Schwitzwasserschaden durch PV-Anlage (Zählerschrank nass)

  • Hallo liebe Leute,


    wir haben DEZ.2011 neu gebaut mit einer PV-Anlage mit 7KW. Jetzt haben wir JAN.2014 und einen schaden durch die Anlage.
    Vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit und hat eine Idee das wäre nett.
    Folgendes ist passiert:


    Die Sicherungen waren raus geflogen im Stomkasten als ich sie wieder reingemacht habe knisterte es im Stromkasten und die Luftwärmepumpe zeigte Drehstromfehler an.
    Ich habe daraufhin alle Sicherungen wieder raus genommen und habe die Elektrikerfirma gerufen die das Haus gebaut hat um 18:00 am 21.12. :cry: Der hat dann festgestellt, dass die Sicherungen alle nass waren und eine Schiene verschmort war, regelrecht verschweist war. Daraufhin hat er den Kabelkanal geöffnet und auch da flossen ein paar tropfen Wasser. Er stellte dann fest, dass die Kabel der PV-Anlage die durch ein sepparates Rohr im Keller ankommen und im Kabelkanal enden innen nass sind, sowie die Kabel selber und da das Wasser durchfließt. Wir haben es mit Handtüchern ausgestopft und den Kabelkanal getrocknet. Wir haben auf dem Dachboden dann nach geschaut wie die Kabelführung ist.
    Der Elektriker hat die Relais ausgeschüttelt und das Wasser daraus gelassen und neue Schienen eingebaut plus Handtücher und den Hinweis gegeben die Firma zu kontaktieren die die Anlage aufgebaut hat da, wir noch in der Gewähr sind. Jetzt ist es so dass im Zählerschrank 3 Zähler drin sind mit feiner Elektronik die geprüft werden müssen durch den Hersteller da sie verplombt sind.
    Vor allem auf die Zukunft gesehen da ist ja Metall und Elektronik drin das oxidiert doch jetzt mit der Zeit und Schäden werden erst später mit den Jahren auftreten.


    Die Kabel der PV Anlage kommen aus dem Dachspitz ca. 15 cm unter dem First etwa mittig des Raumes und gehen nach etwa 30 cm in ein Leerrohr am Sparren entlang in den Betonboden etwa 50 cm von der Fussfette mit Leerrohr. Das Leerrohr ist etwa nach 60cm vom Boden mit einem Isolierband verlängert worden. Ich habe das Isolierband entfernt und es kommt mir Wasser entgegen ich habe jetzt einen Topf drunter gestellt um das Wasser zu fangen.
    Ich habe noch andere Leerrohre im Dachboden aber die sind alle trocken.


    Ich habe eine Email an den Verkäufer gesandt mit der bitte um schnelle Abhilfe. Der hat dann die Firma informiert die sie beauftragt haben das aufzubauen. Der Verkäufer sagt das muss ich meiner Haftpflicht melden. Die Haftpflicht sagt das geht nicht ihr habt Gewährleistung und es muss fachgerecht ausgeführt sein er muss es seiner Versicherung melden.
    Die Elektrikerfirma die die Anlage aufgebaut hat kam dann auch gleich sogar der Chef selber und hat gesagt so etwas habe er noch nicht gehabt die Anlage währe fachgerecht montiert. Und er sieht hier kein verschulden seinerseits. Als Sofortmaßnahme hat er den Kabelkanal gekürzt und das Kabel aus dem Kabelschacht Kanal genommen was in Richtung Stromkasten fließt, jetzt läuft das Wasser an der Wand entlang.


    Der Dachboden hat eine Temperatur von ca. 6 ° und die darunterliegende Wohnräume haben eine Temperatur von ca. 22°.
    Ich denke es ist Schwitzwasser, allerdings ist der Rohranfang in dem sich die Kabel der PV-Anlage befinden, auch schon nass.
    Vielleicht verursachen Temperaturunterschiede zwischen Kabel innen und außen nach der Dacheinführung das Schwitzwasser.


