GBR Anteile von Ehefrau übernehmen

Fragen und Diskussion zu jeglicher Unternehmensform für den Betrieb von Solarstrom-Anlagen, wie z.B. GbR, GmbH, Beteiligungen, Bruchteilgemeinschaften, Genossenschaften.

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Re: GBR Anteile von Ehefrau übernehmen

Beitragvon Dease » 21.11.2015, 11:51

Wenn ich den TS richtig verstanden habe, ist das Kind noch "in Planung".

Dann würde ich dazu tendieren, die GbR bis 1-2 Monate vor der Geburt fortzuführen, damit die Ehefrau Einkünfte erzielt und dann die Anteile per Schenkung auf den Ehemann übertragen, damit im Bezugszeitraum des Elterngeldes keine Anrechnung von eigenen Einkünften erfolgt.
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Re: GBR Anteile von Ehefrau übernehmen

Beitragvon Kollektor » 21.11.2015, 13:50

kpr hat geschrieben:Ich sehe weit und breit kein steuerliches Problem.

Übertragung von Gesellschaftsanteilen
=============================

Herr Max Mustermann und Frau Sabine Mustermann sind Gesellschafter mit je hälftigem Anteil an der Mustermann GbR.
Frau Sabine Mustermann überträgt dem dies annehmenden Max Mustermann ihren Anteil an der Gesellschaft unentgeltlich mit Wirkung zum xx.xx.15.


Und that's it.
Steuerlich greift - wie vom Gesetzgeber ausdrücklich gewünscht - das Buchwertprivileg.
Sinn und Zweck der Vorschrift: Die stillen Reserven werden eben nicht aufgedeckt.

Steuerlich kann kein Fall des 42 AO gegeben sein, da ja eine vom Gesetzgeber gewollte Rechtsfolge eintritt.


Kann ich nach den Erfahrungen im Freundeskreis voll bestätigen. Hat ihm sein Steuerberater so empfohlen und es hat problemlos geklappt.
Sonnige Grüße
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Re: GBR Anteile von Ehefrau übernehmen

Beitragvon yazerone » 26.11.2015, 17:04

ja, die Variante klappt. ABER: Ich wundere mich immer wieder, wie leichtfertig manche Menschen im vermeintlich sicheren Privatbereich Dinge/Geld/Immobilien/Unternehmensbeteiligungen aus der Hand geben. Die Frau schenkt ihre halbe Anlage dem Mann - und der kommt einen Monat später mit einer neuen (jungen ) Flamme, weil ihm 2 Kinder eh zu viel Lärm machen. Pech gehabt. Ist wie mit Omma, die schon zu Lebzeiten überzeugt wird, die Kohle an Kinder/Enkel abzudrücken. Weg ist weg. Bravo. Daher würde ich u.g. hier den Vorzug geben - klappt auch, und wenns im Steuerbescheid steht, ist der Kindergeldstelle egal, wie die Zahl zu Stande kommt, die schreiben (meistens) nur ab.

kpr hat geschrieben:
Theoretisch könnten die Gesellschafter auch den Beschluss fassen, dass die Gewinne in der Zeit von .. bis... allein dem Gesellschafter X zustehen. Da bekäme ich allerdings tatsächlich kalte Füße, ob das steuerrechtlich oder in angrenzenden Rechtsgebieten Anerkennung findet. Zivilrechtlich (und in der Folge handelsrechtlich) jedenfalls völlig problemlos.

Oder.. man zieht einen stillen Gesellschafter in die Gesellschaft hinein - der die Gewinne aus der Gesellschaft herauszieht.

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