Kleine Insel am Fischteich

  • Hallo Leute, ich komme aus der Steiermark in Österreich, beruflich Softwareentwickler und Privat beschäftige ich mich leidenschaftlich mit Regelmeßtechnik; und seit 2 Wochen hier Dauerleser :)


    Ich soll für mein Mutter am Fischteich eine kleine Insellösung realisieren und hätte da ein paar Fragen dazu die sich für mich trotz Wochenlangen lesen noch etwas unklar sind.


    Ursprünglich hat es mal geheißen "Sie" will nur Radio und Licht.. vor 2 Tagen dann gesagt das sie eigentlich schon gerne einen Kühlschrank und hin und wieder eine Bohrmaschine zum arbeiten anstecken will ... *hrmpf*. gut alle Anforderungen wieder über Board geworfen.. ändert jetzt auch das Budget von 300€ etwas nach oben :) .. was eigentlich nicht sein sollte weil Strom dort eher mehr nice to have als must to have ist.


    Der Nutzen der Anlage, größere Gartenhütte, ist vielleicht an max 10-20 Tagen im Jahr manchmal auch nur Tags über sicher keine 10 Übernachtungen im Jahr.. weil nur 45 min weg von zuhause.. deswegen soll es einigermaßen rentabel sein..


    Gedacht hab ich mir jetzt


    24V System
    2 Winner SMF Solar/Traktionsbatterien 230Ah ,, Blei/Säure deswegen weil mit sehr wenigen Entladezyklen zu rechnen ist und das ausschließlich in den Sommermonaten... beide Batterien kosten gerade mal 378€
    Laderegler STECA Tarom 45A
    Wechselrichter http://www.reichelt.de/Wechsel…ID=4954;artnr=DSW+1200+24 (Leider nichts hier im Forum darüber gefunden, klingt aber irgendwie vernünftig und "klnigt" besser als 08/15 billigsdorfer aus Ebay , wollte zwar ursprünglich den STECA 1100 haben aber 650€ ist dann doch ein schöner unterschied, der für den seltenen Gebrauch irgendwie nicht zu rechtfertigen ist)


    Panele 200wp ( nur 200 weil man wenn eh nur bei Schönwetter dort ist bzw max 2 tage am Stück, und für den Aufenthalt Überbrücken die Batterien)


    Die Lage ist W 30° zuleitung 9m +über 4 oder 6mm²


    3 Sachen die mir noch immer nicht klar sind


      1. ist welche Solarmodule ich hier am besten nehme um optimale effizienz mit dem Tarom zu erreichen, weil es heißt ja das bei richtiger Modulwahl kein großer unterschied zu MPPT ist... Nehm ich da etwas mit 30V oder eher 36V oder etwas dazwischen? Oder soll ich auf den Tarom Pfeifen und gleich einen STECA SOLARIX MPPT?? Geht man da von 28,5 Ladespannung aus und sagt dann +1 V Leitungs und Ladegerätverlust => Panel mit 29,5V ist dann optimal fürs Tarom... oder rechnet man das anderst?


      2.Ich wollte eigentlich den Tarom deswegen nehmen weil der auch 45Ah(stromspitzen auch mehr) über das Lastrelais abgeben kann und ich dachte ich schließe den Wechselrichter direkt an den Laderegler und nicht an die Batterie, wegen der Ladezustandsberechnung bzw dem Tiefentladeschutz weil der ist bei allen Wechselrichtern etwas tief angesetzt
      Oder ist das in der Regel eine kompletter Blödsinn was ich da vor habe und der Wechselrichter gehört auf jeden Fall immer an die Batterie?
      Ich hab nur gesehen das es für den Tarom dann wieder einen eigenen Shunt gibt, kostet aber 400€. Ist der für einen direkten Wechselrichterbetrieb dann zwingend erforderlich oder ist das eher mehr als DisplayAnzeigen Gadget zu sehen?


