• PV und Wind schneller ausbauen, dann erledigt sich der Kohleausstieg 2038 von selber, weil die Kohle aus dem Netz gedrängt wird:!:

    Naja, ich bin auch dafür PV und Wind weiter bzw viel mehr auszubauen, aber wir haben jetzt schon etwa 60GW Wind und fast 50GW PV installiert, so langsam müssen wir uns - ob wir wollen oder nicht - gerade wenn wir den Ausbau erhöhen/beschleunigen wollen - Gedanken machen über irgendeine Form von Speicher bzw Verwertung der Lastspitzen die über dem liegen was gebraucht wird, der Stromverbrauch in DE liegt nunmal meist so bei max. 70-80GW in der Tagesmitte, Nachts sind es schnell mal sogar nur um die 40GW, manchmal noch weniger, wie gesagt, mehr PV und Wind zu bauen finde ich gut, aber ein paar GWh mehr an Speicher sollten wir langsam auch mal an den Start bringen, man muss sich ja nicht sofort auf eine Art festlegen, aber halt mal anfangen und was im größeren Maßstab testen, ein paar Akkus im 40 Fuß Container Maßstab könnte man schon hier und da mal platzieren, außerdem könnte man mal etwas mehr Geld in die Richtung von großen Hubspeichern bzw mechanischen Speichern etc lenken, normale Pumpspeicher in den Bergen können wir hier in DE einfach vergessen, daher müssen wir hier nach Alternativen suchen und so Sachen wie Wasserstoff sind vom Wirkungsgrad einfach zu schlecht, darüber können wir vllt ganz am Ende mal nachdenken wenn wir den Strom in den Spitzen nirgendwo mehr unterbringen können.

    Zitat von John Perry Barlow

    I'm a free-marketeer. I believe in free markets, but... sometimes you have things that look like free markets but aren't because of artificial reasons. I'm not very happy with the current state of what calls itself free market economy in the world because you've got all these grotesque monopolies that are able to game the system in a way that's to their advantage by virtue of their power, and that's not a free market.

  • NoOne Bin ja voll bei Dir, aber warum haben Schwimmhallen oder Eishallen oder Einkaufszentren mit massig Stromverbrauch oben keine PV drauf?

    Weil es erlaubt ist und weil Strom viel zu billig ist.


    Bei dem 10-fachen oder 100-fachen an EE darf man über Speicher nachdenken ... es geht nicht nur um Strom.

    Wärme, Kraft, Verkehr ... da kann man sehr viel, viel günstiger in Speicher schicken, die eh da und bezahlt sind in Form von WP oder Akku im Auto.


    Speicher ... im Netz ... gebaut vom VNB ... GROSS ... verpflichtend, weil Bayernwerk die Trassen nicht aufgestellt bekommt.

    Da bin ich sofort dabei.

    Diese über KfW oder Länder tod geförderten Miniheimspeicher bringen dagegen nix.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • NoOne Bin ja voll bei Dir, aber warum haben Schwimmhallen oder Eishallen oder Einkaufszentren mit massig Stromverbrauch oben keine PV drauf?

    Weil es erlaubt ist und weil Strom viel zu billig ist.

