Kosten-Nutzen-Analyse für Einsatz von Smart-Meter

  • Zitat von eggis

    [url=http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/Studien/kosten-nutzen-analyse-fuer-flaechendeckenden-einsatz-intelligenterzaehler,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf]Kosten-Nutzen-Analyse für einen flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler [Smart-Meter] (August 2013)[/url]
    Auftraggeber: Bundeswirtschaftsministerium


    Ist ja wohl ein Witz, was da auf Seite 220, drittletztes Kapitel, unter "Datenschutz-und Datensicherheitsanforderungen" steht! So ein SmartMeter mit WAN-Kommunikation kommt mir ganz bestimmt nicht ins Haus. Wenn das zur Pflicht wird, wandere ich aus oder kappe den Netzanschluss und installiere PV + Speicher + Mikro-BHKW - egal, was es kostet....

    Stromerzeugungsanteile D: 25% Braunkohle 75% andere.
    CO2-Anteile Stromerzgg. D: 50% Braunkohle 50% andere.
    Deutschland Weltmeister! Bei der Braunkohleförderung.


    Potentiale Speichertechnologien D: PSW < 0,1 TWh || V2G < 1 TWh || Power to Gas > 100 TWh

    Einmal editiert, zuletzt von eggis () aus folgendem Grund: Beitrag vom Ursprungsthread abgetrennt! Threadtitel geändert!

  • Tja, und dass mancher alles Neue pauschal als "Mist" abkanzelt ohne sich die Details anzusehen ist auch so.
    Ichs tell mal einige Thesen zusammen:
    a) eine ordentliche Integration des gesamten Wärmemarkts in den Strommarkt bei 100% EE wird ohne variable Strompreise nicht funktionieren. Dafür ist aber ein Smart Meter notwendig, der alte schwarze KAsten kommt mit einem duzend zeitvariabler strompreise nicht zurecht. (Und führt zur Preisinvarianten Stromnachfrage mit all ihren negativen Seiteneffekten, die wir heute beklagen - aber nur bei den anderen, nicht beim eigenen Verhalsten
    b) wichtig beim Smart Meter sit, wer da auf was zugriff hat, und wer nicht. Softwareseitig käme damit nur eine Open Source-Lösung in Betracht, ggf. mit Funktionsgleichen, aber softwaretechnsich unterschiedlichen varianten, damit nicht eine Lücke gleich bei allen greift. Oder mit pluginarchitekturen, die auf einer sicheren Hardwarebasis und einem rudimentären betriebssystem die saubere Trennung der einzelnen Funktionen und funktionalitäten für beide beteiligte Seiten herstellt. Es gibt bei einem smart MEter Funktionalitäten, die nur das EVU etwas angehen, nicht aber den Betreiber, und Dinge die den Betreiber was angehen, nicht aber das EVU. Im schlimmsten fall könenn das auch zwei kleine, getrennte Prozessoren mit unterschiedlichen ENtzanbindungen sein, die als Gemeinsamkeit nur die aktuelle Leitungsmessung sowie Austauschregister für Strompreise mit Zeitangaben haben. Der EVU-Teil kann dabei weitgehend dumm gehalten werden, und viel Funktioanlität unmaipulierbar in Hardware bzw. ROM gegossen werden. Alle komfortfunktionen wären dann auf der User-CPU und durch diesen austauschbar. Neu ist nicht immer schlecht und Alt nicht immer gut, sondern amn muss die Dinge einfach nur gut entwerfen.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Zitat von hfrik

    Es gibt bei einem smart MEter Funktionalitäten, die nur das EVU etwas angehen, nicht aber den Betreiber, ...


    was für Dinge könnten das sein, die den "Anschlußinhaber" bezüglich seines Anschlusses "nichts angehen"?

  • Hallo,


    eine Frage bezüglich Datenschutz, Verbrauchsanalyse etc.
    Reicht es nicht, wenn die Verbrauchsdaten anonymisiert an den Netzbetreiber gesendet werden? Der Verbrauch eines einzelnen Haushalts ist uninteressant, wichtig ist doch der Gesamtverbrauch eines Netzabschnitts. Dann kann für diesen Netzabschnitt ein Strompreis festgelegt werden, der an alle Kunden gesendet wird. Der Strompreis dürfte regional unterschiedlich sein, d.h. das Stromnetz wäre ein Verbund kleiner logischer Teilnetze.


