Jahresabrechnung - Mess- und Abrechnungsentgelte

  • Hallo zusammen,
    habe gerade die Abrechnung für letztes Jahr für meine 2012 errichtete 10,14 kWP-Anlage bekommen. Darauf ist ein Posten "Mess- & Abrechnungsentgelte" in Höhe von 63,50 Euro Netto vermerkt.


    Die Frage ist, muss ich mir das und in welcher Höhe gefallen lassen?


    Zu den Randbedingungen:
    Ich hatte beim Errichten der Anlage irrtümlich (in der Annahme man müsse das) einen Einspeisevertrag unterschrieben, den ich aber kurze Zeit später wieder gekündigt habe, das war aber bereits 2012.
    Daten zur Abrechnung übermittle ich dem Netzbetreiber selbst online, es muss also nicht jemand extra antanzen, das tun die aber trotzdem einmal jährlich auf eigene Faust.


    Vielen Dank schon einmal für Eure Antworten!

  • deinem Beitrag entnehme ich, daß du deinen Netzbetreiber mit der Abrechnung beauftragt hast?
    nachdem die Abrechnung aber naturgemäß Pflicht des Liefernden ist, ist es nicht ungewöhnlich wenn der dann Geld für diese Dienstleistung haben will
    Ob der berechnete Betrag der Höhe nach gerechtfertigt ist, das ist eine andere Frage.


    Aus dem Wege gehen kannst du solchen Schwierigkeiten, indem du selbst deine Lieferungen deinem Kunden in Rechnung stellst.

  • Schau dir das durch dann weißt du Bescheid:
    https://www.clearingstelle-eeg.de/beitrag/2163


    Ich bin mal gespannt, ich werde mich weigern mehr als die halbe Zählermiete zu zahlen, die andere Hälfte zahlt der Energielieferant für den Nacht und Schlechtwetterstrom.


    Letztlich sagt der Text ja nichts anderes aus als:
    -Kannst du lesen und schreiben kannst du den Messtellenbetrieb auch selbst machen, mußt aber Zählermiete zahlen (falls der Zähler nicht selbst gekauft ist natürlich ;-) ).
    -Voriges gilt aber nicht für den Fall das es sich um aus dem Netz bezogenen Strom handelt, was ja auch logisch ist.


    Augrund der Formulierung kann man aber auf den falschen Pfad kommen das man nicht mehr selbst Messtellenbetreiber sein darf sobald es sich um einen Zweirichtungszähler handelt.
    Das wäre aber quark, den es gibts ja zwei Zählstände.
    Und der Satz:
    Sind Anlagenbetreiberinnen- und -betreiber demnach fachkundig und nehmen die Messung und den Messstellenbetrieb der Messeinrichtungen wahr, müssen sie auch keine für die von ihnen selbst erbrachten Leistungen Entgelte entrichten


    Ist ja sehr eindeutig.

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    Landkreis VB PLz 63...

  • Hallo,
    Danke Euch für die Antworten.
    Also ja, ich müsste künftig den Spieß umdrehen, was Rechnungen schreiben angeht...
    Dem Schreiben der Clearingstelle nach dürfte der Netzbetreiber aber keine Gebühren verlangen, da ich lesen und schreiben kann ;-) und die Werte pünktlich zum 01.01.2014 online mitgeteilt habe. Höchstens Zählermiete, die aber in der Abrechnung nicht auftaucht.
    Wobei es weiter unten von der Clearingstelle heißt:
    Die vorstehenden Ausführungen gelten jedoch nicht bei Messeinrichtungen [...] wenn die Einspeisung über einen Anschluss [...] erfolgt, über den also zugleich ein Anschluss zur Entnahme von Elektrizität nutzt...


    Also als Kleinanlagenbetreiber, der auch Strom bezieht, gilt dies nicht?
    Da 2012 errichtet, speisen wir ein und verbrauchen auch selbst, deswegen haben wir 2 (neue) Zähler im Schrank. Die Zähler durfte man zu dem Zeitpunkt nicht mehr selbst kaufen.


    Also muss ich letzten Endes das einfach so akzeptieren, obwohl ich lesen und schreiben kann? ;-)

  • Zitat von VB-Solarer


    Augrund der Formulierung kann man aber auf den falschen Pfad kommen das man nicht mehr selbst Messtellenbetreiber sein darf sobald es sich um einen Zweirichtungszähler handelt.
    Das wäre aber quark, den es gibts ja zwei Zählstände.
    Und der Satz:
    Sind Anlagenbetreiberinnen- und -betreiber demnach fachkundig und nehmen die Messung und den Messstellenbetrieb der Messeinrichtungen wahr, müssen sie auch keine für die von ihnen selbst erbrachten Leistungen Entgelte entrichten


    Ist ja sehr eindeutig.


    Hast wohl nicht verstanden....


    Ich bin für meinen Zähler xy - 2.8.0 Messtellenbetreiber und zahle 50% Zählermiete.
    Für xy - 1.8.0 bin ich das nicht denn das ist der Bezugsstromzählerteil.


    Das mir ein 2 in 1 Zähler installiert wurde ist ja egal, altertnativ kannst du den VNB auch auffordern dir einen Bezugszähler mit Rücklaufsperre zu setzen und du kaufst einen geeichten Einspeisezähler.


