Wassereintritt bei PV Modulen Firma Ningbo Best Solar

  • Hallo liebe Forum Mitglieder,


    war gestern bei einem guten Bekannten, da er seit längerer Zeit Probleme mit seiner ca. 250kWp großen PV-Anlage hat und konnte meinen Augen kaum trauen, als ich die Module sah. Bei allen Modulen konnte man deutlich Wassereintritt feststellen, und auch die Isolationsmessung der einzelnen Module ergab, das sogut wie keines mehr zu gebrauchen ist.


    Nun das eigentliche Problem:


    Es handelt sich um einen Chinesen dritter Reihe (möchte noch keinen Hersteller nennen), welcher anscheinend auch nicht an einem Austausch interessiert ist. Stattdessen hat der Importeur (Deutschland) vorgeschlagen, die Module kostenlos Step by Step reparieren zu lassen (Rahmen entfernen und neu verdichten).


    Was haltet ihr von einer Reparatur der Module bzw. was sollte er am besten machen, um den Schaden möglichst klein zu halten?
    Wen man den Importeur klagt, der wiederrum Konkurs anmeldet (anscheinend mehrere MW dieser Module verkauft) bekommt man im schlechtesten Fall weder Reparatur noch Austausch und bleibt auf allem sitzen.


    Sollte man das ganze zb. Photon melden, um evtl. Druck auf den Hersteller aus zu üben?


    Die Anlage ist in Österreich bei einem Einspeisetarif von 27 Cent auf 13 Jahre Laufzeit, daher ist eine schnelle Lösung des Problems nötig, damit der finanzielle Schaden nicht zu groß wird. Aja, die Anlage wurde im November 2012 installiert.



    Ich werde im laufe der Woche noch mehrere Fotos einstellen!


    LG Christian

  • Mit dem Wasser wurden auch Fremdstoffe (gelöste Umweltstoffe) in die Module eingetragen, die dort dann verbleiben. Auch hat ja schon eine Korrosion statt gefunden. Der Schaden wird trotz der "Verdichtung" und des neuen Rahmen weiter zunehmen. Die Feuchtigkeit wird durch die Reparatur auch nicht so schnell heraus penetrieren.


    -> Reparatur wie angedacht, sinnlos, wenn das Foto representativ ist.

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Das Problem dürfte ja nicht das Silikon im Rahmen sein (mE soll das ja nicht wirklich abdichten) sondern eine schlechte Laminierung

  • Ich werde morgen wenn möglich noch weitere Fotos einstellen. Man hat deutlich sehen können, dass sich der Rahmen vom Glas auf der Oberseite gehoben hat (2mm Luft).


    Ich bin auch der Meinung, dass eine Reparatur nichts bringt.

  • Sobald eine Delamination einsetzt, und das ist meiner Meinung nach deutlich zu sehen , bringt eine erneute "Verklebung" des Rahmens nichts mehr. Der Rahmen ist auch nur als ein Kantenschutz / Installationshilfe zu sehen und hat rein gar nichts mit der Dichtigkeit des Laminates zu tun. Es gibt Hersteller die nehmen eine Art von Silkon um den Rahmen auf dem Laminat zu befestigen, andere nehmen ein doppelseitiges Klebeband.
    Eine Delamination die einmal angefangen hat hört in der Regel nicht mehr auf. Hier liegt meiner Erfahrung nach ein Produktionsfehler vor der auf eine schlechte Vernetzung der Einbettmaterialen hindeutet.....

  • Zitat von chub1982

    Ich werde morgen wenn möglich noch weitere Fotos einstellen. Man hat deutlich sehen können, dass sich der Rahmen vom Glas auf der Oberseite gehoben hat (2mm Luft).
    Ich bin auch der Meinung, dass eine Reparatur nichts bringt.


    Solche Schäden können nicht repariert werden. Hier liegt wahrscheinlich ein Fehler bei der Lamination vor.
    Das kann mehrere Ursachen haben - von überlagerten Folien bis zu verminderter Haftfähigkeit Glas/Folien ua.
    Das könnte man mit einem Abzugstest der Folie feststellen.
    Wenn die Module aus einer Produktion von 2012 sind, kann man sagen, das es sich um ein massives Problem handelt.
    Solch eine Delamination / Korrosion darf kein Modul nach so kurzer Betriebszeit aufweisen.
    Wie sieht es mit den Erträgen aus, kann man schon Ertragsverluste feststellen?

  • Ertragsverluste sind enorm. Der Betreiber redet sich 20% ein. Tatsache eher 40-50%. Verbaut sind Refusol Wechselrichter, die natürlich die meiste Zeit einen Isofehler melden und dann weg schalten.

  • bei dem schaden und einer 250kwp anlage kannst wenn sich der importeur anfängt querzulegen nur mit anwalt, gutachter usw. antanzen - sonst wird das nie was. wenn durchwegs alle diese module diesen produktionsfehler haben hilft nur ein kompletter modultausch! wir reden hier von einer schadenssumme von rd. 150.000€!
    verrätst du uns auch den modultyp?