Eigenverbrauch für grossen Dauerverbraucher

  • Zitat von Ralf Hofmann

    Trotzdem wird das nur ein Bruchteil sein, was Du jährlich mit der eigenen PV sparen kannst.
    Vermutlich nicht mehr wie 3.000 - 4.000 EUR, wenn Du die stärkste mögliche Anlage baust.
    Und das bei einer Stromrechnung von knapp 10.000 EUR jährlich . . . schade, schade.


    Ja.
    Eine Vollversorgung scheint hier nicht sinnvoll.
    Dennoch würde sich meiner Meinung nach eine kleinere Anlage bereits mittelfristig bezahlt machen. Und 15% des Bedarfs selbst zu erzeugen hilft zumindest, die laufenden Kosten auch künftig 'im Rahmen zu halten'.


    Mit etwa 11 kWp Modulleistung und zwei 5kW Wechselrichtern sollten bereits mehr als 20% selbst erzeugt werden können und der 'verschenkte' Anteil an Strom hält sich in Grenzen.
    Mit der 'leider, leider'-Anlage von etwa 5,5kWp und 5kW Wechselrichter wird ein Eigenverbrauch von nahezu 100% erreicht aber auch 'nur' etwa 10-15% des Bedarf gedeckt.
    Dennoch rechnet sich das.

    Dieser Beitrag wurde aus 100% Recycling-Photonen erstellt

  • Hi,


    Zitat von Gerold G

    Dennoch rechnet sich das.


    klar, Du hast Recht, es rechnet sich natürlich.


    Ich habe halt immer nur das dringende Bedürfnis, mir vom Kuchen das größtmögliche Stück abzuschneiden, besonders wenn`s keinem anderen weh tut. :wink:

  • Naja , eine USV braucht man ja sowieso , deshalb meine ich die 15 kw PV aufs Dach mit Netzwechselrichter AC gekoppelt (eventuell einen MPPT Laderegler wie den Midnite classic den Du ja schon kennst :D ) an die USV (Hybridinsel zb 3 mal Victron 3000 watt zb ) und eine 60-80 kw Batterie


    Kosten


    3 mal Victron Multi plus 4500 Euro
    2mal SolarMax 6000 2200 Euro
    1 mal Midnite classic lite
    Mppt Laderegler 550 Euro
    70-80 kWh Batterie 4300 Euro
    15 kW PV mit Montagegestel 10000 Euro ???
    Kleinteile 500 Euro ?


    Ca 22000 Euro also unter 1500 Euro pro kW PV


    Uberschuss halt im Sommer aus der Batterie Nachts verbrauchen und 20-30 kWh aufbewahren fuer den Fall des Netzausfalls und gegebenenfalls die Batterie fast komplett entladen


    ca 13000 kwh (konservativ) gespart x 0.21 Euro 2730 Euro pro Jahr


    Michmaedchenrechnung ....???


    Gruss

  • Also an Deiner Stelle würde ich über die Installation von etwa 20 kWp nachdenken (also das Dach voll machen). Allerdings würde ich nur etwa 10 kWp davon an einen 10 kW netzeinspeisenden WR hängen, den Rest direkt an Batterieladegeräte.
    Das ganze gepart mit drei Insel- bzw. Hybrid-WR mit 3 etwa kW, die so eingestellt werden, daß die Mittagsspitze vom Netzeinspeise-WR über sie in die Batterie geladen werden. Sinkt die Einspeiseleistung des Netz-WR unter besagte 5 kW, steuern die Hybrid-WR so lange wie möglich aus den Batterieen zufüttern, bis deren Ladezustand zu niedrig ist.
    Mit etwas mehr Sachverstand und Aufwand könntest Du jetzt auch einen Teil des Modulfeldes zwischen Batterielader und Netz-WR elektronisch umschalten (2x am Tag?), um die Ausgangsleistung des Netz-WR konstant(er) zu halten.
    Nur wirst Du selbst so wohl nicht ganz auf 50% Eigenverbrauch kommen.
    Real müsste sowas ja mit einem System aus z.B. Diehl Platinum R3M-WR und Platinum Batterie (XX)L umsetzbar sein.


    Ciao


    Retrerni

  • OK, sorry da habe ich wohl ein paar Posts nicht gelesen.

    Zitat von geri73

    Die Photovoltaik müsste auf ein Dach, Neigung 45°. Zur Verfügung stehen 1x 8x4m SO und 1x 15x6m SW.
    Nachtrag: Strom kostet 21 c/kwH


    Hoffe die 21 ct sind Brutto. Ein gute Bekannter hat mal etwas von 16ct in seinem Ferienhaus in Ö. erzählt. Sind die Preise gestiegen oder ist das regional so unterschiedlich?


