EV und Dump Load Steuerung auf Basis Frequenzanhebung (SI)

  • Zitat von alterego

    http://www.diykyoto.com/de/aboutus/optimmersion (grauenhaftes deutsch) macht bei Netzkopplung das selbe - oder?


    Nein, der macht nicht dasselbe, aber das hatte ich auch schon programmiert.
    Der Unterschied:
    Optimmersion detektiert die Überschusseinspeisung einer Anlage im Netzverbund. Dazu werden zwei Stromwandler eingesetzt.
    Meine hier publizierte DL-Steuerung detektiert einen PV-Überschuss in einer Inselanlage z.B. bei voller Batteriebank
    und steuert / schaltet Dump Loads aufgrund der Frequenzanhebung eines Insel-WR.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Hallo einstein0,


    ich stehe vor genau diesem Problem: Erkennen der Überlast und aktivieren eines Heizstabes.
    Wenn ich jetzt das Datenblatt vom Sunny Load 6000 anschaue, dann sollte das ja alles aufeinander abgestimmt sein und funktionieren. Was macht Dein Programm? Stellt das eine "Feinsteuerung" dar?


    Zusatzfrage:
    Ich habe eine Insel mit Studer-Komponenten (Xtender 4000). Auch dieser kann die Frequenz bei "akku voll" entsprechend erhöhen. Eine Kombination mit dem Sunny Load 6000 sollte doch problemlos möglich sein, oder?


    Danke und Gruss

    Halbinsel 6 KWp , 48V/370Ah Stationärakku Hoppecke + 5 KWh LiFePo4 Eigenbau, VarioTrack VT-65, VarioString , Studer XTH-8000; AC-Coupling 3 KWp SMA;
    + Einspeisung: 4,3 KWp seit 2002


  • Ja, ich bin auch überrascht, dass solche Dump-Load-Steuerungen nicht bereits in den WR integriert werden. Doch der deutsche Markt ist dabei einzigartig und möglicherweise zu klein. Darum bleibt fast nur die Möglichkeit, Eigenverbrauch mit Zusatzgeräten / Installationen zu steuern. Solche Zusatztechnik muss aber auch in die Kostenrechnung für EV einfliessen.
    Dazu erarbeite ich ein Universalprogramm für Forummitglieder. Doch jeder Betreiber hat andere Vorstellungen, Anwendungspläne und Budgets.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
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  • Wie eingangs des Threads beschrieben, würde ich Forummitgliedern das SPS-Steuerprogramm zur Verfügung stellen.
    Doch in der Zwischenzeit habe ich eine digitale Schaltung mit CMOS-Bausteinen entwickelt, welche diese Funktionen grösstenteils übernimmt:
    1. Stromversorgung und gleichzeitige Messung der Netzfrequenz bei 230VAC.
    2. Versorgung externer Geräte (Schütze) mit 24 VDC max 1 A.
    3. Verarbeiten der detektierten Frequenz, ev. anzeigen z.B. 50,x Hz.
    4. Ausgeben eines Analogsignals 0 - 10 VDC zur Ansteuerung z.B. eines Burst Controllers.
    5. Ausgeben von zwei oder drei Steuersignalen (0V) für Schütze zum Schalten von Dump Loads.
    Für diese Schaltung können noch Wünsche einfliessen. Ich werde nächsten Monat einen Prototyp bauen und suche dafür einen Tester mit Insel-WR mit Frequenzanhebung. Interessenten melden sich bitte per PN.
    einstein0

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  • Zitat von Murray


    Was ist das?


    Ein Controller ist eine Steuereinheit (z.B. Microprozessor) die z.B. eine Maschine steuert. Ein Burst ist wörtlich übersetzt ein Bürste. Man bezeichnet damit die Ansteuerimpulse z.B. für eine Leistungsendstufe mit MOS-FET-Transistoren wie sie in jedem heutigen Netzteil eingebaut werden. Die Frequenz der Impulse liegt außerhalb des Hörbereiches bei ca. 25 bis 35 kHz. Man kennt das eventuell noch vom Zeilentrafo der Röhrenfernseher, denn dort lag die Frequenz bei 15,625 kHz (50 Halbbilder pro Sekunde mit je 312/313 Zeilen). Mit einem Burst Controller erzeugt man Spannungsimpulse mit einer Frequenz von 25 bis 35 kHz und unterschiedlicher Breite um damit die Spannung am Verbraucher zu regulieren.


    Mit dem SMA SI6.0/8.0 nutzt man die Eigenschaften gem. AR-N 4105 um die PV-WR und auch andere Erzeuger um die elektrische Leistung im Inselnetz zu regulieren. Bei Erhöhung der Netzfrequenz müssen Erzeugungsanlagen ihre Erzeugungsleistung gem. eine im AR-N 4105 festgelegten Kennlinie reduzieren. Diese Anhebung wird dann sprungartig über die 50,2 Hz sein, da darunter die PV-Wechselrichter ihre Leistung nicht reduzieren. Dies passiert auch nur, wenn die Batterie schon fast voll ist. Wenn dann eine Zusätzlich Last geschaltet wird, sinkt die Frequenz sofort wieder auf 50 Hz zurück. Daher sehe ich ein Problem die Schwelle bei 50,1 Hz zu setzen. Vielmehr muss die bei 50,3 Hz oder höher liegen. Die genaue Schaltschwelle wird abhängig von der PV-WR-Leistung und der Leistung z.B. des Heizstabes sein um eine Schwingungsverhalten zu vermeiden. Auch mit Halbwellenpaketsteuerungen wird man seine Probleme bekommen.


    Ich habe mal die Kennlinie nach AR-N 4105 angehängt.

    Bilder

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  • Zitat von Murray

    Demzufolge ein Pulsweitenmodulator.


    Nein!
    Aber ja, der Burst Controller stammt eigentlich aus der Fernsehtechnik. Heute wird er zur Steuerung von Heizelementen (auch in Kaffeemaschinen) verwendet, um hohe Leistungen störungsfrei zu regeln: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwingungspaketsteuerung
    Der verdeutschte Ausdruck wird aber im Profibereich nicht verwendet.
    Ich verwende für Analogsteuerungen die Geräte von Cavazzi: http://www.productselection.net/PDF/DE/rn1f.pdf
    einstein0

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