Net - Metering in der Schweiz! -Freude herrscht!

  • Heute durfte ich die erste PV-Anlage planen, welche über einen Zähler ohne Rücklaufhemmung gemessen wird.
    Einziges Hemmnis <10 kW. Hier wird also der Bezugstarif vergütet, bzw. Bezug und Einspeisung dreiphasig saldiert.
    Das hatten wir ja schon 1990, aber dann "kam" die Netzliberalisierung und alle wollten plötzlich etwas vom Sonnenkuchen haben, auch der Staat. Mit der KEV wird zwar die Mwst. direkt vom Netzbetreiber abgeführt, aber in der letzten Session unseres Bundesrates wurde beschlossen, den administrativen Aufwand für Kleinanlagen zu vereinfachen. Gut so!
    :danke: einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Also wie saldiert? Pro quartal oder immer, also wird der überschuss ausbezahlt? Und die Netzkosten werden auch nicht verrechnet?

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Solarmax 4000P/ Sonnenbatterie eco 4.5
    9x XTH 8000-48/ 16kWp PV- 3x VS120/ 260kWh Saft/ 35kW CAT, so sieht eine Insel aus:-)

  • Zitat von michi_k

    Also wie saldiert? Pro quartal oder immer, also wird der überschuss ausbezahlt? Und die Netzkosten werden auch nicht verrechnet?


    Die Netzkosten fallen ja als Strombezüger bereits heute an. Man kann die PV-Anlage einfach wie einen Verbraucher installieren und zahlt nur den gemessenen Überschuss des Bezuges. In welcher Periode abgelesen und verrechnet wird und ob Überschüsse einer Einspeisung ausbezahlt werden ist in meinem Fall (Bauernhof) irrelevant.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von einstein0


    Die Netzkosten fallen ja als Strombezüger bereits heute an. Man kann die PV-Anlage einfach wie einen Verbraucher installieren und zahlt nur den gemessenen Überschuss des Bezuges. In welcher Periode abgelesen und verrechnet wird und ob Überschüsse einer Einspeisung ausbezahlt werden ist in meinem Fall (Bauernhof) irrelevant.
    einstein0


    Einstein, was bedeutet das für die PV in der Schweiz? Werdet ihr jetzt etwas aktiver in Sachen PV oder glühen eure Reaktoren bis 2043 weiter? Wirst du der Wilhelm Tell der PV?

  • Zitat von einstein0


    Die Netzkosten fallen ja als Strombezüger bereits heute an. Man kann die PV-Anlage einfach wie einen Verbraucher installieren und zahlt nur den gemessenen Überschuss des Bezuges. In welcher Periode abgelesen und verrechnet wird und ob Überschüsse einer Einspeisung ausbezahlt werden ist in meinem Fall (Bauernhof) irrelevant.
    einstein0


    Ist doch wichtig was bei der ablesung passiert. Kann nicht sein dass das evu den überrschuss bei der ablesung das nächste mal wieder gegenrechnet.

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Solarmax 4000P/ Sonnenbatterie eco 4.5
    9x XTH 8000-48/ 16kWp PV- 3x VS120/ 260kWh Saft/ 35kW CAT, so sieht eine Insel aus:-)

  • Das erinnert mich an eine Anfrage bei ACTEW etwa 1990, als ich in der Hauptstadt Australiens den ersten Solarstrom (knapp 1 kWp) einspeiste. Der Chef im Fakt. Dept. erklärte mir, ich müsste bloss aufpassen, dass mein Zählerstand nicht tiefer werde als bei der letzten Ablesung, sonst werde mir mehr als der gesamte Zählerstand in Rechnung gestellt...
    Nun, die Info stammt vorerst von einem Subunternehmen der BKW. Von der letzten Bundesratssession habe ich leider kein Protokoll, aber werde hier berichten, sobald ich mehr weiss. Doch wie erwähnt, war das in der Schweiz schon vor der Netzliberalisierung so...
    enstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
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    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von einstein0

    Das erinnert mich an eine Anfrage bei ACTEW etwa 1990, als ich in der Hauptstadt Australiens den ersten Solarstrom (knapp 1 kWp) einspeiste. Der Chef im Fakt. Dept. erklärte mir, ich müsste bloss aufpassen, dass mein Zählerstand nicht tiefer werde als bei der letzten Ablesung, sonst werde mir mehr als der gesamte Zählerstand in Rechnung gestellt...
    Nun, die Info stammt vorerst von einem Subunternehmen der BKW. Von der letzten Bundesratssession habe ich leider kein Protokoll, aber werde hier berichten, sobald ich mehr weiss. Doch wie erwähnt, war das in der Schweiz schon vor der Netzliberalisierung so...
    enstein0


    Ja, das thema ist komplex. Früher gabs den 15 räppler für pv, mit in serie umgekehrten zähler.
    Heute wird vermutlich auch bei dir ein 2 richtungszähler eingebaut und dann am schluss buchhalteriesch saldiert. Das kann man so oder so machen. Bei uns wird bei einem evu bis 4kwp wirklich inkl. den netzkosten gegengerechnet, alles was pro quartal mehr ist wird zu ca 5-6 rp vergütet. Ich wohne aber grad auf dem falschen gebiet.... :twisted:

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Solarmax 4000P/ Sonnenbatterie eco 4.5
    9x XTH 8000-48/ 16kWp PV- 3x VS120/ 260kWh Saft/ 35kW CAT, so sieht eine Insel aus:-)

  • Zitat von peakpower

    einstein0: Könntest Du mir bitte sagen, wo man offizielle Infos zumSchweizer netmetering findet?


    Danke


    Da es in der Schweiz gegen 700 Netzbetreiber gibt und jeder sein eigenes "Zügli" fährt, frage ich jeweils bei der Anlageplanung das zuständige Unternehmen direkt an.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
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    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.