    Ob Sunpower sich rechnet wäre noch die Frage, aber zumindest würde ich die stärksten 60 Zeller nehmen. z.b. 275 yingli d.h.
    SO 14 x 275 = 3,85 KWp und SW 42 x 275 = 11,55 KWp


    Sofern man nicht an die Nachbarn verkaufen kann, müßte der Akku so dimmensioneirt sein, das im Hochsommer alles über 5KW gespeichert wird.

    Elektromobile: Renault ZOE ZE40 Car Sharing und Pedelec

  • Zitat von sundevil


    Ob Sunpower sich rechnet wäre noch die Frage, aber zumindest würde ich die stärksten 60 Zeller nehmen. z.b. 275 yingli d.h.
    SO 14 x 275 = 3,85 KWp und SW 42 x 275 = 11,55 KWp


    Da passen auch 300Wp Module hin. Also mindestens 14 * 300=4200 und 42 * 300 = 12600. Wenn er ein paar cm mehr hat, sogar 16 und 45 Stück.

    Halbinsel 3,44KWp, 48V/250Ah Staplerakku, TriStar MPPT60, 2 Studer XTM 2600-48
    TriStar TS60 mit 3KW Heizstab als Dump für den Überschuss

  • Zitat von sundevil

    SO 14 x 275 = 3,85 KWp und SW 42 x 275 = 11,55 KWp


    Sofern man nicht an die Nachbarn verkaufen kann, müßte der Akku so dimmensioneirt sein, das im Hochsommer alles über 5KW gespeichert wird.


    SO- und SW-Ausrichtung.
    AC-Leistung etwa 9,5kW max. an 'normalen' schönen Sommertagen.
    Etwa von 9:00 Uhr bis 16.00 Uhr wird die Leistung des WR über dem Bedarf von 5kW liegen. Mittelt man den Überschuss über diese sieben Stunden, dürften es etwa 2,5kW sein.
    2,5kW x 7 h = 17,5kWh.


    Stellt man die MultiPlus so ein, dass nach 30% Entnahme aus dem Akku auf Netz umgeschaltet wird, sollten die 30% den 17,5kWh entsprechen. Der Akku sollte also drei mal so groß sein. 52,5kWh. Bei 48V entspricht das 1093,75Ah.
    Also 24 x 10 OPzS 1000.


    Bei 30% Entnahme bleiben noch 50% Sicherheitsreserve als USV. Im 'Worst-Case' also noch etwa 500Ah x 48V = 24kWh, also gut viereinhalb Stunden Laufzeit bei 5kW.


    Resultat wären annähernd 100% Eigenverbrauch und eine USV, die mindestens 4,5h hält.

    Dieser Beitrag wurde aus 100% Recycling-Photonen erstellt

  • Hi,

    Zitat von buergersolar
    1. am günstigsten ist eine 7 kWp PV-Anlage, der Eigenverbrauch wäre riesig, die Verbrauchsabdeckung gering. Kürzeste Amortisationszeit, dafür aber hohe Bezugsstrompreisabhängigkeit.
    2. Leichte Überdimensionierung und Mitnutzung des USV-Speichers als Pufferspeicher. PV etwas größer. Nachteil: Kostet mehr, längere Amortisationsdauer. Vorteil: USV wird sowieso neu angeschafft. Etwas höhere Verbrauchsdeckung -> geringere Abhängigkeit künftiger Strompreisentwicklungen. Nahezu 100% PV-Eigenverbrauch.


    ...
    Je nach Budget und Ehrgeiz Variante a oder b.


    Ich würde Dir ebenfalls zu keiner anderen Lösung raten.
    Wenn es "nur" darum geht, die Kosten zu optimieren. würde ich als Peak-Leistung 25% mehr als die Dauerleistung ansetzen.
    D.h. bei 5kW Leistungsaufname max. 6,25kWp, sonst fließt teilw. Strom zurück ins Netz.


    Da Du Deine USV erneuern mußt, rate ich Dir nur zu Victron-Wechselrichtern. Besser gesagt Die Quattro-Reihe.
    Diese hat zwei AC-Eingänge. Also für Netz und für Generator.
    Es entfällt dann die nötige Netzumschaltung, die derzeit wahrscheinlich per Hand funktioniert(?).
    Die Victron-WR kannst Du als echten Drehstromverbund betreiben.
    Wenn Du in den Akkus noch etwas zwischenspeichern und die PV-Anlage vergrößern willst, kannst Du
    die Anlage jederzeit Nachrüsten.
    Die PV-Anlage würde ich ausschließlich AC-Kuppeln. Ein DC-Kreis über die Akkus ist bei 5kW Last absoluter Unsinn.
    Der Vorteil bei AC-Kupplung besteht in der deutlich höheren Systemspannung.
    Es wird direkt auf 3x400V gespeist. Ich empfehle hier ab 7kWp einen SMA Tripower.


