PV auf Hallendach, Förderungen, und viele Fragen

Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.

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Re: PV auf Hallendach, Förderungen, und viele Fragen

Beitragvon alterego » 21.05.2017, 10:19

Einfach ein paar Gedanken, ohne konkret auf die Fragen einzugehen, das hat Ralf ja schon gemacht. Das hier wäre Stoff für einige Threads.

Bei der Wiese braucht es schon mehr als eine Baugenehmigung um Vergütung zu bekommen. Da sie nicht bereits versiegelt ist (hätte man das früher gewußt, hätte man die schon mal als Parkplatz aufgeschottert ;) ) dürfte es schwer werden. Gibt es da einen Bebaunungsplan und von wann ist der und was steht da drin?

Eine weitere Option wäre Volleinspeisung, das macht den geringsten bürokratischen Aufwand (edit: Lieblingstehma von ose, daher war er mal wieder schneller). Das kann man wirtschaftlich auch völlig vom bestehenden Betrieb trennen (seeehr zu empfehlen ist dann eine erstrangige Dienstbarkeit im Grundbuch für die Dachnutzung und nötige Betretungsrechte und ein Vertrag, der das finanzielle regelt). Das könnte auch ein Außenstehender realisieren, da du das Geld wohl gerade "über" hast, wird das aber nciht in Frage kommen.
BTW: was sagt denn der Solarteur zu elektrischen Anschluß? Wenn man an die Mittelspannung muß (sieht nach demBild wahrscheinlich aus) und man sich dadurch bei Überschußeinspeisung auch den Bezug an Mittelspannung erkauft, könnte das für den Strombezug teuer werden (die kWh ist zwar günstig, aber die Kosten für die Messung und die "Grundgebühr" sind erheblich höher als an der Niederspannung).

Dir ist schon bewußt, daß du den Speicher nicht abschreiben kannst, wenn der vorwiegend dazu dient deinen privaten Eigenverbrauch zu erhöhen?
Du kannst intern abrechen wie du lustig bist, steuerlich gibt es Regeln wie die Entnahme für private Zwecke zu handhaben ist.

Wenn die Statik ein Problem wird, mach es wie Aldi und verwende eine Indachlösung. Dann hast du auch gleich ein (richtig gemacht auch dichtes) Dach.

Wenn du schon dabei bist, könnte man das Hausdach auch gleich belegen.

Vergiß das ganze Zeug mit Heizstab im Pufferspeicher oder Nachtspeicher, da müßte die Einspeisevergütung schon deutlich sinken, damit sich das wirtschaftlich rechnen würde.

Das ganze "Cloud-Zeug" ist in meinen Augen nur dazu da um Speicher zu verkaufen weil man damit deren Wirtschaftlichkeit schönrechnen kann. Die richten sich aber imo alle an normale Haushalte mit ANlagen bis 10kWp und Verbrauch bis ca. 5000kWh.

innogy (und andere) machen Direktvermarktung von Strom aus EEG-Anlagen, das ist ab 100kWp verpflichtend vorgeschrieben, kann man aber auch darunter machen. Dafür bekommt man (vereinfacht) 0,4ct/kWh mehr Vergütung, bruacht aber auch zusätzliche Technik um die Direktvermarktung zu ermöglichen und natürlich wollen die Direktvermarkter für ihre Dienstleistung auch (natürlich von dir) bezahlt werden.

OT: 10000kWh für 4 Personen in zwei Haushalten - denke da sind noch viele Verbraucher, die viel mehr brauchen als es heutzutage möglich ist oder man nutzt sie nicht effizient.
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Re: PV auf Hallendach, Förderungen, und viele Fragen

Beitragvon kalle bond » 21.05.2017, 11:05

Pegasus001 hat geschrieben:Ach ja, Dach wird wohl vollgemacht, und etwas später (müssen noch ein bisschen sparen) auch die große Wiese hinter der Halle (evt. noch mal 600 m².) Aber da muss ich mich auch noch schlau machen. IMHO gibt es ja hier nur die Hälfte der Einspeisevergütung...) Würde sich lohnen dann den Eigenbedarf von der Wiese zu holen und den Strom vom Dach zu verkaufen....ist erst mal eine Idee...geht so was?


