Speicherlösung oder einzelne Komponente?

  • Verzeiht bitte meine Rechtschreib- und Grammatikfehler. Ich wohne schon 3 Jahre in Österreich (bin von Holland), aber die schöne Deutsche Sprache macht mir noch immer Schwierigkeiten. :)


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    Ich habe mich bemüht und versucht so viel wie möglich über die ganze PV-Geschichte herauszufinden (sogar zwei Bücher gelesen). Einige Aspekte verstehe ich, andere noch nicht so. Wie viele anderen möchte ich die PV-Anlage für unseres geplantes Haus mit einem Batterie-Speichersystem kombinieren um den Eigenverbrauch zu maximieren.


    Zuerst unser Verbrauch (drei Personen): 4000-4500 kWh im Jahr.


    Max. Stromverbrauch am Tag (in kWh):


    PC 0,5
    Beleuchtung 0,5
    Kühlschrank 1
    Waschmaschine 1
    Geschirrspüler 1
    Kochen 3
    Warmwasser 6
    Heizung 3
    Sonstiges 1
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    Total 17 kWh


    Wir planen derzeit eine PV-Anlage mit 5 kWp und Batteriespeichersystem mit 4-5 kWh (natürlich von einem Fachbetrieb installiert usw).


    Es gibt viele Anbieter von Speichersysteme, aber die sind fast alle relativ teuer. Eine interessante Option ist der auch hier im Forum besprochenen Nedap PowerRouter. Der PR50SB-BS/S24D mit Batterie Manager zum Beispiel, kostet in Kombination mit LiFeYPO4 Batterien um die € 7000.


    So eine Komplettlösung ist natürlich vorteilhaft für ein Laie wie ich. Was mir aber nicht gefällt an Komplettsysteme ist das hier:


    [Blockierte Grafik: https://lh6.googleusercontent.…/s500/tn_Powerrouter3.jpg]


    Da steckt so alles bei einander, wie in einem Laptop. Geht da etwas kaputt, kann man sofort das ganze Ding austauschen, wie beim Laptop.


    Deshalb frage ich mich ab ob es nicht besser ist mit einzelnen Komponenten einen System zusammen zu setzen. Ich weiß das man dafür einen Wechselrichter, einen Laderegler und Batterie Manager braucht, aber verstehe noch immer nicht ganz genau wie die Steuerung funktioniert und was auf was angeschlossen wird. Ich finde es ziemlich kompliziert alle Umwandlungen von DC auf AC und umgekehrt vor zu stellen. Dazu kommt noch das Einspeisen im Stromnetz, oder Strom beziehen falls PV und Batterie zu wenig liefern.


    Nedap hat dieses einfaches Schema für den Powerrouter:


    [Blockierte Grafik: https://lh6.googleusercontent.…/s500/tn_Powerrouter1.jpg]


    Der DC Strom läuft über einen 'Backbone' und die Steuerung (Communication) bestimmt was wohin geht. Schaut ganz effizient aus.


    Ich weiß das es Komponente von z.B. SMA und Victron gibt die auch so was können, aber welche und wie ist mich noch immer nicht klar. Im Vergleich mit dem PowerRouter schaut es dann so aus, mehr Geräte und wahrscheinlich auch teurer (aber wie viel):


    [Blockierte Grafik: https://lh6.googleusercontent.…/s500/tn_Powerrouter2.jpg]


    Was ist eure Meinung (oder Erfahrung) dazu? Kann man es besser einfach halten und eine All-in-One Lösung bevorzugen, oder soll man mehr ausgeben für ein komplizierteres, aber solideres, vielleicht auch langlebigeres System von mehreren Geräten?


    Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.

  • In Österreich wirst Du das Deutsche nie lernen!
    Die Österreicher verstehen sich doch untereinander schon kaum.


    Einzelne Komponenten können günstiger an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden.
    Ein fertiges System ist meist teuer und doch nie das perfekt passende.
    Schau Dir mal den Victron Quattro an.


    So weit mir bekannt, gibt es in Österreich nur ein paar Cent fürs einspeisen.
    Damit wird sich der Aufwand nicht lohnen.


    Entscheidend für die Auslegung sind nicht nur der tägliche Verbrauch, sondern auch Spitzenlasten.
    Ebenfalls ist von Interesse, ob Drehstrom benötigt wird.


