lust auf sowas, auf GPL-Basis? Wenn man Geld verdienen will, hindert einen die GPL ja nicht daran, man kann's nur nicht exklusiv machen. Ich selber stehe kommerziellen Ansätzen ziemlich kritisch gegenüber, aber das gilt selbstverständlich nur für mich. Vorteil der GPL wäre auf jeden Fall ein gewisser Schutz vor Patenttrollen, Abmahn-Anwälten und ähnlich "nett" gesinnten Zeitgenossen.


    Victron-Float.zip


    LG

    Boitel

    Zu der ersten Sache: Wird die unter Linux laufende serielle Schnittstelle an die VM übergeben, oder das rohe USB-Device? Ersteres würde wahrscheinlich Probleme machen, wenn die Victron Software sich an der USB-ID orientiert. Ich bin mir aufgrund Deiner Darstellung nicht sicher, wie Du das im Moment machst.


    Ganz allgemein hatte ich mal Probleme, USB2-Geräte durchzureichen, die in einem USB3-Port steckten.


    Zur zweiten Sache: Ich kenne den Effekt, dass Victron-BT-Sachen mit einem Smartphone laufen, und mit einem anderen nicht. Bei Problemen, die mit dem Dongle zusammen hängen, kann man versuchen, das Gerät komplett aus den "Gekoppelten Geräten" zu entfernen, und sich neu zu verbinden. Dass Du nicht die Android-Bluetoothsuche benutzen darfst ("Abbrechen" drücken!), sondern das Suchen der Victron-App überlassen musst, ist klar, oder?


    LG

    Boitel