Anlagenerweiterung auf Nachbargrundstück

  • Hallo Forum


    nachdem mein Problem aus 2013 http://www.photovoltaikforum.c…eiterung-2013-t84968.html im Mai 2013 in Betrieb gegeangen ist, suche ich heute wieder einmal den Rat des Forums.
    Meine Anlage mit 9,6KWp aus 2011 läuft nun auf Volleinspeisung und 2013 sind 10KWp mit EV dazugekommen.
    In diesem Jahr ist mir nun unverhofft mein Nachbargrundstück zugefallen. Bis auf eine Scheune in annehmbaren Zustand ist der Rest nur Wildnis und Abbruch. Die Scheune braucht aber ein neues Dach. Nun kam mir der Gedanke, mit dem neuen Dach gleich noch 10KWp PV zu errichten, da von den 2013 zugesagten 20KW derzeit nur 10KWp gebaut wurden.
    Allerdings ist das Grundstück nicht erschlossen. Mein Zählerschrank und die Wechselrichter sind ca. 20m von der geplanten PV-Anlage entfernt. Ich beabsichtige die Solarleitung auf mein Grundstück zu ziehen und den neuen Wechselrichter neben den anderen zu montieren. Meine Frage: Ist das so machbar oder steht dem eine gesetzliche Regelung entgegen? Beim VNB will ich noch keine schlafenden Hund wecken.


    Dank im Voraus


    Gruß ibeks

    9.6 KWp, Heckert NeMo, 2xULX5,4 + 1xULX3,6
    10KW, Heckert NeMo, Danfoss TLX Pro+ 10k

  • Moin ibek,


    du kannst den Generator auch in Afrika aufstellen. (übertrieben dargestellt) Wie du von dort zum Einspeisepunkt kommst, kann dem VNB egal sein. Dem VNB haben nur die Einspeiseparameter am Netzverknüpfungspunkt zu interessieren.


    PS: Wer ist denn dein VNB?


    Noch´n PS:
    Hier der entsprechende Paragraph aus den EEG, der bei deiner Argumentation gegenüber einem widerwilligen VNB hilft.

    Zitat von §5 Abs. 2 EEG

    Anlagenbetreiberinnen und -betreiber sind berechtigt, einen anderen Verknüpfungspunkt dieses oder eines anderen im Hinblick auf die Spannungsebene geeigneten Netzes zu wählen.

    Mit sonnigen Grüßen
    -eggis-


    "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Gandhi)


    SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC
    Meine Anlage!!! hier klicken

  • Hallo zusammen,


    hat §5 Abs. 2 EEG auch Vorrang vor der VDE-AR-N 4105?
    Letztere besagt unter Punkt 5, dass Erzeugungsanlagen, die auf verschiedenen Grundstücken mit jeweils eigenem Netzanschluss installiert werden, grundsätzlich nicht zusammengefasst an einem Netzanschlusspunkt in das Netz des Netzbertreibers angeschlossen werden.
    Für eine Info wäre ich dankbar.


    Gruß
    mr. sunshine

  • Hat denn dein Nachbargrundstück einen eigenen Netzanschluß ?

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • ... ja, es hat einen eigenen Netzanschluss.
    Der Netzanschluss des Nachbargrundstücks ist aber bereits mit einer eigenen PV-Anlage bestückt und kann nicht erweitert werden aufgrund eines zu schwachen Netzes des Netzbetreibers.

  • Ich habe neulich so eine Anlage genehmigt bekommen.
    Das war noch etwas komplizierter...
    Allerdings war die Anlage deutlich kleiner. Ich könnte mir vorstellen, dass wenn eine Netzberechnung deinem Anschluß noch entsprechend Kapazität zuweist, du das einfach beantragen solltest.

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
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  • Zitat von mr_sunshine

    Hallo zusammen,


    hat §5 Abs. 2 EEG auch Vorrang vor der VDE-AR-N 4105?
    Letztere besagt unter Punkt 5, dass Erzeugungsanlagen, die auf verschiedenen Grundstücken mit jeweils eigenem Netzanschluss installiert werden, grundsätzlich nicht zusammengefasst an einem Netzanschlusspunkt in das Netz des Netzbertreibers angeschlossen werden.
    Für eine Info wäre ich dankbar.