      3.Und das letzte was ich noch nicht so ganz verstehe wenn jetzt die Batterie voll ist, was sehr oft und häufig der Fall sein wird, (vorallem das ganze Frühjahr) wie verarbeitet dann der Laderegeler die Überschußenergie. Ich hab mal gelesen das ein MPPT teil die Energie dann als Hitze abgibt, gilt das dann auch für den Tarom und heißt das dann das ganze Frühjahr der Laderegler als 200Watt Heizer fungier? Weil ich denke mal das ist für das Gerät auch nicht unbedingt das beste, oder spielt das keine Rolle?


    bin über jegliche Tips und Hinweise dankbar

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Moin^^.


    zu 1: >=36 V wegen Reserve bei hohen Temperaturen und Ausgleichsladen um 30 Volt.


    zu 2: Wechselrichter direkt an die Batt. Die Stromstöße (max 60A) würden den Regler killen. Ordentliche, dicke und kurze Kabel verwenden.


    zu 3: Der Regler verarbeitet Überschüsse gar nicht. Entweder werden die Module kurz geschlossen oder "hängen einfach nur in der Luft". Dafür Beadrf es dann eine eigene Steuerung + Heizung(stab).



    Warum soll gerade der Tarom genutzt werden und kein PR(S)? Zu den Batterien von Winner hab ich persönlich keine Erfahrung, man liest aber überwiegend nichts positives.



    MfG

  • Zitat von Backo

    Moin^^.
    zu 1: >=36 V wegen Reserve bei hohen Temperaturen und Ausgleichsladen um 30 Volt.


    Ok danke, hab ich jetzt verstanden...dann bestätigt das jetzt meine Meinung.. Hab heute endlich eine Seite gefunden wo die Charakteristikkurven oben sind Sonneeinstrahlung/Volt/Ampere/Hitze.. da ist mir dann ein Licht aufgegangen .



    zu 2: Wechselrichter direkt an die Batt. Die Stromstöße (max 60A) würden den Regler killen. Ordentliche, dicke und kurze Kabel verwenden.

    Zitat von Backo


    zu 3: Der Regler verarbeitet Überschüsse gar nicht. Entweder werden die Module kurz geschlossen oder "hängen einfach nur in der Luft". Dafür Beadrf es dann eine eigene Steuerung + Heizung(stab).
    MfG


    Zitat von Backo


    Warum soll gerade der Tarom genutzt werden und kein PR(S)? Zu den Batterien von Winner hab ich persönlich keine Erfahrung, man liest aber überwiegend nichts positives.
    MfG


    Tarom wollte ich deswegen weil er lt. Datenblatt Dauerlast 45A-60A am Lastenausgaang schaft bzw angeblich sogar bis 120AH kurzfristige Spitzen.. das wäre sich dann sogar mit dem 1200er Wechselrichter ausgegangen. vor allem weil eigentlich niemals bis auf vielleicht einmal im Jahr soviel Last auf dem Gerät wäre... so der Plan..hab aber schon befürchtet das jemand mit dem Einwand der Spannungsspitzen kommt :) Dachte mir das es besser für den gesamten Ladeprozess ist wenn das Ladegerät registriert das gerade Last am Gerät ist, als wenn ich einfach Last direkt von der Batterie ziehe unter umgehen des Ladegerätes.. aber was ich so mittlerweile gesehen hab ist dies wohl ziemlich egal


    Gut vergessen wir das mit dem Wechselrichter am Tarom :)


    Wenn das jetzt mit Tarom hinfällig wird weil ich es eh direkt schließe wäre noch der normale Tristar 45 interessant.. irgendwas was dagegen spricht im gegensatz zum Steca PR?


    Interessant wäre ev nur noch der Neu TAROM ab April weil er ein Überschussrelais besitzt, das wär eigentlich schon ziemlich Praktisch weil wir dann eine zusätzlich Teichsauerstoffversorgung machen könnten .. aber da wart ich noch auf den Preis.



    Noch eine Frage wegen den Modulen. Gibt es Module die ewtas robuster gegen Hagel usw sind .. Hagel ist dort fast sicher einmal im Jahr.. reicht dagegen das standard 3,4mm Glas, oder muß ich rechnen das es dann häufig kaputt wird?