    Als Akkugröße für die reine Notstromlösung für 4h würde ich >=700Ah(Cnom) empfehlen. (C5=690Ah, C3=596Ah).
    Als Zellen würde ich nur OPzS + Rekombinatoren verwenden.


    Mit einer größeren PV-Anlage muß der Akku entsprechend größer werden.
    Recht viel mehr als 10kWp würde ich aber bei dem aktuellen Strompreis in Österreich nicht installieren.
    Mit reiner AC-Kupplung könnten drei Victron Quattro 3000 max. 5,5kW an Leistung verwerten.
    Wenn es mehr sein muß, würde ich die 5000er nehmen. Du hättest dann auch mehr als 9kVA(=7,2kW)
    Notstromleistung. (dann 12kW)


    Je nach Anlagengröße, sollte der Akku auch größer sein. Bei 10kWp würde ich aber nicht unter 1,2 kAh bei 48V gehen.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 49kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Zitat

    Als Akkugröße für die reine Notstromlösung für 4h würde ich >=700Ah(Cnom) empfehlen. (C5=690Ah, C3=596Ah).
    Als Zellen würde ich nur OPzS + Rekombinatoren verwenden.


    Mit einer größeren PV-Anlage muß der Akku entsprechend größer werden.
    Recht viel mehr als 10kWp würde ich aber bei dem aktuellen Strompreis in Österreich nicht installieren.
    Mit reiner AC-Kupplung könnten drei Victron Quattro 3000 max. 5,5kW an Leistung verwerten.


    wie soll eine 16 kWh Batterie 4 Stunden lang einen Verbrauch von 5000 watt meistern koennen :roll:


    Oder gibts deb Qutro 3000 in 48 Volt ?



    Fuer was der 3 mal Victron Quattro 5000 Vorschlag , also insgesamt ueber 14 kw Power, 3600 Euro mehr ausgeben als fuer 3 mal Victron Multiplus 3000 ? Es werden doch eher nur 5000 watt gebraucht und auch keine 400 Volt Kraftstrom


    Das Geld ist besser in mehr Batterie und PV investiert :wink:


    Gruss

  • Zitat von wieso


    wie soll eine 16 kWh Batterie 4 Stunden lang einen Verbrauch von 5000 watt meistern koennen :roll:


    Oder gibts deb Qutro 3000 in 48 Volt ?


    Danke für die Korrektur.
    Ich fall' jedesmal drauf rein, daß es zwar einen Multiplus 48V mit 3kVA,aber keinen Quattro 48V 3kVA gibt.
    Victron sollte endlich einen Quattro 48V mit 3kVA bauen. ;-)


    Zitat von wieso


    Fuer was der 3 mal Victron Quattro 5000 Vorschlag , also insgesamt ueber 14 kw Power, 3600 Euro mehr ausgeben als fuer 3 mal Victron Multiplus 3000 ? Es werden doch eher nur 5000 watt gebraucht und auch keine 400 Volt Kraftstrom


    Das Geld ist besser in mehr Batterie und PV investiert :wink:


    mit drei Victron 5000 hat man zwar 15kVA aber nur max. 13,5kW, Wovon ich aber eher noch Abstriche machen würde.
    Aber ja, er braucht nur 5kW. Eine Leistungsreserve von mind 20% sollte auch hier eingerechent werden.
    Macht also 6kW. Als WR sollten dann mind. 7,5kVA an Leistung bereitstehen (angnommener cosPhi 0,8).
    Mit 3 Multiplus 3000 wäre er also mit knapp 70% Auslastung (bei 25°C) gerade so gut bedient.
    Weniger Leistung dürfte es nicht sein.


    Und Drehstrom braucht er, da er sonst die Verkabelung ändern müßte und das Notstromaggregat nicht mehr verwenden könnte.
    Auch ein temporäres Umschalten auf Wechselstrom würde u.U. den Neutralleiter glühen lassen, sofern
    nicht alles von einer zentralen Verteilung aus versorgt wird.
    Für eine einphasige Variante sollte mindestens ein 8kVA-WR vorgesehen werden.


    Übrigens, die Preisdifferenz zwischen MultiPlus 3000 und Quattro 5000 ist nicht so groß.
    Wenn ich meine EKs anschaue, sind das um die € 2000,- Aufpreis bei drei Geräten.
    Für den Endkunden vielleicht € 2500,-. mehr. (netto versteht sich)
    Listenpreise zahlt doch keiner mehr ...

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 49kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron