Druckluftspeicher

  • Joa, konkret dazu wär schon fein. Die räumlichen Ausmaße sind ja noch vertretbar und 10 Tage Energie für einen Haushalt (was immer das heißt... 50kwh?) klingt gut. Wenn es über 20.000 Euro kostet, wird es allerdings wieder recht uninteressant, unter 10.000 Euro wäre schon fast gut.

  • Hallo


    will das mal 'hochkramen' da ich den Hersteller mal angeschrieben habe und auch schon seit einiger zeit eine Antwort habe ;)
    hoffe nur man darf so was schreiben/kopieren (wenn nicht bitte Beitrag löschen)


    Sehr geehrte Damen und Herren,



    vielen Dank für die unglaublich positive Resonanz aufgrund der Sendung „Quer“ am Donnerstag den 14.03.13 im Bayerischen Rundfunk!


    Wir haben nicht im Ansatz mit so einer Fülle von Anfragen gerechnet, möchten aber versuchen, die wichtigsten Antworten zu geben.


    Zunächst eine kurze Erklärung des Speichersystems. Wie Sie im Film gesehen haben, existiert momentan der Prototyp 1, der dazu diente, die Wirkungsweise des zum Patent angemeldeten Systems grundsätzlich zu bestätigen.


    Wir standen hier vor der Entscheidung, aufwendige Simulationen durchzuführen bzw. durchführen zu lassen. Da unser gesamtes Team aus erfahrenen Technikern besteht, haben wir uns dafür entschieden, das Speichersystem auf Basis der hydraulischen und pneumatischen Grundlagenberechnungen zu bauen und die thermodynamischen Effekte, die bei der Kompression und Expansion der Luft vorhanden sind, am laufenden System zu testen.


    Pneumatik ist die beste “Feder” zum Speichern von Energie und Hydraulik hat einen sehr guten Wirkungsgrad von bis zu 92 %. Diese beiden Grundprinzipien haben wir bei der Entwicklung unseres Energiespeichers kombiniert.


    Wenn überschüssiger Strom vom Dach oder der Windkraftanlage kommt, wird mittels eines Elektromotors eine Hydraulikpumpe angetrieben, die Luft in ein (oder beliebig viele) Flaschenbündel bis zu einem maximal zulässigen Betriebsdruck von 300 bar verdichtet.


    Dieser Druck ist für Hydrauliksysteme keine Herausforderung, da millionenfach im Fahrzeug- und Maschinenbau bewährt. Ein Flaschenbündel mit 12 Flaschen á 50 Liter und 300 bar Druck besitzt ein Speichervolumen von 180.000 Liter Luft. Das Füllen erfolgt über eine Hydraulikpumpe, die biologisch abbaubares Öl in Zylinder pumpt. Auf der anderen Seite des Kolbens befindet sich Luft, die in Druckluftflaschen bis auf 300 bar verdichtet wird. Die Energie ist gespeichert.


    Wird Energie benötigt, drückt die gespeicherte Luft im umgekehrten Prozess wieder auf Zylinder, auf deren anderer Seite Öl anliegt (wiederum biologisch abbaubar). Hier treibt eine weitere Hydraulikpumpe einen Generator an und macht die gespeicherte Energie verfügbar.


    Nachdem nun durch das zum Patent angemeldete Verfahren die in der Druckluftspeicherung bisher bekannten thermodynamischen Probleme minimiert wurden, erfolgt im nächsten Schritt der Bau eines seriennahen Prototyps 2.


    Ziel ist es, einen TÜV-bestätigten Wirkungsgrad von mindestens 70% zu erreichen und über eine ausgedehnte Testphase zuverlässige Auswertungen im praktischen Betrieb zu erhalten.


    Nach erfolgter Zertifizierung durch den TÜV-Süd soll die Markteinführung im 1. Quartal 2014 erfolgen.


    Da sich das vorgestellte Speichersystem noch im Prototypenstadium befindet, sind Aussagen zu Wirkungsgraden und Preisen derzeit leider noch nicht möglich.


