Betreibertalk Brauchwasserwärmepumpe BWWP

  • Habe, das jetzt mal hier neu aufgemacht, damit wir ein wenig zusammensammeln können. Um einen besseren Einstieg zu haben, habe ich hier den letzten Beitrag im anderen Forum nochmal zitiert:


    Zitat

    Die WP lief solange wie Strom vom Dach - bis zu 10 Std. 5,5kWh
    So ... ab heute ein neuer hoffentlich optimierter Versuch.
    1. Die Solltemperatur bei PV Betrieb beträgt 65ºC-viel zu hoch, habe ich von 65 auf 50ºC per Hysterese abgesenkt um die unnötig hohen Laufzeiten in den Griff zu bekommen.
    2. Die Warmwasserbereitung der Therme vorerst abgestellt
    Mal schauen ob diese Woche die Werte und der WW-Komfort so in Einklang zu bringen sind.


    Ich denke, deine Werte sind dann sogar sehr gut. Ich habe ja die Erstaufheizung nicht mit einberechnen können, da ich noch keinen Stromzähler hatte. Den habe ich erst seit 9 Tagen. Die SmartGrid-Funktion ist bei mir noch nicht aktiviert, aber ich werde diese auch ohne Sollwertanhebung laufen lassen und lieber alle 14 Tage oder gar nur alle 30 Tage eine Legionellenschutzschaltung durchführen.
    Wenn dein PV-Sollwert 65 Grad ist, dann ist es logisch, dass da viel verbraucht wird. Immer wenn PV-Strom da ist, wird dieser verbraten, um diesen heißen Speicher zu fahren. Die Idee dahinter ist etwas skuril, denn man unterstellt ja quasi, das PV-Strom nichts kostet und somit kann man den, solange er da ist, einfach verballern. Dein Verbrauch wird massivst zurückgehen, wenn du diese Schaltung mal abänderst, soviel ist sicher.

  • Moin,


    Superidee mit dem Thread!


    Wenn man unterschiedliche BWWP vergleichen will, müssen die Randbedingungen weitestgehend übereinstimmen, so die Umgebungstemperatur, Solltemperatur für das WW , bezogene Wassermengen usw.
    Ebenso die Zirkulation. Die kann einem schon viel versauen, wenn die ständig mitläuft. War bei mir der doppelte Energieverbrauch an Gas mit Zirkulation. Nach Abschaltung zwar etwas Warten bis WW anliegt, aber Gasverbrauch für WW mal eben halbiert.


    Zitat von Hanashra

    Habe, das jetzt mal hier neu aufgemacht, damit wir ein wenig zusammensammeln können. Um einen besseren Einstieg zu haben, habe ich hier den letzten Beitrag im anderen Forum nochmal zitiert:



    Ich denke, deine Werte sind dann sogar sehr gut. Ich habe ja die Erstaufheizung nicht mit einberechnen können, da ich noch keinen Stromzähler hatte. Den habe ich erst seit 9 Tagen. Die SmartGrid-Funktion ist bei mir noch nicht aktiviert, aber ich werde diese auch ohne Sollwertanhebung laufen lassen und lieber alle 14 Tage oder gar nur alle 30 Tage eine Legionellenschutzschaltung durchführen.
    Wenn dein PV-Sollwert 65 Grad ist, dann ist es logisch, dass da viel verbraucht wird. Immer wenn PV-Strom da ist, wird dieser verbraten, um diesen heißen Speicher zu fahren. Die Idee dahinter ist etwas skuril, denn man unterstellt ja quasi, das PV-Strom nichts kostet und somit kann man den, solange er da ist, einfach verballern. Dein Verbrauch wird massivst zurückgehen, wenn du diese Schaltung mal abänderst, soviel ist sicher.