    Wenn Du jetzt schon bereit warst dich mit der Thematik zu befassen, dann kannst Du dir die Feinheiten auch noch anlernen.
    Hier im Forum sind schon sehr viele Beispiele.

  • Danke für deine Antwort, BRJ.


    Zitat

    Schau Dir mal den Victron Quattro an.


    Das habe ich schon einige Male getan (auch den Multiplus von Victron). Ich habe z.B. in einer Broschüre dieses Schema für den Quattro gefunden:


    [Blockierte Grafik: https://lh4.googleusercontent.com/-BltgEC-ARwU/UTz-qOSjFiI/AAAAAAAAAU8/LpPccHjkLrM/s640/Victron%2520Quattro.jpg]


    Habe ich es richtig verstanden wenn ich sage dass der DC Strom der PV-Anlage erst durch den WR umgewandelt wird, dann wieder für die Batterie auf DC umgewandelt wird, und wieder auf AC wenn es von Verbraucher benötigt wird? Macht der Quattro auch die ganze Steuerung des Systems? Oder was brauchte man noch zusätzlich dazu?


    Verzeihe mir bitte diese Fragen, aber ich habe es noch immer nicht geschafft das selber heraus zu finden. :oops:


    Zitat

    So weit mir bekannt, gibt es in Österreich nur ein paar Cent fürs einspeisen.
    Damit wird sich der Aufwand nicht lohnen.


    Du meinst umgekehrt, oder? Wie niedriger die EV ist (und hier bei mir ist es nur 6 Cent pro kWh), desto interessanter wird das Batteriespeichersystem.


    Zitat

    Entscheidend für die Auslegung sind nicht nur der tägliche Verbrauch, sondern auch Spitzenlasten.


    Klar. Das hängt natürlich auch von uns Menschen ab. Wir sind z.B. viel daheim, weil ich eben Heimarbeiter bin, und würden versuchen so viel möglich Strom zu verbrauchen wenn die PV-Anlage es liefert.


    Zitat

    Ebenfalls ist von Interesse, ob Drehstrom benötigt wird.


    Da das Haus noch gebaut werden muss, können wir das noch selber bestimmen. Wenn möglich möchte ich die ganze Elektrik ohne Drehstrom machen. Also E-Boiler nur mit 1-2 kW aufwärmen lassen, zwei Kochfelder mit Erdgas betreiben und zwei mit Strom, usw.


    Zitat

    Wenn Du jetzt schon bereit warst dich mit der Thematik zu befassen, dann kannst Du dir die Feinheiten auch noch anlernen.
    Hier im Forum sind schon sehr viele Beispiele.


    Wenn es nur so einfach wäre. Ich habe schon sicher 24 Stunden auf diesem Forum verbracht mit dem Lesen von ganzen Threads, vor allem hier im Speichersysteme-Bereich, aber auch unter Allgemeine Anlagenplanung. Viele interessante Sachen habe ich da natürlich gefunden, aber nicht das was ich hier mit diesem Thread versuche heraus zu finden. Vielleicht habe ich nicht gut genug gesucht, oder einfach Pech gehabt.

  • Hallo


    Hoert sich an als ob Du eine verlaessliche , einfach strukturierte leistungsstarkeHybrid- Inselanlage suchst , die nur bei Engpass das Netz mit automatisch dazunimmt (bzw im Winter schon recht viel das Netz mit arbeitet , welche Gegend in Oesterreich ?)


    Ich wuerde mich deshalb nicht so von den Komplet Loesungen fuer Eigenverbrauchsoptimierung und Einspeisung blenden lassen , die sparen meist an der Batteriegroesse , sodass denen am Morgen zb die Luft ausgeht :roll:


    Natuerlich hat der Nedap einen anstaendigen/vernuenftigen Preis , nicht viel teurer als ein 5000 Watt Victron (quattro oder Multiplus) und ein 5000 Watt MPPT Laderegler (ca 3600 Euro fuer Beide)


    Ich kann dir persoenlich eher das letztere empfehlen (das ist was ich kenne) und eher die Batterie groesser waehlen als

    Zitat

    Wir planen derzeit eine PV-Anlage mit 5 kWp und Batteriespeichersystem mit 4-5 kWh