    Gruß
    mr. sunshine


    kurzer Tipp zu deiner Frage:
    ist denn die VDE-AR-N 4105 ein Gesetz?

  • ... auf den ersten Blick: nein.
    Aber: in §7 Abs. 2 des EEG ist geregelt, dass die Anforderungen des Netzbetreibers einzuhalten sind. Diese Anforderungen finden sich in den Technischen Anschlussbedingungen und in den anerkannten Regeln der Technik (als die die VDE-Vorschriften gelten).
    Womit wir wieder bei Einhaltung der VDE-AR-N 4105 wären und ein Anschluss auf dem Nachbargrundstück nicht zulässig wäre.


    Dem widerspricht aber m.E. der Hinweis 2011/13 der Clearingstelle, nach dem §5 Abs. 1 Satz 2 EEG 2012 auch auf den Anschluss von Anlagen anwendbar ist, wenn sich die Anlage auf dem einen und der Netzanschluss auf einem anderen Grundstück befindet, wenn die Leistung von insgesamt 30kW nicht überschritten wird.


    Was gilt nun?

  • Zitat von mr_sunshine

    ... auf den ersten Blick: nein.
    Aber: in §7 Abs. 2 des EEG ist geregelt, dass die Anforderungen des Netzbetreibers einzuhalten sind. Diese Anforderungen finden sich in den Technischen Anschlussbedingungen und in den anerkannten Regeln der Technik (als die die VDE-Vorschriften gelten).
    Womit wir wieder bei Einhaltung der VDE-AR-N 4105 wären und ein Anschluss auf dem Nachbargrundstück nicht zulässig wäre.


    Dem widerspricht aber m.E. der Hinweis 2011/13 der Clearingstelle, nach dem §5 Abs. 1 Satz 2 EEG 2012 auch auf den Anschluss von Anlagen anwendbar ist, wenn sich die Anlage auf dem einen und der Netzanschluss auf einem anderen Grundstück befindet, wenn die Leistung von insgesamt 30kW nicht überschritten wird.


    Was gilt nun?


    das höherrangige, und das ist in diesem Fall das EEG


    man kann sich immer irgendeinen Satz heraussuchen der einem gerade in den Kram passt, z. B. :


    Zitat von EEG 2012


    § 5 Anschluss
    ....
    (2) Anlagenbetreiberinnen und -betreiber sind berechtigt, einen anderen Verknüpfungspunkt dieses oder eines anderen im Hinblick auf die Spannungsebene geeigneten Netzes zu wählen.


    da steht nicht "wenn es die TAB des Netzbetreibers erlauben"


    oder:



    das geht ja auch nur wenn die elektrischen Anlagen der betreffenden Grundstücke verknüpft sind

  • Hallo Forumsgemeinde,
    dank der Diskussion in diesem und verschiedenen anderen Abschnitten des Forums geht es nun weiter.
    Die Anlage soll an meinem bestehenden HA angeschlossen werden. Unterlagen sind beim VNB
    Eigentlich wollte ich die Anlage spätestens im Juli 14 in Betrieb nehmen. Nun ergibt sich ein neues Problem das einige Fragen aufwirft, die mit mit eurer Hilfe zu klären hoffe.
    Das neue Scheunendach wird erst Ende September fertig, da hier alle Dachdecker und Zimmerleute mit Aufträgen voll sind.
    Um trotzdem im Juli ans Netz zu gehen, würde ich nun hinter der Scheune auf der Wiese ein "Pseudodach" aus alten Sparren mit 10° DN aufbauen und den Generator in seinen Originalabmaßen darauf installieren und in Betrieb nehmen.
    In 4 Monaten, wenn das Dach fertig ist, zieht der Generator 20m nach SüdOst und 5m in die Höhe auf das neue Dach.
    Ist diese Übergangslösung eine Dachanlage? Schließlich ist das "Pseudodach" aus alten Sparren ja kein Gebäude.
    Hat jemand mit so einer Zwischenlösung schon Erfahrung?


    Viele Dank im Voraus


    ibeks

    9.6 KWp, Heckert NeMo, 2xULX5,4 + 1xULX3,6
    10KW, Heckert NeMo, Danfoss TLX Pro+ 10k