Lügen über Erfolgsmodell EEG-Umlage

  • Das eine tun und das andere nicht lassen.


    Warum also den Ausbau der Erneuerbaren einstampfen, nur weil beim Netzausbau und Speicherung auch was getan werden muss (was die Netzbetreiber viel früher hätten beginnen können, aber vor den EE die Augen verschlossen haben)?
    Wir wollen 100% EEs erreichen (80% bis 2050?), jetzt stehen wir bei 25%. Ich sehe da noch Ausbau-Bedarf. Und zwar nicht zu knapp.


    Sonnige Grüße

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • Zitat von buergersolar

    Das eine tun und das andere nicht lassen.


    Ich sehe da noch Ausbau-Bedarf. Und zwar nicht zu knapp.


    Ausbaubedarf: JA, natürtlich, aber eben nicht überall und vor allem nicht unabhängig von Bedarf, Netzen und Speicherungsmöglichkeiten.


    Es müssen jetzt diejenigen stärker gefördert werden, die mithelfen, die derzeitigen energiewirtschaftlichen Problemstellen aufzulösen.

  • Zitat von buergersolar

    Das eine tun und das andere nicht lassen.


    Warum also den Ausbau der Erneuerbaren einstampfen, nur weil beim Netzausbau und Speicherung auch was getan werden muss (was die Netzbetreiber viel früher hätten beginnen können, aber vor den EE die Augen verschlossen haben)?
    Wir wollen 100% EEs erreichen (80% bis 2050?), jetzt stehen wir bei 25%. Ich sehe da noch Ausbau-Bedarf. Und zwar nicht zu knapp.


    Sonnige Grüße


    Danke bürgersolar!!


    Bitte nicht vergessen, wir haben in den letzten 10 Jahren dafür gesorgt das Solarstrom sehr preiswert selbst in der sonnenlosen Gegend produziert werden kann, warum sollten wir jetzt damit aufhören neue Anlagen zu bauen und ans Netz zu bringen.
    Wenn du die Aufschlüsselung gelesen hast wie sich die EEG-Umlage zusammensetzt, bzw. welche Kosten für Neue PV- Anlagen in 2013 ab 2014 bezahlt werden müssen, dann solltest du laut schreien, baut weiter, warum sinds noch keine 10GWp im Jahr wo wir doch vorher schon fast 8GWp im Jahr zugebaut haben!
    Die Netzbetreiber kalkulieren für den PV-Zubau in 2013 ab 2014 mit 0,08ct/kWh Umlage....man schätzt das etwa 4GWp zugebaut werden....
    Das wären bei 10GWp etwa 0,2ct Mehrkosten....alleine die Liquiditätsreserve schlägt mit dem 3 fachen zu....also mit einer Summe die nach durchschnittlicher Neuanlagenvergütung in 2013 alleine 30GWp Neuzubau entsprechen!!


    Ausserdem muss in Zukunft das verbrennen von fossilen Stoffen immer weiter eingeschränkt werden wenn man die internationalen Vereinbarungen einhalten möchte, das geht nur wenn zusätzlich die Wärmeerzeugung und die mobilität immer weiter elektrifiziert werden....
    Bei ausreichend Überschuss (da zählen nicht ein paar MWh die man übers Jahr ins Ausland verschenkt, oder denen noch Geld dafür gibt das sie den Verballern) muss der Strom auch langfristig gespeichert werden, damit meine ich nicht für die nächsten 24 Std., sondern vom Sommer in den Herbst, oder gar in den Winter, das geht nach bisheriger Kenntnis wohl am preiswertesten über P2G, das heist mit dem Überschussstrom betreibt man eine elektrolyse, den entstehenden Wasserstoff speist man dann ins Erdgasnetz ein....wenn es irgendwann zuviel Wasserstoff sein sollte, dann muss dieser eben methanisiert werdern und kommt dann als sogenanntes Bioerdgas ins Netz...
    Diese Gas kann man dann entweder für die mobilität nutzen, oder aber in Gasturbinen, bzw. GuD wieder verstromen zu Zeiten wo halt zuwenig WInd, Sonne und Wasser die EE-Anlagen anregt.


    Der Vorteil an der P2G ist das es in nahezu ganz Deutschland Erdgasnetze gibt, da braucht man dann weder einen großen Netzausbau der den EE in Rechnung gestellt wird, in wirklichkeit aber für fossile Kraftwerke notwendig ist, noch sonstwas....ausser der Elektrolyse....wer in der Schule bei Chemie ein wenig aufgepasst hat dürfte die "Knallgas" Erzeugung wohl kennen....gut, die Anlagen die da benötigt werden sind nicht aus Glas und werden auch nicht mit Krokodilklemmen angeschlossen, aber die Abreitsweise ist ähnlich...man legt Gleichstrom an Wasser an, das spaltet sich dann in O2&2H2....den Wasserstoff verdichtet man dann und übergibt ihn ins Erdgasnetz....wo bsi 5% Beimischung alles so bleibt wie es ist....
    Dann erst muss man sich was anderes überlegen....da kommt dann die Methanisierung ins Spiel....
    Da brauchts nicht wirklich neue Stromnetze usw.
    Selbst ein großer Teil vom Kraftwerkspark kann weiter genutzt werden...


    gruss
    Jörg

  • Hör doch mal mit dem Unsinn P2G auf ... das ist kompletter Quatsch, brutal ineffizient, viel zu teuer und solange nicht vernünftig bis der Wärmemarkt elektrifiziert wurde.