Kannst du bitte die Abmessungen des Daches einstellen und die Gebäudehöhe, sowie PLZ?
Zusätzlich ein Google Maps Foto, damit man erkennen kann, ob sich Aufbauten auf dem Dach befinden und die Ausrichtung des Gebäudes.
Dann kann man dir schon mal eine PV Anlage empfehlen bzw die Größe berechnen, bzw den Gestelltyp.
Danach können Angebote eingeholt und hier eingestellt werden.
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Re: PV auf Hallendach, Förderungen, und viele Fragen

Beitragvon Janne » 21.05.2017, 12:44

Firma GmbH? Dann ggf einfach Trennen, einen kleinen Teil fürs Haus inkl Eigenverbrauch und auf der Firma den fetten Teil mit Eigenverbrauch für die FA.
Akku weglassen und Maximum drauf.
Eindeckung Trapezblech mit entsprechenden PV Schienehaltern. Günstigste Varianten fürs Befestigen.
Indisch würde ich nicht machen, falls mal was dran ist und dann gemacht werden muss. Immer nach dem KISS Prinzip aufbauen.
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http://www.tischlermeister-aachen.de/PV/
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Re: PV auf Hallendach, Förderungen, und viele Fragen

Beitragvon Pegasus001 » 21.05.2017, 13:15

Boah, Ihr seit fix....also der Reihe nach:
Zunächst @Ralf Hofmann
Du bekommst für jede in`s Netz eingespeiste kWh von einer Dachanlage etwa 12 Cent EEG-Vergütung.
Du zahlst für jede selbst verbrauchte kWh 40% der aktuellen EEG-Umlage (derzeit 6,88 Cent) 2,75 Cent (bei einer Anlagengröße 10 kWp+) EEG-Umlage.
Du zahlst für jede von fremden Dritten selbst verbrauchte kWh 100% der aktuellen EEG-Umlage, derzeit 6,88 Cent.

Das ist verstanden, muss ich die EEG Umlage für Eigenverbrauch, also die 2,75 Cent auch zahlen, wenn ich die Anlage komplett aus der Firma bezahle? Also keinerlei staatlichen Förderungen in Anspruch nehme?
"Nahezu" wär` mir zu wenig. 100% stromautark oder ganz bleiben lassen.

100% würde aber auch bedeuten, dass ich im Winter genügend Strom bekomme, um trotz Heizung auch über die Nacht zu kommen....richtig? Ist das überhaupt möglich?
Wenn Du eine Baugenehmigung dafür bekommst, ist`s eine Überlegung wert.
Vergütung nach EEG liegt um die 8,5 Cent/kWh bei Freifläche bis 750 kWp.

...muss ich prüfen...
Schade. Trapezblech ist mit Abstand die günstigste Variante und sieht auch nicht schlecht aus.

ich denke noch mal darüber nach, Ich hatte Angst vor dem Saunaeffekt, aber da sind ja die Module drüber...macht also nichts.
Ich räume das Dach.
Ich habe mir auf dem First einen Serviceweg aus Gitterrosten gebaut, von dort aus mit einer 6 m Stange.

...so werden wir es wohl auch machen.
@Alterego
Gibt es da einen Bebaunungsplan und von wann ist der und was steht da drin?

Muss ich prüfen. Beim Kauf des Grundstückes wurde jedoch von vornherein wohl Bebaubarkeit von der Gemeinde garantiert. Beim Bau des Wohnhauses 15 Jahre später hat sich die Gemeinde quer stellen wollen, musste aber aufgrund dieser Tatsache nachgeben. Wie es jetzt jedoch mit der Wiese und den Solarfeldern aussieht, kann ich nicht sagen.

Dir ist schon bewußt, daß du den Speicher nicht abschreiben kannst, wenn der vorwiegend dazu dient deinen privaten Eigenverbrauch zu erhöhen?
Du kannst intern abrechen wie du lustig bist, steuerlich gibt es Regeln wie die Entnahme für private Zwecke zu handhaben ist.

Sorry, da muss ich widersprechen. Ich habe auf der 2. Seite einen Dateianhang hinterlegt, aus dem hervor geht, dass wenn man die Anlage von vornherein mit Batterie kauft, es funktioniert. Ich hänge es unten noch mal an. Nur darf man den Akku nicht getrennt oder gar später kaufen. Dann hättest Du Recht.
BTW: was sagt denn der Solarteur zu elektrischen Anschluß?