    Frage 1: Wie kann das sein?
    Frage 2: Was ist zu tun?
    Frage 3: Was ist defekt?
    Frage 4: Wer kommt für die kosten auf?
    Frage 5: Was ist mit Folgeschäden?
    Frage 6: Wer kontrolliert das jetzt?
    Frage 7: Was ist eine fachgerechte Montage einer PV-Anlage?
    Frage 8: Wem seine Versicherung haftet jetzt?


    Bitte um Hilfe.
    Danke.

    Dateien

    -Markt Indersdorf-Lehmann Aufdachmodulhalter-Lehmann Dachdurchführung -Radox-Solarkabel
    -Exakt Südlage
    -Dachneigung 35°
    -30xJWP 235 Polykristalline
    -3xSMA 2500HF
    -berechnet 7,100 KWh ist tatsächlich 8,200 KWh

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  • Rohr am Dachboden am Austritt luftdicht abschließen.


    dann kann keine warme Luft mehr in den kühlen Dachboden aufsteigen und es bildet sich kein Kondenswasser

    9,8kW Suntech STP 225 (2011)
    Kostal Piko 8.3
    OST/WEST

  • Zitat von Awipv

    Rohr am Dachboden am Austritt luftdicht abschließen.


    dann kann keine warme Luft mehr in den kühlen Dachboden aufsteigen und es bildet sich kein Kondenswasser




    Ok aber ist das meine Aufgabe? Was ist mit der Gewähr? was ist mit dem schaden ?

    -Markt Indersdorf-Lehmann Aufdachmodulhalter-Lehmann Dachdurchführung -Radox-Solarkabel
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    -berechnet 7,100 KWh ist tatsächlich 8,200 KWh

  • Zitat von Awipv

    Rohr am Dachboden am Austritt luftdicht abschließen.


    dann kann keine warme Luft mehr in den kühlen Dachboden aufsteigen und es bildet sich kein Kondenswasser


    Vorzugsweise lieber umgekehrt.
    Das Rohr muß auf der warmen Seite verschlossen werden, sofern möglich.
    Anonsten kann die Luft immernoch im Warmen zirkulieren, je nach dem, wieviel Platz im Rohr noch ist.
    Außerdem kann das Rohr so etwas austrocknen.
    Wichtig ist, daß, sobald es draußen wieder warm wird, daß das Rohr nochmals Durchzug bekommt, damit es wirklich austrocknen kann.
    Danach kann man es entgültig verschließen.


    Das nicht verschlossene Installationsrohr ist aber definitiv ein Installationsfehler.
    Alle Leerrohrverbindungen zwischen Innen- und Außenbereichen müssen Winddicht sein.
    Ich würde darauf bestehen, daß der Mangel fachgerecht beseitigt wird.
    Außerdem hat die Firma für den Einsatz des Elektrikers bei Dir aufzukommen.
    Dafür haben Firmen notfalls Betriebshaftpflichtversicherungen.


    Daß die Zähler (die nicht auf Hutschiene montiert sind) in Mitleidenschaft gezogen wurde, würde ich eher ausschließen.
    Nur, was direkt mit Wasser in Kontakt kam, sollte betroffen sein.


    Ich sehe das leider auch immer wieder.
    Auch bei Antenneninstallationen erst kürzlich. Das Rohr wurde auf der Dachseite mit einem Stofflappen "verschlossen".
    So kann man auch Wasser gewinnen.
    Der Hausherr traute seinen Augen nicht, als ich ihm den frisch aus dem Rohr gezogenen und tropfenden Lappen zeigte.
    Der direkte Nachbar (Doppelhaus) hatte das auch mitbekommen, und mich gleich gebeten bei ihm nachzusehen.
    Dort war kein Lappen drin, sondern wenigstens mit Silikon verklebt, obwohl beide denselben Elektriker hatten.
    Meine Vermutung: Das Silikon ging aus und reichte nicht mehr für beide. ;)


    Übrigens entsteht das Kondenswasser erst im kalten Bereich. Wenn das Leerrohr nur wenige cm aus der Decke schaut, kann man es gefahrlos oben verschließen. Läuft es aber noch über Meter im kalten Bereich, ist es unbedingt am unteren Ende zu verschließen.
    Bei 60cm sollte es im warmen Bereich verschlossen werden.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 49kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

    2 Mal editiert, zuletzt von Andre78 ()

  • Hi,


    Zitat von Goliath1973

    Die Haftpflicht sagt das geht nicht ihr habt Gewährleistung und es muss fachgerecht ausgeführt sein er muss es seiner Versicherung melden.


    das ist korrekt.


    Zitat von Goliath1973

    Die Elektrikerfirma die die Anlage aufgebaut hat kam dann auch gleich sogar der Chef selber und hat gesagt so etwas habe er noch nicht gehabt die Anlage währe fachgerecht montiert. Und er sieht hier kein verschulden seinerseits.


    Jaja, das sagen alle. Wenn Wasser aus seiner Elektroinstallation tropft und es hat kein anderer etwas daran verändert ist`s natürlich die Schuld vom Elektroinstallateur, von wem denn sonst?

    Zitat von Goliath1973

    Der Dachboden hat eine Temperatur von ca. 6 ° und die darunterliegende Wohnräume haben eine Temperatur von ca. 22°.
    Ich denke es ist Schwitzwasser, allerdings ist der Rohranfang in dem sich die Kabel der PV-Anlage befinden, auch schon nass.
    Vielleicht verursachen Temperaturunterschiede zwischen Kabel innen und außen nach der Dacheinführung das Schwitzwasser.


    Kann gut sein. Das herauszufinden und zu beheben ist aber der Job von dem, der`s verbockt hat.


    Zitat von Goliath1973

    Frage 1: Wie kann das sein?


    Kann man mit den wenigen Bildern nicht sagen. Wie sieht`s denn auf dem Dachboden aus?
    Dort, wo die Kabel vom Dach in`s Haus gehen? Und die Strecke, wie sie weiter verlaufen, bis sie im Dachboden verschwinden?

    Zitat von Goliath1973

    Frage 2: Was ist zu tun?


    Jemand muss das eindringende Wasser stoppen. Will`s der mutmaßliche Verursacher nicht, musst Du Dir einen Anwalt nehmen, der per Gutachter den Ist-Zustand aufnimmt. Dann musst Du jemanden mit der Reparatur beauftragen, wenn der Verursacher immer noch nicht will. Zuletzt klagt Dein Anwalt den Schaden beim Verursacher ein.


    Zitat von Goliath1973

    Frage 3: Was ist defekt?


    Das wird Dir der Gutachter sagen können.


    Zitat von Goliath1973

    Frage 4: Wer kommt für die kosten auf?


    Zuerst mal Du und dann der Verursacher, wenn Du ihn verklagst.


    Zitat von Goliath1973

    Frage 5: Was ist mit Folgeschäden?


    Die Folgeschäden, die bisher aufgetreten sind, hat der Verursacher zu tragen.
    Treten jetzt noch weitere auf, ist das Dein Bier, denn Du bist jetzt erstmal verantwortlich, weitere Schaden zu vermeiden.


    Zitat von Goliath1973

    Frage 6: Wer kontrolliert das jetzt?


    Der, den Du beauftragst, wenn der Verursacher nicht will.


    Zitat von Goliath1973

    Frage 7: Was ist eine fachgerechte Montage einer PV-Anlage?


    Eine, wo kein Wasser die Leitungen herunterläuft.


    Zitat von Goliath1973

    Frage 8: Wem seine Versicherung haftet jetzt?


    Die vom Verursacher, wie immer im Leben.

  • Zeig mal Bilder vom Dachboden.


    Sprich wo/wie die Kabel durchs Dach geführt werden und allgemein Bilder von der Kabelführung am Dachboden und vor allem unten am Zählerplatz. Was ist eigentlich mit dem Wechselrichter ??


    Beta


  • Danke für den TiPP . Ich glaube nur das die schuld frage einen Kampf nach sich zieht keiner will schuld haben.

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    -berechnet 7,100 KWh ist tatsächlich 8,200 KWh

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    Ing. Michael Kykal
    zertif. Gutachter für Photovoltaik (TÜV)