    Weil externe Kosten nicht mit im Preis drin sind wenn konventionelle Verbrennungsmotoren oder Kohlekraftwerke die Umwelt verpesten und Menschen daran krank werden und sogar sterben geschweige denn die Folgen vom Klimawandel etc...das Strom billig ist finde ich generell nicht problematisch solange er durch PV oder Wind oder vllt. auch Wasser erzeugt wurde bzw so das alle Kosten darin enthalten sind, ich meine...ein besseres Argument für EE gibt es ja nicht, aber wir leben in einem einem Land/System welches sich dagegen sträubt so disruptive Maßnahmen wie das einpreisen der externen Kosten zu ergreifen, viele Politiker und auch Wähler wollen das nicht...man will die Strukturen der alten Wirtschaft schützen und weiter ein zentralisiertes System betreiben was viele Menschen in Abhängigkeit hält und damit Vermögen von den Menschen der Unter bis Mittelschicht hin zu wenig reichen Menschen umverteilt...und merkt nicht das man dabei alles kaputt macht, die Umwelt, die Gesellschaft, die Wirtschaft selber weil uns andere technisch überholen...ich denke auch im Kontext der letzten Wahlen das dieses Problem zu einem großen Teil nur entstehen konnte weil wir ein demographisches Problem haben die alten Parteien der Union und die SPD werden hauptsächlich von alten Menschen gewählt, Leute die nur den Status quo erhalten wollten und sich über die Zukunft keine Gedanken mehr gemacht haben, die haben so gewählt weil "ich hab schon immer so gewählt und mach das jetzt auch nicht mehr anders..."...sowas musste ich leider schon oft von Leuten jenseits der 60-70 Jahre hören und kann nur sagen das es mich schockt das diese Leute garnicht verstehen (wollen?) was Demokratie ist, selber denken scheint denen zu anstrengend zu sein...und die alten Parteien haben so nur Politik für alte Leute gemacht, aber wie kann man seine Entscheidung bei einer demokratischen Wahl so wegwerfen...und haben diese Leute alle keine Kinder bzw keine Mitmenschen die ihnen wichtig sind, wie kann man so egoistisch sein und den folgenden Generationen alles kaputt machen nur weil man selbst das Hirn nicht benutzen will...durch so nicht denkende Mitläufer wurden übrigens auch Systeme wie das dritte Reich oder die DDR ermöglicht, bloß nicht hinterfragen, immer treu mit der Herde mitlaufen...ich versuche manchmal mit diesen Menschen zu reden, aber das ist leider nicht einfach, zumindest für mich, vllt. können das andere bessere, irgendwer muss aber mit diesen Leuten reden und ihnen erklären was los ist...

    Zitat von John Perry Barlow

    I'm a free-marketeer. I believe in free markets, but... sometimes you have things that look like free markets but aren't because of artificial reasons. I'm not very happy with the current state of what calls itself free market economy in the world because you've got all these grotesque monopolies that are able to game the system in a way that's to their advantage by virtue of their power, and that's not a free market.

  • Ja NoOne - Demokratie ist lästig - dauernd muss man da wählen, sich Gedanken manchen - und der "Führer" der alles im Griff hat fehlt auch...


    "Externe Kosten" - das Wort "ex-tern" sagt doch schon alles "draußen befindlich" - also irgendwas, was mich garnix angeht ! Zahlen wir nicht schon genug Steuern ? Irgendwie muss das doch reichen !


    Die Kinder - ärgerliche Ruhestörer - sollen sehen wo sie bleiben. Das war schon immer so ! Wir, die diesen wunderbaren Staat mit unseren eigenen Händen wieder aufgebaut haben - die Städte endlich aus dem Mittelalter in moderne Zeiten und autogerecht gestaltet haben (zugegeben die alliierten Bombardements habe da schon ihren Beitrag geleistet) sollen nun am Abend unseres Lebens nochmal was machen ? Haben wir nicht überall wunderbare Autobahnen gebaut ? Ja, wir tun auch was gegen den angeblichen Klimawandel. In den Bergen, die ja außer für Wintersport zu nix nütze sind, haben wir nicht gezögert, den Schneemangel mit Kanonen zu bekämpfen. Damit werden wichtige Arbeitsplätze erhalten - was außer Skifahren soll man sonst in den Bergen anfangen ?


    Tolle Stau- und Speicherseen haben wir gebaut. Doch auch da gab es immer schon irgendwelche Naturfuzis denen das nicht gefällt.


    Irgendwie werden wir sicher noch was erfinden um alles so halten wie es immer gut und richtig war. Kann mir auch egal sein - nach mir die Sintflut - ab in die Schule ihr naseweisen Gören - wo komme wird den hin, wenn WIR uns schon von Kindern sagen lassen müssen wo´s langgehen soll ! Die sollen erst mal lernen was fleißiges arbeiten bedeutet ! An allem müssen die rumkritisieren, so als hätten die überhaupt schon von irgendwas auch nur eine Ahnung ! Einfach mal auf richtige Experten hören - da sind Leute die wissen wo´s lang geht :


    Aus dem "Über uns" von EIKE - DAS! "Europäische Institut für Klima & Energie" :

    Zitat von EIKE

    EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.) ist ein Zusammenschluss einer wachsenden Zahl von Natur, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Publizisten und Politikern, die die Behauptung eines „menschengemachten Klimawandels“ als naturwissenschaftlich nicht begründbar und daher als Schwindel gegenüber der Bevölkerung ansehen EIKE lehnt folglich jegliche „Klimapolitik“ als einen Vorwand ab, Wirtschaft und Bevölkerung zu bevormunden und das Volk durch Abgaben zu belasten.


