Kosten für Fernabschaltung Photovoltaik Anlage <10KWp

  • Ich habe eine 9,6KWp Photovoltaik Anlage mit Südausrichtung in 2013 errichtet. Nun kam wie erwartet ein Schreiben der Stadtwerke BeSte zur Fernabschaltung.


    Die Kosten nur zur Fernabschaltung und Messwerterfassung belaufen sich auf 6,41€/Monat
    Mit den einmaligen Installatonskosten sind das in 20 Jahren 1708,40€!!!


    Dieser Betrag kommt mir extrem überteuert vor. Die Abschaltung soll per Internet abgwickelt werden und die Messwerte sollen auch erfassen werden. Alternative Abschaltungen wurden nicht angeboten.


    Wie ist das bei Euch? Gibt es eine Grenze wie hoch die Kosten sein dürfen. Die EVU kann ich meines Wissens nicht frei wählen.

  • den Netzbetreiber auffordern daß er dir die notwendigen technischen Angaben zur Umsetzung des EInspeisemanagements mitteilt
    Solange er das nicht macht, kannst du das nicht umsetzen
    und, auch wenn manche Netzbetreiber das glauben: die notwendigen technischen Angaben sind auch nicht ein Angebot über irgendetwas das du bei ihm kaufen oder mieten musst
    wenn er diese Angaben gemacht hat, musst du die Sache unverzüglich umsetzen, das heisst innerhalb drei Monaten


    wer braucht bei deiner Anlagengröße denn eine "Messwerteerfassung"?
    du doch wohl eher nicht
    also soll das der zahlen der es haben will


    "Für Anlagen bis 100 Kilowatt soll bewährte, weitgehend standardisierte, verfügbare Technik eingesetzt werden, zum Beispiel Rundsteuertechnik."


    hier kosten die Empfänger ab ca. 120 Euro, zzgl. Einbau, zzgl. Abschaltemimik, z. B. Schütz
    die Kosten für die Aussendung des Steuersignals hat der Netzbetreiber zu tragen

  • Du könntest ja auch die dynamische 70 % Regel nehmen und hast dabei den Vorteil das dir kein Netzbetreiber irgendwas in deine Anlage einbaut und lustig am abregeln ist.

  • Erst einmal besten Dank für die Tipps!


    Grundsätzlich ist der vorgeschlagene Weg über die 70% Regel am Einspeisepunkt die aktuell kostengünstigste Lösung. Da ich eine hohen Grundverbrauch habe (Server der 7/24 läuft, WW Wärmepumpe, Aquarium).


    Der Mitarbeiter der Stadtwerke beruft sich auch immer auf das EnWG und dass in Zukunft auch die EVUs, die heute mit einem Rundsteuerempfänger arbeiten, in Zukunft auch die Messstellen auslesen werden.
    Das könnte bedeuten, dass ich heute ca. 500,-€ für die 70% Regel am Einspeisepunkt bezahle und in 5 Jahren doch auf die angebotene Lösung mit Messstellenerfassung und Abschaltung gehen muss. Hier kann ich nur auf Bestandsschutz hoffen.
    Irgendwann ist dann auch der Spaß vorbei!


    Eine Rundsteuerlösung gibt es bei den BeSte Stadtwerken nicht. Die HT/NT Umschaltung wurde über Schaltuhren durchgeführt. Die haben 30 Jahre geschlafen und lassen sich nun die Hightech Lösung vom PV Stromerzeuger bezahlen.
    Es gibt halt doch noch Monopolisten die ihre Kunden ausquetschen!

  • Zitat von Olli80

    Der Mitarbeiter der Stadtwerke beruft sich auch immer auf das EnWG und dass in Zukunft auch die EVUs, die heute mit einem Rundsteuerempfänger arbeiten, in Zukunft auch die Messstellen auslesen werden.


    Ja und, wenn die den Zähler auslesen wollen, dann müssen sie selbst die Technik dafür stellen und bezahlen.

  • Zitat von Olli80


    ...Der Mitarbeiter der Stadtwerke beruft sich auch immer auf das EnWG und dass in Zukunft auch die EVUs, die heute mit einem Rundsteuerempfänger arbeiten, in Zukunft auch die Messstellen auslesen werden.
    Das könnte bedeuten, dass ich heute ca. 500,-€ für die 70% Regel am Einspeisepunkt bezahle und in 5 Jahren doch auf die angebotene Lösung mit Messstellenerfassung und Abschaltung gehen muss. Hier kann ich nur auf Bestandsschutz hoffen.
    Irgendwann ist dann auch der Spaß vorbei!...


    Kann er ja machen nützt ihm aber nichts, es gibt zwischenzeitlich schon wieder neue Gerichtsurteile dazu dass die Betreiber ihren Zähler selber ablesen dürfen und Rechnungen stellen dürfen und dafür keinen Messstellenbetreiber beauftragen müssen.
    Also mach es so wie jodl schreibt, fordere vom Netzbetreiber an welche Geräte du zur Umsetzung seiner Fernabschaltungs-/Regelungstechnik bei dir benötigst und lasse sie von einem Elektrofachbetrieb installieren.
    Bei uns konnte die ganze Sache nachträglich unter 800€ umgesetzt werden,300€ war davon der RSE und Funk-Lizenzgebühren, allerdings nur mit einem Öffner-Schütz (hier ist der Tipp ein Hager ESC464) der durch den RSE angesteuert wird und dann Alles abschaltet.


    Viele Grüße:


    Klaus

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Zitat von Boelckmoeller3


    Huiiii warum denn so ein teurer Apotheker- Schütz????? Da empfehle ich ehr den Doepke HS20-13/230V oder den ABB ESB24-04-230V.


    Schau dir mal die Preisunterschiede an....



    Gruß
    SunBreeze

    .....kostenloser Käse gibt es nur in der Mausefalle....


  • Hast schon recht, der ist hier etwas überdimensioniert :lol: , bei uns muss er 32kW also 3 x 50A abschalten können. :oops:
    Aber Überdimensionierung schadet ja auch nichts. :lol:

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Hallo


    Zitat von SunBreeze


    Huiiii warum denn so ein teurer Apotheker- Schütz????? Da empfehle ich ehr den Doepke HS20-13/230V oder den ABB ESB24-04-230V.
    Gruß
    SunBreeze


    Nun ja, der Doepke HS20-13/230V ist ein Schütz mit 20 Ampere
    Der Hager Schütz kann 63A.
    Ein vergleichbarer Doepke Schütz 3Schließer,1Öffner HS 63-31 230V/50HZ
    mit 63A kostet auch deutlich mehr :juggle:


    Bitte keine Äpfel mit Birnen vergleichen - u.a. erst mal fragen warum ein 63A Schütz benötigt wird.
    Ist allerdings wirklich für eine 9,6kWp große Anlage deutlich überdimensioniert - ein Schütz mit 20(25)A hätte genügt.


    Sehe auch gerade Boelckmoeller muss auch schon 50Ampere schalten können.


    Übrigens ein Schütz von Hager - Schütz 25A 4Ö 230V ESC426 - kostet auch nicht viel
    mehr wie der genannte von Doepke - und kann 25Ampere.
    Würde aber immer die Brummfreien bevorzugen so z.B. Hager ESC426S
    siehe auch unter:
    http://www.hager.de/produktkat…allationsschuetze/259.htm


    elektro-michel