10 % abzug wegen 200 Watt über 10 Kw

  • hallo Leute ,ein Paar Fragen zu den 10 % Abzug bei einer 10,2 Kw Anlage .
    Meine Anlage : 40 x 255 w , Süd 100% , Danfos TLX 10 + ( also 10 Kw ) Überschuss Einspeisung seit Juli . Jetzt bekomme ich
    von der EWE ein Schreiben das sie 10 % von meiner Strom Lieferung ( laut EEG ) anziehen weil ich über 10 Kw einspeisen könnte.Diese 10 % Abzug könnte ich vermeiden wenn ich einen Geeichten Zähler für meinen erzeugten Strom ( also direkt am Ausgang ) des WR. einbauen lasse.Der Zähler kostet mich ca. 75 € im Jahr , selber könnte ich keinen Geeichten Zähler einbauen lassen , der müsste von der EWE geprüft und zugelassen sein .
    Ist das soweit zulässig und kann die EWE mir vorschreiben wo ich meinen Zähler Kaufe oder muss der von der EWE sein ???
    Außerdem ist mein Cos Phi auf 0,95 eingestellt ist das nicht schon eine Leistungsminderung. ? Und mein WR kann doch nur
    10 Kw bringen ,Oder ?


    was kann ich machen ,Danke schon mal Joluca

  • 10,2 ist halt 0,2 über der Grenze


    laut EEG 2012 bei Anlagen über 10 kW/p (Generatorleistung, also die Panels) ist ein geeichter
    Erzeugerzähler Pflicht.


    Man kann auch einen Messstellenbetreiber beauftragen, abweichend vom Netzbetreiber, laut Clearingstelle


    Das hat mit den Einstellungen vom cosphi nichts zu tun, dies ist in der VDE ANR4105 geregelt.

    ZOE intens 10/2014, Kona 12/2018, Peugeot e-208 11/2020
    9,69 kWp = 38 St. WSP-255P6, STP10000-10
    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
    Solar-Lamprecht - 90765 Fürth - mail: info @ solar-lamprecht.de

  • Danke michaell , aber mein WR kann doch gar nicht über 10 KW erbringen .
    Und warum kann ich keinen Geeichten Zähler selber kaufen ?
    Wenn ich jetzt ein Modul weg nehme , muss ich dann die ganze "Prozedur" mit Anmeldung , BNA , etc. noch mal
    machen ? Und was macht das bei meiner Anlage durchschnittlich an Einbussen aus , kann man das ungefähr ausrechnen .
    Ich meine 75 € Zählergebühr ist ja auch schon eine menge "Holz ".


    MFG Joluca

  • Das hätte dein Installateur wissen sollen-statt den 255ern nur 250er und fertig. Alternativ ein Modul abklemmen (das würde ich dem VNB mitteilen)

  • Es zählt die Gesamtleistung des Generators, diese errechnet sich aus den Solarpanels


    Auch wenn der Wechselrichter nur 10 kW kann, ausschlaggebend ist die Generatorleistung !!!
    Ich würde sagen schlechte Beratung vom Solarteur.


    Man kann einen eigenen Zähler kaufen, da gibt es auch von der Clearingsstelle, schon aussagen dazu,
    aber es wird ein Messdienstleister benötigt.


    Ein geeichter Zähler kostet so ab ca. 100 Euro, ebenso wird dann noch ein Zählerplatz für Einbau benötigt.

    ZOE intens 10/2014, Kona 12/2018, Peugeot e-208 11/2020
    9,69 kWp = 38 St. WSP-255P6, STP10000-10
    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
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  • Das war sicherlich nicht die schlauste Methode ganz knapp über die 10kWp zu gehen.


    Im Punkt, das Du 10% abgezogen bekommst und einen Generatorzähler brauchst ist schon richtig bei mehr als 10kWp.


    Irgend wo sind halt Grenzen und zugehörige Spielregeln.


    Ein geeichter Ferraris Zähler kostet rund 50.-€ plus Zählerplatz und Lohnkosten für Montage durch Elektriker (Messstellendienst).
    Und dann alle 16 Jahre wieder. (Eichgültigkeit)


    Und als nächtes wird Dich der VNB vor die Wahl stellen, ob Du Volleinspeiser sein möchtest oder die 70% Regel anwenden möchtest.
    Bei Volleinspeisung brauchst Du dann einen teuren RSE vom VNB incl. Einbau.


    Daher wäre es deutlich besser die Anlage unter die 10kWp Grenze zu bringen.