    An dieser Stelle möchten wir nur belastbare Zahlen und Fakten veröffentlichen und bitten daher um Ihr Verständnis.


    Unsere Ergebnisse und Berechnungen lassen aber ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis erwarten.


    Die weiteren Entwicklungsschritte und Neuigkeiten können Sie demnächst auf unserer CAEstorage-Webseite http://www.caestorage.de aktuell verfolgen.


    Über Anregungen, Kritiken oder auch ein paar motivierende Zeilen freuen wir uns immer.


    Wir hoffen mit diesem kurzen Überblick einige Ihrer Fragen beantwortet zu haben und würden uns freuen Ihr geschätztes Interesse weiter zu erhalten.


    Die Energiewende muss zur Bürgerwende werden und die Menschen an der Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien beteiligen. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen!


    Mit freundlichen Grüßen


    CAEstorage GmbH

    MfG Heiko

    seit 27.06.19 noch mal 29,76kWp

    seit 11.1.19 nen Hyundai Kona Elektro, als Speicher :D

    seit 15.9.09 - 15,17kWp am laufen :)
    Meine Anlage

  • Ein Kommentar von der Quer Seite ist ja lustig...


    ´´Dieses Erfahrung mußten auch die Erfinder von Druckluft-Autos machen, die sich daher nicht durchgesetzt haben. Bei einem Gesamtwirkungsgrad von 20-30% ist niemand besonders überzeugt und klar: niemand interessiert sich für so eine Energievernichtungsmaschine !!´´


    Erzählt dem bloss nicht den Wirkungsgrad von heutigen Verbrennerautos. :lol:


    Mfg

  • Bin jetzt auch grad auf diese Homepage gestoßen, den Fernsehbericht hab ich nicht gesehen.


    Korrigiert mich bitte, aber die grundlegenden Probleme wurden doch nicht gelöst?
    Luft erwärmt sich beim komprimieren und gibt diese Wärme an die kalte Umgebung ab - dann is sie verloren.
    Wenn die gespeichert und wieder zugeführt wird, könnte man sich an die adiabate Verdichtung annähern.


    Aber ohne diese Wärmenutzung wird das nix werden mit "gutem" Wirkungsgrad. Im Vergleich zu einem Akku werden gut und gerne 20% mehr verschwendet.


    Und diese Stahlflaschen, da is nix isoliert oder so, d.h. es wird um diesen Speicher rum verdammt warm. Von Wärmespeicherung konnte ich nämlich nix lesen.


    Gruß

    6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008
    16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011
    2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011

    Einmal editiert, zuletzt von Mühli ()

  • Ja, habs geändert, war etwas unverständlich.


    So wie ich das also verstanden habe, is das "neue" an dem ganzen Speichersystem ein hydraulischer Kompressor ?


    Gruß

    6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008
    16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011
    2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011

  • Das Problem ist in der Tat der Energieverlust in Form von Kompressionswärme. Man benutzt das zu Grunde liegende Prinzip bei der Wärmepumpe, nur das es hier erwünscht ist. Man müsste in Kaskaden verdichten um die Kompressionswärme auf möglichst niedrigem Niveau abzuführen, welche beim Entspannen wieder zugeführt werden muss, sonst droht Druckverlust da die Temperatur sonst stark abfällt.
    Ideal wäre natürlich eine perfekte Wärmeisolierung, wie schwierig das ist kennt man ja vom Pufferspeicher der Heizung.


    Was den Wirkungsgrad erhöhen könnte, wäre die komprimierte Luft in einer Gasturbine zu verwenden, da die Verdichtungsarbeit ja schon in gespeicherter Form vorliegt.


    Genau dieses Prinzip versucht man bei Kavernendruckluftspeichern in Verbindung mit GuD-Kraftwerken auszunutzen. Die Verdichtungsarbeit wird zu Zeiten getätigt, wo Strom zu günstigen Kosten verfügbar ist, Strom wird dann als Spitzenkraftwerk erzeugt. Trotzdem ist die Gesamtbilanz wirtschaftlich nicht befriedigend.


    lg


    Eberhard

    Tesla P85+ seit 8/13 >471.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.