Tesla stellt Batterieindustrie auf den Kopf

  • Dieser Artikel illustriert schön, wo Tesla die Welt am meisten und nachhaltigsten verändern wird: bei den Stromspeichern. Ein Engpass der bisher ungelöst ist mit Ausnahme der Speicherseen in den Bergen. Viele hier können sich vermutlich ausdenken was passiert, wenn Stromspeicher in 10 Jahren 10x günstiger und 10x kleiner sind. Eine Utopie? Vermutlich nicht.


    Speicher sind's, die die Welt verändern: Kornspeicher => Informationsspeicher => Energiespeicher :D


    http://www.greencarreports.com…c-car-batteries-last-year

  • gibt es denn überhaupt ausreichend Rohstoff? Oder wird Lithium erstmal richtig teuer, bis sich eine neue Rohstoffversorgungsindustrie entwickelt - ähnlich dem Solarsilizium? Wobei ich denke, Silizium ist nur so günstig, weil ausreichend im Erdmantel vorhanden ist. 25% zu 0,006% (Li) ist schon ein beachtlicher Unterschied.

    Grüße von der Küste - Farmjanny
    29,94 kW Firstsolar mit 3x SMA 9000TL in 2009 SSO
    30,00 kW Firstsolar mit 1x8000 u 2x9000 in 2011 WSW
    10 kW Sunpower in 2013
    30 kW Windkraft Lely Aircon in 2017 und 9 kW - 12 kWh Speicher von Fenecon

    10 kW Sunpower an Plenticore mit BYD Speicher in 2019

  • Rohstoffe an sich sind nicht das Problem

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Und warum sind Batterien bisher so teuer? Ist es reine "Abzocke"?
    Was ist denn das Problem beim Herstellen von Speicherkapazität?

    Grüße von der Küste - Farmjanny
    29,94 kW Firstsolar mit 3x SMA 9000TL in 2009 SSO
    30,00 kW Firstsolar mit 1x8000 u 2x9000 in 2011 WSW
    10 kW Sunpower in 2013
    30 kW Windkraft Lely Aircon in 2017 und 9 kW - 12 kWh Speicher von Fenecon

    10 kW Sunpower an Plenticore mit BYD Speicher in 2019

  • Ein Akku speichert elektrische Energie in Form von chemischer Energie.


    Akkus gibt es seit 150 Jahren. Bei der Mehrzahl der ersten Kraftfahrzeuge versuchte man es mit Elektromotor und Akku. Durchgesetzt hat sich jedoch der Verbrennungsmotor, obwohl der Elektroantrieb in jeder Hinsicht dem Verbrennungsmotor überlegen ist, das Akkuproblem jedoch bis heute nicht gelöst werden konnte.


    Akkus sind eine ausgereifte, jedoch komplexe Technologie in Hinblick auf Anwendung, Gewicht, Lebensdauer, Stromstärke, und Kosten.
    Natürlich wird man das auch noch weiter entwickeln, verbessern und die Kosten senken können. Revolutionäres kann sich meines Erachtens aber nicht mehr tun, weil es sich halt um die Umwandlung von elektrischer Energie in chemische Energie handelt und je höher.die Energiedichte eines chemischen Speichers wird desto größer werden andere Probleme drum herum: Wärme, Brandgefahr, Explosionsgefahr usw.


    Tesla wird deshalb auch nichts revolutionäres reißen oder die Batterieindustrie auf den Kopf stellen. Einzig der hohe Tesla-Aktienkurs ermöglicht es Tesla günstig Risikokapital zu generien und in die Batteriefabrik zu investieren, die dann gemeinsam mit der Batterieindustrie gebaut und betrieben wird. Da wird erst mal nichts auf den Kopf gestellt.

  • Je nach Akkutyp war z.B. das Cobalt erheblich teurer als das Lithium. Aber nun gibt es ja viele Liakkus ohne Kobalt, z.B. Lifepo.
    (Ersatz von knappen und teuren Materialien genaus wie man bei PV Silber durch Kupfer ersetzen kann)


    Die wesentlichen Kosten sind heute F&E Umlage und Herstellungsprozesskosten.
    D.h. es ist erheblich Luft nach unten drin, ähnlich wie bei PV vor 10 Jahren. Der Boden bei Liakkus liegt sicher eher bei <50€/KWh (meine Meinung basierend auf LiS Technologie wo die Rohstoffe nochmal tendenziell billiger sind bzw mit den gleichen Materialeinsatz die Kapa um Faktor 3 nach oben geht).
    Einen gewissen grid parity Effekt sehe ich wenn Liakkus mal billiger sind als Bleiakkus und dann z.B. die Starterakkus in Autos durch Liakkus ersetzt werden. Da muesste dann auf einen Schwung auch direkt die Menge nach oben schiessen, weil sich plötzlich ein neuer Markt erschließt. Ich finde es sehr kurios, dass z.B. viele Elektroautos heute noch einen 12V Bleiakku drin haben.

  • Mir würde schon reichen, wenn in den nächsten 5 Jahren eine Verdoppelung der Kapazität mit einer Halbierung der Preise einhergehen würde.


    Dann könnten die Schleusen für die e-Mobilität endgültig brechen.


    Wenn ein "Micro-Car" 5000€ incl. Batterie kostet (und sich-was leider eher nicht zu erwarten ist-der Staat mit neuen Steuern zurückhält) wer fährt dann noch ÖPNV?