Kochen in der Insel

  • Nun ist es ja so, dass man in der Insel über die Leistung vom Wechselrichter bei den Verbrauchern doch stark eingeschränkt ist. Freilich ist je nach Größe auch die Menge an Energie limitiert.


    Jetzt gibt es aber so Sachen wie SlowCooking, die mit wenig Peak-Leistung auskommt. Es gibt denn vor allem aus dem Reisemobil-Eck auch "kleine" Geräte. So etwas wie Wasserkocher mit 800W oder 900W, Tauchsieder mit 300W, Reisekochplatten mit 500W, 300W Reiskocher, 900W Dampfkochgerät, Dampfgarer, irgendwelche Kombigeräte etc..



    Wie sieht es denn mit empfehlenswerten Geräten an dieser Front aus? Gerne auch Gleichstrom 12V, 24V, 48V


    Und kann jemand Rezepte (oder eine Quelle dafür) empfehlen?

    Halbinsel 3,44KWp, 48V/250Ah Staplerakku, TriStar MPPT60, 2 Studer XTM 2600-48
    TriStar TS60 mit 3KW Heizstab als Dump für den Überschuss

  • Hallo


    Also ich werde immer Wahnsinnig, wenn ich woanders elektrisch kochen soll. Ich würd halt nen Gaskochfeld hinstellen und ne Gasflasche nehmen, falls das irgendwie mit dem Gewissen vereinbar ist, daß man dann fossil kocht.
    Kenne einige, die sich ne Pulle hingestellt haben , weil sie keinen Gasanschluss haben
    Backofen Gas nervt natürlich auch, Hitzeverteilung ist nicht so gut, ging hier aber auch 10 Jahre, muss man sich nur mit anfreunden.


    Niedertemperaturgaren geht auch toll, war die beste Weihnachtsgans bisher, die war aber auch 8-9h in der Röhre.... evtl nicht alltagstauglich


    Grüße
    Ja

  • Kochen in einer Insel immer mit Gas oder im Sommer direkt mit der Sonne (Anregungen zum Selbstbau http://www.gratis-energie.com/…ie/solarkocher/index.html ). Sonst nicht verwertbaren Strom zu verbraten ist sinnvoll, aber vor allem die Batterie auf das kochen auszulegen, wird ganz schön teuer. Genial wäre eine Minibiogasanlage, wenn man genug zum vergären hat. Ist in Deutschland im Winter aber problematisch, weil bei sehr kleinen Anlagen zugeheizt werden muß und sich eine Aufstellung im Haus selbst verbietet (Räume für Gas müssen gut durchlüftet sein, damit sich bei Lecks kein Gas ansammeln kann).
    Dann noch kurz gerechnet 960W bei 48V sind 20A, so dicke Kabel willst du nicht überall verlegen.
    Wie ich schon wo anders geschrieben habe - am besten zum Rohköstler werden...

  • Häng mich da mal als leidenschaftlicher Hobbykoch an ... NT Garen ist hier schon erwähnt worden, praktizier ich schon seit Jahren mit Gänsen, Lammkeulen, Rinderbraten und Co... auch gern mal >12h... Das Problem bei der Insel ist. das die zugeführte Energie eigentlich vermutlich immer die selbe bleibt.. es dauert einfach nur länger... sogesehen... bevor man da jetzt große auf Slow umstellt kauft man sich besser einen 2KW WR sofern die Batterie das packt und kocht mit einer Platte normal... oder wie der Vorredner schon gesagt hat per GAS.... mein AEG Backofen z.B braucht nur 1KW .. ein einzelnes Kochfeld 1,3kW...

  • Wenn man in einer Insel elektrisch kochen will, sollte die Insel auch entsprechend ausgelegt sein.
    Das ist meine Meinung.
    Da rächt es sich, wenn man am WR und der Akkugröße spart.
    Warum hab ich wohl 3x 5kVA-WR-Leistung? Ich möchte zwar einen Inselbetrieb, aber ohne Komforteinbußen. ;-)
    Wenn bei uns ausgiebig in der Küche gewerkelt wird, kommen leicht schon mal 5 bis 6kW Spitzenlast zusammen.


    Wenn man Strom sparen will, empfehle ich Induktionskochfelder.
    Auf DC-Seite mit 12V, 24V oder 48V für Kochgeräte anzufangen halte ich im Nichtcampinggebiet für rausgeschmissenes Geld.
    Dann lieber in einen großen WR investieren. (Und einen ausreichend großen Akku)

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 38kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Naja - ein Wechselrichter, der eine Waschmaschine / Wäschetrockner / Geschirrspüler / Bügeleisen aushält, der kann auch eine Kochplatte befeuern (alles so um die 2000 - 2500Watt). Aber eben nur eine. Daher ist ein kombiniertes Gas-Elektro Kochfeld zu empfehlen, falls man absolut nicht auf Elektro verzichten mag.
    Schwieriger wird das mit dem Ofen, wenn es richtig heiss sein muss. Pizzatemperatur oder gar die pyrolytische Selbstreinigung moderner High-end Geräte ziehen 3-6kW.

