Photovoltaik Heater

  • Hallo an alle PV-Mitstreiter,


    wir interessieren uns z. Zt. sehr für den bald auf den Markt kommenden "Photovoltaik Heater" von REFUsol. Hat sich da jemand schon genauer mit befasst? Meines Wissens soll auch SMA gegen Ende des Jahres eine ähnliche Lösung auf den Markt bringen.
    Meines Erachtens definitiv wirtschaftlicher und robuster als auch die beste thermische Anlage zur Warmwasserbereitung. Soll ca. 700 € kosten, einfach in den Speicher geschraubt, dazu etwa je nach Personenzahl im Haushalt 1,5 - 2,5 kWp Module (am besten 72-Zeller wg. höherer Spannungslage) mit Montagesystem und Kabeln, da sind wir bei grob3500 - 4500 €, und die Heizung bleibt übers Sommerhalbjahr komplett aus.


    Wenn man bedenkt mit welchem Gesamtwirkungsgrad eine Heizungsanlage im Sommer zur reinen Wasserbereitung arbeitet, ist dieses System mindestens ebenbürtig.


    Kein Frostschutzgemisch bzw. prüfen dessen, keine sehr teuren, topisolierten Solarleitungen, keine Solarpumpe u.v. mehr. Für 3x2 bis 3x3 PV-Module hat doch fast jeder irgendwo Platz ( hier gehen auch zeit- oder teilweise verschattete Plätze eher als bei normalen Stringanlagen), und das beste daran: Das Speicherproblem ist quasi automatisch gelöst, kein EEG, kein EVU, keine Rechnungen und kein Finanzamt!


    Was haltet Ihr davon? Hat sich schon jemand damit befaßt? Mir ist schon klar daß es eigentlich ein Frevel ist, PV-Strom in einer Heizpatrone zu verballern, aber aktuell ist dies garnicht mehr so abwegig. Wenn ich mir die Gesamtkosten aus Anschaffung, Energiekosten und Wartung / Instandhaltung für angenommene 30 Jahre mit einer Wärmepumpe sowie einer thermischen Solaranlage vergleiche, so fahre ich mit solch einem PV Heater mit Abstand am günstigsten.


    Ich freue mich auf viele Beiträge und Meinungen!


    Viele Grüße


    Torsten

    15,81 kWp: 1 SMA SB4200TL mit 29xAleoS03 1 SMA SB2100TL mit 16xAleoS03 sowie 2 SMA SB3300 mit 48xAleoS03
    seit 2007 sowie seit 03/2012 12,675 kWp 1 SMA STP12000TL mit 65xSchott Mono 195
    17,745 kWp 2 SMA SB5000TL+ 1 SB4000TL mit 91xSchott Mono 195

  • Ist die Idee wirklich Dein voller Ernst?
    Naja, ich sehe mich auch nicht als PV-Mitstreiter. Bei mir gibt es keinen Streit. Keine Überproduktion im Sommer und kein kalter Ofen im Winter. Einfach nur höchst effiziente und komfortable Volleinspeisung. Bedauerlich, wenn man in D wertvollen Solarstrom sinnlos verheizen muss! :roll:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Halte nichts davon 700 EUR für einen Heizstab zu "verballern. Dann besser 3x soviel für ne günstige Wärmepumpe


    P.S. Das Thema Volleinspeisung ist in DE durch - sowas rechnet sich nicht mehr.

    Elektromobile: Renault ZOE ZE40 Car Sharing und Pedelec

  • Ich habe mich noch nicht mit dem System beschäftigt. Aber zum Ersten, erscheint mir der Preis sportlich hoch zu sein. Das werden wir ändern können.


    Das System ist selbstverständlich in D. purer Unsinn, es sei denn man hat eine Ferienhütte etc.


    Aber wo es ganz toll passt, ist in Ländern ohne Gasanschluss, mit einem Dieselpreis > 1,- €, Strompreis > 15 Cent und reichlich Sonne und regelmäßigen Stromausfall.


    *In Nairobi wird faktisch in jeder Villa das warme Wasser mit einem Tauchsieder in einem schlecht Isolierten Tank erzeugt.

  • Hmmm,


    doch, das ist mein Ernst und ihr habt ja in gewisser Weise schon recht. Natürlich ist es in gewisser Weise ein Frevel, PV-Strom in einer Heizpatrone zu verheizen. Aber unter Abwägung aller Rahmenbedingungen und gerechnet auf 30 Jahre mit allen zu erwartenden Kosten wäre es tatsächlich das mit Abstand günstigste System. Günstiger als Solar und günstiger als Wärmepumpenbetrieb. Gerechnet und dimensioniert für das Sommerhalbjahr, wenn unsere Holzheizung aus ist. Hab im Sommer keine Lust und lohnt sich für unseren Brauchwasserbedarf auch nicht, noch Feuer zu machen.
    Da die Module nicht in einem String sein müssen, kann ich auch kleine Restflächen nutzen, eine größere Einspeiseanlage hab ich ja schon, alles Volleinspeisung, und das bleibt auch so. Für die 2000 kWh, die wir so im Jahr brauchen, baue ich in den nächsten Jahren noch was anderes, es kommt ja immer mehr auf den Markt Richtung Halbinsel etc.