    Absolut auch meine Meinung!
    Sicher wird es eine Weile mit dem Experimentieren dauern, bis man die individuell passende Einstellung gefunden hat, die ein Optimum aus eigenen Bedürfnissen und einem möglichst wirtschaftlichen Betrieb darstellen wird. Immer eine Stellgröße verändern und eine Weile beobachten, was sich tut.
    PV Strom, der nichts kostet, ist vll. höchstens der, der nicht mehr vergütet wird. Sonst wäre ich um jede eingesparte, erzeugte und eingespeiste PV- Kwh froh, die nicht mal soeben in einer unwirtschaftlich betriebenen BWWP "Verbratet" wurde.


    Grüße
    Tib.

    1) 35*SW240/8,4kwp/ STP8k, DN 42/AZ -28°-1170Kwh/kwp
    2) 36*Bosch c-Si M245, DN 7/AZ 62°, 14 Trina TSM-195, DN 10/AZ -28°/11,55kwp/ STP10k-930kwh/kwp
    3) 80* Bosch c-Si M245/ 19,60kwp/ Siemens Sinvert PVM20, DN 25/AZ -20°-1070kwh/kwp
    alle Ev.

  • Zitat von tiber180

    PV Strom, der nichts kostet, ist vll. höchstens der, der nicht mehr vergütet wird. Sonst wäre ich um jede eingesparte, erzeugte und eingespeiste PV- Kwh froh, die nicht mal soeben in einer unwirtschaftlich betriebenen BWWP "Verbratet" wurde.


    Genau das ist der Punkt der mich ärgert, das habe ich erst mit den mitgelieferten Unterlagen gelesen ...
    Die Codierung der WP ist bei PV-Betrieb auf SOLL 65°C codiert :shock:
    Wer braucht diese Temperatur im 300l Speicher ???
    Die unnötige Aufheizung bei Viessman "PV-Eigenverbrauch" genannt ! , fehlt mir dann als Vergütung.
    Aufheizen mit Gas kostet mich ca. 6 cent /kWh, mit PV-Strom 16,2 Cent die mir dann als Vergütung fehlen.


    Heute hat sie die reduzierte Solltemperatureinstellung per Hysterese ignoriert :?
    Da wir heute bis eben unterwegs waren habe ich gerade das Maleur gesehen - WW Temperatur 63°C !!!
    Ergo die WP lief ca. 10 Stunden mit 550W durch :evil:
    Die Einstellerei der Vitocal ist eine Katastrophe, oder ich bin einfach zu doof dazu :evil:


    So ... nun neuer Versuch:
    Soll Normal 50°C / PV-Betrieb (leider nicht umstellbar) 65°C
    mit Zeitprogramm "Reduktion der Solltemperatur" von 8:30-17:30 -15°C (Zeit passt ungefähr mit der PV-Leistung)
    Hysterese 15K
    Erwartung: wenn >1500W PV-Leistung --> WP schaltet auf PV-Betrieb
    In der Zeit von oben "Reduktionsbetrieb" (65°C -15 =50°C)
    demnach sollte die WP bis 50,1 °C aufheizen und dann abschalten !
    Gastherme bleibt AUS !
    Schaun mer mal was die WP jetzt macht ?!? ...