    Im Rahmen seiner Aufgaben bietet EIKE Mitgliedern und Partnern eine Plattform für die Diskussion und Publikation wissenschaftlicher Erkenntnisse. EIKE erstellt Gutachten im eigenen und fremden Auftrag, organisiert Symposien und Kongresse. Darüber hinaus wirkt EIKE an der Bildung und Aufklärung der Bevölkerung mit und unterstützt die Gründung politischer Initiativen durch die Bereitstellung wissenschaftlicher Expertise. Bei Interesse bitten wir um Kontaktaufnahme.

    Ja, das sind die Männer die uns in eine strahlende Zukunft führen werden ! Sonst noch Fragen ?


    Warnhinweis : Es ist nicht ausgeschlossen, das sich dieses Pamphlet bedenklich Inhalte enthalten kann - zu Risiken und Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an ....

  • Passt sicher besser zum Thema Klimawandel - @ragtime


    OK Du wirfst mir vor ich "schwadroniere" - nun was ist dann das was Du selbst tust ? Du plapperst von Träumen, welche die jetzige Realität überwinden, die jetzigen "lokalen" Konflikte seien weitgehend "Fossilen" Ursprungs, "Wasser ist natürlich auch ein Problem, aber da helfen auch EE". "Autarkie (und darausfolgernder Neid) und einseitige Abhängigkeit sind Garant von Konflikten..."


    Tolle Erkenntnisse. "Autarkie" ist in Politik / Wirtschaft "wirtschaftliche Unabhängigkeit eines Landes - von wem wohl - vom "Ausland". Nach Deiner Theorie erzeugt das Neid. Auf die Idee, das Gegenteil von Autarkie ist schlicht Abhängigkeit und die erzeugt Unfreiheit - die Freiheit, die inneren Angelegenheiten eines Staates - oder eben einer Wirtschaftsgemeinschaft, ohne den Druck der Abhängigkeit selbst gestalten zu können. "Wir" haben uns Teile der Welt durch unserer historisch gewachsenen "Übermacht" - wirtschaftlich und im Verbund auch militärisch - von deutlich schwächeren, einfach genommen.


    Würde sich Dein "Traum" über Nacht verwirklichen, hätten wir alles was "wir" für notwendig erachten so etwa im Mai eines Jahres bereits verbraucht. Nur ein Zwangsgeflecht von einseitiger Abhängigkeit stützt das was Europäer und ganz besonders Deutsche für selbstständig halten. Da liegt der Gedanke doch logisch nahe - jedenfalls für mich - unsere Gesellschaft so zu ertüchtigen, das wir selbst für unsere Bedürfnisse aufkommen. Was wir von Ende Mai bis Dezember anderen nicht mehr teils brutal wegnehmen - rücksichtslos, ob die dabei verhungern oder sich gegenseitig abschlachten - würde dann doch eigentlich zurückgegeben.


    Es gibt einen Unterschied zwischen fairem Handel - also den Austausch von Gütern - die man selbst nicht in dieser Menge benötigt - und der laufenden Ausbeutung fremder Ressourcen. So wie es derzeit aussieht, benötigen alle, von denen einige Fantasten den Strom abziehen wollen, zuerst einmal eine ausreichende Versorgung für die eigene Bevölkerung. Wenn das geschafft wurde - durchaus mit unserer Hilfe - kann darüber verhandelt werden, was sie uns zu liefern bereit sind. Soweit ist keines der Länder gegenwärtig. Der Neid eher der Zorn ist schon lange da - auf die brutalen Methoden, wie das "alte Europa" all diese Länder seit Jahrhunderten gnadenlos ausbeutet.