Muss ebenfalls noch geprüft werden.
Wenn die Statik ein Problem wird, mach es wie Aldi und verwende eine Indachlösung. Dann hast du auch gleich ein (richtig gemacht auch dichtes) Dach.
Statik ist kein Problem. Problem ist dass das Dach asbesthaltiges Eternit hat, wo nicht gebohrt werden darf.
Wenn du schon dabei bist, könnte man das Hausdach auch gleich belegen.

Aus ästhetischen Gründen, aber auch weil die Dachschindeln recht speziell sind, ein No Go.
Das ganze "Cloud-Zeug" ist in meinen Augen nur dazu da um Speicher zu verkaufen weil man damit deren Wirtschaftlichkeit schönrechnen kann.

...verstehe ich nicht...ich dachte es handelt sich um eine zusätzliche Alternative zur Vergütung...man kann mit diesem Modell irgendwann den Strom einspeisen und nachts wird einem bei Entnahme nur der Einspeisetarif + einen kleinen Obulus berechnet...hab ich dann falsch verstanden.
innogy (und andere) machen Direktvermarktung von Strom
..lohnt also nicht...?!?
OT: 10000kWh für 4 Personen in zwei Haushalten - denke da sind noch viele Verbraucher, die viel mehr brauchen als es heutzutage möglich ist oder man nutzt sie nicht effizient.
...bin ich auch drüber gestolpert und da gerade am arbeiten. Da wir komplett nur noch LED Beleuchtung haben müssen es andere Verbraucher sein. Ich bin da auf der Suche. Ist aber wohl OT
%kalle bond
findest Du in der 3.Antwort dieses Thread, direktlink zu Google Maps, plz 96272, Dachmaß 30 x 20 m. Danke für die Hilfe.
@Janne
Firma GmbH? Dann ggf einfach Trennen, einen kleinen Teil fürs Haus inkl Eigenverbrauch und auf der Firma den fetten Teil mit Eigenverbrauch für die FA.
Akku weglassen und Maximum drauf.
Eindeckung Trapezblech mit entsprechenden PV Schienehaltern. Günstigste Varianten fürs Befestigen.
Indisch würde ich nicht machen, falls mal was dran ist und dann gemacht werden muss. Immer nach dem KISS Prinzip aufbauen.

Nein, e.K. SchwiePa ist Inhaber, ich bin Junior, + 2 Mitarbeiter.
Den 2. Satz habe ich "gut" verstanden. Satz 3-5 auch. Aber ab da verstehe ich nur Bahnhof. Indisch? KISS?
Dateianhänge
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Re: PV auf Hallendach, Förderungen, und viele Fragen

Beitragvon alterego » 21.05.2017, 15:50

Pegasus001 hat geschrieben:
alterego hat geschrieben:Dir ist schon bewußt, daß du den Speicher nicht abschreiben kannst, wenn der vorwiegend dazu dient deinen privaten Eigenverbrauch zu erhöhen?

Sorry, da muss ich widersprechen. Ich habe auf der 2. Seite einen Dateianhang hinterlegt, aus dem hervor geht, dass wenn man die Anlage von vornherein mit Batterie kauft, es funktioniert.

Das gilt so nur bei der Umsatzsteuer, die hat bekanntlich (?) mit der Einkommensteur wenig zu tun. Muß man aber wirklich nicht verstehen, nur hinnehmen, daß es einmal so und einmal so ist :roll:
Da Franken auch zu Bayern gehört siehe z.B. das dort finanzen-steuern-f9/hilfe-zu-steuerfragen-fuer-pv-anlagenbetreiber-t112637.html verlinkte Dokument (ignoriere alles, was dort zu Anlagen vor 4/2012 steht, das verwirrt nur). Beim Finanzamt was anderes durchzusetzen dürfte schwierig weden.

muss ich die EEG Umlage für Eigenverbrauch, also die 2,75 Cent auch zahlen, wenn ich die Anlage komplett aus der Firma bezahle? Also keinerlei staatlichen Förderungen in Anspruch nehme?

Die Einspeisevergütung ist die Förderung! Aber zumindest nach Meinung der Bundesnetzagentur muß man die EEG-Umlage für den selbst genutzten Strom auch dann zahlen, wenn man nciht mal Einspeisevergütung in Anspruch nimmt. Das wird imo zwar vor Gericht landen, bis das entschieden ist fließt aber noch viel Wasser den Main runter und so lang würde ich planen zahlen zu müssen.
Ob die "Hans Müller e.K." personenidentisch mit "Hans Müller" als Privatperson ist, die Frage ist hier imo noch nicht aufgetaucht, wäre aber für die Frage ob 40% oder 100% EEG-Umlage wichtig.

