Strom selbst verkaufen an Endkunden

  • Hallo zusammen
    Ein neuer Anlauf , ich habe mit Elektron (Admin) gesprochen und werde einen neuen Threat aufmachen, da ich im alten komplett die Zahlen vergeigt habe


    Ich habe 9 Anlagen mit zusammen 1200 Kwp
    3 Freunde von mir haben Anlagen mit zusammen 4500 Kwp . zum Teil Freiflächenanlagen und Wasserkraft
    Wir produzieren zusammen ca. 6.000.000 Kwh Strom ( 6 Gwh )
    Zusammen überlegen wir nun unseren Strom gemeinsam an Endkunden zu verkaufen, so wie Prokon das jetzt auch macht. http://www.Prokon.net
    Prokon kauft Strom ein und zwar maximal soviel wie sie selbst produzieren.
    Diesen verkaufen sie dann an Endkunden lassen den Strom aber nicht als Ökostrom zertifizieren.
    Wo ist dabei der Trick?
    Wer kann helfen.
    Danke im Voraus
    Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    setze Dich doch mal mit den Jungs von Grünstromwerk unter http://gruenstromwerk.de/home.html in Verbindung.
    Wir haben über Grünstromwerk vor kurzem auch in unserem Magazin unter http://www.photovoltaikforum.c…rekt-und-regional-nutzen/ berichtet.


    Gruß Elektron

  • Wie verteilt sich die Leistung auf die einzelnen Anlagen? Sind diese räumlich relativ nah zusammen, also weniger Kilometer?


    Nimm mal Kontakt mit next-kraftwerke auf. Ab ~500KWp Anlagengröße sind die interessiert. Wenn man entsprechend bündeln kann auch bei kleineren Anlagen.

    Elektromobile: Renault ZOE ZE40 Car Sharing und Pedelec

  • Zitat von sundevil

    Wie verteilt sich die Leistung auf die einzelnen Anlagen? Sind diese räumlich relativ nah zusammen, also weniger Kilometer?


    Nimm mal Kontakt mit next-kraftwerke auf. Ab ~500KWp Anlagengröße sind die interessiert. Wenn man entsprechend bündeln kann auch bei kleineren Anlagen.


    Die Anlagen befinden sich mit Ausnahme von zwei kleinen ( 52Kwp und 55 Kwp ) alle in Baden Württemberg
    Anlagegröße von 28Kwp bis 2500 Kwp

  • Hallo,


    wann habt Ihr die Anlagen gebaut mit welcher Vergütungshöhe?
    Wenn es Anlagen vor 2011 sind, dann wird die EEG-Vergütung noch deutlich über dem kWh-Preis liegen, wie ihr auf dem freien Markt bekommt.
    Ich denke auf dem freien Markt werdet ihr etwas zwischen 5 und 8cent bekommen können.


    Gruß Elektron

  • Zitat von Elektron

    Hallo,


    wann habt Ihr die Anlagen gebaut mit welcher Vergütungshöhe?
    Wenn es Anlagen vor 2011 sind, dann wird die EEG-Vergütung noch deutlich über dem kWh-Preis liegen, wie ihr auf dem freien Markt bekommt.
    Ich denke auf dem freien Markt werdet ihr etwas zwischen 5 und 8cent bekommen können.


    Gruß Elektron


    Hallo Elektron
    wir möchten weiterhin die EEG Vergütung haben , aber unsere Jahresmenge aus dem "Stromsee" in Leipzig an der Strombörse kaufen und dann als nicht zertifizierten Ökostrom an Endkunden verkaufen.
    Genau so wie Prokon das auch macht .
    Nur wie Prokon das macht da brauch ich Hilfe
    Gruß
    Jürgen

  • Hallo,


    wenn Du EEG-Vergütung erhalten möchtest, dann bezahlt der Netzbetreiber Dir den Strom mit der EEG-Vergütung und bekommt dafür den Strom von Dir. Der Strom ist damit an den Netzbetreiber verkauft und kann kein zweitesmal selbst an der Strombörse vermarktet werden.
    Auch denke ich sind 6GWh Strom einfach viel zu wenig um rentabel an einer Börse selbst zu vermarkten.