  • @ gollum,


    so einen "PV Betrieb" finde ich eher unnütz. Es sei denn, ich habe tatsächlich nicht vergüteten PV Strom zu verbraten wie bei so mancher 70% Regel oder 10% Mindestabnahme vom selbst erzeugten PV-Strom, die sonst nicht zu schaffen wäre. Dann kann es noch Sinn machen so hoch heizen. Bedenke auch die Arbeitszahl. Bei einer 2 kostet die Kwh WW über 16,2ct teuren PV-Strom 8,1ct. Rechnet sich aber noch nicht bei akt. noch günstigereren Gaspreisen von ca. 6ct. Bei letzteren aber der höhere feuerungstechnische Verlust zu berücksichtigen. Okay bei dir ja nun modere Gasbrennwerttechnik, da sieht der Verlust ja zum Glück ja sehr gering aus. Ich meine es sollte doch sinnvoll bzw. möglich sein die Solltemperatur im "PV- Betrieb" einer modernen BWWP zu begrenzen.
    Mein zukünftiger, persönlicher " PV-Betrieb" wäre durch eine effe Zeitschaltuhr gegeben, wie auch schon andere vorgeschlagen haben, die die Heizzeiten auf 9- 16 Uhr begrenzt. Dann liegt selbst im Winter fast immer genug PV Strom an. Bei mir allerdings auch 20kwp, die auch bei Schwachlicht meist noch über 500W liefern. Die Temperatur dann so niedrig eingestellt, wie es bei meinen Nutzergewohnheiten bzw. die der Familie passt.
    Als Vgl.:
    Bisher reichen beim alten 200L Speicher mit entspr. hohen Abstrahlverlusten zumindest 52 Grad voll aus, Nachheizen unter 41 Grad über den alten Gaskessel, was fast immer 1 mal pro Tag geschieht und ausreicht. Bei einer besser gedämmten BWWP und 300L Vorrat sollten evtl. sogar 45 Grad reichen, ggf. eben ein paar Grad mehr. Erst recht, wenn ich die Top Werte von Hanasrhas Ochnser sehe.
    Über die 50 Grad will ich jedenfalls wegen erwarteter schlechter Effizienz sehr vermeiden, d.h. wenn eben möglich. Dann 1 mal im Monat die Legionellenschaltung mit einmal durchlaufender Zirkulation, alles auf 65 Grad gebracht, ggf. über die Gasheizung wirtschaftlicher erledigt.


    Gruß
    Tib.

    1) 35*SW240/8,4kwp/ STP8k, DN 42/AZ -28°-1170Kwh/kwp
    2) 36*Bosch c-Si M245, DN 7/AZ 62°, 14 Trina TSM-195, DN 10/AZ -28°/11,55kwp/ STP10k-930kwh/kwp
    3) 80* Bosch c-Si M245/ 19,60kwp/ Siemens Sinvert PVM20, DN 25/AZ -20°-1070kwh/kwp
    alle Ev.

  • Im Sommer sind die Verluste Gas zu WW enorm, zudem ist bei den meisten Vergütungen bald schon kleiner 15 Cent angesagt. Mit einer WP kommt man auf eine jaz von rund 3,5 was bedeutet dass man selbst mit 15 Cent Vergütung schon günstiger ist als Gas alleine. Wirtschaftlich an sich ist es natürlich noch nicht aber auf jeden Fall besser als ein chemischer Speicher

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • Zitat von tiber180

    Bedenke auch die Arbeitszahl. Bei einer 2 kostet die Kwh WW über 16,2ct teuren PV-Strom 8,1ct. Rechnet sich aber noch nicht bei akt. noch günstigereren Gaspreisen von ca. 6ct.


    Danke für die Erklärung !
    Ich denke auch 48°C SOLL reichen, ich will erstmal abwarten ob die WP meine Überlegung umsetzt. :roll:

    Nun auch mal was positives zur Vitocal 161-A, Typ WWKS:
    Die Ein/Ausschaltautomatik der WP i.V. mit dem SMA-WR mit MFR funkioniert tadellos.

  • Zitat von andig2

    gollum : warum wolltest Du eine LWWP wenn Dich ärgert dass Gas statt Vergütung günstiger wäre? Das scheint mir vom Ansatz her nicht konsequent?


    Nein, habe mich falsch ausgedrückt ...
    Mich ärgert die "sinnlose" Aufheizung des WW-Speichers auf 65°C verkauft als "PV-Eigenverbrauchsoption"
    Warum nicht wie im Normalmode z.B. 50°C bei PV-Anschluß ?
    :mrgreen: Wie gesagt, manchmal ist man mit Blindheit geschlagen und von den Prospekten geblendet !
    Im Heizungskeller musste alles RAUS - Fakt !
    Vorher hat der Gas-Kessel fleissig WW gemacht, trotz undichtem WWSpeicher - Punkt !
    Dann habe ich gekauft, saniert und nun ist alles loggbar - die Vor- und Nachteile kommen nun nach und nach zum Vorschein.
    Nun sind genügend (zuviele) Stellschrauben zu drehen bis es passt.
    Bin aber optimistisch ...