  • Zitat von gemm


    Schwieriger wird das mit dem Ofen, wenn es richtig heiss sein muss. Pizzatemperatur oder gar die pyrolytische Selbstreinigung moderner High-end Geräte ziehen 3-6kW.


    Ein "normaler" Haushaltsbackofen im Regelbetrieb zieht keine 3-6KW... Heißluft, O/U brauchen normal nicht mehr wie 1kW.. Man muss sich halt bewusst sein das Dinge wie Schnellaufheizenmodus und Phyrolyse nicht gehen.. Wenn man das haben will dann muss man halt tiefer in die Tasche greifen .

  • Ich koche ja mit Strom, aber das ist schon Batteriebelastend, zumindest, wenn "richtig" gekocht wird und der Backofen läuft. Gerade letzterer ziehlt relativ viel, er ist halt auch schon 15 Jahre als. Ich ziehe aber die Spitzenströme aus dem Netz da Hybrid. Dennoch, wenn 3 Platten an sind und der Backofen brummt, sind alle 3 WR mit fast 2000kw belastet, also 6000W, was aber eben auch ca. 125A sind..., dennoch sollte meine Batterie das Zeit abkönnen. mIt Ausnahme des Backofens brauch man ja die Platten nicht durchgehend, dazu laufen die ja auch nur in der Aufwärmphase mit Höchstlast, wobei ich mir schon angewöhnt habe, erst mal mit halber Kraft die Platten quasi 5min vorzuheizen und erst dann richtig hochzudrehen.

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...

  • Och Leute. Ich koche in meiner HalbInsel mit Strom aus dem Netz. Mir geht es um eine Lösung, um etwas mehr von diesem Strom noch auf die PV zu legen und etwas für den Stromausfall zu haben. Eine 500W Kochplatte könnte ich mir auch im WoMo Umfeld ganz gut vorstellen, auch wenn ich da auch eher einen Gasbrenner nehmen würde (meine Frau hat aber Angst vor Gas, weil schlechte Erfahrung...). Freilich kann ich mit meinem Wechselrichter daheim auch meine 2KW Kochplatte nutzen, zumindest wenn nicht gerade der Backofen damit läuft. Eine 500W Platte kann aber auch noch parallel zum Trockner (700W) laufen. Ich habe aber inzwischen auch noch einen 48V/1200er Victron Phönix, mit dem das nicht geht. Auch überlege ich eine transportable, oder fest mobil verbaute, Lösung mit dem 24V/1200er XTS zu realisieren...


    Ich wollte keine Grundsatzdiskussion in Richtung "dann nimm halt Gas" lostreten. Sondern wirklich, wie es mit Wechselrichterfreundlichen Geräten und Rezepten aussieht. Oder mit Erfahrungen bei der Nutzung von so Zeug. Kann man wirklich mit einer 500W Kochplatte Nudeln für 4 Personen auf einmal kochen? Gibt es SlowCooker, die etwas taugen? Oder gibt es ein AIO Gerät, wie es anscheinend in Russland (siehe Amazon) gerne benutzt wird, das auch jemand bedienen kann, der nicht Russisch versteht und dennoch etwas taugt?


    Nun, ich hätte keine Probleme mit 10h oder 24h kochen. Ich stehe um 6:00 auf, könnte den SlowCooker um 6:30 an schmeisen. Wenn ich dann um 16:00 wieder daheim bin, kann ich zur Not auch noch bis 18:00 warten. Einige Geräte die ich gesehen habe, konnten auch auf einen Fertig Zeitpunkt programmiert werden. Damit wäre auch alles unterhalb der 12h machbar.


    Es ist ja auch so, dass viele Geräte nicht das brauchen, was die Bezeichnung suggeriert. Z.B. braucht meine 900W Mikrowelle im Sekundentakt 1800W. Die Induktionsplatte braucht auch auf Stufe 5(von 10) 2000W, aber eben nicht ununterbrochen. Das alte Ceranfeld braucht aber bei Stufe5 (von 11) tatsächlich nur 1000W und 1800W auf Stufe 11. Der moderne Backofen taktet auch mit rund 1900W, um die Temperatur zu halten.

    Halbinsel 3,44KWp, 48V/250Ah Staplerakku, TriStar MPPT60, 2 Studer XTM 2600-48
    TriStar TS60 mit 3KW Heizstab als Dump für den Überschuss

  • Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 38kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron