AGM Akku nicht öffnen! Wieso nicht? Ich habs gemacht.

  • Die AGM Zellen sollen ja gegenüber Nasszellen so einige Vorteile bieten, wie z.B.:


    - höhere Lade/Entladeströme
    - kein Auslaufen
    - Abschlammung der Elektroden wird durch Vließ unterbunden
    - Sulfatierung wird verzögert
    - Wartungsfreiheit - Vorteil??


    Nachteile:


    - kein Nachfüllen möglich
    - keine Ausgleichsladung möglich


    Muss das sein? Oder möchten die Batteriehersteller einfach die Lebensdauer ein wenig "künstlich" begrenzen, um das Geschäft am laufen zu halten?


    Meiner laienhaften Meinung nach spricht aber doch eigentlich kaum was dagegen, die Stopfen - wenn welche vorhanden - im Ruhezustand beispielsweise ein mal jährlich zu öffnen, und das Vließ mit einer Spritze und dest. Wasser zu sättigen, um so den typischen AGM-Austrocknungstod hinauszuzögern, oder gar zu verhindern.


    Da ich meine billig-AGM`s mittlerweile seit einem Jahr, 24/7 täglich (nächtlich) mit Gefriertruhe, Kühlschrank, usw. meist bis auf 11,7-11,9V inkl. einiger Teilzyklen tagsüber mit Wasserkocher usw. herunterquäle, und sie wetterbedingt nicht jeden Tag wieder ganz voll werden lasse, habe ich die letzten Wochen bemerkt, dass die Kapazität ein wenig nachgelassen hat. Da ich mir aber bewusst war, dass die Batts diese stopfen haben, habe ich mich kurzerhand entschlossen die Blöcke mit 15,1V ein wenig (2. Tage) in "Schwung" zu bringen :D


    Nach dieser Aktion habe ich jeder Zelle einfach mal 10ml dest. W. spendiert, aber ohne dass das Vließ dadurch sichtlich gesättigt wurde.


    Das Resultat ist eine wieder merklich höhere Kapazität und Ruhespannung, rein vom Gefühl her ähnlich wie im Neuzustand.


    Was sagen da eigentlich die Batterie - Fachexperten zu solchen illegalen Aktionen?? :mrgreen:

  • Der Stopfen sieht nicht so aus, als ob der nicht geöffnet werden darf :mrgreen:
    Geplant obsoleszent? :roll:

    Elektromobile: Renault ZOE ZE40 Car Sharing und Pedelec

  • Hmm Nicht öffnen .. Do not open sagen eigentlich auch ohne jetzt nachzulesen aus das man das nicht machen soll.


    http://www.battcenter.de/downloads/infoblatt.pdf


    Und 15,1V .. bei AGM's :?: .. also wirklich .. Du bist echt ein Batteriemörder :wink:

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Zitat von pezibaer

    ...Du bist echt ein Batteriemörder :wink:


    Wenn nicht gar ein Batterie-Wunderheiler :D

    Gruss, Bunzlaus


    3,87 kWp; 13x Asola 175W/48-156 auf 48°DN, 9x auf 42°; Ausr.: 195°; SMA SB4000TL21;
    Seit 08.2012; EinsMan.
    Insel: 12V 820Wp; Ladereg.: 2x Solar30; 450Ah Blei; WR: 3,5kW Chinese + Victron 350VA.
    ST: 11qm VRK; 800L Puffer, 500L Ww.

  • Zitat von Bunzlaus


    Wenn nicht gar ein Batterie-Wunderheiler :D


    Hat sich die Batterie denn auf Schwung bringen lassen und woran hast du es gemerkt? :)

  • Zitat von kalle bond

    Hat sich die Batterie denn auf Schwung bringen lassen und woran hast du es gemerkt? :)


    Nabend Kalle,


    daran, dass die (parallel verschalteten) Blöcke zuvor erstens trotz 2Std. Absorption bei 14,4V eine Ruhespannung nach einiger Zeit von 12,54V hatten, jetzt 12,68V. Und zweitens nach einer typischen nächtlichen Entladung von ca. 400Wh sekundär, also nach WR gemessen, statt zuvor 12,06V jetzt 12,25V aufweisen. Das waren stichprobenartige Multimetermessungen nach einer mehr oder minder Volllading, also jetzt sicherlich keine 100% Aussagekraft. Die Aktion habe ich vor ca. 2 Wochen durchgeführt. Da ich aber jeden Morgen auf die Anzeige der Regler schaue, sage ich ganz ehrlich, es hat deutlich spürbar was gebracht. Nicht zuletzt auch deshalb, dass die Unterspannungsabschaltung am LR, welche bei mir bei 11,7V eingestellt ist, die letzten Tage noch nicht angesprochen hat. Zuvor passierte das aber oft und immer häufiger.

    Gruss, Bunzlaus


    3,87 kWp; 13x Asola 175W/48-156 auf 48°DN, 9x auf 42°; Ausr.: 195°; SMA SB4000TL21;
    Seit 08.2012; EinsMan.
    Insel: 12V 820Wp; Ladereg.: 2x Solar30; 450Ah Blei; WR: 3,5kW Chinese + Victron 350VA.
    ST: 11qm VRK; 800L Puffer, 500L Ww.

  • Bevor jetzt aber der eine oder andere seine teure Longex köcheln lässt, um sie hinterher mit der Bohrmaschine, Schraubenzieher o.Ä. zu bearbeiten, möchte ich noch dazu sagen, dass ich 3x diese hier habe: http://www.kreissler24.de/Batt…58001_AGM_i421_4324_0.htm


    Meine hier geschilderten Erfahrungen sollen auch bitte niemanden dazu verleiten, entgegen den Herstellervorgaben zu agieren.
    Vor allem auch deshalb, weil hinterher möglicherweise die Betiebssicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

    Gruss, Bunzlaus


    3,87 kWp; 13x Asola 175W/48-156 auf 48°DN, 9x auf 42°; Ausr.: 195°; SMA SB4000TL21;
    Seit 08.2012; EinsMan.
    Insel: 12V 820Wp; Ladereg.: 2x Solar30; 450Ah Blei; WR: 3,5kW Chinese + Victron 350VA.
    ST: 11qm VRK; 800L Puffer, 500L Ww.

    Einmal editiert, zuletzt von Bunzlaus ()

  • mal ne Frage am Rand, wie schlagen sich denn die Starterbatterien im harten Speicheralltag? Dachte die wären dafür nur bedingt geeignet? Hab hier noch ca 1t neue & gebrauchte Batterien stehen, wollte die aber durch den Einsatz als PV-Speicher nicht "hinrichten".


    Gibts da merkbare Unterschiede zwischen Starterbatterien & speziellen Speicherblocks / Staplerbatterien?

  • Sowas finde ich sehr mutig. Ich stehe gerade vor einer ähnlichen Entscheidung, nämlich eine Gelbatterie zu öffnen, bei der eine Zelle vor 1,5 Jahren ca. 0,05 ltr. Säure ausgeworfen hat. Seitdem hatte die kaum noch Kapazität und ich hätte sie fast entsorgt. Die werde ich am WE mal verbotenerweise öffnen.


    Die zweite von den beiden hatte ich ein Jahr lang chronisch unterladen, weil ich mich auf Aussagen wie "Um Gottes Willen Gelbatterien nicht über 14,1 V Ladeendspannung laden!", obwohl der Hersteller 14,4 - 14,7 V Ladeendspannung empfiehlt. Dummerweise gibt das nicht mal mein Steca her.


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Batterietode erstens auf falsche Ladespannungen zurückgehen und zweitens auf fehlende Ladedauer und damit eigentlich vermeidbar wäre. Ich sehe es gerade bei meinem Toyota: Der hat permanent 0,2 - 0,3 V zu wenig Ladespannung und muss dauernd manuell nachgeladen werden. Gibt es eigentlich an Lichtmaschinen eine Stellschraube dafür oder soll ich mir gleich eine vom Schrott besorgen? Ist ja kein Dauerzustand.

    Hier entsteht in Kürze eine Signatur