    Gruß Elektron

  • Wenn eine EEG-Vergütung (Festvergütung oder Marktprämie) in Anspruch genommen wird, darf er nicht mehr als Ökostrom vermarktet werden. Doppelvermarktungsverbot. Die Grünstromeigenschaft geht in Form der EEG-Quote anteilig auf den gesamten Endverbraucherabsatz über.
    Wenn man bei regionaler Direktvermarktung die Marktprämie in Anspruch nimmt, heißt das:
    Ich liefere meinen PV-strom an die Allgemeinheit und beziehe zeitgleich Graustrom aus dem Netz. Diesen Graustrom liefere ich dann an meine Kunden (und so muss er auch gekennzeichnet werden).


    Anders sieht es bei Nutzung der sonstigen Direktvermarktung oder des Grünstromprivilegs aus.

    Mit sonnigen Grüßen, solarstein

  • EEG-Vergütung und Direktvermarktung schließen sich aus.


    Nochmal: Hier scheinen rudimentäre Kenntnisse des Stromhandels zu fehlen. Die sollte man sich aneignen bevor man in dem Metier tätig wird. Vielleicht solltet Ihr euch einen in der Direktvermarktung erfahrenen Partner suchen.


  • Beim Prokon-Modell hat der Stromtarif eigentlich überhaupt nichts mit dem Windparks zu tun. Prokon hat einfach einen Energieversorger gegründet, kauft normal Strom an der Börse oder bei Lieferanten und verpflichtet sich lediglich, dass nicht mehr Strom an Endkunden geliefert wird, als die Windparks produzieren. Der Strom, der verkauft wird, ist ganz normaler Graustrom. Man muss keine Solar- oder Windanlagen haben um einen solchen Energieversorger auszubauen. Da gibt es auch keinen Trick und es entsteht vor allem auch kein Mehrertrag für den Anlagenbetreiber, der mit dem Stromtarif zu tun hat.


    Einen Energieversorger gründen kann prinzipiell jeder, die Prozesse und rechtlichen Anforderungen für die Bewirtschaftung der Bilanzkreise und Stromkunden sind aber sehr umfangreich und das ist nichts, wo man mal schnell den Hintergrund und Ablauf in einem Forum erfragen kann. Da braucht man entweder umfangreiche externe Beratung, muss sich einen Fachmann einkaufen oder sich selber in Gesetzte, Verordnungen und Prozessbeschreibungen einlesen.


    Was Grünstromwerk als Direktvermarkter anbieten kann, sind drei Optionen:


    1. Wir können den Strom der Projekte ab ca. 400 kW Anlagenleistung im Rahmen des Marktprämienmodells an der Strombörse vermarkten. Damit kann man auch in 2014 noch einen kleinen Mehrertrag über der EEG-Vergütung erzielen.
    2. Sollte es Vor-Ort einen Stromabnehmer geben, der vor Netzeinspeisung beliefert werden kann, können wir diese Stromlieferung betreuen und abwickeln.
    3. Wir können gemeinsam einen Regionaltarif auf Basis unseres Stromtarifs SOLAR 25 initiieren. Das geht nur, wenn eine der Freiflächenanlagen Baujahr 2013 ist, da ansonsten die EEG-Vergütung noch zu hoch ist, um so ein Modell umzusetzen. Dann würden wir Stromkunden der Region mit dem Solarstrom der Anlage beliefern.


    Was wir nicht machen, ist Beratung um einen eigenen Versorger aufzubauen. Da muss man sich dann schon an spezielle Beratungsfirmen oder Kanzleien wenden, die sich auf die Energiewirtschaft spezialisiert haben.