    Ich betrachte jetzt mit dem Thema rein unsere sommerliche Brauchwassererwärmung. Wenn ich dafür jetzt etwa 1,6 kWp Module mit Unterkonstruktion und MwSt., Kabel, Reparaturrücklagen und so einen PV Heater rechne, komme ich auf etwa 3500 - max. 4000 EUR.
    Dafür hab ich dann mein Warmwasser für die nächsten 30 Jahre OHNE weitere Stromkosten. Wenn ich die gleiche Rechnung mit einer vernünftigen Wärmepumpe mit einem realistischen praktischen COP mache, kostet mich das wesentlich mehr. Ebenso mit einer Solarthermieanlage, die nicht so robust und wartungsunanfällig wie PV ist. Noch teurer wie mit einer WP fahre ich nur, wenn ich mein Warmwasser mit Netzstrom mache, obwohl man hier die mit Abstand günstigsten Investitionskosten habe. Aber kalkuliert mal selbst. Es kommt natürlich im Speziellen auf die jeweiligen Bedingungen an.


    Schönen Sonntag noch


    Torsten

    15,81 kWp: 1 SMA SB4200TL mit 29xAleoS03 1 SMA SB2100TL mit 16xAleoS03 sowie 2 SMA SB3300 mit 48xAleoS03
    seit 2007 sowie seit 03/2012 12,675 kWp 1 SMA STP12000TL mit 65xSchott Mono 195
    17,745 kWp 2 SMA SB5000TL+ 1 SB4000TL mit 91xSchott Mono 195

  • Hallo Torsten,


    das kann ich mir nur so erklären, daß Du wohl für die WP einen viel zu hohen Preis angenommen hast. Magst Du mal sagen, mit welchem Preis Du da rechnest?


    Ich kann dazu nur sagen, daß wir zukünftig PV-Überschuß mit kleinen Brauchwasser-WP und drei Splitklimas verheizen, und das rechnet sich innerhalb kürzester Zeit. Gegenüber Holz ist es natürlich schwer - wir heizen auch viel mit Holz - aber dafür spart man da Arbeit und Dreck.


    Grüße Dirk

  • Wie viel kWh Wärme (Warm- Wasser) braucht denn ein kleines Deutsches Michelhaus mit 3 Personen, wo keiner im Stall schuftet?


    Ich würde mal schätzen wollen, dass es weniger als 2.000 kWh sind. Nur damit man mal einen Ansatz hat, um welche Beträge wir uns hier streiten.


    Mit Öl sind wir bei 200,- € p.A.
    mit Gas bei 100- € p.A.


    daraus folgt: ST totaler Unsinn, Wärmepumpe WW Unfug, Tauchsieder + Steuergerät + PV Anlage (extra) leicht schräg.


    Wer z.B. sein Haus mit Gästezimmern in Ruhpolding sanieren möchte (typischer Weise riesiges O/W Dach) der sollte über einen großen Kessel ( Ich würde 5.000 Liter plus verwenden , als Puffer) mit WP und Tauchsieder, aber über die WR. gesteuert. Das man den Kessel dann auch mit Holz feuern kann (normal oder besser Vergaser)

  • Hallo Torsten,


    ich befasse mich auch gerade ein bischen mit dem Thema und habe auch von beiden gehört.Nach jeweiliger Rückfrage an den Hersteller,bin ich für meinen Teil zu dem Entschluß gekommen,auf jeden Fall Abstand von Refusol zu nehmen.
    Ich müßte eigens für den PV Heater noch zusätzlich zu unserer bestehenden PV - Anlage extra Module auf's Dach bringen.Würde also heißen das zu 700 für den PV Heater noch eine ganze Ecke dazu kommt.
    Laut SMA kommt der Smart Heater im November heraus.Diesen könnte ich dann via Sunny Home Manager in meine bestehende Anlage integrieren und würde auch noch von der harten auf die weiche 70% Regelung wechseln.
    Hinzu kommt noch das unser momentaner Warmwasserspeicher Aufgrund von Korrosion eh bald getauscht werden müßte,werde mir dann auf jeden Fall schonmal einen mit zusätzlichem Flansch kaufen.
    Habe die letzten Wochen mal täglich unseren Gasverbrauch bei momentanem Warmwasserbetrieb ohne Heizung aufgeschrieben.
    Wir liegen ca. bei 1,3 m³ Verbrauch,das wären ca. 16 -17 € im Monat bei jetzigen Gaspreisen.
    Die Einsparung,positiv gerechnet wären dann ca. 100 - 120 € im Jahr.
    Nach 10 Jahren wären wir also damit durch und bei der Bank gibts bestimmt in den nächsten 10 Jahren auch nicht viel mehr Zinsen.
    Ob ich es wirklich so umsetzen werde,weiß ich noch nicht aber den Kessel werde ich auf jeden Fall für diese POption auslegen.


    Gruß Dirk

  • Bei der Anschaffung eines neuen Kessels würde ich immer die Option wählen. Also Flansch auf jeden Fall haben wollen, die weiteren Schritte kann man sich ja dann überlegen, wobei ich dann (SMA Lösung) schon zuschlagen wollte, wenn die Software das wirklich hergibt hier Spitzen optimal zu verbraten.

  • Angeblich ja und die Kommunikation läuft via Bluetooth,lästiges Strippenziehen würde auch wegfallen.
    Habe nur leider keine Ahnung,wieviel SMA für den Spaß haben möchte.
    Lasse mir prallel dazu noch andere Angebote machen.