    Da wäre es schon - jedenfalls aus meiner Sicht - eine gute Idee, wenn EU zunächst seine eigenen Probleme selbst löst und "unabhängig" wird. Ich berufe mich auf Aristoteles der von über dreihundert Jahre vor unserer Zeitrechnung "schwadronierte"

    Zitat

    Die meisten Leute meinen, ein Staat, der die Menschen glücklich machen könne, müsse groß sein; aber selbst wenn sie recht haben sollten, wissen sie doch nicht, was eigentlich groß und klein bei Staaten bedeuten soll... Auch für die Größe von Staaten gibt es eine Grenze, so wie für jedes andere Ding, für Pflanzen, Tiere und für Handwerkzeuge; denn diese Dinge verlieren ihre natürliche Wirksamkeit, wenn sie zu groß oder zu klein sind; entweder gehen sie völlig ihrer Eigenart verlustig oder sie werden zerstört.“

    Noch kann Europa in seinen natürlichen bzw. politischen Grenzen "sein Ding" in Ordnung zu bekommen. Das sollte besser geschehen, bevor "uns" die erzwungene Abhängigkeit auf allen Gebieten einholt.


    Nur wer friedlich stark ist, kann überhaupt jemandem andern helfen. Was die "Festung Europa" angeht, weil Europa diese Abhängigkeiten selbst geschaffen hat (ein längerer Blick in die Geschichte zeigt das recht eindeutig), tun wir gut daran " Auch für die Größe von Staaten gibt es eine Grenze..." diese kontrolliert zu erhalten, ist schlicht logisch. Zerfällt dies lose Gemeinschaft - das erste Beispiel ist wohl kaum zu übersehen - fällt alles in die Kleinstaaterei des vorigen Jahrhunderts zurück. Ob da dann ein "Verbundnetz" noch irgendwelche Relevanz hat, darf bezweifelt werden.


    Dein Satz "Die jetzigen lokalen Konflikte sind weitgehend fossilen Ursprungs (Wasser ist natürlich auch ein Problem, aber da helfen auch EE)." zeigt wie wenig Du doch erkannt hast, was es bedeuten mag, wenn es keine ausreichenden fossilen Energien mehr gibt bzw. die Theorie geht davon aus, sie werden so teuer, dass sich nach und nach niemand mehr das Zeug leisten kann. DANN gehen die "lokalen Konflikte" erst richtig los.


    Wasser, eine der bereits sichtbaren Folgen des Klimawandels ist das Schmelzen der Gletscher. Gletscher sind überall die Garanten des Überlebens. Weil sich praktisch in allen Weltgegenden Menschen entlang der Flüsse angesiedelt haben. Da fehlt es - nach dem bislang so selbstverständlichen Nachschub in den Sommermonaten - auch für Bewässerung - also die Nahrungsproduktion. Nur mal so um welche Mengen es da geht :

    http://www.hydrodaten.admin.ch/de/2288.html

    Abfluss 10.06.2019 09:30 "Letzter Messwert" 641 m³/s

    Ähnliches kann bei allen Flüssen gemessen werden die ihren Ursprung in den Alpen haben und (jedenfalls bislang) in der Hauptsache mit "Schmelzwasser" versorgt werden. Der Rhein wird in D 7mal getrunken, bevor die Holländer dran sind <X


    Nun könnte man auch mal einen Blick auf den Indischen Subkontinent richten. Auch dort kommt Wasser für inzwischen ca. eine Milliarde Menschen aus den "Bergen". Kaschmir - DER Dauerkonflikt zwischen Indien und Pakistan ist für war "ein lokaler Konflikt" leider zwischen zwei Atommächten. Was glaubst Du in deiner Naivität eigentlich was wohl passiert, wenn Pakistan das im Unterlauf des Indus ausschließlich von diesem Wasser abhängt abgeschnitten wird ? Wer Kaschmir kontrolliert, kontrolliert wichtige Einzugsgebiete.


    Indien verfügt über deutlich mehr Ströme - einer davon der Ganges versorgt auch Bangladesch (165 Millionen) mit Wasser. Da wäre noch China - warum haben die wohl Tibet annektiert ? Es ist das chinesischen Wasserreservoir. Wenn sich am Wassernachschub aus Tibet etwas ändert - eine absehbare Folge des Klimawandels - was passiert dann mit China ? Dort (in Tibet) entspringen einige der wichtigsten Flüsse der Erde. Indus (von dem Pakistan vollkommen abhängig ist) der Mekong, , der Brahmaputra, der "Gelbe Fluß" (Huang He), der Jangtsekiang . China baut dort einen Staudamm nach dem andern. Ein Bedrohung für alle die von diesen Wasser abhängen. Keines dieser Probleme kann durch Meerwasserentsalzung auch nur "gemildert" werden. Dort entspringen also überlebenswichtige Flüsse für ganz Asien. Wenn da der "Nachschub" durch Klimawandel auch nur ins "Stottern" kommt, ist das bereits ein "fetter Kriegsgrund".