    Batterie groesser , da es viele Tage im Jahr gibt , da erzeugt die PV gerade mal das was man tagsueber verbraucht und die zu kleine Batterie ist immer noch leer am Abend , also muss das Netz zuschalten , auch aergert man sich an schoenen Tagen das die Batterie gleich voll ist aber nur fuer eine Nacht reicht , obwohl 3 Tage schlechtes Wetter angesagt ist :juggle:





    Gruss

  • Nun, ich würde eher zum Nedap tendieren. Allerdings nicht den Komplettkit, sondern die Variante mit Batteriemanager aber ohne Akku und diesen separat dazu kaufen. Warum? Ist günstiger als das zusammen stückeln und hat eine funktionierende Steuerung. Auch kann der Nedap Überschüsse einspeisen, der Quattro kann das nicht und der Studer darf das wahrscheinlich auch bei dir nicht. Freilich willst du nicht einspeisen bei nur 6ct/KWh, aber bei einem zusammen gestückelten System, geht der Strom halt ganz verloren, wenn man ihn nicht irgendwie intern los wird.
    Es mag ja sein, dass der Nedap, ebenso wie z.B. ein Quattro, seine 5KW nur auf einer Phase bringt, aber er kann über Sensoren die anderen Phasen mit abtasten und wenn man einen saldierenden Zähler hat, damit die anderen Phasen mit abdecken.


    Bei der Akkugröße gebe ich wieso recht. 4KWh ist knapp (ich nutze rund 4KWh von meinem Akku). Zum einem wird der kleine Akku bei 5KW Leistung mit fast C2 belastet, was sich ungünstig auf die Lebensdauer auswirkt. Zum anderen mangelt es an Reserve. Für die 5KW würde ich nicht unter einen 25KWh Akku gehen, der dann auch zumindest 8KWh bis 12KWh bei einem Bleiakku sinnvoll nutzen kann. Ich habe gerade einmal 1,5KWp angeschlossen und an einem schönen Tag langen selbst die, um den kleinen Akku schon am Vormittag voll zu haben....

    Halbinsel 3,44KWp, 48V/250Ah Staplerakku, TriStar MPPT60, 2 Studer XTM 2600-48
    TriStar TS60 mit 3KW Heizstab als Dump für den Überschuss

  • Neven


    Beim Victron Quattro kannst Du mit 2 Möglichkeiten laden.
    1. Netzwechselrichter
    Du gehst mit 230V auf den Ausgang des Quattro.
    Ein Teil des erzeugten Stroms wird sofort verbraucht.
    Der Rest wird durch den Quattro in Batteriespannung umgewandelt und dadurch geladen.
    Wie gut der Ladevorgang/Batteriepflege ist kann ich nicht sagen.
    2 Laderegler
    Der Laderegler hängt zw. PV und Batterie.
    Mit einem MPPT Laderegler wird die Batterie gut gelanden.


    Ich habe es in deinem ersten Post so verstanden, daß Du Überschüsse einspeisen willst.
    Bei 6 Cent würde ich darüber Überhaupt nicht nachdenken.
    Lieber etwas Strom verschwenden als den bürokratischen Aufwand für 6 Cent zu betreiben.


    Bei einem Neubau kannst Du doch perfekt planen.
    Das sollte natürlich in Ruhe geschehen. Also keine Hektik aufkommen lassen!


    Ich würde auch das Heizsystem mit einplanen.


    Wird das Haus evtl. ein Passivhaus?
    Welche Dachneigung ist geplant?
    Kommen die Module aufs Dach?


    Ist ein Netzanschluß geplant oder soll es eine komplette Inselanlage werden?


    Gruß


    BRJ

  • Danke für alle Antworten! Sehr hilfreich!


    Zitat von wieso

    Hoert sich an als ob Du eine verlaessliche , einfach strukturierte leistungsstarkeHybrid- Inselanlage suchst , die nur bei Engpass das Netz mit automatisch dazunimmt (bzw im Winter schon recht viel das Netz mit arbeitet , welche Gegend in Oesterreich ?)


