VW droht das gleiche Schicksal wie Nokia

  • Grüetzi,
    hier nochmals der Blick in die Zukunft des Automobils:
    http://www.youtube.com/watch?f…er_embedded&v=JHUzfw24oCk


    Ich finde den Film sehr kurzweilig, interessant und ermutigend - ausser für die betroffenen Firmen natürlich :wink: . Einzige Kritik: Autos kann man nicht direkt mit Handys vergleichen. Der Lebenszyklus eines Autos (10 Jahre) ist viel länger als jener eines Handys (2 Jahre). Auch wenn der Occasionsmarkt für Stinker bald tot ist, heisst das noch nicht automatisch, dass in wenigen Jahren die meisten mit Elektroautos rumfahren. Ausser die CO2-Abgaben drängen die Leute dahin. Aber da macht ja Mutti nicht mit :roll:http://www.nzz.ch/.../die-eu-m…er-die-buecher-1.18167499


    Audi, VW, BMW, etc. haben also noch etwas mehr Zeit, als Nokia es hatte nach dem Release des iPhones...


    Ciao

  • Ohne den Film gesehen zu haben, behaupte ich, daß VW nicht das Schicksal von Nokia teilen wird. Volkswagen hat neue Trends meist mit etwas Abstand übernommen, war dann aber umso erfolgreicher. Das wird mit der eMobilität nicht anders...


    Nokia hat den Trend der Smartphones dagegen ziemlich komplett verschlafen und sich dann auch noch auf das schlechteste Pferd gesetzt.

  • Ja, dass sind schon 36 Minuten mit Hammer-Thesen.
    Gerade wenn ich mir en Volkswagen-Konzern anschaue mit so Albiautos wie dem 1 Liter-Auto dem Audi A2, dem 3-Liter-Lupo oder die deutsche Automobil-Industrie allgemein mit Thesen wie "hocheffizienten Dieseln gehört die Zukunft und da sind wir Weltspitze", da kann man dann schon so ein paar Zweifel bekommen, wie es der deutschen Autombilindustrie zukünftig ergehen wird.
    Zuletzt dann auch Mercedes mit "Ja, wir hätten Tesla haben können, haben uns aber anders entschieden. Wobei: Was besseres konnte der eMobilität gar nicht passieren. Tesla mit Mercedes wäre Super-Blue-Efficency mit Disel und unterstützendem Akku geworden.
    Faglich ist nur in wieweit Herr Thomsen mit seinem Zeitstrang und 2017 recht hat.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    Twitter & Sonnenertrag


    L:70
    D:4
    T:1
    GroßMeisterLusche

  • Ich glaube der Zeitstrang passt nicht .. allein für die dafür nötigen Akkus müssen erstmal gigantische Fabriken/Kapazitäten aufgebaut werden. Selbst mit ner Verdopplung jährlich über die nächsten 4 Jahre wäre man erst bei 1 Million EV jährlich in 2017 .. und der Gesamtmarkt sind 70 Millionen jährlich .. wären also weitere 6 Jahre jährliche Verdopplung.

  • Sollten Elektroautos auf dem Markt gefragt sein, dann hat VW durch ihr Baukastensystem innerhalb kurzer Zeit mit ihren verschiedenen Marken und Typen einen bunten Blumenstrauss an Elektroautos auf der Fabrikrampe stehen. Und zwar welche, wo sich Diskussionen über die Qualität und das Aussehen der eigentlichen Karosse erübrigt, weil wie gehabt. Das Gleiche gilt für PlugIn-Hybride und Erdgasfahrzeuge. Und wenn von alledem nix nachgefragt werden sollte, dann bauen sie halt weiterhin Benzin- und Dieselmotoren in ihre Karossen ein.


    An den Zeitplan glaube ich auch nicht. Bestenfalls in der Oberklasse könnte das so werden, wo Geld eine untergeordnete Rolle spielt und eh mehrere Autos zur freien Auswahl in der Garage stehen. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob es die Elektroautos beim jetzigen Anlauf schaffen werden aus der Nische heraus zu kommen. Und die bekannten Problematiken, wie z.B. dass 60% der Autofahrer keinen eigenen Stellplatz/Garage haben, haben sich auch noch nicht in Luft aufgelöst.