Direktvermartktung kann sich schon rechnen und über 100kWp geht es nicht ohne. Gerade um 100kWp rum muß man das schon genau ansehen, einfach ein Angebot machen lassen, geschickterweise über den Solarteur, der einem auch gleich sagen kann welche Technik zusätzlich nötig ist und was er dafür verlangt.

Wie geschrieben - Cloud etc.klingt schön ist imo aber mehr Marketing als Inhalt. Bisher habe ich noch von keinem Anbieter etwas dazu gelesen, wie deren Abrechung am Ende aussieht um das steuerlich einordnen zu können.
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Re: PV auf Hallendach, Förderungen, und viele Fragen

Beitragvon Janne » 21.05.2017, 16:31

Ahh Autokorrektur... Indach würd
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Re: PV auf Hallendach, Förderungen, und viele Fragen

Beitragvon Janne » 21.05.2017, 17:10

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Re: PV auf Hallendach, Förderungen, und viele Fragen

Beitragvon Ralf Hofmann » 21.05.2017, 17:10

Hi,

Pegasus001 hat geschrieben:Das ist verstanden, muss ich die EEG Umlage für Eigenverbrauch, also die 2,75 Cent auch zahlen, wenn ich die Anlage komplett aus der Firma bezahle? Also keinerlei staatlichen Förderungen in Anspruch nehme?

alle PV-Anlagen, die über 10 kWp installierte Leistung haben, sind mit anteiliger EEG-Umlage belastet, egal wovon sie bezahlt sind.
Der einzige Weg für eine netzparallele Anlage, darum herumzukommen ist, wenn Du keine EEG-Vergütung für den eingespeisten Strom in Anspruch nimmst (also z.B. selbst vermarktest) UND dich zu 100% mit selbst erzeugtem EE-Strom versorgst.


100% würde aber auch bedeuten, dass ich im Winter genügend Strom bekomme, um trotz Heizung auch über die Nacht zu kommen....richtig? Ist das überhaupt möglich?

Sicher geht das.
Muss nur die Anlage und der Speicher groß genug sein. 10% der Sommererträge hast Du ja auch im Winter.
Der normale Weg ist aber, im Winter die Wärme und den fehenden Strom mittels Kraft-Wärme-Kopplung (BHKW oder Brennstoffzelle) zu erzeugen.


Ich hatte Angst vor dem Saunaeffekt, aber da sind ja die Module drüber...macht also nichts.

Korrekt, sobald Dein Dach mit Modulen voll belegt ist, wird`s im Gebäude darunter angenehm kühl.
MfG
Ralf Hofmann
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Re: PV auf Hallendach, Förderungen, und viele Fragen

Beitragvon Janne » 21.05.2017, 21:39

Trapezblech gibt es doch auch als Sandwich Variante mit angeschäumter Dämmung.
Oder meinst Du mit Saunaeffekt geringe Phasenverschiebung wg des Dämmstoffes/Wärmespeicherfähigkeit?
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Re: PV auf Hallendach, Förderungen, und viele Fragen

Beitragvon Pegasus001 » 22.05.2017, 06:31

Hey, Ihr seit Spitze. :danke:

Hab jetzt wieder viel Stoff zum Nachdenken. Thema Speicher abschreiben...klar, Umsatzsteuer und Einkommenssteuer sind zweierlei Paar Schuhe. Ich habe mir diesen Link mal grob überflogen, konnte zum Thema Einkommenssteuer jetzt aber nichts finden. Aber ist auch nicht mein Job, ich reiche es einfach mal meiner Steuerberaterin durch.

Einzig was mir da zu denken gibt, ist wenn jetzt PH Anlage und Stromspeicher ein einheitliches Zuordnungsobjekt ist, müsste es ja für die Einkommenssteuer wieder auseinander gepfriemelt werden? OK, unwichtig, soll sich das Steuerbüro drum kümmern.

