Italien plant rückwirkende Kürzungen

  • Das ist auch eine Möglichkeit das ganze zu Strecken.
    Wenn die Kreditgeber da nicht mitmachen wird es eine Mortadellarunde geben... aber mal abwarten.

  • Und wie berücksichtigen die den Leistungsverlust nach >20 Jahren?
    Das ist doch eine Kürzung durch die Hintertür.

    8,6KwP
    34x JT200M -25° SO/28°
    9xJT200M 65° SW/45°
    SMA7000TPL20@70%
    Landkreis VB PLz 63...

  • Hi :)


    Hoffentlich nimmt sich die Bundesregierung sowas nicht als Vorbild :juggle:
    Spassvögel hätten wir in D mehr als genug.
    Die ganze Show der Volksvertreter in D ist ja eh nichts anderes, als die im alten Rom. ( Brot und Spiele....)


    MfG
    bettina

  • In Italien sind doch schon fast 20 GW installiert, oder?


    Da dürften ordentlich die Fetzen fliegen in den nächsten Tagen und Wochen. Überlegt mal, um wie viel Kapital es hier geht!


    Beste Grüße,
    Theoden

  • Die Einschläge kommen immer näher. :roll:


    Was machen die Betreiber, die sich vertraglich verpflichtet haben dass die Anlage nach 20 Jahren an den Dachbesitzer übergeht ? Ich habe zwei solche Dachverträge in Deutschland. Der Dachbesitzer würde sich halb totlachen.


    Aber auch sonst gibt es mehrere Nachteile wenn das in Italien so durchgehen sollte:
    - Längere Pachtzahlungen
    - längere Wartung
    - mehr WR-Ausfälle
    - Wahrscheinlichkeit von Dachreparaturen steigt
    - Leistungsminderung
    - Last but not least sinkt die Rendite nach internem Zinsfuss stark
    - Fremdfinanzierte Anlagen müssen nachfinanzieren bei weniger Tilgung und längerer Laufzeit, die Wirtschaftlichkeit geht stark nach unten, zu teure Anlagen mit Problemen stehen vor dem Aus.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Zitat von Kollektor

    - Last but not least sinkt die Rendite nach internem Zinsfuss stark
    - Fremdfinanzierte Anlagen müssen nachfinanzieren.


    Und was passiert eigentlich, wenn die Banken sich einer Refinanzierung verweigern, die gekürzten Vergütungen aber nicht mehr ausreichen, um die Darlehensraten noch bedienen zu können? Dann werden die zahlungsunfähigen Eigentümer der PV-Anlagen letztlich durch die Hintertür enteignet, da die Banken in diesem Fall die PV-Anlagen in ihr Portfolio übernehmen werden. Welches Interesse sollten die Banken nun eigentlich haben, einer Refinanzierung zuzustimmen?


    Und wenn die Banken einer Refinanzierung zustimmen, welche Zinssätze werden dann wohl verlangt? Angesichts der Risiken weiterer rückwirkender Änderungen an der Vergütung dürften hier enorme Risikoaufschläge kalkuliert werden...


    Da wohl alle Großprojekte mit 60% bis 80% fremdfinanziert sein dürften...puh! Will Italien das wirklich durchziehen?


    Beste Grüße,
    Theoden

  • Zitat von Theoden

    Und was passiert eigentlich, wenn die Banken sich einer Refinanzierung verweigern, die gekürzten Vergütungen aber nicht mehr ausreichen, um die Darlehensraten noch bedienen zu können? Dann werden die zahlungsunfähigen Eigentümer der PV-Anlagen letztlich durch die Hintertür enteignet, da die Banken in diesem Fall die PV-Anlagen in ihr Portfolio übernehmen werden. Welches Interesse sollten die Banken nun eigentlich haben, einer Refinanzierung zuzustimmen?


    Und wenn die Banken einer Refinanzierung zustimmen, welche Zinssätze werden dann wohl verlangt? Angesichts der Risiken weiterer rückwirkender Änderungen an der Vergütung dürften hier enorme Risikoaufschläge kalkuliert werden...


    Da wohl alle Großprojekte mit 60% bis 80% fremdfinanziert sein dürften...puh! Will Italien das wirklich durchziehen?


    Während des Schreibens dieses Postings habe ich mein Vorposting erweitert.


    80 %-Finanzierungen mit langer Laufzeit dürften kaum zu retten sein. Und verkaufen kann man so eine Anlage nur mit hohem Preisabschlag.


    Italien hat wie zuvor Spanien ein Riesenproblem mit zukünftigen Investoren wenn die Änderung rückwirkend durchgeht.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Zitat von Kollektor

    Italien hat wie zuvor Spanien ein Riesenproblem mit zukünftigen Investoren wenn die Änderung rückwirkend durchgeht.


    So ist es! Und dazu dürfte eine ganze Reihe an rechtlichen Auseinandersetzungen kommen, auch vor internationalen Schiedsgerichten. Denn es scheint kaum vorstellbar, dass die betroffenen Investoren diese schleichende Enteignung einfach so hinnehmen werden. Bei 18 GW dürfte auch die eine oder andere große Adresse investiert sein...das sind ja nicht nur kleine Privatleute. Die Dimension ist auch eine ganz andere als in Spanien, wo ja nur 4 GW installiert sind.


    Beste Grüße,
    Theoden