  • Zitat von Tomyy

    Ulmer, genau so ist das mit VW.
    Zu erst brauchen wir Ladesäulen, Ladesäulen, Ladesäulen...... Ladesäulen, Ladesäulen...
    Erst ganz zum Schluss kommt.... :mrgreen:
    Tomyy


    und woher kommt der strom dazu??? und wo sind die leitungen, die die stromstärke von 40 ladestationen im appartementhaus verkraften?


    und wer baut infrastruktur ohne konsumenten?


    tomyy, wir sind nicht mehr in der planwirtschaft! :lol::lol:

  • Das sind ja alles keine neuen Thesen, die er da präsentiert. Das einzige was da speziell ist, sind vielleicht die konkreten Jahreszuahlen. Ansonsten auch viel Blabla dabei. Die erste Viertelstunde stellt sowas wie die Standardphrase des Herren dar, inkl. Nokia und Co.. Die nutzt er auch bei anderen Themen. Umso trauriger, dass er dann für das eigentliche Thema realtiv wenig Redezeit verwendet, zumal er extrem überzieht, wie man das mitbekommt. Mit den Anfangseinlassungen soll ja im wesentlichen auch gezeigt werden, wie wichtig die Zukunftsforscherei ist, weil man sich halt nicht nur auf langfristige Entwicklungen einstellen muss. Das ist des Pudels Kern. Die Eigenwerbung.


    Also: Interessante Jahreszahlen, die ein wenig Zunder in die Diskussion bringen (das Video wurde hier ja schon x mal aufgegriffen). Ansonsten alles nicht so spannend, was der Zukunftsforscher da vorträgt. Kommt er ja auch nicht zu, wirklich viel neues herauszufinden, da sich sein Aufgaben-Berg auf dem Schreibtisch ja immer mehr auftürmt :)


    Also nichts gegen die Thesen, dass EV relativ bald goldene Zeiten hat. Sehe das bei VW auch kritisch. Aber immer diese Zukuftsforscher... Was neues bringt er da nicht auf. Vielleicht stellt man(oder zumindest ich) sich da aber auch zu viel drunter vor. Da geht es wohl primär um nette, gutbezahlte P.M.-artige Vortragspräsentation.

  • Zitat von Tomyy


    Zu erst brauchen wir Ladesäulen, Ladesäulen, Ladesäulen...... Ladesäulen, Ladesäulen...
    Erst ganz zum Schluss kommt.... :mrgreen:
    Tomyy


    Hmja, was war denn zu erst da, Henne oder Ei, Ottomotorauto oder Tankstelle :lol:


    Wie man wohl aus dem Vortrag entnehmen kann, wird BEIDES GLEICHEITIG gebaut, E-Nutzfahrzeuge UND (schnell)-Ladestationen...


    Zum Thema, VW / Porsche / Mercedes werden den Bach runter gehen und ein Fall für übernahmen oder den Insolvenzverwalter...
    Die "Jungs" haben noch etwas Speck auf den Rippen, und könnten bei massiven Mitarbeitern Entlassungen in der Fertigung viele Monate überbrücken, in denen die Produktionsstrassen für ein Komplettumbau vorrübergehend, wenn auch für ein ganzes Jahr nötig, für Neuentwicklungen und Betriebsumbau stillgelegt werden könnten.


    Ein paar E-Car Konzepte werden diese Hersteller wohl in der Schublade haben, fehlendes Wissen in sachen Akkubau und Akkueinbau werden die ggf. auch einkaufen oder sich aneignen können.


    Die Hersteller müssen es nur wollen, könnte man frech behaupten.


    Richig ist, jeder Konzern ist nur so mächtig, wie der Konzern zahlenmäßig zahlende Kunschaft hat.


    Ohne nennenswerte Kunden, wird ein Konzern schnell abgewickelt.