    Ja, das stimmt, eine Halbinsel-Anlage die auch Strom einspeisen kann. Wir bauen in der Südoststeiermark. Ich habe auf diesem Homepage einige Daten von Anlagen in der Nähe gefunden. Von den letzten 4 Wintermonate einer 5,28 kWp Anlage hier bei mir im Dorf sind das hier die Anzahl der Tage wo weniger als 7 kWh erzeugt wird:


    Nov. 22
    Dez. 20
    Jän. 29
    Feb. 21


    Total 92


    Ich muss dabei sagen dass diese Anlage bei mir in der Nähe keine optimale Ausrichtung und Neigung hat:


    Ausrichtung 54° (SW)
    Neigung 28°


    Wir haben noch die Wahl das Haus genau auf Süden aus zu richten, oder ungefähr 20° nach Westen. Das kann im Herbst und Winter ein Vorteil sein, weil es hier dann manchmal neblig ist. Das Dach wird wahrscheinlich eine Neigung von 45° haben (36-37° ist hier optimal), was auch ein bisschen besser für den Winterertrag ist. Zum Beispiel, 190 kWh statt 182 kWh für Jänner.


    Zitat

    Natuerlich hat der Nedap einen anstaendigen/vernuenftigen Preis , nicht viel teurer als ein 5000 Watt Victron (quattro oder Multiplus) und ein 5000 Watt MPPT Laderegler (ca 3600 Euro fuer Beide)


    Ich kann dir persoenlich eher das letztere empfehlen (das ist was ich kenne) und eher die Batterie groesser waehlen als 4-5 kWh


    Batterie groesser , da es viele Tage im Jahr gibt , da erzeugt die PV gerade mal das was man tagsueber verbraucht und die zu kleine Batterie ist immer noch leer am Abend , also muss das Netz zuschalten , auch aergert man sich an schoenen Tagen das die Batterie gleich voll ist aber nur fuer eine Nacht reicht , obwohl 3 Tage schlechtes Wetter angesagt ist


    Ich verstehe was du meinst, aber eine größere Batterie ist preislich natürlich schwieriger (es rechnet sich jetzt finanziell schon kaum). Übrigens ist hier die Nennkapazität gemeint. Ich habe jetzt die Wahl zwischen NiFe Batterien (14,4 kWh x 30% DOD = 4,32 kWh) oder LiFeYPO4 Batterien (7,68 kWh x 60% DOD = 4,6 kWh), wobei die letzte preislich interessanter sind. Über diese Wahl werde ich wahrscheinlich bald ein anderes Thema öffnen.


    Ich glaube dass wir abends und nachts sicher nicht mehr als 4 kWh verbrauchen werden. Ich wurde auch einen kleineren Speicher nehmen um Geld zu sparen, wäre es mir nicht wichtig dass die Batterien 4-5 kW bringen sollen, damit alle Geräte im Haushalt damit laufen können (nicht gleichzeitig natürlich).


    Eine andere Möglichkeit ist statt 15 x 160 Ah Zellen die 200 Ah Zellen zu nehmen. Dann komme ich auf 9,6 kWh x 60% DOD = 5,76 kWh. Das kostet ungefähr 750 Euro mehr.


    Zitat von Helpless

    Nun, ich würde eher zum Nedap tendieren. Allerdings nicht den Komplettkit, sondern die Variante mit Batteriemanager aber ohne Akku und diesen separat dazu kaufen. Warum? Ist günstiger als das zusammen stückeln und hat eine funktionierende Steuerung. Auch kann der Nedap Überschüsse einspeisen, der Quattro kann das nicht und der Studer darf das wahrscheinlich auch bei dir nicht.


    Letztendlich dreht alles um die Steuerung. Ich verstehe ganz gut was ich nicht verstehe. :wink:


    Und ich möchte schon einspeisen, auch wenn die EV ganz niedrig ist. Ich finde es schade Energie zu verschwenden wenn jemand anderes da noch was von hat. Außer natürlich ich betreibe eine Inselanlage, aber ich fürchte dass ich mir das nicht leisten kann.


    Also der Quattro kann nicht einspeisen? Das ist schade.


    Zitat von BRJ

    Bei einem Neubau kannst Du doch perfekt planen.
    Das sollte natürlich in Ruhe geschehen. Also keine Hektik aufkommen lassen!


    Ja, genau. Wenn es dieses Jahr nicht klappt, weil da eh schon genug zum tun gibt, dann zumindest alles gut vorbereiten für nächstes Jahr.


    Zitat

    Ich würde auch das Heizsystem mit einplanen.


    Wird das Haus evtl. ein Passivhaus?