    All diese Staaten - wobei das nur ein Teil der Betroffenen ist - müssen von "Fossil" auf EE wechseln. Jedenfalls dann, wenn der Klimawandel nicht wie EIKE kolportiert :

    Zitat

    ..einer wachsenden Zahl von Natur, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Publizisten und Politikern, die die Behauptung eines „menschengemachten Klimawandels“ als naturwissenschaftlich nicht begründbar und daher als Schwindel gegenüber der Bevölkerung ansehen...

    Im Lichte solcher Idiotie "schwadroniere" ich auch gern mal - mag auch an meiner deutlich größere Lebenserfahrung, sorry dafür...

  • Du brauchst mir die Welt nicht zu erklären, trotzdem... Schön geschrieben. Und zu 90% teile ich ja deine Sicht, ich glaube (oder hoffe) halt nur nicht, dass die Lösung von Ausbeutung die Abschottung ist / sein muss (was anderes ist Autarkie ja nicht). Das wird nämlich nicht funktionieren, wenn du auch nur einen Funken Menschlichkeit zurückbehalten willst...

    Irgendwann werden die bisher Ausgebeuten und dann von dir Alleingelassenen nämlich an deiner Tür klopfen (tun sie ja jetzt schon) und so hoch kann deine Mauer gar nicht sein, dass das helfen würde.

    Wie beim Klima auch, brauchen wir hier (ähnlich schnell) eine globale Lösung... Und Zusammenarbeit auf Augenhöhe, Austausch und somit gegenseitige Abhängigkeit ist für mich ein Weg, grade in Verbindung mit EE. Wenn die jetzt unterentwickelten Länder nicht mehr am Tropf der Fossilen hängen, was ja die Abhängigkeit zementiert, wird dort auch mehr Wirtschaftskraft verfügbar sein. Diese Länder müssen nicht zwangläufig die gleiche Entwicklung wie wir durchmachen... Das kann sich niemand leisten, weder die noch wir, weder ökologisch noch ökonomisch.

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Ausbeutung die Abschottung ist / sein muss (was anderes ist Autarkie ja nicht).

    Ausbeutung und Autarkie sind doch wohl eher konträr. das Verbundnetz ist ja gerade wieder die Ausbeutung. Warum benötigen wir das denn? Weil wir recht großen Aufwand betreiben müssen, um unseren auf Energie und Ressourcen begründeten Wohlstand aufrechtzuerhalten. Da ist es doch viel einfacher, wenn wir uns die Energie aus anderen Staaten holen.


    Ich zitiere mal Franz Alt: "Die Sonne scheint für alle."


    Wir haben die Energie hier, warum sollen wir die wieder aus Afrika und dem Nahen Osten holen? Wir sind hier in Deutschland schon in exponierter Lage. Nirgendwo sonst gibt es so weit vom Äquator entfernt ein so dicht besiedeltes Gebiet mit mehr Energiebedarf pro Quadratmeter. Und daher können wir besser als jeder andere zeigen, dass klimaneutrale Energieversorgung auch lokal funktioniert.


    Warum sollten Afrika oder auch Spanien scharf auf ein Verbundnetz sein, um uns mit Energie zu versorgen? Die werden das mit weit geringerem Aufwand hinkriegen, sich selbst zu versorgen. Wenn wir das aber auch hinkriegen, dann zeigen wir der Welt, wie es funktioniert und keiner wird mehr Aufwand betreiben müssen als wir. Dann gibt es keine Handelskriege mehr um Energie, wie wir sie gerade im globalen Welthandel mit Einfuhrzöllen erleben.


    Ich sage ganz klar: Die Menschheit ist noch nicht reif für ein weltumspannendes Verbundnetz. Und die Zeit, auf diese Reife zu warten, haben wir nicht. Dann lieber jetzt nochmal Aufwand betreiben und Ressourcen schöpfen, um Unumkehrbares zu verhindern. Und dann bitte mit diesen Ressourcen haushalten, sprich sie in einen Kreislauf zu bringen und wiederzuverwenden. Wenn die nächste Generation Stromspeicher weniger Material verwendet, als aus der jetzigen Recycelt wird, dann sind wir auf einem guten Weg.