    Man darf sich von den VNB`s nicht alles bieten lassen,man ist Lieferant und die Herren vom VNB sind noch zu viel auf ihrem Monopolthron von dem Sie nach und nach runter geholt werden.
    Siehe TAB Urteil, siehe BGH Urteil,etc....


    Und natürlich Rechnung schreiben ist immer gut, wie willst du sonst einen Vollstreckbaren Titel erwirken können wenn der VNB dich wegen seiner internen Probleme länger aufs Geld warten läßt als 14 Tage?

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  • Richtig,
    um die Zählermiete kommst Du nicht drumrum, warum auch, Du nutzt ja schließlich einen gemieteten Zähler. Ggf. solltest Du mal auf den Internetseiten Deines VNB vorbeischauen, dort solltest Du die Entgelte für die Zählermiete für 2013 finden. Vergleiche doch diesen Wert mit dem Wert in Deiner Rechnung. Btw. bei meinem VNB sind das 30 EUR/a, was ich gem. §315BGB noch als billig (im Rechtssinne) empfinde.
    Was die Rechnungsschreiberei angeht, ist mein VNB noch auf dem hohen Ross. Noch. Da ich selbst bei einem Netzbetreiber arbeite (nicht Strom und auch nicht mehr auf dem Monopolross :) habe ich gestern noch bei der Bundensnetzagentur mich mit dem zuständigen Referat unterhalten und werde die Tage, sofern keine Zahlungen und kein Abschlag eintreffen, einen sog. Antrag auf Erstellung eines Auskunftsersuchens gegen meinen VNB stellen. Entsprechende Fragen habe ich für den Referenzen schon formuliert. Der Bescheid gegen den VNB sollte dann 40 Tage später kostenpflichtig ergehen. Schau mehr mal ....


    VG

  • Hallo und danke für die vielen Antworten.


    Folgendes steht auf der Website des VNB:
    https://www.albstadtwerke.de/m…zentgelte_ab_01092013.pdf


    Dort habe ich eine Tabelle für Einspeisung gefunden, für die es heißt:
    "Entgelte für Messstellenbetrieb, Messung und Abrechnung bei Einspeisung ohne Lastgangzählung".
    Dort sind verschiedene Zählertypen aufgelistet, folgende Kombination ergibt den Netto-Betrag von 63,50:
    Smart Meter
    Messstellenbetrieb: 35,00 (€/Jahr)
    Messung: 28,50 (€/Jahr)


    Von "Miete" ist also nicht direkt die Rede, außerdem gibt es auch günstigere Zähler, ich hab ihn mir ja nicht aussuchen dürfen, sondern habe einfach zwei Echelons reingesetzt bekommen.


    Wie seht ihr das, ist "Messstellenbetrieb" die Miete? Oder betreibe ich die Messstelle? Die Messung führe ja bekanntlich ich am Jahresende durch, ansonsten "kontrolliert" jemand auf eigene Faust einmal jährlich.


    Ich werde auf jeden Fall schreiben, dass ich die Rechnung ab sofort schreibe, da morgen Monatsletzter ist, mache ich das gleich, um nicht unnötig große Fristen abwarten zu müssen. Hat jemand auf Anhieb einen Link hier im Forum parat, wie eine Rechnung mit Abschlagszahlungen korrekt auszusehen hat? Im Prinzip kann ich ja die Zahlen übernehmen, die mir der VNB als Abschlagszahlungen angegeben hat. Also ich behalte die Praxis bei, nur auf dem Papier läuft es andersherum.


    Danke nochmals, ich finde es toll, dass es dieses Forum gibt!

  • Auszug der Begriffsdefinitionen von Seite 1
    P r e i s b l a t t N e t z e n t g e l t e S t r o m
    A b 0 1 . S e p t e m b e r 2 0 1 3
    aus obigen Link:


    Zitat

    • Messstellenbetrieb
    Der Messstellenbetrieb umfasst den Einbau, den Betrieb und die Wartung von Messeinrichtungen.
    • Messung:
    Die Messung bezeichnet die Erfassung und die Bereitstellung von Zählerwerten für Netzbetreiber.


    Demnach ist die Messung eine Übergabe der Zählerwerte des Messstellenbetreibers an den VNB (hier vielleicht sogar die gleiche Firma) und damit unzulässig, wenn Du die Werte dem VNB selber meldest mit Deiner Jahresrechnung.

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Hi,


    sehe ich genauso wie qualiman, 35 EUR sind berechtigt, da VNB i.d.R. Messstellenbetreiber ist (sicherlich auch bei Dir, was anderes wirst Du nicht wollen). Den 28,50 EUR würde ich widersprechen und gleichzeitig dafür ein Verrechnungsverbot (mit den Abschlägen) aussprechen.

  • Ich würde auch keine "Abschläge" vom VNB übernehmen und in Rechnung stellen, das paßt nicht zusammen.
    Berechnen kann man nur was tatsächlich geliefert wurde und der Lieferzeitpunkt oder der Satz Rechnungsdatum=Lieferdatum gehört mindestens auf die Rechnung.


    Und die ggfs vorhandene USt ID nicht vergessen oder Steuernummer.


    Ich habe die Zählernummer und Anfangs und Endstand in der Rechnung.

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