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  • Steca PR1515 sollte reichen, den kannst du mit 2 x 130 Wp (36 Zellen) Modulen bestücken, in Reihe geschaltet.
    Ein 300 VA Sinus Inverter reicht für Radio und Licht oder die Anlage in 12 V DC, da spart man auch noch den Inverter. Kühlschrank ausreden, da braucht es einen größeren Inverter. Bohrmaschine mit Akku mitnehmen, sonst wieder großer Inverter.
    Die Butter am Seil und im Plastkbeutel in den Fischteich hängen, da bleibt sie kühl (jetzt muss ich mich schnell ducken :) ),

  • Nachtrag zu oben:
    Gibt es eigentlich noch weitere Erfahrungswerte zu dem von mir erwähnten Wechselrichter


    Bzw dem Nachtrag zu oben:


    Gibt es Erfahrungswerte zu dem von mir erwähntem Wechselrichter von IVT von reichelt
    http://www.reichelt.de/Wechsel…ID=4954;artnr=DSW+1200+24



    bzw zu dem


    http://www.ebay.de/itm/Wechsel…ronik&hash=item5ae6da27fa


    Hab mich eigentlich gegen einen Ebay wechselrichter verwehrt .. und bin darauf gestoßen weil USER: Sonnenschein hier große töne auf das Teil gibt.. wenn ich mir so das Gewicht von letzterem anschaue könnte man fast vermuten das das Teil einen recht ordnelichen Ringkerntrafo drinnen hat bei 11kg
    Noch jemand sich das Teil schon mal genau angesehen?

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  • Zitat von kalle bond

    Steca PR1515 sollte reichen, den kannst du mit 2 x 130 Wp (36 Zellen) Modulen bestücken, in Reihe geschaltet.
    Ein 300 VA Sinus Inverter reicht für Radio und Licht oder die Anlage in 12 V DC, da spart man auch noch den Inverter. Kühlschrank ausreden, da braucht es einen größeren Inverter. Bohrmaschine mit Akku mitnehmen, sonst wieder großer Inverter.
    Die Butter am Seil und im Plastkbeutel in den Fischteich hängen, da bleibt sie kühl (jetzt muss ich mich schnell ducken :) ),


    Ups dein Posting hab ich jetzt fast übersehen ..
    Kühlschrank und Bohrmaschine ist leider Grundbedingungen.. da komm ich nicht drum rum .. .. wieso geht kein Kühlschrank an einem echten 1200W Sinus Inverter? Auch unter Anbetracht der Spitzenleistung beim Anlauf.. das geht sich nicht aus???

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  • Dochdoch, das is ein Missverständnis zwischen euch.


    Klar kannst an ein 1200W- Gerät einen Kühlschrank hängen, reiner Sinus passt eh perfekt.
    So ein Kühlschrankkompressor zieht selten mehr als 80 Watt (Gefrierkombi) ein kleiner A+ zieht 50 Watt.
    Mehr als 10-fachen Anlaufstrom sollten diese Geräte nicht haben, geht also bestimmt.


    Bohrmaschine...die braucht schon seit Jahren kein Kabel mehr. Ein gscheiter Akkuschrauber ist zehnmal besser und zieht max. 200 Watt während des Ladevorgangs, ohne Anlaufstrom, an allen Invertern der Welt...


    Gruß

    6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008
    16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011
    2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011

  • Zitat von Mühli


    Bohrmaschine...die braucht schon seit Jahren kein Kabel mehr. Ein gscheiter Akkuschrauber ist zehnmal besser und zieht max. 200 Watt während des Ladevorgangs, ohne Anlaufstrom, an allen Invertern der Welt...


    da hast du wohl recht ... :D stichsäge wäre das einzige was wahrscheinlich noch gebraucht wird.. ich befürcht mal das wird dann eher eine Trail /Error Sache .. aber gut.. damit muß sie leben :) Weil dafür jetzt extra ein 1000€ WR anschaffen .. dann lieber einen billigen 200€ Generator dazu

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  • Zitat von pezibaer


    Ups dein Posting hab ich jetzt fast übersehen ..
    Kühlschrank und Bohrmaschine ist leider Grundbedingungen.. da komm ich nicht drum rum .. .. wieso geht kein Kühlschrank an einem echten 1200W Sinus Inverter? Auch unter Anbetracht der Spitzenleistung beim Anlauf.. das geht sich nicht aus???


    Geht nicht gibt es nicht bei echten PV'lern, jedenfalls hier bei den Insulanern :)
    Mühli hat es gleich erkannt!
    Geht nur um die Kosten. Es gibt auch so Camping Kühlboxen, die brauchen wenig Strom.
    Im Prinzip bist du die Sache schon richtig angegangen, etwas größere Batterie und einen kleinen Solar Generator.
    Der hat nach dem Wochenende Zeit, die Batterie wieder aufzuladen.
    Wenn es denn ein "richtiger" Kühlschrank und eine 1000 W Bohrmaschine sein müssen, dann tief den Sparstrumpf greifen und schon klappt es :)