    12,06 kWp 32x IBC Polysol 270 gx5 + 12x IBC Polysol 285 + SMA Tripower 10.0 + LG Chem Resu 10H + SMA Storage 2.5 + SHM 2.0 - Ost-West Flachdach 10° - -65° / 115° - Renault Zoe Q210 Erst- und Einzig-KFZ - NRGKick an CEE-Kombi-Dose mit wahlweise 2,3/3,0/3,7/6,9/9/11 kW - Heizung noch Gasbrennwerttherme BJ 2004 - was kommt danach?

  • Gruß vom Stefan
    1. Anlage aus 2002 6,2 kWp Axitec Module Solarmax WR, Ø Ertrag 1,02 (MWh/kWp)/a
    2. Anlage aus 2017 99,8 kWp Solarworld Module Kaco WR, Ø Ertrag1,10 (MWh/kWp)/a
    Solarthermie 10 qm und ein Holzvergaser für den Winter im Nordschwarzwald.
    Und verantwortlich für das https://www.heiztechnikforum.eu/

  • Schön, schön ragtime Du hast eine positive Einstellung. Die habe ich auch. Nur (womöglich) hast Du noch keine Gelegenheit gehabt "vor Ort" festzustellen was da tatsächlich wie funktioniert.


    Es gibt eine Menge Länder gerade in der "3. / 4. Welt",dort wird es schon aus Kostengründen niemals ein Verbundnetz geben wie das in EU möglich und notwendig ist. Die Dörfer in Afrika sind bestens bedient, wenn jemand dort lokale Kleinnetze, die selbstverständlich nur mit geeigneten Speichern funktionieren können, aufbaut. So wartungsfrei wie möglich. Nicht weil die Leutchen dort zu doof für so was sind, weil vermutlich noch über Jahre hinaus die notwendigen Grundlagen fehlen.


    Statt sich die Gesundheit mit Kerosinlampen zu ruinieren, um auch in der (meist schnell hereinbrechenden) Nacht Hausarbeiten, Erwerbsarbeit - Schulaufgaben und und - verrichten zu können, sind einfache LED mit Akku und eine minimales PV-Modul lose auf dem Hüttendach noch für sehr viele der einzig realistische Traum.


    Strom der tagsüber aus der PV kommt und Kühlschränke versorgt - selbstverständlich mit geeignetem Speicher - ist der Traum vom "guten Leben", von möglichem Einkommen und minimaler Gesundheitsfürsorge, den dort noch sehr viele nur träumen. Wenn ich den Link zu dem marokkanischen Solateur im Regierungsauftrag noch finde, werde ich den einstellen.


    Wenn ein Schüler in einer Berufsschule auf die Frage, wo man denn am günstigsten einen Lichtschalter vorsehen sollte, keine Antwort weiß, auch die komplette Klasse von 17 ... 19 jährigen nicht - was kann da wohl der Grund sein ? Sie trauen sich nicht die 24 Jungs, den Lehrer zu "enttäuschen" - weil - ja weil - sie erst nach hartnäckiger Nachfrage "zugaben" keiner, bis auf einen hat überhaupt el. Strom Zuhause zur Verfügung - der eine, die Ausnahme, kam schüchtern mit dem Benzingenerator rüber, die einzige und sauteure Möglichkeit für häuslichen Strom*. Alle kamen aus unterschiedlichen Gegenden. Die besten unter denen die sich für eine Berufsausbildung (durch den Staat) gemeldet hatten und per Ausleseprüfung ihren Platz im "Internat" erhielten. Allein schon dort Firmen zu finden, die bereit sind diese "Lehrlinge" einzustellen, geplant auszubilden und auch noch zu bezahlen - echte Fachleute für die Schlüsselpositionen in einer Wirtschaft "heranzuziehen", ist mehr als sich ein durchschnittlicher Europäer überhaupt vorstellen kann....


    *Klar, der Fehler lag eindeutig beim Lehrer, der nahm völlig zu Unrecht an, alles sie so wie im schönen Deutschland. Doch man kann ja dazulernen und die Methoden ändern....