    Die Logik zur Steuerung der Geräte im Haushalt, sollte niemand was angehen, das sollte der einzelne Verbraucher selbst verwalten, z.Bsp. Gerätesteuerung über Zeitschaltuhren oder angtriggert durch bestimmte Preisgrenzen.


    Großverbraucher sind ein eigenes Thema, aber hier gibt es ja heute schon Tarife für Gewerbekunden.


    Grüße, Hans

  • Interessant auch für die Direktvermarktung, jeder Regionalversorger baut sich einen kleinen Spotmarkt ein. PVler liefern und die Smartmeter bestellen lokal.


    Wenn ich in anderen Foren darüber spreche das Strom halt zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlichen Wert hat und dadurch einen unterschiedlichen Preis werde ich regelmäßig für die Konklusion gesteinigt. Aber hier im PV Forum liest man die selben Aktionen unter der Überschrift "Tips für den Direktverbrauch", alles eine Sache der Motivation.


    Tja und die Versorger sind zwar angehlaten einen Smarten Stromtarif anzubieten, aber der ist halt nur Mittags teuerer aber sonnst nicht billiger. Also mehr Alibi als Absicht.

    5,5kWp Az-105° Ost & 7,5kWp Az75° West DN40° an 12.0 TL3 Kaco online seit Sep2013

  • Zitat von jodl

    was für Dinge könnten das sein, die den "Anschlußinhaber" bezüglich seines Anschlusses "nichts angehen"?


    Zum beispiel das einstellen der (flexiblen) Tarife, damit das Smart Meter die Beträge sldieren kann. Oder die integrierte Stromabschaltfunktion im Falle nicht bezahlter Rechnungen.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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  • Zitat von eggis

    [url=http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/Studien/kosten-nutzen-analyse-fuer-flaechendeckenden-einsatz-intelligenterzaehler,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf]Kosten-Nutzen-Analyse für einen flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler [Smart-Meter] (August 2013)[/url]
    Auftraggeber: Bundeswirtschaftsministerium
    Durchführender: Ernst & Young


    Komisch,wurden da nicht schon Analysen gemacht die das ganze als unwirtschaftlich einstuften. :?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenter_Zähler


    Und wer sich so einen Mist installiert sollte sich nicht über die NSA aufregen,
    mit den Teilen lassen sich die Lebensgewohnheiten nämlich viel besser überwachen.[Blockierte Grafik: http://forum.hanfburg.de/fhb/images/icons/gucklink.gif]


    Mfg

  • Zitat von Den brysomme Mannen


    Komisch,wurden da nicht schon Analysen gemacht die das ganze als unwirtschaftlich einstuften. :?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenter_Zähler


    Und wer sich so einen Mist installiert sollte sich nicht über die NSA aufregen,
    mit den Teilen lassen sich die Lebensgewohnheiten nämlich viel besser überwachen.[Blockierte Grafik: http://forum.hanfburg.de/fhb/images/icons/gucklink.gif]


    Mfg


    mein lokaler Versorger ENCW hat bei mir heute einen dieser "Intelligenten Zähler" auf Grund eines Zählertausches eingebaut, bin aber nicht gefragt worden ob ich da was dagegen hätte. Ist anscheinend der neue Standard jetzt. Allerdings ist keine Datenverbindung zur ENCW eingerichtet worden. Auf den ersten Blick ein ganz praktisches Teil! Muß mir aber mal die Betriebsanleitung runterladen um die Details zu lesen.


    aus dem Nordschwarzwald


    wemu

    7,5kWp / 30 x Axitec AC250M 156-60S / 2 x SMA SB4000TL21 / seit 03/2012
    Ausrichtung 190° DN 30°
    Solarthermie: 8m² Flachkollektoren + 400l Speicher seit 4/2004