2 Punkte sprechen jetzt für mich eindeutig gegen einen Akku:

1. Wenn sich durch die Megafactorys die Akkupreise wirklich stark senken würden, und würde ich erst später einen Akku dazu kaufen, wenn es sich wirklich lohnt, wäre der Preis, den ich privat zahlen würde, immer noch niedriger als den Preis, den ich privat nach Abzug der Umsatzsteuer (und auch der EK Steuer) noch selber zahlen würde. Selbst mit der KfW-Förderung wäre es wohl eine Nullrunde. Da ist es besser zu warten.
2. Tesla Model3 = da weiß man ja noch nicht viel. Es wird aber gemunkelt, dass das Fahrzeug quasi auch als Akku "missbraucht " werden kann. Da ich schon an einen größeren Akku beim M3 als Option hoffe, hoffe ich auf 75kw, wobei man wohl problemfrei 50 kw davon als Akkuspeicher nutzen kann. Und wenn man eine größere Strecke vor sich hat, kann man das ja im Vorfeld steuern. Normalerweise weiß ich es einige Tage vorher, wenn ich mal nach Berlin oder Hamburg muss. Und Supercharger sind ja auf der Strecke. Da hat man ja auch seine 400kw pro Jahr frei...Warum soll ich also noch mal über 7000 Euro für einen 13,5 kw Akku ausgeben, wenn ich 50 kw dann sowieso habe?

Folgende Erkenntnisse habe ich jetzt dank Eurer Hilfe:
-Mir ist jedenfalls klar dass auf jeden Fall das Dach voll gemacht werden soll. Das macht auf jeden Fall Sinn.
-Akku ist "Nice to have", aber wenn, dann Liebhaberei, da der Strom aus dem Akku sicher teurer wird als der Strom vom E-Werk
-100% Autarkie wäre machbar, jedoch sehr kostenintensiv und nicht lukrativ
-BHKW und Brennstoffzelle wäre ein Weg, aber auch wohl nicht wirklich lukrativ. Obwohl da wir im Lager eh mit Gas heizen, sich eine Gas-Brennstoffzelle sogar anbieten würde. Also ähnlich wie der Akku ein "Nice to have", aber halt Liebhaberei.
-Panels: das billigste, was ich bekommen kann, und nicht von einer No-Name Firma stammt.

Ach ja...die Hans Müller e.K. ist derzeit identisch mit Hans Müller als Privatperson, und das wird wohl bis zum Ableben von Hans Müller auch so bleiben. Versorgt werden Privatwohnung von Hans Müller nebst Frau sowie mietfreie Einliegerwohnung von Tochter und mir. (sowie einigen Katzen :-) ).

@ Janne
Hintergrund ist, dass wir Naturmaterialien verkaufen, die keinerlei Heizungsluft vertragen. Aktuell ist es ideal gelagert, mit natürlicher Luftfeuchtigkeit. Im Sommer wird es zwar auch recht warm unter dem Dach, aber das Material ist faktisch der Umgebungsluft ausgesetzt und trocknet nicht aus.
Daher ist die Halle, abgesehen von den Büroräumen, absolut nicht isoliert und wird auch nicht geheizt. Daher wird es für unsere Arbeiter oft recht ungemütlich. Wenn im Freien -20 Grad sind, ist auch bei -20 Grad zu packen oder Inventur zu machen.
Des weiteren ist das Material leicht brennbar. Daher die Befürchtung mit dem Blechdach. Das Ganze sieht jedoch anders aus, wenn Module auf dem Dach liegen. Daher sind die Bedenken hier obsolet. Nur muss ich das jetzt noch meinen SchwiePa verkaufen, der bei dem Gedanken an ein Blechdach die Krise bekommt.

Für Eternit spricht jedoch, dass wir die gleichen Platten bekommen, die jetzt drauf sind und das Austauschen (ja, klar, mit Schutzanzug, Atemmasken sowie viel Wasser) recht schnell und einfach von statten ginge. Müssen wir noch abwägen.

Trotzdem fehlen mir jetzt noch einige Zahlen, die ich nicht kenne.

Ich kenne z.B. den jeweiligen Jahresbedarf. Was ich jedoch nicht weiß, ist wie sich dieser aufteilt. Gibt es da Durchschnittswerte? Mir geht es darum, wie der Verbrauch sich pro durchschnittlichen Monat entwickelt, wie viel in der Regel auf dem Tag und wie viel auf die Nacht entfällt. Klar, hier ist es auch individuell unterschiedlich, aber ich will nicht ein ganzes Jahr mehrmals am Tag den Stromzähler prüfen und den jeweiligen Verbrauch notieren. Weil....das würde ja auch ein Jahr dauern.
Haben die Stromlieferanten da meine genauen Werte? Oder gibt es da Durchschnittswerte, an denen man sich orientieren kann?
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