Unternehmensform PV-Anlage Bereich von 700kWp

Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.

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Re: Unternehmensform PV-Anlage Bereich von 700kWp

Beitragvon Taderius » 24.11.2014, 10:35

Hier ein kleiner Tipp, es gibt Berufsträger, auch Steuerberater genannt, Du solltest an diese mal denken.

Ansonsten ein Tipp von mir "E wei einfach"!! Die Besteuerung kommt immer irgendwo an, dann muss versteuert werden, der Weg dahin aber ist unterschiedlich.
Wir als Berater freuen uns sicherlich über doppel und mehrstöcke Unternehmensformen, gibt tolle Rechnungen!! Das aber sollte nicht Dein Ziel sein.

Wie bereits oben schon beschrieben:

Kinder? vererben/verschenken? Rente? Finanzierung? Einkommen/ Einkünfte? Verschiebung dieser Einkünfte z. B. auf Kinder etc.
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Re: Unternehmensform PV-Anlage Bereich von 700kWp

Beitragvon Sonnenstevie » 24.11.2014, 10:45

Wobei eine GmbH & Co. KG noch unter "einfach" fällt, auch wenn es eine Rechtsform ist, die aus mehreren Gesellschaften besteht.
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Re: Unternehmensform PV-Anlage Bereich von 700kWp

Beitragvon Taderius » 24.11.2014, 12:35

gut, wo aber soll der Vorteil sein, die GmbH hat und bekommt kein Geld, die Banken wollen eh Sicherheiten haben, dann ist die erste Frage: und wer haftet??

Na logisch, eine natürliche Person, besser noch mehrere davon!!

Wir reden hier von ca. knapp 700.000€...
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Re: Unternehmensform PV-Anlage Bereich von 700kWp

Beitragvon rt-rsz » 24.11.2014, 19:50

Hallo,

erstmal besten Dank für die zahlreichen Stellungnahmen.
Lasst mich noch euch zwei drei Gendanken mitteilen.
1) Mein Ziel ist dass ich noch bis 2020 ganz normal arbeiten gehen (Maschinenbautechniker)

2) Dann sind die „Altanlagen“ abbezahlt und ich bin knapp über 50 Jahre. Ab 2020 reicht mir dann das Einkommen von den 150KWp denn da sind Anlagen aus 2009 dabei die verzinsen sich mit 12% und mehr.

3) Die „Altanlagen“ müssten mich dann bis ca. 2028 hinsichtlich Einkommen „versorgen“ 

4) Ab 2025 müsste dann die 700KWp Anlage diese Versorgung mit übernehmen (abbezahlt sein)

5) Geplant ist, in die 700kWp Anlage ca. 20% EK zu stecken, der Rest wird finanziert!

6) Als Sicherheit will die Bank eine Dienstbarkeit 1. Ranges (Habe bei der Bank allerdings noch nicht angesprochen in welcher Unternehmensform das Projekt realisiert wird). Müsste aber vermutlich bei einer Dienstbarkeit 1. Ranges nahezu nicht relevant sein.

7) Kaufpreis: ihr habt leider nicht recht, denn der Kaufpreis liegt oberhalb von 1000,- € / kWp allerdings ist da die Pacht für das Dach auf 20 Jahre inklusive.

Sonnige Grüße
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Re: Unternehmensform PV-Anlage Bereich von 700kWp

Beitragvon Sonnenstevie » 26.11.2014, 14:43

Die entscheidende Frage ist für mich, ob Du mit 20 % Eigenkapital eine Finanzierung mit Haftungsbeschränkung durch eine GmbH & Co. KG hinbekommst. Das hängt von der jeweiligen Bank ab. "Müsste aber bei einer Dienstbarkeit ersten Ranges nahezu nicht relevant sein", tut mir leid, das sehe ich nicht so. Banken wollen tendenziell so viele Sicherheiten wie möglich.
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Re: Unternehmensform PV-Anlage Bereich von 700kWp

Beitragvon Kollektor » 26.11.2014, 16:04

Es wird Banken geben, die auch ein haftungsbeschränktes Unternehmen zu 80 % finanzieren wenn sie

- PV einschätzen können
- der Businessplan stimmt und
- der Geschäftsführer eine einwandfreie Historie hat.

Die geforderten Zinsen werden dann aber in keinem für den Betreiber akzeptablen Verhältnis mehr stehen zum Betrieb einer PV-Anlage nach dem EEG 2014.

Die Umweltbank war eine Spezialbank, die solche Vorhaben nach Prüfung finanziert hatte. Das Betriebskonto musste bei größeren Projekten bei der Umweltbank geführt werden. Wenn die Performance nicht stimmte und kein Geld nachgeschossen wurde, wurde der Kredit gekündigt, die Anlage verwertet und das EK war mit der Anlage weg.
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Re: Unternehmensform PV-Anlage Bereich von 700kWp

Beitragvon Kollektor » 28.11.2014, 16:29

Kollektor hat geschrieben:Die Umweltbank war eine Spezialbank, die solche Vorhaben nach Prüfung finanziert hatte.


Habe inwischen erfahren, dass die Umweltbank weiterhin größere PV-Projekte finanziert ! Und zwar zu 1,9 % p.a.. Einfach dort anfragen. Sorry für die Falschinformation die ich irgendwo aufgeschnappt und nicht verifiziert hier weitergegeben habe.
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Re: Unternehmensform PV-Anlage Bereich von 700kWp

Beitragvon Sonnenstevie » 28.11.2014, 17:03

Konntest Du auch in Erfahrung bringen, ob die Umweltbank Projekte mit einer Haftungsbeschränkung über eine Projektgesellschaft finanziert?
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Re: Unternehmensform PV-Anlage Bereich von 700kWp

Beitragvon Kollektor » 28.11.2014, 18:05

Sonnenstevie hat geschrieben:Konntest Du auch in Erfahrung bringen, ob die Umweltbank Projekte mit einer Haftungsbeschränkung über eine Projektgesellschaft finanziert?


Nein, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Am besten dort direkt nachfragen.
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Re: Unternehmensform PV-Anlage Bereich von 700kWp

Beitragvon JschulzeP » 28.11.2014, 18:20

Gmbh für 700 kwp ? Sehe ich keinen Grund!!
Es wurden früher 200kwp gebaut für die Invest Summe.Das Geld sollte man sparen und eine Ertragsversicherung abschließen (siehe ibc sorglos Paket) .Wer jedoch kein Vertrauen in das Invest hat sollte sich etwas anderes suchen! 700kwp würde ich problemlos finanzieren lassen ohne EK und Nachts trotzdem ruhig schlafen. ...
Viel Glück
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2016: 88kwp Qcells,SMA
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2018: 9.8 kwp LG,SMA/ Tesla Powerwall 2
2018: 750 kwp
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