    Ja, das Haus wird ein 85-90 qm großes Passivhaus. Was Heizsystem und Warmwasserbereitung angeht, gibt es zwei Varianten:


    1. Infrarotheizung und E-Boiler für WW


    Vorteile:

      - Relativ günstig und einfach
      - Braucht wenig platz
      - Gut regelbar


    Nachteile:

      - Hoher Stromverbrauch im Winter
      - Abhängig vom Strompreis der sicher steigen wird in den nächsten Jahren
      - Strom wird im Winter hauptsächlich mit fossilen Brennstoffen erzeugt


    2. Wasserführender Grundofen (30% Luft, 70% Wasser) und Pufferspeicher


    Vorteile:

      - Bis zu 90% oder sogar mehr Energie-unabhängig mit nur einem einen halben rm Holz im Jahr
      - Gemütlicher Ofen im Wohnzimmer, alle Österreicher lieben es ;-)
      - Deswegen gut für den Wiederverkaufswert


    Nachteile:

      - Paar Tausend Euro teurer wie Variante 1, es rechnet sich erst nach 20-25 Jahre (bei heurigen Energiepreisen)
      - Nimmt mehr Platz
      - Im Prinzip nicht so gut regelbar, vielleicht doch Überhitzung
      - Kamin durch die Gebäudehülle -> Wärmebrücke
      - Feinstaub, ich bin eh keinen Fan von Sachen verbrennen


    Ich habe immer zu Variante 1 tendiert, bis ich diesen brutalen Winter erlebt habe, wo wir fast 60 Tage gar keine Sonne gesehen habe. Ich habe hier in der Nähe einen guten Lehmofenbauer und werde das ganze bald mit ihm durchsprechen.


    Zitat

    Welche Dachneigung ist geplant?
    Kommen die Module aufs Dach?


    Ja, die kommen aufs Dach. Momentan neige ich zu den Heckert Nemo P205 Module (weil Made in Germany/Europa), 24 Stück.


    Wie gesagt: "Wir haben noch die Wahl das Haus genau auf Süden aus zu richten, oder ungefähr 20° nach Westen. Das kann im Herbst und Winter ein Vorteil sein, weil es hier dann manchmal neblig ist. Das Dach wird wahrscheinlich eine Neigung von 45° haben (36-37° ist hier optimal), was auch ein bisschen besser für den Winterertrag ist. Zum Beispiel, 190 kWh statt 182 kWh für Jänner."


    Zitat

    Ist ein Netzanschluß geplant oder soll es eine komplette Inselanlage werden?


    Eine Inselanlage ist natürlich supercool, aber das kann ich mich leider nicht leisten, obwohl ich mich 3000 Euro für den Anschluss erspare.


    Stimmt es wenn ich sage dass die Wahl zwischen Speicherlösung oder einzelne Komponente vor allem eine Frage der Steuerung ist?

  • Was willst Du denn bei Deinem Tagesverbrauch von 17 kwh und 5 kwp noch groß einspeisen? Da Du ja noch wirklich alles gestalten kannst, mal folgende Vorschläge, so als Brainstorming:
    Hausverdrahtung möglichst einphasig (dann brauchst Du nur einen, leistungsfähigen Inselwechselrichter)
    Plane einen kleinen Batterieraum mit Belüftungsmöglichkeit, dann kannst Du auf bewährte Blei Säure Batterien gehen, z.b. Stapler oder OpsZ Batterien, da sparst Du gegenüber Lithium viel Geld.
    Denke über ein Nano BHKW nach. Google mal unter Vaillant Ecopower 1.0. Das macht 1kw el. und 2-3kwh thermisch, damit kannst Du im Winter heizen und Strom produzieren. Denke für Stromüberschüsse im Sommer auch an eine Wärmepumpe und oder ein Klimagerät, das kühlt im Zweifel auch.
    Ob die Kombi für eine komplette Autarkie reicht, musst Du berechnen, im Glücksfall brauchst Du keinen Stromanschluss mehr.


    Nur mal so als Anregung!

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, XCOM CAN, 6 Pylontech US2000, 14,4 kwh Kapa, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    Kia E-Soul und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter... :)

  • Entschuldige, als ich "zwei Kochfelder mit Erdgas betreiben" sagte, habe ich gemeint mit einer Gasflasche. Es gibt bei uns keinen Erdgasleitung.


    Sonst wäre so ein Nano BHKW eine super Idee!

  • Wie wäre es mit einem kleinen Flüssiggastank im Garten...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, XCOM CAN, 6 Pylontech US2000, 14,4 kwh Kapa, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    Kia E-Soul und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter... :)