Speicherverluste und Wirkungsgrad in der Praxis

  • Hallo Speicherfreunde,


    bisher haben mir die Solarstromspeicher ganz gut gefallen, auch wenn klar ist, dass AC-Kopplung, 1-Phasenbetrieb, Bleigelakku nicht das Ende der Entwicklung darstellen wird.
    Aber die Speicherverluste sind viel höher als erwartet.


    Vor einem guten halben Jahr haben wir einem Kunden 7,2 kwp aufs Dach geschraubt und einen 7,4kWh Bleigelakku (3,7 kWh nutzbar) in den Keller gestellt. Komplette SMA Technik (2 Sunnyboys, ein SunnyIsland, Homemanager, aber D0-Zähler)
    Bisher hat der Kunde 769 kwh in den Speicher eingelagert, aber nur 516 kWh wieder herausgeholt = 32%Speicherverluste!
    Siehe Anhang aus dem Sunnyportal.


    Nun wüsste ich gern, wodurch dieser magere Wert zustande kommt. Bleigel-Problem? Zuviele Wartungsladungen?
    Wie hoch sind die Speicherverluste bei Euch? hat jemand eine ähnliche Anlage aber mit Lithiumakkus?


    Bitte gebt hier mal Eure tatsächlichen Speicherverluste an.
    Aber (bütte, bütte) nur tatsächliche, belegbare Werte angeben, keine "Selbstbetrüge" oder "Verkäufer-Werte".


    Gruß
    L.

  • Hallo,


    Zitat von Lamouette

    Vor einem guten halben Jahr haben wir einem Kunden 7,2 kwp aufs Dach geschraubt und einen 7,4kWh Bleigelakku (3,7 kWh nutzbar) in den Keller gestellt. Komplette SMA Technik (2 Sunnyboys, ein SunnyIsland, Homemanager, aber D0-Zähler)
    Bisher hat der Kunde 769 kwh in den Speicher eingelagert, aber nur 516 kWh wieder herausgeholt = 32%Speicherverluste!


    wie wird der Speicher denn von dem Sunny Island geladen?
    Mit einer Standart-Kennlinie oder hat SMA die auf genau diesen Akku optimiert? Wird er bis 100% voll geladen?

  • Danke für die Daten!
    Wenn man einen Speicher anschafft hat man ja andere Prioritäten als die Rendite. Eine davon ist Notstromversorgung.
    Darüber hinaus finde ich den SI das beste System, weil der interaktive WR auf der AC-Schiene sitzt.
    Für Speicher- und Umwandlungsverluste rechne ich persönlich 50% ein, um auf der sicheren Seite zu sein.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Lithiumakkus versprechen kleinere Verluste.


    Von den 48 Volt wird man auch weggehen, da höhere Systemspannungen (siehe Toyota Hybrid Fahrzeuge) angeblich die Elektronik billiger machen und Verluste verringern.


    Auf der Suche nach einem 48 Volt mppt Lader ist mir auch aufgefallen, die neuen taiwanesischen Produkte sind wesentlich verbessert worden, was den Wirkungsgrad anbelangt.

  • Zitat von Lamouette

    Nun wüsste ich gern, wodurch dieser magere Wert zustande kommt. Bleigel-Problem?


    Ich nehme mal an das es sich um ein Blei-Gel-Akku handelt.
    Ist der SI korrekt auf Blei-Gel eingestellt.
    Ist die Batterie überhaupt für einen Lade- / Entladestrom von 95A geeignet.
    Blei-Säure hat ohne EU vergleichbare Verluste. Mit EU liegt der so bei 80% über alles (rein, raus, WR, Sicherung). Da müsste Blei-Gel auch in etwa liegen.


    Zitat von Cruso

    Auf der Suche nach einem 48 Volt mppt Lader


    SMA hat ein MPP-Lader für 48V. 48V wird weiterhin auf dem Markt bleiben, weil die als Schutzkleinspannung gilt und dafür keine besondere Schutzmaßnahmen gem. VDE erforderlich sind.

    PV, BHKW, Speicher ecoBATT, Bilanzpunktregler ecoBPR, Wallbox ecoLOAD, Renault ZOE
    Rechnen hilft. Bleistift, Papier und Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern
    Oscar Perdok GmbH - Gildeweg 14 - 46562 Voerde PV, Wallboxe und mehr

  • Moin!
    Bei über 30% Verlust muß irgend etwas falsch laufen.
    Ich habe auch einen Blei-Gel-Block hier bei mir stehen und liege bei ~15-20% Verlust, was gut zu den genannten 80% Wirkungsgrad passt. Die internen Zähler liegen ja gerne mal etwas daneben, aber Deine Abweichungen sind dafür viel zu groß. Wenn es die Möglichkeit gibt die Kennlinien zu verändern oder einfach die Ladespannung zu verändern würde ich da mal gucken. Die Werkseinstellungen passen nicht immer genau zu den Angaben der Batteriehersteller.

    Gruß Ingo


    5,6kWp // SMA
    4,3kWp // Steca
    8,0kWp // SolarEdge

    Tesla Powerwall2

  • Ich lieg mit EU bei 78%.
    Was mich wundert ist die geringe Speichermenge, evtl. liegt dort der Selbstentladungsverlust so einfach höher und erklärt den höheren Wert.

    Luschengeselle L11

  • Bei meinem SENEC liege ich etwa bei 85 % Wirkungsgrad. Mal besser, mal schlechter!


    Da ist bestimmt ein Steuerungsfehler bei Dir drin ? Senec lädt auch extra den Akku nicht zu 100% voll, sondern nur etwa zu 90%. Denn zum Ladeschluß wird der Wirkungsgrad eines Bleiakkus eher schlecht. Er beginnt zu gasen und die Ladeenergie verpufft zu Wärme. Vielleicht ist die Ladeschlußspannung bei Dir zu hoch? Mess doch mal mit einem Voltmeter bei wieviel Endspannung Deine Steuerung versucht zu laden? Der SENEC lädt mit maximal 2,3375V pro Zelle. Also bei einer 48V Anlage mit 56,1 V und bei einer 24 V Anlage mit 28V. Und da sieht man schön wie der Ladestrom ständig abnimmt und die Steuerung dann bei sehr geringem Ladestrom den Akku als voll deklariert.

  • Was vielleicht noch interessant wäre, wie wurde der Speicher entladen.


    Hab mal gelesen der Entladestrom ist für die Effizenz nicht unerheblich. Gibt es sowas wie einen Max Entladestrom?
    Wenn ich das Datenblatt richtig interpretiere kann man ja den Speicher in ca 45Min leeren.

    5,5kWp Az-105° Ost & 7,5kWp Az75° West DN40° an 12.0 TL3 Kaco online seit Sep2013