  • Zitat von Sinci

    Hör doch mal mit dem Unsinn P2G auf ... das ist kompletter Quatsch, brutal ineffizient, viel zu teuer und solange nicht vernünftig bis der Wärmemarkt elektrifiziert wurde.


    von PV sagte man auch es ist irre teuer und brutal ineffizient ... :danke:

    4,68 kWp
    18x WINAICO WSP-260P6
    1x SMA TRIPOWER 5000 TL + SMA EM + SMA SHM

  • Zitat von GAST


    Die Netzbetreiber kalkulieren für den PV-Zubau in 2013 ab 2014 mit 0,08ct/kWh Umlage....man schätzt das etwa 4GWp zugebaut werden....
    Das wären bei 10GWp etwa 0,2ct Mehrkosten....alleine die Liquiditätsreserve schlägt mit dem 3 fachen zu....also mit einer Summe die nach durchschnittlicher Neuanlagenvergütung in 2013 alleine 30GWp Neuzubau entsprechen!!


    :danke: so habe ich das noch gar nicht betrachtet. Aber jetzt wo Du es sagst, wow!


    Ich werde ab sofort alle Preissteigerungen (Nudeln, Fahrscheine etc.) in PV-Zubauäquivalent umrechnen :wink:

  • Zitat von GrayDeath

    ...


    von PV sagte man auch es ist irre teuer und brutal ineffizient ... :danke:


    Wenn man was "Ineffizientes" (Sonnenlicht --> elektr. Energie) mit etwas "Ineffizientem" (P2G und zurück G2E) kombiniert wird es halt nicht effizienter. Den finanziellen Aspekt mal außen vorgelassen.
    P2G macht ggf.regional/punktuell in einigen Jahren Sinn; generell aber erst, wenn alles andere eingetütet ist ( Sinci ) und echte Überschüsse vorhanden sind.

    • 31x Sovello SV-T-190 fa1B (Low-Voltage; Qualität: B-Module); SMA SB5000TL-20
    • Ausrichtung -85°, bei 0° Süd, also "fast" ein Ostdach; Inbetriebnahme 09/2010
  • Zitat von GAST

    ...Wenn du die Aufschlüsselung gelesen hast wie sich die EEG-Umlage zusammensetzt, bzw. welche Kosten für Neue PV- Anlagen in 2013 ab 2014 bezahlt werden müssen, dann solltest du laut schreien, baut weiter, warum sinds noch keine 10GWp im Jahr wo wir doch vorher schon fast 8GWp im Jahr zugebaut haben!
    Die Netzbetreiber kalkulieren für den PV-Zubau in 2013 ab 2014 mit 0,08ct/kWh Umlage....man schätzt das etwa 4GWp zugebaut werden....
    Das wären bei 10GWp etwa 0,2ct Mehrkosten....alleine die Liquiditätsreserve schlägt mit dem 3 fachen zu....also mit einer Summe die nach durchschnittlicher Neuanlagenvergütung in 2013 alleine 30GWp Neuzubau entsprechen!!...


    Und wenn man dann noch sieht, das in die Berechnung der Umlage 2014 der komplette Kontostand 9/2013 von 2,2 Mrd. in die Berechnung eingeflossen ist und wir 2014 wahrscheinlich mit einer schwarzen Null auf dem Konto starten, kann eigentlich noch mehr zugebaut werden. http://www.eeg-kwk.net/de/file…_2014_nach_AusglMechV.PDF (Seite 14)
    Das Konto war schließlich im Jahresverlauf 2013 immer im Plus.

    • 31x Sovello SV-T-190 fa1B (Low-Voltage; Qualität: B-Module); SMA SB5000TL-20
    • Ausrichtung -85°, bei 0° Süd, also "fast" ein Ostdach; Inbetriebnahme 09/2010
  • Der nächste Kostenschub fürs EEG kommt doch gerade ins Rollen mit Offshore .. vielleicht wirds ja doch noch was mit PV-Berlins 7ct/kWh Umlage in 2015 :)

  • Zitat von Sinci

    Der nächste Kostenschub fürs EEG kommt doch gerade ins Rollen mit Offshore .. vielleicht wirds ja doch noch was mit PV-Berlins 7ct/kWh Umlage in 2015 :)


    Wirklich ?


    http://www.et-energie-online.d…istprognose-bis-2016.aspx

    Zitat

    ... während im Trend-Szenario der Mittelfristprognose von 2013 bis 2016 jährlich Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung zwischen 1 300 und 1 500 MW ans Netz gehen, so dass auf See der Zubau annähernd das gleiche Niveau erreicht wie an Land...


    http://www.access2grid.de/news…ffshore-zubau-pro-jahr-ab

    Zitat

    ...Dies soll sich aber laut BWE ab 2014 ändern: Da erwartet der Branchenverband einen Windenergie-Zubau von 1.000 MW pro Jahr auf hoher See...


    http://www.bundesnetzagentur.d…orahmenNEP-Strom2014.html

    Zitat

    ...Wind Offshore moderat auf 12,7 GW (bis 2014)...


    http://www.offshore-windenergi…=netzausbau&nachricht=299

    Zitat

    ...Die Netzbetreiber Tennet und 50hertz fordern eine Kappung der Ausbauziele von 14 Gigawatt (GW) auf „ein realistisches Niveau“ von 8,5 GW in 2023...


    http://www.offshore-windenergi…=netzausbau&nachricht=297

    Zitat

    ...Bis zum Jahr 2015 können aus den bereits fertigen und den derzeit laufenden Projekten etwa 3.000 Megawatt installierter Leistung ans Netz gebracht werden...

    • 31x Sovello SV-T-190 fa1B (Low-Voltage; Qualität: B-Module); SMA SB5000TL-20
    • Ausrichtung -85°, bei 0° Süd, also "fast" ein Ostdach; Inbetriebnahme 09/2010