    Einmal editiert, zuletzt von hofeBY ()

  • Zitat von joluca

    Jetzt bekomme ich
    von der EWE ein Schreiben das sie 10 % von meiner Strom Lieferung ( laut EEG ) anziehen weil ich über 10 Kw einspeisen könnte.Diese 10 % Abzug könnte ich vermeiden wenn ich einen Geeichten Zähler für meinen erzeugten Strom ( also direkt am Ausgang ) des WR. einbauen lasse.Der Zähler kostet mich ca. 75 € im Jahr , selber könnte ich keinen Geeichten Zähler einbauen lassen , der müsste von der EWE geprüft und zugelassen sein .


    das halte ich für totalen Quatsch, aber vielleicht hast du das ja auch nur falsch verstanden
    - bei über 10 kWp wird nur 90 % der erzeugten Energie vergütet, daran ändert auch das Mieten eines Zählers beim Netzbetreiber nichts
    - den Abzug kannst du verhindern indem du die Anlagenleistung auf unter 10 kWp reduzierst, z. B. durch Abbau eines Moduls
    - bei einer Anlagenleistung über 10 kWp muß ein Erzeugungszähler eingebaut werden, der muß aber weder vom Netzbetreiber gemietet oder zugelassen sein, noch muß der im Zählerschrank eingebaut werden
    - einen regenerierten Ferrariszähler (Einbau im Zählerschrank) kostet ca. 40 Euro, geeichte elektronische Hutschienenzähler zum Einbau beim Wechselrichter sind etwas teuerer
    - Ein Meßstellenbetreiber ist nicht nötig, wenn du lesen kannst

  • Zitat von joluca

    .Der Zähler kostet mich ca. 75 € im Jahr , selber könnte ich keinen Geeichten Zähler einbauen lassen , der müsste von der EWE geprüft und zugelassen sein .
    Ist das soweit zulässig und kann die EWE mir vorschreiben wo ich meinen Zähler Kaufe oder muss der von der EWE sein ???


    was kann ich machen ,Danke schon mal Joluca


    75 € im Jahr macht für Deine PV-Anlage für die 20 Jahre 1500,- € , da siehst Du mal, was Dein EWE Kohle machen wollen.
    Und was die alles erzählen ist Unsinn.
    Geeichte Zähler werden von den deutschen Eichämtern (die sind nicht bei Deinen EWE ansässig) überprüft und mit Eichschein versehen.
    Ich habe meine Zähler bei ebay gekauft so um die 70 € rum und der Eichschein kostet noch 20 € drauf.
    Du brauchst, wie Michaell schon sagt, einen Meßstellenbetreiber. Also einen Elektriker, der den Zähler einbaut.
    Und über das Ablesen hat die Clearingstelle in Berlin schon beschrieben, dass dies ein einigermaßen intelligenter Laie auch bewerkstelligen kann.
    Der dann von Dir irgendwo geeicht gekaufte Zähler muss nach 16 Jahren entweder neu geeicht werden oder Du brauchst nach 16 Jahren einen neuen geeichten Zähler.
    Aber dass der von der EWE sein muss ist eine falsche Behauptung. Sie probieren es halt immer wieder.


    Sonnige Grüße

    Photonensammler13


    1. 13,12 kWp 64 Kyocera 205, 2 SB 5000TL+SB 3300; 180° S 11°+ 30°
    2. 32,40 kWp 144 Trina 225, 3 SMC 11000TL 191°S 30°
    3. 34,075 kWp 145 Trina 235, 1 STP 17000TL+1 STP 15000TL; 191°S 30°
    4. 21,6 kWp 90 Trina 240, 3 SMC 7000TL 191°S 30°

  • hey , ich noch mal zu diesem Thema , habe jetzt so zu sagen einen endgültigen Bescheid von der EWE bekommen .
    Möchte noch mal eure Meinung dazu hören in besondere wo rechtlich fundierte angaben stehen das ich einen eigenen
    Geeichten Erzeugungszähler setzten lassen kann , und den dann auch selber Ablesen darf .
    Der EWE Mann Argumentiert : das die Ablesedaten des Erzeugungszählers in einer besonderen "Form " übermittelt
    werden müssen .
    Die üblichen Verbrauchszähler der EWE werden von einer Privaten Firma abgelesen , und die Senden diese Daten
    des jeweiligen Verbrauchers in einem Speziellen verfahren ( verschlüsselt online ) an die EWE Rechnungsstelle .
    Dieses verfahren könnte ich nicht machen .
    Dann noch; dieser Geeichte Zähler wie oder womit muss ich nachweisen das der Geeicht ist .
    Sende mal ein Bild mit ob dieser "Stempel " reicht oder ich noch einen anderen Nachweis brauche.
    Anbei auch ein " Endgültiges" schreiben der EWE,nach dem ich mehre Telefonate mit Angestellten der EWE hatte über mein
    " Problem " .
    Nochmal meine Daten : 10,2 Kw Anlage , Überschusseinspeisung ,
    Danke schon mal Joluca


  • Hallo joluca,
    Dass Dir Dein Kunde die Bedingungen für das Übermittlungsformat setzen kann ist mir neu. Du bist der Lieferant, der Netzbetreiber der Kunde. Du bist verantwortlich für die Messung, der Kunde fürs bezahlen. Kannst ja mal anbieten statt Abrechnung über Abschläge in unregelmäßigen Abständen Rechnungen zu schreiben :mrgreen:


    Der abgebildete Zähler hat kein Eichsiegel und ist so nicht ausreichend. Brauchst dann schon einen mit Eichschein.


    Euro 8,40 pro Jahr hört sich eigentlich fair an. Kommt aber vermutlich noch eine Gebühr fürs Zählersetzen dazu. Trotzdem ist das bei weitem die bequemste Lösung. Prinzipiell gesehen mußt Du aber den Zähler vom Netzbetreiber nicht akzeptieren und kannst Deinen eigenen setzen.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH